Pakistanische Cricket-Nationalmannschaft

Nationalmannschaft im Cricket die Pakistan auf internationaler Ebene vertritt

Die pakistanische Cricket-Nationalmannschaft ist die Nationalmannschaft im Cricket, die Pakistan auf internationaler Ebene vertritt. Das Team wird vom Pakistan Cricket Board geleitet und ist seit 1952 Vollmitglied im International Cricket Council. Die Mannschaft besitzt damit Teststatus. Vor der Teilung Indiens im Jahr 1947 haben einige Spieler die später Teil des pakistanischen Teams waren, auch schon für Indien gespielt.

Pakistanische Cricket-Nationalmannschaft
Test-Status
erhalten
1952
Erstes Test-
Match
gegen Indien Indien in Delhi, Oktober 1952
Erstes ODI gegen Neuseeland Neuseeland in Christchurch, Februar 1973
Erstes T20I gegen England England in Bristol, August 2006
Kapitän Azhar Ali (Test), Babar Azam (ODI, T20)
Coach Misbah-ul-Haq
Offizielles ICC Test-Ranking 7 von 12[1]
Offizielles ICC ODI-Ranking 6 von 20[1]
Offizielles ICC T20I-Ranking 4 von 84[1]
World-Cup-Teilnahmen 12/12
Erster World Cup 1975
Bestes World-Cup-Ergebnis Sieger (1992)
Champions-Trophy-Teilnahmen 8/8
Erste Champions Trophy 1998
Bestes Champions-Trophy-Ergebnis Sieger (2017)
World-Twenty20-Teilnahmen 6/6
Erste World Twenty20 2007
Bestes World-Twenty20-Ergebnis Sieger (2009)
Asia-Cup-Teilnahmen 13/14
Erste Asia-Cup-Teilnahme 1984
Bestes Asia-Cup-Ergebnis Sieger (2000, 2012)
Stand von 26. Mai 2020

Pakistan ist die siebentälteste Nationalmannschaft im Test Cricket und bestritt seinen ersten Test 1952/53 auswärts gegen Indien. Pakistans größte Erfolge bisher sind der Gewinn der Weltmeisterschaft (1992), der Champions Trophy (2017), der World Twenty20 2009 und zwei Titel beim Asia Cup (2000 und 2012).

GeschichteBearbeiten

AnfangsjahreBearbeiten

 
Spielbericht des Matches zwischen Sindh und Australien in Karatschi am 22. November 1935 im The Sydney Morning Herald

Cricket in Pakistan wurde bereits vor der Unabhängigkeit Pakistans 1947 im Land gespielt; der Sport wurde von den Briten in ihre damalige Kronkolonie Britisch-Indien gebracht. Das erste dokumentierte Cricketspiel fand am 22. November 1935 zwischen Sindh und Australien in Karatschi statt. Dem Spiel wohnten etwa 5.000 Einwohner Karatschis bei.[2]

Nach der UnabhängigkeitBearbeiten

Nach der Teilung Indiens 1947 und der damit verbundenen Begründung des Staates Pakistan, entwickelte sich eine professionelle Cricket-Szene im neuen Land. Am 28. Juli 1952 wurde Pakistan daher auf Empfehlung Indiens hin bei einer Vollversammlung des Imperial Cricket Conference im Londoner Lord’s zum Vollmitglied.[3] Im Vergleich zu Pakistan durchlief Indien als Nachfolgerstaat Britisch-Indiens nicht so eine schnelle Entwicklung im Cricket. Der erste Kapitän dieses neuen Nationalteams war Abdul Hafeez Kardar.

Pakistans erstes Test Match wurde im Oktober 1952 im Feroz Shah Kotla Ground von Delhi ausgetragen. Es war Teil einer Serie von fünf Test Matches, die 2 zu 1 für Indien ausging. Zwei Matches endeten in einem Remis. 1954 spielte Pakistan erstmals in England und erreichte bei der Testserie ein 1 zu 1 Unentschieden. Der pakistanische Sieg im Oval bei dem Fazal Mahmood 12 Wickets erzielte, gilt als historisch. Das erste internationale Spiel auf heimischem Boden trug Pakistan im Januar 1955 im Bangabandhu National Stadium Dhaka aus (Dhaka gehöre damals noch zu Pakistan, ist aber inzwischen die Hauptstadt von Bangladesch). Gegner war wieder Indien und auch dieses Spiel war Teil einer Serie von fünf Test Matches. Die übrigen Spiele fanden in Bahawalpur, Lahore, Peschawar und Karatschi statt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Test Cricket endeten alle fünf Matches einer Fünf-Match-Serie in einem Remis.[4]

Auch aufgrund der politischen Spannungen zwischen Indien und Pakistan sind Cricket-Spiele zwischen diesen beiden Nationen stets sehr emotionsgeladen. Sie generieren oft überdurchschnittliches Zuschauerinteresse bei Fans beider Seiten und auch neutralen Beobachtern. Im Besonderen gilt dies für One-Day International Matches im Rahmen des Cricket World Cups, bei denen es zu ausverkauften Stadien und einer sehr aufgeladenen Stimmung kommt, unabhängig davon wo der World Cup stattfindet.

Australasia Cup 1986Bearbeiten

Eines der denkwürdigsten Aufeinandertreffen dieser zwei Mannschaften war das Finale des Australasia Cup 1986 in Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Indien begann am Schlag und erreichte insgesamt 245 Runs. Als dann Pakistan an der Reihe war, kam Javed Miandad als 3. Schlagmann des Teams ins Spiel und musste zusehen, wie seine Batting Partner in regelmäßigen Abständen ihre Wickets verloren. Als nur noch drei Over zu spielen waren und Pakistan nach wie vor 31 Runs für einen Sieg benötigte, schien Indien als der sichere Sieger festzustehen. Miandad wollte „mit Würde verlieren“, spielte daher ein paar riskante Schläge und erzielte mehrere Boundaries in Folge. Als dann nur noch ein Ball zu spielen war, benötigte Pakistan noch immer vier Runs. Miandad gelang mit diesem letzten Ball von Chetan Sharma ein 6er und Pakistan hatte einen denkwürdigen Sieg errungen. Seitdem gilt Javed Miandad in Pakistan als Volksheld.[5][6][7]

Cricket World Cup 1992Bearbeiten

 
Der Melbourne Cricket Ground während des Cricket-World-Cup-Finales 1992 zwischen Pakistan und England am 25. März 1992

