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Gemeinde Orestiada
Δήμος Ορεστιάδος (Ορεστιάδα)
Orestiada (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Ostmakedonien und Thrakien
Regionalbezirk: Evros
Geographische Koordinaten: 41° 30′ N, 26° 32′ OKoordinaten: 41° 30′ N, 26° 32′ O
Fläche: 967,5 km²
Einwohner: 37.695 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 39 Ew./km²
Postleitzahl: 68200
Vorwahl: (+30) 25520
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Orestiada
Sitz: Orestiada
LAU-1-Code-Nr.: 0303
Gemeindebezirke: 4 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: f122 Stadtbezirke
27 Ortsgemeinschaften
Website: www.orestiada.gr
Lage in der Region Ostmakedonien und Thrakien
Datei:2011 Dimos Orestiados.svg

Orestiada (griechisch Ορεστιάδα [ɔrɛˈstjaða] (f. sg.), älter auch Orestias Ὀρεστιάς, türkisch Kumçiftliği) ist die nördlichste Gemeinde Griechenlands. Sie wurde 2010 durch Eingemeindung der zuvor selbständigen Gemeinden Kyprinos, Trigono und Vyssa in ihrer heutigen Form geschaffen.

Inhaltsverzeichnis

Geografische LageBearbeiten

Orestiada ist die nördlichste Stadt Griechenlands. Die Stadt liegt zwei Kilometer westlich des Evros, der hier die Grenze zur Türkei bildet. Oriestiada liegt 23 km südlich von Edirne etwa 64 km südwestlich vom griechisch-türkisch-bulgarischen Dreiländereck, 110 km nördlich von Alexandroupoli, etwa 20 km nördlich von Didymoticho und 460 km entfernt von Thessaloniki. Orestiada liegt an der GR-51/E85, die früher durch die Stadt führte, heute aber einen Kilometer westlich verläuft.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gebiet der Gemeinde entspricht dem der Provinz Orestiada, die bis 1997 bestand. Sitz der Gemeinde und größter Gemeindebezirk ist die Kleinstadt Orestiada mit rund 18.500 Einwohnern. Weitere Siedlungen auf dem Gemeindegebiet sind die Kleinstadt Nea Vyssa (2.805 Ew.) und die Dörfer Dikea (561 Ew.), Fylakio (595 Ew.) und Kyprinos (806 Ew.).[1]

Dörfer der GemeindeBearbeiten

Dörfer, die zum Gemeindebezirk Orestiada gehören, sind Nea Vyssa, Thourio, Neo Chimonio, Valtos, Ambelakia, Lepti, Neochori und Sakkos, Sterna, Kyprinos, Amovouno, Rizia, Pentalofos, Ambelakia, Fylakio, Spileo, Dikea, Kanadas, Ormenio und Petrota.

Nea VyssaBearbeiten

Die anhand der Einwohnerzahl größte Ortschaft der Gemeinde ist Nea Vyssa (gr.:Νέα Βύσσα). Die Neugründung der Ortschaft, und damit den Zusatz "Nea" hat der Ort Vyssa durch den Vertrag von Lausanne und dem damit einhergehenden Populationsaustauch bzw. Umsiedlungen zwischen Griechenland und der Türkei im Jahr 1923 erhalten. Die alte Ortschaft Vyssa welche zur damaligen Zeit Wosnohori hieß und auf der gegenüberliegenden Flussseite des Evros in der Nähe von Edirne lokalisiert war,ist für den Anbau von Salaten und Gemüse bejkannt gewesen, welche von den Einwohnern in den Märkten von Edirne vertrieben wurden. Bis zur heutigen Zeit ist die Haupteinnahmequelle der Einwohner der Anbau von verschiedenen Gemüsearten. In den letzten Jahren hat Knoblauch mit der Herkunft aus Nea Vyssa in Nordgriechenland Bekanntheit erlangt.

