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Oskar Lassar

Oskar Lassar (* 11. Januar 1849 in Hamburg; † 21. Dezember 1907 in Berlin) war ein deutscher Mediziner, der sich vor allem Fragen der Hygiene widmete und maßgeblich an der Verbreitung von Volksbädern in Deutschland und Österreich beteiligt war.

LebenBearbeiten

Lassar stammte aus einer jüdischen Familie; sein Vater war Kaufmann in Hamburg. Er studierte Medizin in Heidelberg, Göttingen, Straßburg und Berlin und promovierte 1872. Nach kurzer Assistentenzeit in der Hautklinik der Berliner Charité eröffnete er in Berlin eine Privatklinik für Dermatologie und Syphilis. Als einer der ersten Ärzte seiner Zeit versuchte er, Röntgenstrahlen therapeutisch zu nutzen. Als Hautarzt entwickelte er eine Zinkpaste zur Behandlung von Ekzemen, die auch heute noch verwendet wird.

Lassars besonderes Interesse galt der Verbesserung der hygienischen Bedingungen, gerade auch für die unteren Bevölkerungsschichten. So setzte er sich maßgeblich für die Einrichtung von Desinfektionsanstalten und die so genannten Volksbrausebäder ein, die er 1883 auf der Hygiene-Ausstellung in Berlin öffentlich vorgestellt hatte. 1899 gründete er die Deutsche Gesellschaft für Volksbäder. 1902 wurde er Professor an der Universität in Berlin, ein Schüler von ihm war der Dermatologe Georgios Fotinos.

Oskar Lassar war der Begründer der Dermatologischen Zeitschrift, und war bis zu seinem Tode 1907 ihr erster Chefredakteur.[1] Er war verheiratet mit einer Frau namens Emma und hatte den Sohn Gerhard Lassar.[2]

 
Grabstätte

Sein Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof II an der Liesenstraße.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hoffmann E. Geleitwort zum 25. Bande der Dermatologischen Zeitschrift. Ein Rückblick und Ausblick auf die Entwicklung der Dermatologie. Dermatologische Zeitschrift 1918;25:1–8
  2. Rainer Nicolaysen: Lassar, Gerhard. In: Hamburgische Biografie. Band 6, Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1025-4, S. 181.