1992 gewann Pakistan zum ersten und bisher einzigen Mal den Cricket World Cup, die Weltmeisterschaft im Cricket. Dies gilt als bisher größte Errungenschaft des pakistanischen Cricket-Teams. Die aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen ersatzgeschwächte Mannschaft hatte von den ersten fünf Spielen des Turniers vier verloren. Das Spiel gegen England war die letzte Chance im Turnier zu verbleiben. Als man dann nur 74 Runs erreichte, sah es schon so aus als würde Pakistan in der ersten Runde ausscheiden. Das Spiel musste allerdings aufgrund von Regen vorzeitig abgebrochen werden und wurde als Unentschieden gewertet.[8] Dadurch kam Pakistan in die nächste Runde, gewann dann fünf Spiele in Folge und wurde Weltmeister. Im Halbfinale begann Neuseeland als Schlagmannschaft und erzielte 262 Runs. Pakistan schlug in seinem Innings konservativ, verlor aber Wickets in regelmäßigen Abständen. Mit dem Erscheinen von Imran Khan und Saleem Malik kurz hintereinander benötigte Pakistan noch 115 Runs bei einer Net Run Rate von 7.67 für den Sieg, und der Veteran Javed Miandad war der einzige bekannte Batsman, der noch auf der Pitch übrig war. Ein junger Inzamam-ul-Haq, der kurz zuvor 22 wurde und damals noch wenig bekannt war, erzielte mit einem durchschlagenden Auftritt 60 Runs aus 37 Bällen. Nachdem Inzamam sein Wicket verlor, benötigte Pakistan noch 36 Runs aus 30 Bällen, und der Wicket-Keeper Moin Khan erzielte mehrere Boundaries. Das Spiel wurde schließlich aufgrund einer herausragenden Leistung des jungen Inzamam-ul-Haq gewonnen, der später jahrelang Kapitän der Nationalmannschaft sein sollte.[9][10][11]

Im Finale wurde dann England besiegt und der Kapitän Imran Khan, der auch selbst leicht verletzt gewesen war, konnte den Pokal in Empfang nehmen.[12] Imran Khan beauftragte seine Mannschaft wie „eingesperrte Tiger“ zu spielen, und Pakistan gewann fünf Spiele hintereinander, einschließlich des Halbfinales gegen den Gastgeber Neuseeland und das Finale gegen England.[13] Pakistans Titelgewinn blieb vor allem für den Wiederaufbau der Mannschaft nach dem Rücktritt von Schlüsselspielern wie Waqar Younis und Saeed Anwar, sowie dem Kapitän Imran Khan, der trotz Verletzung weiterspielte, in Erinnerung.

Cricket World Cup 2007Bearbeiten

 
Pakistans Trainer Bob Woolmer starb während der Weltmeisterschaft 2007

Eine der größten Überraschungen in der Geschichte des Cricket World Cups war die unerwartete Niederlage Pakistans gegen Irland in Jamaika im Jahr 2007; für Irland war es die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Pakistan, das nach seiner Niederlage gegen die West Indies zuvor dieses Spiel unbedingt gewinnen musste, wurde von Irland auf die Pitch geschickt. Die Mannschaft verlor ihre Wickets in regelmäßigen Abständen und lediglich vier Batsmen erzielten zweistellige Run-Zahlen. Am Ende wurde man von den Iren mit lediglich 132 Runs ausgebowlt. Die Iren gewannen das Match, nachdem Niall O’Brien 72 Run erzielte. Dadurch schied Pakistan zum zweiten Mal in Folge bereits in der ersten Runde des Turniers aus und die Mannschaft musste sehr viel Häme über sich ergehen lassen.[14][15][16] Am Tag nach der historischen Niederlage erlitt Bob Woolmer, der englische Coach der pakistanischen Mannschaft, einen Herzinfarkt und verstarb. Nachdem die jamaikanische Polizei den Tod zunächst als Mord untersuchte und einzelne Spieler des Teams als Verdächtige vernahmen, kam man zu dem Ergebnis, dass Woolmer eines natürlichen Todes gestorben war.[17] Der Vizetrainer Mushtaq Ahmed wurde daraufhin Interimstrainer für die verbleibenden Gruppenspiele des Turniers.[18] Nach dem Ausscheiden seiner Mannschaft und dem Tod Woolmers kündigte Inzamam-ul-Haq seinen Rücktritt als Kapitän und aus dem ODI-Cricket an, und erklärte, dass er weiterhin für Test Cricket zur Verfügung stehe, jedoch nicht als Kapitän.[19] Shoaib Malik wurde neuer Kapitän Pakistans.[20] Nach seiner Rückkehr wurde Salman Butt bis in den Dezember 2007 hinein Vizekapitän.[21]

Am 20. April 2007 benannte ein Offizieller des Pakistan Cricket Board den früheren Test-Cricket-Spieler Talat Ali als Interimstrainer, neben seiner Rolle als Mannschaftsmanager, bis ein neuer Trainer ernannt werde.[22] Am 16. Julie 2007 wurde Geoff Lawson, ehemaliger Trainer von New South Wales, Pakistans Trainer für die nächsten zwei Jahre, und er war der dritte ausländische Trainer dieser Mannschaft.[23] Während der World Twenty20 2007 übertraf Pakistan alle Erwartungen und erreichte das Finale, das man jedoch gegen Indien äußerst knapp verlor. Am 25. Oktober 2008 wurde Intikhab Alam vom Pakistan Cricket Board zum neuen Nationaltrainer ernannt.

World Twenty20 2009Bearbeiten

 
T20-Match zwischen Irland und Pakistan im Londoner The Oval, 2009
 
Shahid Afridi erwartet einen Ball von Lasith Malinga im Finale der ICC World Twenty20 2009

Am 21. Juni 2009 gewann Pakistan die Weltmeisterschaft im Twenty20-Cricket durch einen Finalsieg gegen Sri Lanka. Die Mannschaft war mit schlechten Ergebnissen in das Turnier gestartet, steigerte sich aber im weiteren Verlauf. Während des Finales im Lord’s begann Sri Lanka als Schlagmannschaft. Im ersten Over bowlte Mohammad Amir. Nachdem er es versäumte, in den ersten vier Bällen – die alle kurz waren – Runs zu erzielen, schlug Dilshan mit seinem Bat zum falschen Zeitpunkt und wurde auf der leg-side gefangen. Kurz danach schnitt Jehan Mubarak einen Ball von Abdul Razzaq scharf an, der hoch in die Luft stieg und von Shahzaib Hasan gefangen wurde, woraufhin Sri Lanka auf 2 Runs für 2 Wickets war.[24] Sanath Jayasuriya gelang daraufhin die Stabilisierung des Sri-lankischen Innings und er erzielte 17 Runs aus 10 Bällen, kurz darauf fiel jedoch sein Wicket, nachdem Jayasuriya einen langen Ball in die Stumps schlug. Ihm folgte Mahela Jayawardene, nachdem er einen Ball in die Hände von Misbah-ul-Haq schlug, woraufhin Sri Lanka bei 32/4 stand.[25] Sangakkara und Chamara Silva erzielten weitere Runs, bevor letzterer von Saeed Ajmal gefangen wurde, nachdem er den Ball von Umar Gul in einen pull shot umwandelte.[26] Shahid Afridi nahm kurz danach das Wicket von Isuru Udana, nachdem er einen spin bowl auf der rechten Seite bowlte, der das off-stump traf. Daraufhin betrat Angelo Mathews die Pitch, der zusammen mit Sangakkara das Ergebnis von 70/6 auf 138/6 stellte, mit 17 Runs aus dem letzten Over, das von Mohammad Amir bedient wurde. Sri Lanka schloss sein Innings mit 138/6 in 20 Over ab.[27]