RiziaBearbeiten

Der Ort Rizia (gr.:Ρίζια) befindet sich 20 Kilometer nördlich von Orestiada und liegt direkt am Nebenfluss des Evros,den Ardas. Diese Lage führt zur jährlichen Ausrichtung des "Jugendfestivals Ardas", welches nationale Beachtung findet, und dem jährlichen "Kulturfest des Maises". In ungefähr 600 Metern Entfernung von Rizia, und am nordöstlichen Ortsrand,dem Gebiet welches "Tsagia" genannt wird, wurden in den Jahren 1987-1989 archäologische Ausgrabungen durchgeführt, welche beweisen, dass das Gebiet bereits im 9. und 8. Jahrhundert v.Chr. besiedelt worden war. Die archäologischen Arbeiten brachten einen Tumulus zu Tage der einen Querschnitt von 30 Metern und eine Höhe von 7 Meter hat. Der Boden dieser Grabstätte ist aus Holz. Weitere Funde waren keramische und hölzerne Karaffen und Behälter. In der Nähe des Tumulus hat man eine Grabstätte aus der Zeit von 190 - 211 n.Chr. gefunden. In dieser fand man eine rechteckige Vertiefung mit verbrannten Wänden, welches auf ein Feuerbegräbniß schließen lässt, da man auch Reste des Verstorbenen gefunden hat. Weiterhin fand man innerhalb dieser Grabvertiefung gläserne Vasen,Eisennägel und einen Tisch aus Ton sowie zwei Kupfermünzen, von denen eine aus Adrianopel und der Epoche des Septimius Severus (193-311 n.Chr.) stammt. Auf der einen Seite der Kupfermünze ist der Kopf des Kaisers und auf der anderen die Drei Flüsse Evros, Ardas und Tountza mit dem Schriftsatz Adrianopel versehen. Grabmäler der alten Dorfkirche, welche Datierungen aus den Jahren 1800 bis 1850 aufweisen, zeigen dass der Ort mindestens seit dem Jahr 1800 besteht. Im Jahr 1815 erhielt das Dorf eine Ikone der Heiligen Erzengel von den Bewohnern des Ortes Karagac. Diese Ikone machte aus dem Dorf einen Wallfahrtsort, wo jeden Winter zum 8. November, Leute zur Anbetung der Ikone kommen. Rizia wurde im Balkankrieg vollkommen zerstört. So waren Häuser, die Schule und die Kirche vollkommen verbrannt, infolge dessen 1914, 16 Familien aus dem Ort flohen. In Rizia kamen um 1920 ca. 18 Griechische Flüchtlingsfamilien aus Adrianopel und fanden eine neue Heimat. Im Zweiten Weltkrieg vereinigen sich die meisten Bürger der Ortschaft, flüchteten in die Berge und führten einen Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzer.[2]

Neo ChimonioBearbeiten

Das Dorf Neo Chimonio (gr.:Νέο Χειμώνιο) welches ausschließlich von vertriebenen Arvaniten des Ortes Megalo Zaloufi gegründet worden ist, liegt 6 Kilometer südlich von Orestiada. Der Ort ist östlich von der Eisenbahnstrecke und westlich von der Nationalstrasse 51 flankiert. Der Ort hat einen direkten Zugang zu den Agrarflächen der Evros-Ebene, welche auch die Haupteinnahmequelle der Bewohner darstellt. In Neo Chimonio hat die Polizei von Orestiada in der alten Grundschule ihr Quartier eingerichtet. Die Wellness-Oase "Cataract" mit den Pools und Spielplätzen, sowie einem Event-Restaurant zieht vor allem im Sommer viele Gäste der ganzen Gemeinde.

OrmenioBearbeiten

Ormenio (gr.:Ορμένιο) ist der nördlichste bewohnte Ort Griechenlands. Das Dorf war in der byzantinischen Epoche eine bedeutenden Stadt namens Germiano (gr.:Τζερμιάνο). Im Jahr 1371 fand eine entscheidende Schlacht des Oströmischen Reiches gegen die Osmanen statt, wo die christlichen Nationen, vertreten von Serben,Bulgaren und Griechen gegen die Osmanen verlor. Die Schlacht ist bekannt, als Schlacht an der Mariza.

