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Oswald Panagl

österreichischer Philologe und Hochschullehrer

Leben und WerkBearbeiten

Panagl absolvierte das Humanistische Gymnasium im XIII. Wiener Gemeindebezirk. Anschließend studierte er Klassische Philologie, Indogermanistik, Orientalistik und Germanistik an der Universität Wien. Außerdem studierte er Gesang an der Wiener Musikhochschule. Beide Studien schloss er erfolgreich ab.

1976 wurde Panagl habilitiert. An der Universität München lehrte er Germanistische Linguistik, seit 1979 Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität Salzburg. Nach seiner Emeritierung war er Gastdozent an der Musikuniversität Mozarteum. Stetig wirkte Panagl auch an verschiedenen Bühnen als Musikdramaturg, darunter dem Salzburger Landestheater, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper und Volksoper sowie den Bayreuther Festspielen.

Zu Panagls Forschungsgebieten gehören weiters die Mykenologie sowie Fachgebiete hauptsächlich der Historischen Sprachwissenschaft wie Etymologie, Bedeutungswandel, Historische Wortbildung, Historische Grammatik der indogermanischen Sprachen (bes. Griechisch, Lateinisch, Germanische Sprachen, Sanskrit, Baltische Sprachen), Historische Syntax und Stilistik, aber auch Themengebiete wie Sprache und Musik sowie Opern- und Librettoforschung.

Panagl ist Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Zu seinen aktuellen Projektarbeiten gehören eine Monographie über Richard Strauss sowie eine Untersuchung über politische Begriffe in der spätrömischen Republik.

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

Sprachwissenschaft
  • Stachel wider den Zeitgeist. Politisches Kabarett, Flüsterwitz und Subversive Textsorten. (gemeinsam mit Robert Kriechbaumer), Wien 2004.
  • Text und Kontext. Theoriemodelle und methodische Verfahren im transdisziplinären Vergleich. (gemeinsam mit Ruth Wodak), Würzburg 2004.
  • Die neuen Linear B-Texte aus Theben. Ihr Aufschlusswert für die mykenische Sprache und Kultur. (gemeinsam mit Sigrid Deger-Jalkotzy), Wien 2006.
  • Poetische Lizenzen. (gemeinsam mit Wolfgang Dressler), Wien 2008.
  • Wörterbuch der politischen Sprache in Österreich. (gemeinsam mit Peter Gerlich), Wien 2008.
  • Die frühgriechischen Texte aus mykenischer Zeit. Zur Erforschung der Linear B-Tafeln. (gemeinsam mit Stefan Hiller), Darmstadt 1976, 2. Auflage 1986.
Musiktheater
  • Die Fledermaus. Die wahre Geschichte einer Operette. (gemeinsam mit Fritz Schweiger), Wien 1999.
  • Ring und Gral. (gemeinsam mit Ulrich Müller), Würzburg 2002.
  • Richard Strauss-Jahrbuch. (gemeinsam mit Günter Brosche), Tutzing (bis 2014), Wien (seit 2015). Jahrbuch der Internationalen Richard Strauss-Gesellschaft in Wien

WeblinksBearbeiten