Pakistan legte mit seinen Opening Batsman Kamran Akmal und Shahzaib Hasan einen guten Start hin, nachdem beide 48 Runs für das erste Wicket erzielten, bevor Kamran Akmal das Wicket von Kumar Sangakkara im ersten Ball von Sanath Jayasuriya zerstörte.[24] Pakistan erreichte das Run-Ziel innerhalb von 18.4 Over, und Shahid Afridi, der die nötigen Runs erzielte, wurde als „Man of the Match“ ausgezeichnet,[28] während Tillakaratne Dilshan mit seinen 317 Runs mit einer Net Run Rate von 63.40 als „Spieler des Turniers“ ausgezeichnet wurde. Pakistans Sieg wurde von der pakistanischen Community in England gefeiert, und es war dies der erste Titelgewinn seit Imran Khans „eingesperrte Tiger“ die Weltmeisterschaft 1992 gewannen.

World Twenty20 2010Bearbeiten

Beim World Twenty20 2010 in den West Indies drang Pakistan bis ins Halbfinale vor. Pakistan, Australien und Bangladesch wurden Gruppe A zugelost. Pakistan gewann das erste Gruppenspiel gegen Bangladesch mit 21 Runs. Salman Butt steuerte 73 Runs aus 46 Bällen bei. Das zweite Spiel bestritt Pakistan gegen Australien; Australien gewann den Münzwurf und begann als Schlagmannschaft. Sie erzielten 191/10 in 49 Bällen, davon 81 Runs seitens Shane Watson. Das letzte Over des australischen Innings wurde von Mohammad Amir bedient. Er erzielte einen Hattrick, zwei Spieler waren run out, wodurch im letztem australischen Over schließlich fünf Wickets fielen.

In der Super 8 verlor Pakistan gegen England und Neuseeland, und erzielte lediglich gegen Südafrika einen Sieg. Man landete hinter England in Gruppe E der Super 8 und erreichte das Halbfinale. Im Halbfinale traf Pakistan wieder auf Australien, wo man 191/6, einschließlich Umar Akmals 56 Runs ohne Verlust seines Wickets, erzielte. Australien legte einen guten Start hin und Michael Hussey erzielte die entscheidenden 64 Runs aus nur 24 Bällen. Australien erreichte 197/7 in den 19.5 Over und gewann das Spiel. Dadurch schied der verteidigende Titelträger Pakistan aus dem Turnier aus.

Cricket World Cup 2011Bearbeiten

Pakistan startete ausgezeichnet in den Cricket World Cup 2011, der in Indien, Sri Lanka und Bangladesch stattfand, nachdem man Kenia, Sri Lanka (einer der Favoriten auf den Titel) und Kanada bezwang. Shahid Afridi meinte, dass seine Mannschaft in der Lage sei, das Halbfinale zu erreichen. Nach einer deutlichen Niederlage gegen Neuseeland besiegte Pakistan Simbabwe mit 7 Wickets. Nach diesem Sieg qualifizierte sich Pakistan für das Viertelfinale. Einer der Höhepunkte für die pakistanische Mannschaft in der Gruppenphase war der Sieg über Australien, die von drei herausragenden pace bowler angeführt wurden: Brett Lee, Shaun Tait und Mitchell Johnson. Pakistan gewann entgegen der Erwartungen jedoch gegen Australien, dank eines eindruckerweckenden Bowlings. Dies beendete Australiens Gewinnserie von 27 aufeinanderfolgenden Siegen bei Weltmeisterschaften, die beim Cricket World Cup 2011 (ebenfalls gegen Pakistan) begann.[29] Im Viertelfinale traf man auf die West Indies. Pakistan spielte gnadenlos und bezwang die West Indies deutlich min 10 Wickets, wieder dank des eindruckerweckenden Bowlings. Im Halbfinale traf Pakistan auf den Rivalen Indien. Indien erzielte 260 Runs, nachdem sie am Schlag begannen. Da Pakistan eine gute Batting Order fehlte und einen langsamen Beginn in der run chase hinlegte, erzielte Pakistan 29 Runs weniger und verlor das Spiel (Indien sollte später das Finale gegen Sri Lanka gewinnen).

World Twenty20 2012Bearbeiten

Bei der World Twenty20 2012 in Sri Lanka wurde Pakistan zusammen mit Neuseeland und Bangladesch in Gruppe D gelost. Man gewann gegen beide Mannschaften und beendete Gruppe D als Gruppensieger. In der Super 8 traf Pakistan auf Südafrika und gewann das Spiel knapp mit 2 Wickets. Im darauffolgenden Spiel traf man auf Indien, was unter Cricket-Fans immer auf großes Interesse stößt. Pakistan wurde für nur 128 Runs ausgebowlt und Indien erreichte das Target mit nur zwei verlorenen Wickets. Pakistan gewann sein letztes Spiel der Super 8 gegen Australien mit 32 Runs, nachdem Saeed Ajmal durchschlagend war und 3 Wickets für 17 Runs nahm. Pakistan qualifizierte sich aufgrund seiner besseren Net Run Rate gegenüber Indien für das Halbfinale.

Im Halbfinale traf Pakistan auf den Gastgeber Sri Lanka. Sri Lanka erzielte 139/4, nachdem Mahela Jayawardene begann. Pakistan scheiterte knapp am Target, nachdem man in regelmäßigen Abständen seine Wickets verlor. Der Kapitän Mohammad Hafeez erzielte 42 Runs, während die anderen Batsmen nicht gut ins Spiel fanden. Das Spiel begann sich zugunsten Sri Lankas zu drehen, mit der durchschlagenden Leistung von Rangana Herath, der die Wickets von Mohammad Hafeez, Shahid Afridi und Shoaib Malik nahm. Pakistan verlor das Spiel schließlich mit 16 Runs.