PentalofosBearbeiten

Das Dorf Pentalofos (gr.:Πεντάλοφο) ist auf fünf Hügeln erbaut, daher auch die Herkunft des Namens dieser Ortschaft. Die Herkunft der meisten Bewohner soll aus Konstantinopel sein, dem heutigen Istanbul. Das größte Wildgehege in Griechenland befindet sich am Ortsrand. Hirsche, Rehe, Wildschweine, Hasen, Rebhühner und Fasane bevölkern die Wälder rund um Pentalofos und sind auch Bestandteil des Geheges. Daher ist der Ort vor allem von Jägern sehr beliebt, wobei strenge Jagdauflagen herrschen, um das Biotop und die Arten nicht zu gefährden, sondern eher zur Erhaltung der Flora und Fauna beizutragen. Ein Teil des Wildgeheges ist für Besucher geöffnet und bietet neben einer Aussichtsplattform zur Beobachtung der Wildtiere in ihren natürlichen Umgebung, auch Restaurants, Tavernen und Hotels. In Pentalofos wurden aus der spätgriechischen Antike Gräber gefunden, die im Jahr 1993 untersucht wurden. Eines dieser Gräber beinhaltet Grabbeigaben des Bruders des Königs der Odrysen Sitalkis, welches aus der Zeit 445 - 435 v.Chr stammt. Die Grabbeigaben des Königsbruders Sparadokos beinhalteten Tetradrachmen, verschiedene Silberne Gegenstände wie auch die sterblichen Überreste des Königsbruders. Die Funde in diesen Gräbern sind wissenschaftlich als wertvoll einzustufen, weil diese beweisen, dass die Thraker in der Zeit als die Athener den Parthenon bauten,die griechische Sprache kommunizierten, und mit der griechischen Schrift vertraut waren. Ebenfalls zeugen die Funde, dass die Thrakischen Stämme mit weiteren Stadtstaaten der Antike, Handel trieben und wirtschaftlich wie kulturell eng verbunden waren.[3]

GeschichteBearbeiten

 
Graffiti im Stadtzentrum zeigt die Vertreibung der Bürger aus Adrianopel und Umgebung (2017)

Orestiada ist eine moderne und junge Stadt. Sie wurde erst 1923 anlässlich des Bevölkerungsaustausches zwischen Griechenland und der Türkei nach Plänen des Architekten Spyros Dasios gegründet. An der gleichen Stelle gab es bereits zuvor seit der Antike eine kleine Siedlung. Die Stadt erhielt ihren Namen in Anlehnung an das antike Orestiada, dem späteren Adrianopel, das in osmanischer Zeit Edirne genannt wurde.

Seit etwa 1360 gehörte Edirne ununterbrochen zum Osmanischen Reich zunächst bis 1912, ehe es während des Ersten Balkankrieges von bulgarischen Truppen besetzt und zunächst an Bulgarien abgetreten wurde. Im Ergebnis des Zweiten Balkankrieges erhielten die Osmanen 1913 die Stadt zwar noch einmal zurück, traten sie aber 1915 endgültig an Bulgarien ab, um Bulgarien an der Seite der Mittelmächte zum Eintritt in den Ersten Weltkrieg zu bewegen. Nach der Niederlage der Mittelmächte musste Bulgarien 1919 schließlich West-Thrakien samt Orestiada an Griechenland abtreten.

Orestiada und die Präfektur Evros blieben als Enklave auch griechisch während des Zweiten Weltkriegs, obwohl die westlich des Evros gelegenen Gebiete Thrakiens 1941–44 wieder von Bulgarien annektiert worden waren, da es im Gegensatz zum bulgarisch besetzten West-Thrakien und Ostmakedonien unter deutscher Militärverwaltung stand.

