Papenberg-Instrument

Das Papenberg-Instrument ist ein zwischen 1935 und 1941 erfundenes Messgerät, welches auf U-Booten eingesetzt wurde und noch heute bei Booten der U-Boot-Klasse 206 eingesetzt wird, um das Boot möglichst genau auf gleicher Tiefe für den Einsatz des Periskops oder Schnorchels zu halten, das heißt ohne dass der Turm mit der Brücke die Wasseroberfläche durchbricht oder der Schnorchel und das Periskop mit dem oberen Prisma eintaucht.

In der Bildmitte Papenberg-Tiefenmesser

Dabei zeigt ein senkrechtes Schauglas mittels Wassersäule die Position des Bootes gegenüber der Wasseroberfläche an, zur besseren Orientierung ist neben dem Schauglas die Silhouette des Turmes mit ausgefahrenem Periskop/Schnorchel abgebildet. Da die Wassersäule aktuelle Druckveränderungen zeitlich näher und präziser als der Tiefenmesser anzeigt, ist es dem Rudergänger früher und genauer möglich, eventuellen Veränderungen in der Tiefenlage des Bootes durch Betätigung der Tiefenruder oder Korrektur der Trimmung zu begegnen.

Man findet das Gerät zwischen den beiden Ruderständen eines U-Bootes.

Das Papenberg-Instrument wurde nach seinem Erfinder benannt, dem deutschen Marine-Ingenieur Heinrich Papenberg (1876–nach 1941), zuletzt als Korvettenkapitän am Oberkommando der Marine (OKM). Im Auftrag des Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw (IvS) war Papenberg als Leitender Ingenieur an U-Boot-Entwicklungen in der Türkei, Spanien und Finnland beteiligt wie auch an der Konstruktion der neuen U-Boote der Kriegsmarine ab 1935.

LiteraturBearbeiten

  • Lars U. Scholl (Hrsg.): Technikgeschichte des industriellen Schiffbaus in Deutschland, Band 1: Handelsschiffe, Marine-Überwasserschiffe, U-Boote. Kabel, Hamburg 1994, ISBN 3-8225-0270-7, S. 183.