World Twenty20 2014Bearbeiten

Die World Twenty20 2014 fand in Bangladesch statt und die pakistanische Mannschaft verblieb nach dem Asia Cup 2014 direkt vor Ort. Pakistan traf in Gruppe 2 auf starke Gegner. Das Turnier verlief für die Pakistaner enttäuschend, nachdem man zwei Spiele gewann und zwei verlor, woraufhin man als Gruppendritter aus dem Turnier ausschied.

Im ersten Gruppenspiel traf Pakistan auf den Rivalen Indien, das Indien mit 7 Wickets gewinnen konnte. Danach traf man auf Australien, und Pakistan erzielte 191/5 mit dem herausragenden Batting von Umar Akmal. Australiens Glenn Maxwell dagegen erzielte aus 33 Bällen nur 74 Runs und sie erreichten nur 175 Runs insgesamt. Pakistan gewann das Spiel mit 16 Runs. Gegen Bangladesch gelang ein deutlicher Sieg mit 50 Runs. Der Opening Batsman Ahmed Shehzad wurde der erste Pakistaner, dem ein T20I-Century gelang. Er erzielte schließlich 111 Runs aus 62 Bällen ohne den Verlust seines Wickets. Das entscheidende Spiel war jenes gegen die West Indies, wobei der Sieger sich für das Halbfinale qualifizieren konnte. Die West Indies gewannen den Münzwurf und begannen als Schlagmannschaft. Sie erzielten 166/6 in ihren 20 Over, nachdem 82 Runs in den letzten fünf Over gelangen und den pakistanischen Batsmen ein eindruckweckendes Target vorgab. Pakistans run chase war jedoch erfolglos, nach man mit lediglich 82 Runs ausgebowlt wurde. Pakistan schied mit dieser Niederlage aus dem Turnier aus.

Cricket World Cup 2015Bearbeiten

 
Spiel zwischen Indien und Pakistan bei der Weltmeisterschaft 2015 in Adelaide

Pakistan legte beim Cricket World Cup 2015 in Australien und Neuseeland einen schwachen Start hin. In ersten Spiel traf man auf den Rivalen Indien. Indien begann als Schlagmannschaft und erzielte 300/7, wozu Virat Kohli ein Century beisteuerte. Nach einem langsamen Start im pakistanischem Innings trug der Kapitän Misbah-ul-Haq wichtige 76 Runs bei, Pakistan verlor das Spiel jedoch mit 76 Runs. Das zweite Spiel gegen die West Indies endete enttäuschend. Die West Indies erzielten 310/6. Im pakistanischen Innings verlor man 4 Wickets für nur einen Run, dies war das erste Mal in einem ODI.[30] Die Mannschaft wurde für 160 Runs ausgebowlt und man verlor mit 150 Runs.

Pakistan gewann seine vier darauffolgenden Spiele gegen Simbabwe, die Vereinigten Arabischen Emirate, Südafrika und Irland. Sarfaraz Ahmed erzielte Pakistans einziges Century gegen Irland und er wurde in den Spielen gegen Südafrika und Irland als „Man of the Match“ ausgezeichnet. Pakistan gelang der erste Sieg über Südafrika in einem Cricket World Cup.[31] Pakistan qualifizierte sich als Dritter der Gruppe B für das Viertelfinale.

Im Viertelfinale traf Pakistan auf Australien und erzielte 213 Runs. Australien begann langsam, die Wickets fielen in den mittleren Over jedoch regelmäßig. Das Spiel stieß aufgrund des Duells zwischen dem Wettbewerb des australischen All-rounders Shane Watson und dem pakistanischen pace bowler Wahab Riaz auf großes Interesse. Wahabs Bälle wurden gelobt, obschon er nicht viele Wickets erzielte. Pakistan ließ im ersten Power Play gefangene Bälle fallen und Australien konnte viele Runs erzielen. Die Partnership zwischen Steve Smith und Glenn Maxwell sorgte für den australischen Sieg und Pakistan schied aus dem Turnier aus. Dies war das letzte ODI für den pakistanischen Kapitän Misbah-ul-Haq und den erfahrenen All-rounder Shahid Afridi.

Nach dem Cricket World Cup 2015Bearbeiten

Nach dem Cricket World Cup 2015 beendeten Misbah-ul-Haq und Shahid Afridi ihre ODI-Laufbahnen. Demnach wurde der Kapitänsposten an den Neuling Azhar Ali übergeben. Mit ihm als Kapitän spielte Pakistan 2014/15 erstmals eine ODI-Serie gegen Bangladesch. Die Tour verlief enttäuschend, nachdem Pakistan alle drei ODIs und das T20s verlor. Ein vorausschauendes Bowling, ein herausragendes Batting und ein gutes Fielding bescherten Bangladesch den Sieg über Pakistan. Dies war zugleich Bangladeschs erster Sieg seit dem Cricket World Cup 1999 und ihre erste gewonnene Serie gegen Pakistan. Pakistan gelang es jedoch, die Tour auf positive Weise zu beenden, nachdem man in der Testserie von zwei Tests mit 1–0 gewann.[32]

Im Mai 2015 besuchte mit Simbabwe erstmals wieder eine Nationalmannschaft Pakistan. Dies war die erste Pakistantour einer Testnation seit dem Angriff auf das Cricketteam Sri Lankas in Lahore 2009. Pakistan gewann die T20I-Serie mit 2–0 und die ODI-Serie ebenfalls mit 2–0, nachdem das dritte Spiel aufgrund Regens ohne Ergebnis endete. Während der Tour nach Sri Lanka 2015 gewann Pakistan die Testserie mit 2–1, die ODI-Serie mit 3–2 und die T20I-Serie mit 2–0. Mit dieser erfolgreichen Tour qualifizierte sich Pakistan für die ICC Champions Trophy 2017 und die West Indies versäumten das Turnier. Der Sieg in der Tourserie ließ Pakistan auch in allen drei ICC-Ranglisten steigen.

Im September tourte Pakistan für zwei T20Is und drei ODIs nach Simbabwe. Pakistan gewann die T20I-Serie mit 2–0 und die ODI-Serie mit 2–1. Demnach beendete Pakistan seine Saison 2015 auf den vierten Platz der Test-, dem achten Platz der ODI- und dem zweiten Platz der T20I-Rangliste.