Über den Grenzfluss, auch im Gebiet von Orestiada, gab es in den letzten Jahren beträchtliche illegale Migration. 2009 gab es 4.000 Grenzübertritte, 2010 bereits 50.000. Dabei kam es mehrfach zu Todesfällen. Seit 2009 findet ein Einsatz der europäischen Grenzschutzagentur Frontex statt. 2011 wurde der Bau eines Wassergrabens begonnen, der den Flüchtlingsstrom eindämmen soll.[4] Im Dezember 2012 wurde ein Grenzzaun am Evros fertiggestellt. Die Mittel hierfür brachte der griechische Staat selbst auf. Seit der Fertigstellung des Zauns ist die Rate der illegalen Grenzüberschreitungen am Evros-Gebiet auf beinahe 0 gesunken.[5]

Bildung und KulturBearbeiten

 
Der Eingang zum Volkskundemuseum von Orestiada

Im Jahre 1999 wurde eine Fakultät für Ländliche Entwicklung sowie eine Fakultät für Forstwissenschaften, Umweltmanagement und natürliche Ressourcen der Demokrit-Universität Thrakien angesiedelt. Die Stadt wurde damit der vierte Standort der Universität.

Das im Juli/August jährlich stattfindende Jugend, Kultur und Musikfestival Ardas findet am gleichnamigen Fluss statt und ist landesweit bekannt.

In der Stadt gibt es ein Volkskundemuseum worin traditionelle Trachten,alte landwirtschaftliche Gerätschaften und antike Gegenstände der Griechen aus der Region des heutigen Edirne und der ersten Siedler von Orestiada ausgestellt sind. Das Museum wurde 1974 erbaut und beherbergt ebenfalls das erste Evangelium welches in türkischer Schrift gedruckt wurde. Dieses erste Evangelium in türkischer Sprache wurde in Zürich gedruckt, und ist eines der Schätze des Museums.[6] Das Jahr 2017 wurde als das Jahr des Karatheodori (Κωνσταντίνος Καραθεοδωρή) ausgerufen. Die Stadt und die Region feiert den berühmten und aus Nea Vyssa stammenden Mathematiker Konstantinos Karatheodori,durch verschiedene Veranstaltungen, wie Lesungen zu der Geschichte des Wissenschaftlers und Ausstellungen diverser Werke und Fotos.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Der Bahnhof von Orestiada (2017)

Das Gebiet um Orestiada ist eines der fruchtbarsten und landwirtschaftlich produktivsten Gebiete Griechenlands. Außerhalb der Stadt lag eine Zuckerfabrik, die Zuckerrüben aus der Umgebung verarbeitet hat. Im Zuge der Finanzkrise wurde der Betrieb 2014 eingestellt. Seit 2016 wurde ein Teil der Zuckerfabrik wieder in Betrieb genommen. In der Umgebung werden Mais, Kartoffeln und Wassermelonen angebaut. Am Stadtrand hat sich seit 2011 der wohl bedeutendste und wichtigste Betrieb der Umgebung niedergelassen. Die Green Cola Company Hellas produziert eine zuckerfreie und mit Stevia gesüßte Cola, womit der Betrieb mit der geringen Kalorienanzahl wirbt. Der Betrieb besitzt die Markenrechte und hat seinen Hauptsitz in Orestiada. Die Firma ist auf Expansionskurs und liefert somit wichtige Arbeitsplätze für die Region.[7]

 
Die Athanasiou Pantazidou Straße im Stadtzentrum (2017)

Hauptverkehrsweg ist die Nationalstraße 51, die Orestiada im Süden mit Didymoticho verbindet. An der ersten Ausfahrt der Nationalstraße zu Orestiada, von Didymoticho kommend, befindet sich am Ortseingang das größte Gewerbegebiet der Stadt. Der Ort besitzt einen Bahnhof, der den Ort mit dem Rest der griechischen Republik verbindet. An der östlichen Stadtgrenze reihen sich die grünen Parkanlagen Alsos Andrianopoleos und der Thrakienpark aneinander. Im Thrakienpark liegt ein kleines Freilufttheater, wo in den warmen Monaten Theatervorführungen für Groß und Klein stattfinden. Eine weitere Parkanlage liegt an der entgegensetzten Stadtgrenze, der Nea Helvetia Park.

