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Pantheist, häufig als Pantheïst stilisiert, ist eine 2000 gegründete Funeral-Doom-Band. Die Band zählt zu den populärsten Vertretern der belgischen Funeral-Doom-Szene. Das einzig konstante Mitglied der Gruppe ist Bandgründer, Sänger und Keyboarder Kostas Panagiotou, die weitere Bandkonstellation war hingegen diversen Wechseln unterzogen.

Pantheist
Allgemeine Informationen
Herkunft Antwerpen, Belgien
Genre(s) Funeral Doom
Doom Metal (2011)
Gründung 2000
Website pantheist.co.uk
Aktuelle Besetzung
Keyboard, Gesang
Kostas Panagiotou
Gitarre
Frank Allain (seit 2015)
Schlagzeug
Daniel Neagoe (seit 2016)
E-Bass, Gesang
Aleksej Obradović (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Nicolas Tambuyser (2000–2004)
Schlagzeug
Oscar Strik (2002–2003)
Gitarre
Arne Pinto de Carvalho (2003–2004)
E-Bass
Mark Bodossian (2004–2011)
E-Bass
Wim Boey (2004)
Schlagzeug
Kris Villez (2004)
Schlagzeug, Gesang
Andy Semmens (2004)
Schlagzeug
Sterghios Moschos (2005–2014)
Gitarre
Ilia Rodriguez (2005–2011)
Peter Benjamin (2005–2009)
Gitarre
Pepijn van Houwelingen (2010–2014)
Gitarre
Valter Cunha (2014–2017)

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 2000 gründete Sänger und Keyboarder Kostas Panagiotou die Band Pantheist. Ursprünglich gestaltete Panagiotou Pantheist als Dark-Ambient-Projekt, änderte die Ausrichtung der Band jedoch nach dem Einstieg des Gitarristen Nicolas Tambuyser hin zu einem sakrale anmutenden Funeral Doom. Nach einigen inoffiziellen Aufnahmen wurde mit 1000 Years im darauffolgenden Jahr ein erstes, im Studio Templa Libitina von Stijn van Cauter aufgenommenes, offizielles Demo veröffentlicht.[1] Firebox Records reagierte auf das Demo und bot Pantheist einen Aufnahmevertrag an. Das daraufhin 2003 veröffentlichte Album O Solitude brachte neue Stilelemente in den Funeral Doom.[2] Das Album half Pantheist „dabei, eine Bedeutende Stellung unter den noch aktiven Bands des vergleichsweise jungen und kleinen Subgenres einzunehmen“ und seither „zu den wichtigsten Bands des Funeral Doom Metal“ gerechnet zu werden.[3] Im Anschluss an die Veröffentlichung bestritt die Band eine Europatournee mit Skepticism und Until Death Overtakes Me, sowie nachfolgend mit While Heaven Wept und Mourning Beloveth.[2]

Panagiotou zog 2004 mit Pantheist von Belgien nach Großbritannien und reformierte dort die Band mit neuen Musikern. In der neu entstandenen Konstellation veröffentlichte Pantheist über das Firebox-Sublabel Firedoom Music das zweite Studioalbum Amartia sowie in Zusammenarbeit mit dem russischen Label Serpent’s Lair Productions die EP The Pains of Sleep. Das in Northampton aufgenommene Amartia gilt als von liturgischen und religiösen Themen inspiriertes Konzeptalbum und beinhaltete neue Stücke. Indess präsentierte die Gruppe auf The Pains of Sleep lediglich zwei neue Stücke sowie eine Cover-Version von For Funerals to Come von der Band Katatonia, ein Musikvideo zu Envy Us von O Solitude und das neu gemasterte Demo 1000 Years.[2] Während The Pain of Sleep kaum Reaktionen hervorrief wurde Amartia von Rezensenten durchschnittlich bis positiv beurteilt.[4][5][6][7][8][9][10][11][12][13] Im Jahr 2004 trat die Band, als erster Interpret des Funeral Dooms beim deutschen Festival Doom Shall Rise auf,[1] bestritt eine Tournee durch die Niederlande, sowie weitere europaweite Auftritte.[2]