World Twenty20 2016Bearbeiten

Die World Twenty20 2016 fand in Indien statt. Pakistan wurde Gruppe 2 mit Indien, Australien, Neuseeland und Bangladesch zugelost. Pakistan begann sein Turnier mit einem Sieg von 55 Runs über Bangladesch. Die anschließenden Spiele endeten jedoch enttäuschend, nachdem Pakistan den anderen drei Mannschaften – Indien, Neuseeland und Australien – unterlag und man das Turnier früh verlassen musste. Dies war das zweite Mal, dass Pakistan nicht das Halbfinale erreichte (nachdem man beim World Twenty20 2014 auf ähnliche Weise ausschied). Am 18. August 2016 bezwang Pakistan in Dublin Irland mit 255 Runs und erzielte damit seinen höchsten ODI-Sieg.[33][34] Man gewann auch den Test gegen England im Lord’s Cricket Ground, der der Auftakt für die Testserie gegen England im Juli 2016 war.

Nachdem Sri Lanka im August 2016 seine Testserie gegen Australien gewann, erreichte Pakistan erstmals seit 1988 den erstem Platz in der Test-Rangliste. Pakistan löste Indien auf dem ersten Platz ab, nachdem der letzte Test zwischen Indien und den West Indies aufgrund Regens abgebrochen und in einem Remis endete.[35] Pakistan wurde die erste asiatische Mannschaft und die zweite überhaupt (die erste war Australien gegen Neuseeland 2015) die ein Tag-/Nacht-Test gewann, als man gegen die West Indies in Dubai gewann. Die anschließende T20-Serie gewann Pakistan gegen den Gewinner der World Twenty20 2016 West Indies mit 3–0. Man gewann die drei Spiele jeweils mit 9 Wickets, 16 Runs und 8 Wickets.[36]

2017Bearbeiten

Misbah-ul-Haq und Younis Khan, Dreh- und Angelpunkt der pakistanischen Batting Order, erklärten nach dem Ende der pakistanischen Karibiktour 2016/17 ihren Rückzug vom Test-Cricket (das einzige Cricket-Format, das beide damals noch spielten). Pakistan, angeführt von Sarfaraz Ahmed, gewann die T20I-Serie mit 3–1 und die ODI-Serie mit 2–1. In seiner letzten Testserie schrieb Misbah Geschichte, nachdem er der erste pakistanische Kapitän wurde, der eine Serie gegen die West Indies in der Karibik gewinnen konnte. Sarfaraz Ahmed ersetzte Misbah als Kapitän. Bei seiner ersten Serie gegen Sri Lanka, die in die Vereinigten Arabischen Emirate tourten, verlor Pakistan beide Tests. Dies war das erste Mal in zehn Jahren, dass Pakistan eine Heimserie verlor, die erste verlorene Heimserie war gegen Australien; und erstmals in den Vereinigten Arabischen Emiraten, seitdem dort Pakistans Heimspiele bestritten wurden.

Champions Trophy 2017Bearbeiten

 
Australien gegen Pakistan im Brisbane Cricket Ground, 2017

Die Champions Trophy 2017 begann für Pakistan mit einer Niederlage von 124 Runs gegen den Rivalen Indien. Im Verlauf der Gruppenphase verbesserte Pakistan sein offensives Bowling und man gewann das Spiel gegen Südafrika mit 19 Runs und das entscheidende Spiel gegen Sri Lanka mit 3 Wickets. Dies setzte sich im Halbfinale gegen den Gastgeber und Favoriten England fort, als Hasan Ali drei Wickets erzielte und für Pakistan das erste Finale einer Champions Trophy sicherte, in dem man wieder auf Indien traf.

Das Finale im ausverkauften The Oval begann Indien als Schlagmannschaft. Pakistans Batting Order zog Indiens Entscheidung in Zweifel, als der Opening Batsman Fakhar Zaman sein erstes ODI-Century (114 Runs aus 106 Bällen) erzielte, und wichtige Beiträge von Azhar Ali (59) und Mohammad Hafeez (57*) besorgten für Pakistan ein Ergebnis von 338 Runs. Indien verlor seine top order zügig, als Mohammad Amir die wichtigen Wickets von Rohit Sharma, Shikhar Dhawan und Virat Kohli nahm. Indien leistete Widerstand mit Hardik Pandya, der schnelle 76 Runs erzielte. Hasan Ali, Pakistans aufsteigender Stern im dem Turnier, erzielte das letzte Wicket mit 3–19, was Indien auf 180 Runs begrenzte und für Pakistan die erste Champions Trophy einbrachte. Das Ergebnis war das bisher höchste in einem ICC-Turnierfinale. Hasan Ali wurde als „Spieler des Turniers“ ausgezeichnet. Nach dem Sieg kletterte Pakistan vom achten auf dem sechsten Platz der ODI-Rangliste.

Cricket World Cup 2019Bearbeiten

Beim Cricket World Cup 2019 in Engeland startete Pakistan vielversprechend, nachdem man den Gastgeber, Südafrika und Neuseeland in der Gruppenphase bezwang. Als man in der Tabelle gleichauf mit Neuseeland war, schied Pakistan lediglich aufgrund der schlechteren Net Run Rate gegenüber Neuseeland aus.[37] Im Spiel gegen die West Indies erzielte Pakistan sein zweitniedrigstes Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 1992 und erlitt auch seine höchste Niederlage in einer Weltmeisterschaft.[8] Vor allem das Spiel gegen den Rivalen Indien am 16. Juni 2019 im Old Trafford in Manchester zog eine Milliarde Fernsehzuschauer an[38] und es war dies das Spiel, in dem Indien das höchste Ergebnis einer Mannschaft gegen Pakistan bei einer Weltmeisterschaft erzielte.[39]

Cricket in PakistanBearbeiten

Nach den Terroranschläge am 11. September 2001 wurden immer wieder Touren in Pakistan abgesagt und auf neutralem Grund, vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ausgetragen. Am 3. März 2009 kam es in Lahore zum Angriff auf das Cricketteam Sri Lankas, woraufhin kein internationales Team mehr nach Pakistan reiste. Die geplante Austragung des Cricket World Cup 2011 wurde ebenfalls nicht in Pakistan durchgeführt. Nach sechsjähriger Abstinenz fand mit der Tour von Simbabwe 2015 wieder internationale Spiele in Pakistan statt. Pakistan gewann die ODI-Serie mit 2–0 und die Twenty20-Serie mit 2–0. Aufmerksamkeit erregte daraufhin auch die Abhaltung des Finales der Pakistan Super League 2016/17 in Lahore, ebenso wie die Tour eines internationalen Teams an gleicher Stelle, die Pakistan ebenfalls gewinnen konnte. Nachdem diese letzten beiden Ereignisse ohne Zwischenfälle abgehalten werden konnten, finden nun aktive Planungen statt um auch weitere Spiele wieder in Pakistan abzuhalten, wie ein Twenty20 bei der Tour Sri Lankas gegen Pakistan 2017.

