Overhalla

Kommune in Trøndelag in Norwegen

Overhalla ist eine Kommune im norwegischen Fylke Trøndelag. Die Kommune hat 3865 Einwohner (Stand: 1. Januar 2021). Verwaltungssitz ist die Ortschaft Ranemsletta.

Wappen Karte
Wappen der Kommune Overhalla
Overhalla (Norwegen)
Overhalla
Basisdaten
Kommunennummer: 5047
Provinz (fylke): Trøndelag
Verwaltungssitz: Ranemsletta
Koordinaten: 64° 30′ N, 11° 57′ OKoordinaten: 64° 30′ N, 11° 57′ O
Fläche: 729,79 km²
Einwohner: 3.865 (1. Jan. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner je km²
Sprachform: neutral
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Per Olav Tyldum (Sp) (2011)
Lage in der Provinz Trøndelag
Lage der Kommune in der Provinz Trøndelag

GeografieBearbeiten

 
Blick auf den Fluss Namsen in Overhalla

Die Gemeinde grenzt an Høylandet im Nordosten, an Grong im Osten, an Snåsa und Steinkjer im Süden sowie am Namsos im Westen. Overhalle wird in Ost-West-Richtung vom Fluss Namsen im breiten Tal Namdalen durchflossen. Etwas westlich der Kommune mündet der Fluss bei Namsos in das Meer. In den Namsen münden in Overhalle mehrere Nebenflüsse, unter anderem die Bjøra. Beide Flüsse werden für die Lachsfischerei genutzt. An beiden Uferseiten des Namsens schließen sich hüglige Waldgebiete an, wobei sich vor allem im Norden auch mehrere Moorgebiete befinden.[2] Die Erhebung Reinsjøfjellet stellt im Südosten mit einer Höhe von 726,38 moh. den höchsten Punkt der Kommune Overhalla dar.[3]

EinwohnerBearbeiten

Die Einwohner leben vor allem entlang des Haupttals verteilt. Dort liegen unter anderem die Ortschaften Ranemsletta und Skogmo.[4] In der Gemeinde liegen mehrere sogenannte Tettsteder, also mehrere Ansiedlungen, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet werden. Diese sind Skage mit 822, Ranemsletta mit 497, Svalia mit 286 und Skogmo mit 267 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2021).[5]

Die Einwohner der Gemeinde werden Overhallning genannt.[6] Overhalla hat wie viele andere Kommunen der Provinz Trøndelag weder Nynorsk noch Bokmål als offizielle Sprachform, sondern ist in dieser Frage neutral.[7]

Jahr 1986 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohnerzahl[8] 3681 3777 3756 3659 3476 3577 3751 3884

GeschichteBearbeiten

 
Ranem kirke

Die Kommune Overhalla entstand im Zuge der Einführung der lokalen Selbstverwaltung im Jahr 1837. Zum 1. Januar 1964 ging ein von 15 Personen bewohntes Gebiet von Høylandet an Overhalla über.[9] Bis zum 31. Dezember 2017 gehörte Overhalla der damaligen Provinz Nord-Trøndelag an. Sie ging im Zuge der Regionalreform in Norwegen in die zum 1. Januar 2018 neu geschaffene Provinz Trøndelag über.[10]

In der Kommune gibt es mehrere Hügelgräber.[4] Die Ranem kirke ist eine Kirche aus der Zeit um 1150. Sie brannte im Jahr 1899 ab und wurde anschließend restauriert.[11] Die Holzkirche Skage kirke wurde 1903 fertiggestellt.[12]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Entlang des Südufers des Namsen führt der Fylkesvei 7040 nach Namsos im Westen und Grong im Osten. In Grong mündet die Straße in die Europastraße 6 (E6). An der Nordseite des Flusses verlaufen der Fylkesvei 17 und der Fylkesvei 7052. Der Fylkesvei 17 führt von Ranemsletta aus in den Norden und weiter in die Kommune Høylandet.[2]

WirtschaftBearbeiten

In Overhalla gibt es mehrere für die Region vergleichsweise große landwirtschaftliche Betriebe. In der Kommune wird vor allem Getreide angebaut und es werden überwiegend Rinder gehalten. Auch die Forstwirtschaft ist von Bedeutung und für die Industrie spielt die Holzverarbeitung eine größere Rolle. Zudem sind auch Arbeitsplätze in anderen Industriebereichen vorortet.[4] Im Jahr 2020 arbeiteten von etwa 1930 Arbeitstätigen zirka 1020 in Overhalla selbst, 625 waren in der Nachbarkommune Namsos angestellt. Der Rest verteilte sich auf Kommunen wie Grong oder Trondheim.[13]

Name und WappenBearbeiten

Das seit 1989 offizielle Wappen der Kommune zeigt sieben rote Kreuze, die zu einem Kreis angeordnet sind, auf goldenem Hintergrund.[14] Der Gemeindename setzt sich aus den beiden Bestandteilen „over“ und „-halla“ zusammen. Im Altnordischen entsprach der Name æfri halfa und bedeutete „die obere Hälfte“. Der Name bezog sich zunächst auf einen Teil des historischen Fylkes Naumdølafylke und wurde schließlich auf ein kleineres Gebiet begrenzt.[15]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Overhalla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 07459: Alders- og kjønnsfordeling i kommuner, fylker og hele landets befolkning (K) 1986 – 2021 Statistisk sentralbyrå. 23. Februar 2021 (norwegisch)
  2. a b Overhalla kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  3. Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 10. September 2021, abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
  4. a b c John Stokkan, Knut A. Rosvold: Overhalla. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  5. Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 26. Oktober 2021 (englisch).
  6. Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
  7. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  8. Population. Municipalities, pr. 1.1., 1986 - latest year. In: ssb.no. Abgerufen am 9. Januar 2022 (englisch).
  9. Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: ssb.no. 1999, abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  10. Kommunal- og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  11. Ranem kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  12. Skage kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  13. Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  14. Godkjenning av våpen og flagg, Overhalla kommune, Nord-Trøndelag. In: Lovdata. Abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).
  15. Overhalla. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 9. Januar 2022 (norwegisch).