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Otto-Erich Geske

deutscher Jurist und Staatssekretär

Otto-Erich Geske (* um 1931) ist ein deutscher Jurist und ehemaliger Staatssekretär in Hessen.

BiografieBearbeiten

Geske, geboren 1931, studierte von 1952 bis 1961 Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft an der Universität Hamburg, der FU Berlin und der Georg-August-Universität Göttingen. Stationen seiner Hochschulausbildung waren die Diplomprüfung für Volkswirte 1961, das erste (1957) und zweite (1965) juristisches Staatsexamen sowie die Promotion zum Dr. jur. in Göttingen 1959.

Er war 1967 wissenschaftlicher Assistent bei der SPD-Bundestagsfraktion und wechselte 1969 als Leiter des Ministerbüros in das Bundesfinanzministerium und 1972 als Leiter des Leitungsstabs in das Bundesverteidigungsministerium. Ab 1973 war er im Bundesfinanzministerium als Abteilungsleiter für Grundsatzfragen und ab 1974 als Abteilungsleiter für Finanzbeziehungen zu der EG, Ländern und Gemeinden sowie internationalen Finanzfragen tätig. Ab 1982 war er Ministerialdirektor im einstweiligen Ruhestand und Berater der SPD-Bundestagsfraktion für den Bereich öffentliche Finanzwirtschaft sowie Berater von Bundesländern für Prozesse vor dem Bundesverfassungsgericht in Finanzausgleichsfragen.

1990 war Geske mit Genehmigung des Bundesfinanzministers Theo Waigel als Berater des DDR-Finanzministers Walter Romberg in Ost-Berlin, insbesondere für die Vorbereitung des Einigungsvertrages und des Aufbaus und der Finanzierung der neuen Länder und ihrer Gemeinden. Von 1991 bis 1994 war Geske Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium. Im Zusammenhang mit der Entlassung des Geschäftsführers der Hessischen Lottogesellschaft wurden strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn erhoben (Lottoaffäre), in deren Folge er 1994 von seinem Amt zurücktrat. Das Strafverfahren wurde später mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft auf Kosten der Staatskasse, die auch die notwendigen Auslagen Geskes zu tragen hatte, eingestellt.

WeblinksBearbeiten