Das Ounila-Tal in der Provinz Ouarzazate in der Region Drâa-Tafilalet gehört mit seinen noch teilweise erhaltenen Lehmdörfern der Berber zu den sehenswerten Landschafts- und Kultureindrücken im Süden Marokkos.

Oasenlandschaft im Ounila-Tal

LageBearbeiten

Das etwa 50 bis 80 km (Luftlinie) nordwestlich von Ouarzazate gelegene und ca. 30 km lange Ounila-Tal verbindet die häufig von Touristen besuchten Orte Aït-Ben-Haddou (ca. 1300 m) und Telouet (ca. 1800 m)[1]. Es hat seinen Namen vom Oued Ounila (Tamazight: Assif Ounila), der etwa 20 km westlich von Ouarzazate in den Assif n’Tidili einmündet. Er führt jedoch nur in den Wintermonaten und im zeitigen Frühjahr Wasser; die übrige Zeit des Jahres fällt er aufgrund der geringen Niederschläge (knapp 200 mm/Jahr)[2] trocken. Die früher einspurige Piste (P-1506) an den Berghängen entlang des Flusses wurde in den Jahren 2011/12 zu einer gut befahrbaren Asphaltstraße ausgebaut.

DörferBearbeiten

Wichtigste Dörfer im von Palmenoasen und kleinen Parzellen gesäumten Ounila-Tal sind Tamdakht und Tazleft; am nördlichen Talausgang liegen Anguelz und Anemiter. Letzterer Ort wurde in den 1920er und 1930er Jahren mehrfach von Jacques Majorelle und anderen gemalt; hier stehen noch die Überreste zweier Wohnburgen (tighremts), aber auch sonst ist das Dorf recht ursprünglich geblieben – gleiches gilt für Ouahsous.

BesuchBearbeiten

Das Tal ist heute leicht von Marrakesch oder von Ouarzazate aus zu erreichen. Von regionalen Veranstaltern werden oft Tagestouren in Verbindung mit der Besichtigung von Aït-Ben-Haddou und Telouet angeboten. In einigen Dörfern des Tals gibt es inzwischen auch einfache Café-Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ounila-Tal – Karte mit Höhenangaben
  2. Aït Benhaddou – Klimatabellen

Koordinaten: 31° 9′ N, 7° 7′ W