OrganisationBearbeiten

Das Pakistan Cricket Board (PCB) wurde 1948 als Board of Cricket Control Pakistan (BCCP) gegründet und ist verantwortlich für die Organisation des Cricket in Pakistan.[40] Seit dem Juli 1952 vertritt es Pakistan beim Weltverband International Cricket Council (ICC) als Vollmitglied.[41]

Das Pakistan Cricket Board stellt die Pakistan vertretenen Cricket-Nationalmannschaften, einschließlich der für die Männer, Frauen und Jugend, zusammen. Er ist außerdem verantwortlich für die Durchführung von Test- und ODI-Serien gegen andere Nationalmannschaften, sowie die Organisation von Heimspielen und -turnieren.

TrikotsBearbeiten

Für Test Cricket trägt Pakistan weiße Cricket-Kleidung, die bei kalten Wetter um einem Pullover bzw. Pullunder mit einem grün-golden V-Halsausschnitt ergänzt wird. Hauptsponsor der Mannschaft sind seit den 1990er Jahren Pepsi und Junaid Jamshed und ihre Logos erscheinen im Test Cricket auf der rechten Brust, die Schwestermarke Lay’s auf dem Ärmel und der pakistanische Cricket-Stern auf der linken Brust. Feldspieler tragen einen grünen Hut oder einen weißen Sonnenhut (für ODI- und T20-Cricket), mit dem pakistanischen Cricket-Stern auf der Stirnseite. Die Cricket-Helme sind ebenfalls in grün gehalten. Boom Boom Cricket unterzeichnete im April 2010 einen Vertrag mit dem Pakistan Cricket Board und wurde der Trikotsponsor der pakistanischen Mannschaft; diese Übereinkunft wurde nach dem Asia Cup 2012 beendet.[42]

Pakistans aktueller Sponsor ist AJ Sports,[43] der 2019 CA Sports ersetzte.[44]

Pakistans ODI- und T20-Trikots wechseln jährlich, da die Mannschaft verschiedene Schattierungen von Grün verwendet. In der Vergangenheit waren auf Pakistans Trikots neben Grün auch Schattierungen von Blau, Gelb und Gold zu sehen. Für offizielle ICC-Turniere erscheint der Schriftzug PAKISTAN anstelle des Sponsorenlogos auf der Vorderseite, und dessen Logo erscheint auf dem Ärmel. Für inoffizielle Turniere und Spiele erscheint das Logo von Pepso auf der Vorderseite des Trikots. Für gewöhnlich ist das Logo des Pakistan Cricket Board auf der linken Brust.

Frühere Ausrüster waren CA Sports (2015–2019), Hunt,[45] Slazenger[46] und AJ Sports.

Pakistans Mannschaftslogo ist ein Stern, für gewöhnlich in den Farben Gold oder Grün, mit dem Schriftzug „Pakistan“ (پاکِستان) in der Nationalsprache Pakistans Urdu in der Mitte.

CaptainsBearbeiten

Bisher haben insgesamt 32 Spieler als Kapitän für Pakistan bei einem Testmatch fungiert.

Nr. Name Zeitraum[47]
1 Abdul Kardar 1952–1958
2 Fazal Mahmood 1958–1961
3 Imtiaz Ahmed 1959–1962
4 Javed Burki 1962
5 Hanif Mohammad 1964–1967
6 Saeed Ahmed 1968–1969
7 Intikhab Alam 1969–1975
8 Majid Khan 1972–1973
9 Mushtaq Mohammad 1976–1979
10 Wasim Bari 1977–1978
11 Asif Iqbal 1979–1980
12 Javed Miandad 1979–1993
13 Imran Khan 1982–1992
14 Zaheer Abbas 1983–1985
15 Wasim Akram 1992–1999
16 Waqar Younis 1993–2003
17 Saleem Malik 1993–1995
18 Rameez Raja 1995–1997
19 Saeed Anwar 1996–2000
20 Aamer Sohail 1997–1999
21 Rashid Latif 1997–2004
22 Moin Khan 1997–2001
23 Inzamam-ul-Haq 2000–2007
24 Mohammad Yousuf 2003–2010
25 Younis Khan 2004–2008
26 Shoaib Malik 2007–2008
27 Shahid Afridi 2009–2010
28 Salman Butt 2010
29 Misbah-ul-Haq 2010–2017
30 Mohammad Hafeez 2012
31 Azhar Ali 2016–heute
32 Sarfraz Ahmed 2017–2019

StadienBearbeiten

Lage pakistanischer Test-Cricket-Stadien
Nr. Stadion Stadt Erstaustragung
1 Bahawal Stadium Bahawalpur 15. Januar 1955
2 Bagh-e-Jinnah (Lawrence Gardens) Lahore 29. Januar 1955
3 Peshawar Club Ground Peschawar 13. Februar 1955
4 National Stadium Karatschi 28. Februar 1955
5 Gaddafi Stadium (Lahore Stadium) Lahore 21. November 1959
5 Pindi Club Ground Rawalpindi 27. März 1965
6 Niaz Stadium Hyderabad 16. März 1973
7 Iqbal Stadium Faisalabad 16. November 1978
8 Ibn-e-Qasim Bagh Stadium Multan 30. Dezember 1980
9 Jinnah Stadium (Sialkot Stadium) Sialkot 27. Oktober 1985
10 Jinnah Stadium Gujranwala 20. Dezember 1991
11 Southend Club Cricket Stadium (Defence Cricket Stadium) Karatschi 1. Dezember 1993
12 Rawalpindi Cricket Stadium Rawalpindi 9. Dezember 1993
13 Arbab Niaz Stadium Peschawar 8. September 1995
14 Sheikhupura Stadium Sheikhupura 17. Oktober 1996
15 Multan Cricket Stadium Multan 29. August 2001

Pakistan verfügt über kein offizielles Heimstadion für seine Nationalmannschaft, sondern bestreitet seine Heimspiele in verschiedenen Stadien Pakistans.