 
Platz im Stadtzentrum aus der Konstantinoupoleos Straße fotografiert

Heute ist die moderne Stadt mit ihren breiten Einkaufspassagen und vielen Cafés und Bars, Anziehungspunkt für viele Jugendliche der umliegenden Peripherie. Die griechische Diaspora belebt zu den Sommermonaten das Geschäft der Kaufleute von Orestiada und leistet somit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. In der Stadt gibt es einen zweispurigen Boulevard sowie einen geräumigen baumbestandenen Platz. Zum Freizeitangebot gehört die Wellness-Oase Cataract, die zwischen Orestiada und Neo Chimonio liegt. Die Freizeitanlage mit einem großen Pool und einem Kinderpool sowie verschiedenen Wellnessangeboten wird vor allem in den warmen Monaten gut besucht. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der alte Bahnhof. Im Jahr 2014 wurde der Platz im Zentrum der Stadt zu einer großen Fußgängerzone erweitert und umgebaut, an dessen Rand Cafés, Schnellrestaurants, Bars und Bäckereien liegen. Damit erstreckt sich das Zentrum bis zum Bahnhof am östlichsten Punkt der Stadt und mündet dort in weite Parkanlagen. Um dieses neue Zentrum herum wurden Bäume gepflanzt und ein Boden-Springbrunnen verbaut, der abends erleuchtet wird.

Orestiada besitzt einen eigenen lokalen TV Sender, der über lokale Nachrichtenmagazine bis hin zur Organisation und Ausstrahlung kultureller Veranstaltungen bietet. In Orestiada befindet sich auch der nördlichste Radiosender Griechenlands, Radio Evros. Für die Berichterstattung aus dem nördlichen Evros betreibt der staatliche Fernsehsender ERT in Orestiada eine Nebenstelle.

SportBearbeiten

Die Stadt hat eine Volleyballmannschaft: die A.O. Orestiada. Die Region und die Mannschaft brachten in den 1980er und 1990er Jahren große Talente und Nationalspieler hervor, welche später in den großen Klubs in Athen und Thessaloniki spielten. Die Mannschaft gewann in diesen Jahrzehnten viele Jugend-Meisterschaften in Griechenland, und brachte damit eines der größten Talente des griechischen Volleyballsports heraus: Nikos Samaras. Nach seinem plötzlichen Tod im Januar 2013 wurden sowohl die Volleyballarena der Stadt als auch ein Turnier des griechischen Volleyballverbandes nach ihm benannt.[8] A.O. Orestiada hat auch eine Fußballabteilung, welche Jugendliche und Kinder organisiert, aus denen auch schon Nationalspieler hervorgegangen sind, wie der Europameister von 2004, Stylianos Venetidis.

Eine weitere geschätzte Sportlerin der Stadt ist die Bronzemedaillengewinnerin Morpho Drosidou,welche in den Olympischen Spielen von Barcelona 1992 im Taekwondo auf das Treppchen steigen durfte.Drosidou stammt aus Neochori, einem Ort des Kreises Orestiada.[9]

In der Stadt gibt es einen Tennisclub der einen Spiel- und Trainingsplatz mit vier Tenniscourts besitzt. Im Juni 2017 fand das erste Junior Tennis Tournament statt. Das Turnier war international besetzt unter anderem mit dem Tenis Club Orfey Kardzhali aus Bulgarien und Luleburgaz Tenis Spor aus der Türkei. Weitere Teilnehmer waren die Tennisclubs aus Alexandroupolis und Soufli.[10] Das städtische Stadion, in dem der Fußballklub und weitere Mannschaften wie die des Bogenschiessens und der Leichtathletik ihre Aktivitäten nachgehen, wurde im Jahr 1969 erbaut und ist bis heute der zentrale Anlaufpunkt für Sport und Festspiele, sowie Schulmeisterschaften. Die städtische Sportarena Nikolaos Samaras, welche im Jahr 1985 erbaut wurde, beherbergt stattdessen alle weiteren Sportarten, welche nicht im Freien ausgeübt werden, und beherbergt die örtlichen Klubs, wie den Tae Kwan Do Verein und den Volleyballklub.

