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Papist

historischer, abwertender Begriff für Anhänger des Katholizismus
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Papist ist eine von dem Wort Papst abgeleitete Bezeichnung für Katholiken, die im Protestantismus der Reformationszeit im 16. Jahrhundert aufkam und in der Zeit der Kontroverstheologie als ein zumeist abwertend gebrauchter Kampfbegriff geläufig war. Das zugehörige Abstraktum lautet Papismus.

Der Ausdruck reduziert den Katholizismus bewusst auf das Papsttum, das als herausragendes Abgrenzungsmerkmal betrachtet wird. Eine ähnliche, jedoch weniger polemisch verwandte und nicht allein auf das Papsttum fokussierte Fremdbezeichnung von Katholiken in den konfessionellen Auseinandersetzungen war der Begriff „Altgläubige“. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff Papist heute nur noch selten, manchmal allerdings ironisch gebraucht.

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