Pakistans erstes Test-Match überhaupt fand zwischen dem 1. und 4. Januar 1955 im Bangabandhu National Stadium in Dhaka (heutiges Bangladesch) statt.[48]

Wegen der allgemeinen Sicherheitslage im Land und speziell aufgrund des Angriffes auf das Cricketteam Sri Lankas in Lahore finden in Pakistan derzeit keine internationalen Cricketspiele mehr statt. Für Heimspiele des pakistanischen Teams werden daher seitdem die Cricket-Stadien in den Vereinigten Arabischen Emiraten verwendet. Diese sind also de facto die aktuellen Heimstadien des Teams:

Nr. Stadion Stadt Erstaustragung
1 Sharjah Cricket Association Stadium (SCA Stadium) Schardscha 31. Januar 2002
2 Dubai International Cricket Stadium Dubai 12. November 2010
3 Sheikh Zayed Cricket Stadium Abu Dhabi 20. November 2010

FankulturBearbeiten

Die Mannschaft lockt daheim und in Übersee viele Anhänger, vor allem im Vereinigten Königreich, wo Britisch-Pakistaner einen Fanclub, die „Stani Army“, gründeten. Mitglieder dieses Clubs besuchen jedes Spiel der pakistanischen Mannschaft im Vereinigten Königreich und sind bekannt für ihre laute Unterstützung der Mannschaft. Die Stani unterstützen auch Wohltätigkeitsorganisationen für bedürftige Pakistaner, wozu jährliche Cricket-Matches gegen Britisch-Inder des Äquivalents „Bharat Army“ gehören.

Internationale TourenBearbeiten

Wie es seit dem Beginn des internationalen Crickets üblich ist, unternimmt die pakistanische Cricket-Nationalmannschaft zum Teil monatelange Touren ins Ausland, um gegen andere Nationalteams sowie gegen Regionalauswahlen und Cricketclubs anzutreten. Ebenso empfängt man daheim durch Pakistan tourenden Nationalteams. Im heimischen Sommer ist man entweder Gastgeber oder tourt durch andere Cricketnationen der Nordhemisphäre und im heimischen Winter tourt man durch die Cricketnationen der Südhemisphäre. Im Gegensatz zu den meisten anderen Cricketnationen spielt Pakistan im Test Cricket jedoch um keine Trophäen gegen seine Gegner.

Bekannte SpielerBearbeiten

 
Waqar Younis (2010)
 
Wasim Akram (2018)

Sechs ehemalige pakistanische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die ICC Cricket Hall of Fame aufgenommen:[49]

Spieler Position Aufnahme
Zaheer Abbas Batsman 2020
Wasim Akram All-rounder 2009
Imran Khan All-rounder 2009
Javed Miandad Batsman 2009
Hanif Mohammad Batsman 2009
Waqar Younis Bowler 2013

SpielerstatistikenBearbeiten

Insgesamt haben für Pakistan 240 Spieler Tests, 228 Spieler ODIs und 89 Spieler Twenty20 gespielt. Im Folgenden sind die Spieler aufgeführt, die für die pakistanische Mannschaft die meisten Runs und Wickets erzielt haben.

RunsBearbeiten

Test ODI Twenty20
Spieler Zeitraum Tests Runs Spieler Zeitraum ODIs Runs Spieler Zeitraum T20s Runs
Younis Khan 2000–2017 118 10.099 Inzamam-ul-Haq 1991–2007 375 11.701 Shoaib Malik 2006–heute 115 2.323
Javed Miandad 1976–1993 124 8.832 Mohammad Yousuf 1998–2010 281 9.554 Mohammad Hafeez 2006–heute 96 2.183
Inzamam-ul-Haq 1992–2007 119 8.829 Saeed Anwar 1989–2003 247 8.824 Umar Akmal 2009–2019 84 1.690
Mohammad Yousuf 1998–2010 90 7.530 Shahid Afridi 1996–2015 393 8.027 Babar Azam 2016–heute 44 1.681
Azhar Ali 2010–heute 81 6.129 Shoaib Malik 1999–2019 287 7.534 Ahmed Shehzad 2009–2019 59 1.471
Stand: 23. November 2020[50] Stand: 23. November 2020[51] Stand: 23. November 2020[52]

WicketsBearbeiten

Test ODI Twenty20
Spieler Zeitraum Tests Wickets Spieler Zeitraum ODIs Wickets Spieler Zeitraum T20s Wickets
Wasim Akram 1985–2002 104 414 Wasim Akram 1984–2003 356 502 Shahid Afridi 2006–2016 98 97
Waqar Younis 1989–2003 87 373 Waqar Younis 1989–2003 262 416 Umar Gul 2007–2016 60 85
Imran Khan 1971–1992 88 362 Shahid Afridi 1996–2015 393 393 Saeed Ajmal 2009–2015 64 85
Danish Kaneria 2000–2010 61 261 Saqlain Mushtaq 1995–2003 169 288 Mohammad Amir 2009–heute 50 59
Abdul Qadir 1977–1990 67 236 Abdul Razzaq 1996–2011 261 268 Mohammad Hafeez 2006–heute 96 54
Stand: 23. November 2020[53] Stand: 23. November 2020[54] Stand: 23. November 2020[55]

BilanzBearbeiten

Die Mannschaft hat die folgenden Bilanzen gegen die anderen Vollmitglieder des ICC im Test-, ODI- und Twenty20-Cricket (Stand: 1. August 2020).

Gegner Tests[56] ODIs[57] Twenty20s[58]
Sp. S U N N Sp. S U N NR Sp. S U N NR
  Afghanistan 0 0 0 0 4 4 0 0 1 1 0 0 0
  Australien 66 15 0 33  18 104 32 1 68 23 12 1 9 1
Bangladesch  Bangladesch 11 10 0 1 37 32 0 5 12 10 0 2 0
  England 83 21 0 25  37 88 32 0 53 15 4 1 10 0
  Indien 59 12 0 38 132 73 0 55 8 1 1 6 0
  Irland 1 1 0 0 7 5 1 1 1 1 0 0 0
  Neuseeland 58 25 0 12  21 107 55 1 48 21 13 0 8 0
  Simbabwe 17 10 0 4 59 52 1 4 11 11 0 0 0
  Sri Lanka 55 20 0 16  19 155 92 1 58 21 13 0 8 0
  Südafrika 26 4 0 15  7 79 28 0 50 14 6 0 8 0
  West Indies 52 20 0 17  15 134 60 3 71 14 11 0 3 0

