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Koordinaten: 7° 5′ S, 36° 45′ W

Estado da Paraíba
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Symbole
Flagge
Flagge
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Brasilien
Hauptstadt João Pessoa
Fläche 56.469,8 km²
Einwohner 4.018.127 (Schätzung zum 1. Juli 2019[1])
Dichte 71 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BR-PB
Webauftritt www.paraiba.pb.gov.br
Politik
Gouverneur João Azevêdo[2]
Partei PSB
Wirtschaft
BIP 59.089 Mio. R$
14.774 R$ pro Kopf
(2016[3])

Paraíba, amtlich portugiesisch Estado da Paraíba, ist ein Bundesstaat im Nordosten von Brasilien, in dem mit dem Ponta do Seixas der östlichste Punkt auf dem Festland des amerikanischen Doppelkontinents liegt. Er ist benannt nach dem Fluss Rio Paraíba.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Paraíba grenzt an die brasilianischen Bundesstaaten Rio Grande do Norte, Ceará und Pernambuco sowie an den atlantischen Ozean. Etwa zwei Drittel des Bundesstaates liegen zwischen 300 und 900 Höhenmetern.

Das Klima ist tropisch und im Landesinneren semiarid mit längeren Perioden ohne Niederschlag. Im ozeannahen Litoral sind Regenfälle dagegen üppig.

GeschichteBearbeiten

 
Getúlio Dornelles Vargas und João Pessoa

Paraíba gehört zu den älteren Bundesstaaten Brasiliens. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts waren es zumeist Franzosen, welche die Küsten der Region dominierten und Kontakt mit der indianischen Bevölkerung suchten. Im Jahr 1585 gründete der Portugiese João Tavares an der Mündung des Paraíba-Flusses das Fort São Felipe, aus dem sich dann die Stadt Filipéia de Nossa Senhora das Neves – das heutige João Pessoa – entwickelte.

Zwischen 1634 und 1654 wurde die Region durch die Holländer besetzt, die durch portugiesische Kräfte unter André Vidal de Negreiros vertrieben wurden. Die einheimische indianische Bevölkerung war in all den Jahren ein konstanter Unruheherd. Neben militärischen Aktionen wurde sie aber vor allen durch eine Pockenepidemie im Jahr 1599 zurückgedrängt, der zwei Drittel der Bevölkerung zum Opfer fielen.

Im Jahr 1753 wurde Paraíba dem Kapitanat Pernambuco unterstellt, dies wurde aber schon 1799 wieder aufgehoben. Paraíba nahm an der Revolution von 1817 (Revolte von Pernambuco) und 1824 an der sezessionistischen Äquator-Konföderation (Confederação do Equador) teil.

Im Jahr der Revolution von 1930 wurde der als Vizepräsident vorgeschlagene paraíbanische Gouverneur João Pessoa Cavalcânti de Albuquerque ermordet. Ihm zu Ehren erhielt die Hauptstadt Paraíbas seinen Namen und wurde in der Flagge des Bundesstaates das portugiesische Wort „nego“ (deutsch: „Ich verweigere.“) aufgenommen als Zeichen der Ablehnung des damaligen Präsidenten Washington Luís Pereira de Sousa.[4]

DemographieBearbeiten

Paraíba hatte laut Volkszählung von 2010 3.766.528 Bewohner.[1] Die Einwohnerschätzung des IBGE bezifferte die Zahl zum 1. Juli 2019 auf 4.018.127 Bewohner.[1]

StädteBearbeiten

 
João Pessoa

Der Bundesstaat ist in 223 Gemeinden, den municípios, gegliedert.

Die größten Städte sind:

WirtschaftBearbeiten

Die Wirtschaft Paraíbas basiert auf der Landwirtschaft (Zuckerrohr, Ananas, Maniok, Mais, Bohnen), Industrie (Nahrungsmittel, Textilien, Ethanol), Tierzucht und dem Tourismus, mit unter anderem dem größten Fest des Heiligen Johannes in ganz Brasilien.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Paraíba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Paraíba. Panorama. IBGE, abgerufen am 4. September 2019 (brasilianisches Portugiesisch)..
  2. João Azevêdo, do PSB, é eleito governador da Paraíba no 1º turno. In: noticias.uol.com.br. UOL Notícias, 8. Oktober 2018, abgerufen am 5. Juli 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Contas Regionais 2016: entre as 27 unidades da federação, somente Roraima teve crescimento do PIB. In: gov.br. IBGE – Agência de Notícias, 16. November 2018, abgerufen am 5. Juli 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. O que significa a palavra "Nego" na bandeira da Paraíba? In: com.br. Terra, abgerufen am 4. September 2019 (brasilianisches Portugiesisch).