Otting (Waging am See)

Ortsteil von Waging a.See

Otting ist ein Ortsteil der Gemeinde Waging am See im Landkreis Traunstein in Oberbayern. Er liegt zwischen Waging, Traunwalchen und Kammer.

Otting
Koordinaten: 47° 56′ 16″ N, 12° 41′ 56″ O
Höhe: 539 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 83329
Vorwahl: 08681
Maibaum in Otting, 2009

GeschichteBearbeiten

Bischof Virgilius von Salzburg weihte im Jahre 749 die vom Chiemgaugrafen Gunther erbaute Ottinger Kirche und das ebenfalls neu gegründete Kloster. Die Ottinger Kirche ist somit eine der Urkirchen des Gebietes. Otting gehörte bis 1803 zum Fürstbistum Salzburg und dessen Gericht Tetelheim (Tettelham). Die Pfarrei Otting umfasste aber auch Teile des angrenzenden kurfürstlichen Bayern. Mit dem Rupertiwinkel kam Otting 1805/1816 zu Bayern. Mit der Gebietsreform wurde die 1818 gegründete politische Gemeinde Otting am 1. Januar 1972 nach Waging am See eingemeindet.[1]

In der Nähe von Otting liegt der Schlossberg von Tettelham.

BodendenkmälerBearbeiten

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Waging am See

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Balthasar Permoser, 1651 in Kammer getauft, das kirchlich bis 1923 zur Pfarrei Otting gehörte.
  • Lothar Zagrosek (* 1942), Generalmusikdirektor
  • Johann Jäger (* 1907), seine Priesterweihe fand 1933 statt und er war schon früh ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Er war 1969 bis 1991 Pfarrer in Otting und starb schon wenige Monate nach der Entbindung der Amtspflichten am 9. November 1991. Nach dem Abschiedsgottesdienst in der Ottinger Pfarrkirche wurden die sterblichen Überreste zu seinem Geburtsort Palling überführt und dort begraben.

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Otting liegt an der Bahnstrecke Hufschlag Abzweig–Waging.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 510.