Internationale TurniereBearbeiten

Cricket WeltmeisterschaftBearbeiten

Champions TrophyBearbeiten

World Twenty20Bearbeiten

Asia CupBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Pakistanische Cricket-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c ICC rankings for Tests, ODIs, T20 & Women's ODI and T20 (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  2. Match against Sindh (englisch) The Sydney Morning Herald. 23. November 1935.
  3. Guinness Cricket Encyclopaedia
  4. Bill Frindall: Stump the Bearded Wonder No 126 (englisch) BBC. 7. Juli 2006. Abgerufen am 2. April 2012.
  5. Kanishkaa Balachandran: Stump the Bearded Wonder No 126 (englisch) Cricinfo. 10. April 2008. Abgerufen am 2. April 2012.
  6. Going, going...gone (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  7. Austral-Asia Cup, 1985/86, Final, India v Pakistan (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  8. a b Bharath Seervi: Pakistan crash to their biggest World Cup defeat (englisch), Cricinfo. 31. Mai 2019. Abgerufen am 24. November 2020. 
  9. Inzi announces his arrival and India's hat-trick hero (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  10. Five of the best (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  11. Benson & Hedges World Cup, 1991/92, 1st Semi Final, New Zealand v Pakistan (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  12. Imran’s Tigers turn the corner (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 2. April 2012.
  13. Imran's Tigers turn the corner (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  14. Will Luke: Pakistan sent home by bold Ireland (englisch) Cricinfo. 17. März 2007. Abgerufen am 2. April 2012.
  15. Shamrocks turn Pakistan green (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  16. ICC World Cup – 9th Match, Group D, Ireland v Pakistan (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 14. Mai 2007.
  17. Doubts grow over pathologist’s findings (englisch) Cricinfo. 20. Mai 2007. Abgerufen am 2. April 2012.
  18. Woolmer post-mortem inconclusive (englisch) BBC. Abgerufen am 24. März 2007.
  19. Shattered Inzamam retires from one-day scene (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 24. März 2007.
  20. Shoaib Malik appointed Pakistan captain (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 19. April 2007.
  21. Butt named Malik's deputy (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 20. Juni 2007.
  22. Talat to act as interim coach (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 20. April 2007.
  23. Lawson named Pakistan coach (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 16. Juli 2007.
  24. a b Pakistan crowned new world Twenty20 champion, crushes Sri Lanka by 8 wickets (englisch). In: International Business Times, 21. Juni 2009. Abgerufen am 24. Juni 2009. 
  25. FINAL: PAK vs SL: Blow by Blow (englisch), ESPN Star. 21. Juni 2009. Abgerufen am 24. Juni 2009. 
  26. Pakistan v Sri Lanka (englisch), Teletext. 21. Juni 2009. Abgerufen am 24. Juni 2009. 
  27. ICC World T20 Final: Sri Lanka vs Pakistan (englisch). In: ESPN Star, 21. Juni 2009. Abgerufen am 24. Juni 2009. 
  28. Shahid Afridi (englisch). In: ESPN Star, 21. Juni 2009. Abgerufen am 24. Juni 2009. 
  29. Pakistan hands Australia first Cricket World Cup loss since 1999 (englisch) In: The Star. 19. März 2011. Abgerufen am 19. Juli 2019.
  30. Russell leads rout of sloppy Pakistan (englisch). In: Cricinfo, ESPN Sports Media, 21. Februar 2015. Abgerufen am 25. November 2020. 
  31. World Cup: Pakistan beat South Africa by 29 runs in Auckland epic (englisch) Sky Sports. 7. März 2015. Abgerufen am 25. November 2020.
  32. Sarkar ton powers Bangladesh to 3–0 (englisch) In: Cricinfo. 22. April 2015. Abgerufen am 17. Mai 2015.
  33. Pakistan maul Ireland by 255 runs (englisch), Cricinfo. 18. August 2016. Abgerufen am 26. November 2020. 
  34. Pakistan's victories (englisch), Cricinfo. Abgerufen am 26. November 2020. 
  35. Pakistan rise to No. 1 in Test rankings (englisch) 22. August 2016. Abgerufen am 26. November 2020.
  36. Pakistan stroll to 3–0 after Imad three-for (englisch) 26. September 2016. Abgerufen am 26. November 2020.
  37. Cricket World Cup: Black Caps secure semi-final place as Pakistan fail to score enough runs (englisch) In: Stuff. 5. Juli 2019. Abgerufen am 26. November 2020.
  38. One billion watch cricket's biggest rivals India and Pakistan at Old Trafford (englisch), Daily Mirror. 16. Juni 2019. Abgerufen am 26. November 2020. 
  39. STATS: Virat Kohli, Rohit Sharma sizzle on the biggest stage (englisch) In: Cricbuzz. 16. Juni 2019. Abgerufen am 26. November 2019.
  40. Ikram Bari Cheema: A history of cricket in Pakistan (englisch) Cricinfo. 11. November 2014. Abgerufen am 18. März 2018.
  41. Rowland Bowen: Some dates in Pakistan cricket history (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 18. März 2018.
  42. Boom Boom Cricket (englisch) Boom Boom Cricket. 12. April 2010.
  43. PCB signs contract with kit sponsor | ePaper | DAWN.COM (englisch) Abgerufen am 7. Juli 2019.
  44. Mr. Subhan Ahmed COO, PCB and Mr. Zahid Javed representative CA Sports unveiled Pakistan Cricket... (englisch) Abgerufen am 11. Mai 2018.
  45. Umer Bin Ajmal | Ibtisam Zahid Khanzada: From timber to sixer: How a Pakistani bat manufacturer shaped cricket (englisch) 26. Oktober 2015. Abgerufen am 7. Juli 2019.
  46. Slazenger and Cricket History – Slazenger Heritage, vintage jumpers (englisch) 24. September 2018. Abgerufen am 7. Juli 2019.
  47. Die Zeitraumsangabe bezieht sich auf die entsprechende Cricket-Saison, in dem das erste bzw. letzte Spiel der Zeit als Kapitän stattfand
  48. India tour of Pakistan, 1st Test: Pakistan v India at Dhaka, Jan 1-4, 1955 (englisch) Cricinfo. 8. Juni 2017. Abgerufen am 8. Juni 2017.
  49. ICC Hall of Famers (englisch) International Cricket Council. Abgerufen am 23. November 2020.
  50. Records / Pakistan / Test Matches / Most Runs (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  51. Records / Pakistan / One-Day Internationals / Most Runs (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  52. Records / Pakistan / Twenty20 Internationals / Most Runs (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  53. Records / Pakistan / Test Matches / Most Wickets (englisch) In: Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  54. Records / Pakistan / One-Day Internationals / Most Wickets (englisch) In: Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  55. Records / Pakistan / Twenty20 Internationals / Most Wickets (englisch) In: Cricinfo. Abgerufen am 23. November 2020.
  56. Records / Pakistan / Test Matches / Result Summary (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 31. Juli 2020.
  57. Records / Pakistan / One-Day Internationals / Result Summary (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 31. Juli 2020.
  58. Records / Pakistan / Twenty20 Internationals / Result Summary (englisch) Cricinfo. Abgerufen am 31. Juli 2020.