Ostprovinz (Sambia)

Die Ostprovinz (englisch Eastern Province) der Republik Sambia ist eine der zehn Provinzen des Landes. Die Hauptstadt der Ostprovinz ist Chipata. Innerhalb der Provinz liegt der Südluangwa-Nationalpark.

Eastern Province
Ostprovinz
CopperbeltLuapulaLusakaMuchingaNordprovinzNordwestprovinzOstprovinzSüdprovinzWestprovinzZentralprovinzSimbabweBotswanaNamibiaMosambikTansaniaMalawiDemokratische Republik KongoAngolaLage
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Sambia
Hauptstadt Chipata
Fläche 51.476 km²
Einwohner 2.454.788 (2022, Zensus[1])
Dichte 48 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 ZM-03
Webauftritt www.eas.gov.zm (englisch)

In der 51.476 km² großen Provinz leben 2.454.788 Menschen (Zensus 2022).

BeschreibungBearbeiten

Die Regionen innerhalb der Ostprovinz bilden krasse Gegensätze. Das Gebiet zwischen Nyimba und Petauke ist ausgesprochen fruchtbar und braucht kaum Kunstdünger. Nach Norden werden die Böden magerer von Katete bis nach Chipata, lassen eine dichte Besiedelung durch recht ertragreichen Baumwollanbau jedoch noch zu. Weiter nach Norden liegt fast nur noch Buschland wie auch an den felsigen Hängen zum Luangwatal. Lundazi ist schon ein nahezu isolierter Ort, der weitflächig von Forst- und Tierschutzgebieten umgeben ist, die von der Grenze zu Malawi bis hinunter zum Luangwa reichen.

Die Provinz bietet sehr wenige Bodenschätze. Edelsteine sind die einzigen Mineralien, die im Süden gefunden werden. Eine wichtigere Rolle spielt die Provinz im informellen Handel Afrikas. Die Grenze zu Mosambik liegt bei Katete und Chadiza völlig offen und somit der zollfreie Zugang zum südafrikanischen Markt. Das ist gerade in Lundazi ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der nach Norden bis nach Chiengi am Mwerusee reicht.

Aus der Provinz zieht die Zentralregierung enorme Summen ab. Allein die Distrikte Katete und Chadiza führten 600.000,00 US$ im Jahre 2005 für Baumwolle ab. Der Distrikt Mambwe erzielt auch hohe Erträge aus dem Safarigeschäft im Südluangwa-Nationalpark, sie fallen aber bei einer nationalen Behörde an. Die Chancen in dieser Provinz bleiben daher weitgehend ungenutzt, die Infrastruktur verwahrlost und die Armut weitet sich aus.

Der Ort Chama wurde 2011 aus der Ostprovinz in die neu gegründete Muchinga-Provinz eingegliedert.[2] Zum Jahreswechsel 2021 auf 2022 wurde Chama durch eine Verfügung der Regierung vom 31. Dezember 2021 wieder der Ostprovinz zugeteilt.[3]

DistrikteBearbeiten

Die Provinz besteht aus folgenden Distrikten:

DemografieBearbeiten

Einwohnerentwicklung der Provinz[4][1][5]
Jahr  Einwohnerzahl
1969 509.515
1980 650.902
1990 965.967
2000 1.231.283
2010 1.592.661
2015 1.813.445
2022 2.454.788

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Zambia Statistics Agency: Population Size by Province, Zambia 2010 and 2022. Mitteilung vom 23. Dezember 2022, auf www.zamstats.gov.zm (englisch).
  2. Provinces of Zambia. Statoids, abgerufen am 21. Dezember 2013 (englisch).
  3. a b Government of Zambia: The Provincial and District Boundaries (Division), (Amendment) (No. 2) Order, 2021. Statutory Instrument No. 114 of 2021, online auf www.zambialaws.com (englisch).
  4. Zambia Statistics Agency: Eastern – Population, Total. auf www.zambia.opendataforafrica.org (englisch).
  5. Zambia Statistics Agency: Census Data. auf www.zambia.opendataforafrica.org (englisch), interaktive Kartendarstellung