Mit dem erneut über Firebox Records veröffentlichten Journey through Lands Unknown erschien 2008 das dritte Pantheist-Album. Journey through Lands Unknown wurde von Greg Chandler von Esoteric abgemischt. Wie die vorausgegangenen Veröffentlichungen wurde Journey through Lands Unknown durchschnittlich bis positiv beurteilt. Die mit diesem Album einhergehende kreative Öffnung wurde dabei in unterschiedlichen Rezensionen, positiv wie negativ wertend, hervorgehoben.[14][15][16][17][18][19][20] Auftritte in Großbritannien und im europäischen Ausland sowie eine zweite Tournee mit Skepticism, die diesmal hinzukommend mit Ophis absolviert wurde schlossen sich noch im gleichen Jahr der Veröffentlichung an.[2] Im darauf folgenden Jahr bestritt Pantheist eine Tournee durch die Tschechische Republik und Polen mit Gallileous und Dissolving of Prodigy. Gemeinsam bestritten die drei Bands einen Auftritt in London und veröffentlichten das Split-Album Unveiling the Signs 2010 über das polnische Label Redrum666. Panagiotou beteiligte sich an dem Split-Album darüber hinaus mit Wijlen Wij, sowie als Solo-Künstler unter seinem bürgerlichen Namen. Im Jahr 2010 folgte ein Auftritt als Co-Headliner des Moscow Doom Fests.[2]

Mit Pantheist erschien 2011 ein weiteres Studioalbum der Gruppe. Dieses vierte Album wurde via Grau Records veröffentlicht und setzte die kreative Öffnung des Vorgängers fort. Mitunter wurde das Album von Rezensenten als gänzliche Abkehr vom Funeral Doom gewertet. Die Beurteilungen des Albums blieben derweil ähnlich durchschnittlich bis positiv wie jene der vorausgegangenen Alben.[3][21][22][23][24] Nach der Veröffentlichung trat die Band gemeinsam mit Skepticism im britischen Fernsehen auf und präsentierte in der gleichen Sendung das professionell produzierte Musikvideo zu dem Stück Be here. In den nachfolgenden Jahren trat Pantheist weiter Live in Erscheinung, darunter mit Festivalauftritten beim Doom Over London 2012 und beim Doom Over Kiev 2015. Der Auftritt beim ungarischen Festival Doom Over Kiev beendete hinzukommend eine längere Phase der Neuorientierung und -strukturierung der Gruppe.[2]

Ab dem Jahr 2016 arbeitete Pantheist an einem fünften Album und absolvierte vereinzelte ausgewählte Auftritte bei Festivals in London, Edinburgh und Bukarest. das Album Seeking Infinity erschien im September 2018 über das Bandeigene Label Melancholic Realm Productions als CD und via The Vinyl Division als LP. Es wurde als ein Konzeptalbum mit zusammenhängender Geschichte angelegt und von der Band als ihre stilistische Rückkehr zum Funeral Doom beworben.[2] Seeking Infinitywurde von den meisten Rezensenten positiv hervorgehoben.[25][26][27][28][29][30]

StilBearbeiten

Die Musik von Pantheist wird, abseits des selbst-betitelten Albums aus dem Jahr 2011, das als progressiver Doom Metal gilt,[21] zumeist dem Funeral Doom zugerechnet. Zum Vergleich werden insbesondere Vertreter des Funeral Dooms sowie des Gothic Metals wie Skepticism, Deinonychus, Funeral, Morgion und My Dying Bride bemüht.[25][5][4][10]

Dabei sei die von Pantheist gespielte Musik ein Funeral Doom mit trauriger und melancholischer Stimmung, der durch den Einsatz von Keyboards, Orgelklängen und dem gelegentlichen Einsatz eines Gesangs der an Chanting erinnere eine feierliche und mystische Atmosphäre transportiere. Der Großteil des Gesang besteht dennoch aus gutturalem Growling. Hinzukommend präsentiere die Band diverse aggressive Metal-Riffs.[31] In besprechungen werden häufig eine sakrale Atmosphäre sowie die orchestralen Elemente betont und auf den Gesang und die synthetisch generierten Orgelklänge zurückgeführt.[25][5]

