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Outokumpu (Unternehmen)

finnisches Werkstoffunternehmen
Outokumpu Oyj

Logo
Rechtsform Osakeyhtiö
ISIN FI0009002422
Gründung 1932
Sitz Helsinki, FinnlandFinnland Finnland
Leitung Roeland Baan (CEO)
Mitarbeiterzahl 10.141 (31. Dezember 2017) [1]
Umsatz 6,363 Mrd. Euro (2017) [2]
Branche Metallindustrie
Website www.outokumpu.com

Die Outokumpu Oyj [ˈɔu̯tɔkumpu] ist ein finnisches Werkstoffunternehmen mit Sitz in Helsinki. Seit der Übernahme der Edelstahlfabrikation von ThyssenKrupp ist das Unternehmen einer der größten Hersteller von rostfreiem Stahl weltweit.[3]

UnternehmensprofilBearbeiten

Outokumpu ist auf Edelstähle und Hochleistungswerkstoffe spezialisiert. Die Prozesstechnik zum Herstellungsverfahren und in bestimmten Anlagenteilen kamen bislang von Outokumpu selbst. Sehr viele Prozesstechnik-, Detailplanungs-, Liefer-, Bau- und Montage-Verantwortlichkeiten wurden auf Unterlieferanten weiterverteilt. Outokumpu organisierte das funktionale Netzwerk und Beziehungsgeflecht.

Die Edelstahlproduktpalette umfasst Brammen, Bänder, Spulen, Bleche, sowie Langprodukte wie Bolzen, Stangen, Rohre und Draht.

GeschichteBearbeiten

 
Historisches Logo bis 2003

Ursprünglich war Outokumpu primär ein vertikal organisiertes Kupferunternehmen mit Sitz in der Stadt Outokumpu; jedoch wurde die Konzernzentrale mittlerweile nach Espoo verlegt und die Edelstahlsparte ausgebaut. Das in Outokumpu betriebene Bergwerk wurde geschlossen, 2005–2008 wurde das Kupfergeschäft verkauft.

Im Jahr 2001 expandierte das Unternehmen nach Deutschland. Im März kaufte Outokumpu den Bereich Aluminiumtechnik von Deutz mit 65 Mitarbeitern und einem Werk in Köln[4], im Juli folgte dann für 52 Mio. Euro das Metallurgiegeschäft der zur mg Technologies gehörenden Lurgi AG.[5]

Im Januar 2001 fusionierte Outokumpus Stahlsparte Outokumpu Steel mit Avesta Sheffield zu AvestaPolarit,[6] die Outokumpu schließlich im Jahr 2002 vollständig übernahm.[7] Zu Beginn des Jahres 2004 wurde AvestaPolarit in Outokumpu Stainless umbenannt und der gesamte Markenauftritt von Outokumpu erneuert.[8]

2005 betrug der Umsatz 5,552 Milliarden Euro, die von 10.764 Mitarbeitern erwirtschaftet wurden. Die Ertragssituation für das Jahr 2005 war jedoch nicht befriedigend; das Return on Investment lag bei nur 1,9 %, die auch noch größtenteils durch Einmalerlöse erzielt wurden.

Im Oktober 2006 wurde der Anlagenbau der Outokumpu als separates Unternehmen ausgegliedert und an der Börse Helsinki unter dem Namen Outokumpu Technology gelistet. Im April 2007 wurde die Outokumpu Technology zu Outotec umbenannt.

Mit dem Kauf von ThyssenKrupps Edelstahlsparte Inoxum im Januar 2012 stieg Outokumpu zum größten Edelstahlproduzenten Europas auf. ThyssenKrupp erhielt im Gegenzug 29,9 % der Anteile an Outokumpu.[9] Aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken seitens der EU-Kommission wurden zum 1. März 2014 die im Zuge der Inoxum-Übernahme erworbenen Geschäftseinheiten VDM und AST (Acciai Speciali Terni) sowie einige Service Center wieder an ThyssenKrupp zurückgegeben.[10]

Im Oktober 2015 kündigte das Unternehmen an, 55 % seiner Anteile an dem chinesischen Edelstahl Joint Venture Shanghai Krupp Stainless (SKS) zwischen Outokumpu (60 %) und Baosteel (40 %) an den chinesischen Immobilienfonds Lujiazui International Trust Co. Ltd. zu veräußern.[11] In einem zweiten Schritt trennte sich Outokumpu auch von den restlichen Anteilen (5 %) im Februar 2016. Insgesamt verbuchte Outokumpu hierdurch einen Einmalerlös in Höhe von 389 Mio. Euro (nach Steuern und Rückzahlung von Schulden) für den gesamten Verkauf seiner 60 % Anteile an SKS. Gleichzeitig wurde der Geschäftsbetrieb der SKS eingestellt und die Belegschaft freigesetzt.[12]

Im Jahr 2016 wurde der Unternehmenssitz nach Helsinki verlegt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Outokumpu (company) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Outokumpu Annual Report 2017. Outokumpu. März 2018.
  2. Outokumpu Annual Report 2017. Outokumpu. März 2018.
  3. (Memento des Originals vom 8. November 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.outokumpu.com
  4. DEUTZ Konzern: Verkauf Aluminiumsparte der Industrieanlagentochter KHD Humboldt Wedag AG (Memento des Originals vom 3. Februar 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutz.de, Deutz, 29. März 2001
  5. Finnischer Konzern übernimmt Lurgi Metallurgie, Die Welt, 6. Juli 2007
  6. Annual Report 2000 (Memento des Originals vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/web.lib.hse.fi, Outokumpu
  7. Annual Report 2002 (Memento des Originals vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/web.lib.hse.fi, Outokumpu
  8. Outokumpu is unifying the Group under one brand – a new visual identity introduced today, Outokumpu Pressemitteilung, 11. Januar 2004
  9. Aufsichtsrat besiegelt Verkauf der Edelstahlsparte, Handelsblatt, 31. Januar 2012, abgerufen am 1. Februar 2012
  10. Transfer von VDM und AST von Outokumpu an ThyssenKrupp abgeschlossen, gemeinsame Pressemitteilung, 28. Februar 2014
  11. Outokumpu divests 55 percent of a Chinese joint venture for EUR 370 million. Outokumpu. 19. Oktober 2015.
  12. Outokumpu divests its remaining share of the SKS, operations to be stopped. Outokumpu. 2. Februar 2016.