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PROKLA (voller Titel: PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft) ist eine seit 1971 erscheinende deutsche marxistisch orientierte Fachzeitschrift in den Bereichen Soziologie, Sozialgeschichte und Politikwissenschaft. Ihre wissenschaftlichen Themengebiete sind die politische Ökonomie, Ökologie, Kritische Theorie, internationale Beziehungen und soziale Bewegungen. Die PROKLA zählt aufgrund ihres mehrstufigen Begutachtungsverfahren als wissenschaftliche Peer-Review-Zeitschrift.[1]

PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

Fachgebiet Sozialwissenschaft
Sprache Deutsch
Verlag Verlag Westfälisches Dampfboot
Erstausgabe 1971
Erscheinungsweise vierteljährlich
Verkaufte Auflage 1000 Exemplare
Herausgeber Vereinigung zur Kritik der politischen Ökonomie e. V.
Geschäftsführer Ingo Stützle
Weblink prokla.de
Artikelarchiv Archiv (mit Heftthemen)
Archiv (mit Schnellsuche)
ISSN (Print)
ISSN (Online)

OrganisationBearbeiten

Herausgeber der Zeitschrift, die seit 1993 im Verlag Westfälisches Dampfboot erscheint, ist die Vereinigung zur Kritik der politischen Ökonomie e. V. mit dem Geschäftssitz in Berlin. Ingo Stützle löste Michael Heinrich im Juni 2014 als geschäftsführendes und presserechtlich verantwortliches Mitglied der Redaktion ab. Mitglieder der im Mai 2018 auf einer Vollversammlung gewählten Redaktion sind Jakob Graf, Henrik Lebuhn, Dorothea Schmidt, Etienne Schneider, Mariana Schütt, Sanda Sieron, Ingo Stützle, Felix Syrovatka sowie Markus Wissen.[2]

Zum Redaktionsbeirat gehören (Stand September 2018) Alex Demirović, Michael Heinrich, Ulf Kadritzke, Martin Kronauer, Stephan Lessenich, Margit Mayer, Klaus Müller, Urs Müller-Plantenberg, Thomas Sablowski Christoph Scherrer, Rudi Schmidt, Wolfgang Schöller, Günter Thien, Gudrun Trautwein-Kalms.[3]

Die Zeitschrift ist Kooperationspartner des Internetportals Linksnet.

PROKLA wurde 1971 von Teilen der Redaktion – einer Gruppe um Elmar Altvater mit etwa 25 Redakteuren und Autoren[4] – der politischen Zeitschrift Sozialistische Politik als Probleme des Klassenkampfs – Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik gegründet. Von 1976 bis 1992 erschien PROKLA im Rotbuch Verlag. Seit 1976 wurde der ursprüngliche Titel „Probleme des Klassenkampfs“ nur noch in Form des Akronyms PROKLA am Cover verwendet, jedoch bis 1992 in der Innenseite des Umschlags ausgeschrieben. Seit der ersten Ausgabe 1992 wurde neben dieser Änderung der Untertitel „Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik“ durch „Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft“ ersetzt.

PROKLA veröffentlichte Texte u. a. folgender Autoren: Johannes Agnoli, Louis Althusser, Elmar Altvater, Samir Amin, Hans-Georg Backhaus, Rudolf Bahro, Étienne Balibar, Noam Chomsky, Iring Fetscher, André Gunder Frank, André Gorz, David Harvey, John Holloway, Naomi Klein, Alain Lipietz, Paul Mattick, Chantal Mouffe, Oskar Negt, Nicos Poulantzas, Immanuel Wallerstein.

ProgrammatikBearbeiten

„Kurzum das Projekt PROKLA […] versucht das, was auch schon vor über 20 Jahren ein Antrieb war, einzulösen: Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen zu formulieren, die auf der Höhe der Zeit ist, und damit einen Beitrag zur Veränderung dieser Verhältnisse zu leisten.“

Michael Heinrich: PROKLA – oder wie ist heute eine linke, wissenschaftliche Zeitschrift möglich?[5]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Begutachtung. In: prokla.de, abgerufen am 3. September 2018.
  2. Redaktion. In: prokla.de, abgerufen am 23. Juli 2018.
  3. Beirat. In: prokla.de, abgerufen am 3. September 2018.
  4. Vgl.: Uwe Sonnenburg: Vom Marx zum Maulwurf. Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren (= Geschichte der Gegenwart. Band 11). Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-2934-8, S. 197, urn:nbn:de:101:1-20160310198 (nur in der DNB).
  5. In: Hans Günther Thien (Hrsg.): Bücher, nichts als Bücher. 1994 (prokla.de [abgerufen am 16. Februar 2017]).