DiskografieBearbeiten

  • 2001: 1000 Years (Demo, Selbstverlag)
  • 2003: O Solitude (Album, Firebox Records)
  • 2005: Amartia (Album, Firedoom Music)
  • 2005: The Pains of Sleep (EP, Serpent’s Lair Productions)
  • 2008: Journey Through Lands Unknown (Album, Firebox Records)
  • 2010: Unveiling the Signs (Split-Album mit Dissolving of Prodigy, Gallileous, Wijlen Wij und Kostas Panagiotou, Redrum666)
  • 2011: Pantheist (Album, Grau Records)
  • 2018: Seeking Infinity (Album, Melancholic Realm Productions/ The Vinyl Division)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Pantheist: Das Doom Shall Rise-Special. Vampster, 30. Dezember 2003, abgerufen am 16. Mai 2019.
  2. a b c d e f g h Biography. Pantheist, abgerufen am 14. Mai 2019.
  3. a b Timm: Pantheist: Pantheist. Metal.de, 31. März 2011, abgerufen am 16. Mai 2019.
  4. a b Norman Sickinger: Pantheist: Amartia. metal.de, abgerufen am 16. Mai 2019.
  5. a b c Pantheist: Amartia. vampster, abgerufen am 16. Mai 2019.
  6. Tobias Fischer: Pantheist: Amartia. terrorverlag, abgerufen am 16. Mai 2019.
  7. Evil Wörschdly: Pantheist: Amartia. bleeding4metal, abgerufen am 16. Mai 2019.
  8. Philip Schnitker: Pantheist: Amartia. eternity magazin, abgerufen am 16. Mai 2019.
  9. Volker: Pantheist: Amartia. metalspheres, abgerufen am 16. Mai 2019.
  10. a b Rüdiger Stehle: Pantheist: Amartia. powermetal, abgerufen am 16. Mai 2019.
  11. KwonVerge: Pantheist: Amartia. metalstorm, abgerufen am 16. Mai 2019.
  12. Dennis Otto: Pantheist: Amartia. metalinside, abgerufen am 16. Mai 2019.
  13. Rob Benquista: Pantheist: Amartia. Rock Eyez, abgerufen am 16. Mai 2019.
  14. Oliver Schreyer: Pantheist: Journey through Lands Unknown. musikreviews, abgerufen am 16. Mai 2019.
  15. Schlaf: Pantheist: Journey through Lands Unknown. schwermetall.ch, abgerufen am 16. Mai 2019.
  16. E. Thomas: Pantheist: Journey through Lands Unknown. teeth of the divine, abgerufen am 16. Mai 2019.
  17. Pedro Azevedo: Pantheist: Journey through Lands Unknown. chronicles of chaos, abgerufen am 16. Mai 2019.
  18. Haris: Pantheist: Journey through Lands Unknown. nocturnal hall, abgerufen am 16. Mai 2019.
  19. Old Guard: Pantheist: Journey through Lands Unknown. your last rites, abgerufen am 16. Mai 2019.
  20. Pantheist: Journey through Lands Unknown. red stream inc, abgerufen am 16. Mai 2019.
  21. a b Nils Herzog: Pantheist: Pantheist. musikreviews, abgerufen am 16. Mai 2019.
  22. KwonVerge: Pantheist: Pantheist. metalstorm, abgerufen am 16. Mai 2019.
  23. Daryl Adolph: Pantheist: Pantheist. metal temple, abgerufen am 16. Mai 2019.
  24. Tobias Trillmich: Pantheist: Pantheist. twilight magazin, abgerufen am 16. Mai 2019.
  25. a b c Marc Thorbrügge: Pantheist: Seeking Infinity. Metal.de, abgerufen am 16. Mai 2019.
  26. Martin "Doomed" Desbois: Pantheist: Seeking Infinity. metal temple, abgerufen am 16. Mai 2019.
  27. terraasymmetry: Pantheist: Seeking Infinity. grizzly butts, abgerufen am 16. Mai 2019.
  28. Pantheist: Seeking Infinity. teeth of the divine, abgerufen am 16. Mai 2019.
  29. Cody Davis: Pantheist: Seeking Infinity. metal injection, abgerufen am 16. Mai 2019.
  30. Natalie Humphries: Pantheist: Seeking Infinity. soundscape magazine, abgerufen am 16. Mai 2019.
  31. Pantheist. doom-metal.com, abgerufen am 16. Mai 2019.