StädtepartnerschaftBearbeiten

Orestiada unterhält seit 1994 eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Siegburg. In der Stadt wurde, dies zu Ehren, eine Straße nach der Stadt Siegburg benannt.

PersönlichkeitenBearbeiten

Oberbürgermeister der StadtBearbeiten

Oberbürgermeister (1923 – 1926)Bearbeiten

1923-1924 Stefanos Dimitrios

1924 Dimitrios Zoupidis

1924-1926 Ioannis Thalassinos

Gemeindeleiter (1927 – 1945)Bearbeiten

1927-1928 Panagiotis Filimbelis

1928-1935 Athanassios Pantazidis (1)

1935-1936 Athanassios Samouridis (1)

1936-1937 Ioannis Stamatopoulos

1937 Konstantinos Perentidis (1)

1937-1941 Georgios Hatzikonstantis

1941-1942 Emmanuel Doukidis

1942-1944 Christos Papaioannou

1944-1945 Konstantinos Perentidis (2)

Oberbürgermeister (Seit 1946)Bearbeiten

1946-1948 Apostolos Hatzichristou

1948-1950 Athanassios Samouridis (2)

1950-1951 Evangelos Rozakeas

1951-1957 Athanassios Pantazidis (2)

1957-1974 Vassilios Chatzinikolaou

1975-1978 Dimitrios Tselikas

1979-1986 Nikolaos Evangelou

1987-1996 Warsamakis Warsamakidis

1996-1998 Anastasios Anagnostou

1999-2002 Angelos Papaioannou

2003 - 2006 Grigoris Tzotzolas

Seit 2007 Dimitrios Mouzas[11]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

  • Nikolaos Samaras: Nationale Volleyballlegende
  • Petros Polichronidis: Entertainer und Moderator verschiedener TV Formate im griechischen Fernsehen, und Inhaber der einzigen Griechischen Wrestling-Liga ZMAK Wrestling, stammt aus dem Ort Nea Vyssa.[12]
  • Familien: Die politisch aktive Familie Chatzinikolaou, die durch den Journalisten und Nachrichtensprecher Nikos Chatzinikolaou berühmt wurde, stammt aus der Stadt. Die Familie Karatheodori, eine phanariotische Diplomatenfamilie, aus denen der berühmte Mathematiker Konstantinos Karatheodoris (1873–1950) und der Philosoph und Literat Stephanos Karatheodoris (1789–1867) stammen, kamen aus dem heutigen Ort Nea Vyssa von Orestiada.

EhrenbürgerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. [www.hellenicaworld.com Ρίζια Έβρου.] Abgerufen am 27. Oktober 2018 (griechisch).
  3. [www.hellenica.com Πεντάλοφος Έβρου.] Abgerufen am 27. Oktober 2018 (griechisch).
  4. Ann Löwin: "Graben an der Grenze", Jungle World, Nr. 33, 18. August 2011
  5. Video Ein Grenzzaun am Evros steht in der ZDFmediathek, abgerufen am 5. Februar 2014 (offline)
  6. [orestiada.gr Homepage der Stadt Orestiada.] Abgerufen am 19. August 2017 (griechisch).
  7. Nagold: [www.schwarzwaelder-bote.de Griechisches Cola made in Hochdorf.] 5. September 2016, abgerufen am 19. August 2017.
  8. Vorstellung des Gebäudes
  9. Δημήτρης Μηλίκας: [www.radioevros.gr 25 Χρόνια από το Χάλκινο Ολυμπιακό Μετάλλιο της Δροσίδου στην Βαρκελώνη.] 4. August 2017, abgerufen am 19. August 2017 (griechisch).
  10. Δημήτρης Μηλίκας: [radioevros.gr Ξεκίνησε το 1st Junior Tennis Tournament του Ο.Α.Ο.] 10. Juni 2017, abgerufen am 11. Juni 2017 (griechisch).
  11. [www.hellenicaworld.com Δήμος Ορεστιάδας.] Abgerufen am 21. Oktober 2018 (griechisch).
  12. Πέτρος Πολυχρονίδης: [www.zmakgr.com Σχετικά.] Abgerufen am 28. Oktober 2018 (griechisch).