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Olympische Sommerspiele 2016/Rudern – Vierer ohne Steuermann (Männer)

Wettbewerb im Vierer ohne Steuermann bei der Olympischen Ruderregatta 2016

Der Ruderwettbewerb im Vierer ohne Steuermann im Rahmen der Ruderregatta der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro wurde vom 7. bis 12. August 2016 in der Lagune Rodrigo de Freitas ausgetragen. 52 Athleten in 13 Mannschaften traten an.

Olympische Ringe
1 lagoa rodrigo de freitas rio de janeiro 2010.jpg
Sportart Rudern
Disziplin Vierer
Geschlecht Männer
Teilnehmer 52 Athleten aus 13 Ländern
Wettkampfort Lagoa Stadium
Wettkampfphase 7.–12. August 2016
Medaillengewinner
Goldmedaille Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Silbermedaille AustralienAustralien Australien
Bronzemedaille ItalienItalien Italien

Der Wettbewerb, der über die olympische Ruderdistanz von 2000 Metern ausgetragen wurde, begann mit drei Vorläufen mit jeweils vier oder fünf Mannschaften. Die jeweils erst-, zweit- und drittplatzierten Mannschaften der Vorläufe qualifizierten sich direkt für das Halbfinale, während die verbleibenden vier Mannschaften in den Hoffnungslauf mussten. Hier qualifizierten sich noch einmal die ersten drei Teams für das Halbfinale. In den beiden Läufen des Halbfinals qualifizierten sich jeweils die drei erstplatzierten Mannschaften für das Finale, während die viert- bis sechstplatzierten im B-Finale um Platz 7 bis 12 ruderten. Im Finale am 12. August kämpften sechs Mannschaften um olympische Medaillen.

Die jeweils für die nächste Runde qualifizierten Mannschaften sind hellgrün unterlegt.

Zum fünften Mal in Folge wurde der Wettbewerb im Vierer-ohne von einer britischen Mannschaft gewonnen, in der Alex Gregory, Constantine Louloudis, George Nash und Mohamed Sbihi ruderten. Im Vorjahr hatte ein anders besetztes Quartett aus Großbritannien überraschend nicht den Weltmeistertitel gewonnen, woraufhin die Briten ihre stärksten Ruderer im Vierer zusammenzogen um in diesem Wettbewerb unbedingt zu gewinnen. Aus der titelverteidigenden Mannschaft von London war jedoch nur Alex Gregory verblieben. Die Silbermedaille gewannen wie vier Jahre zuvor die Australier vor den Weltmeistern des Vorjahres aus Italien.

Titelträger und AusgangslageBearbeiten

TeilnehmerBearbeiten

Qualifikation Nation Mannschaft
Weltmeisterschaften 2015 Italien  Italien Matteo Castaldo
Matteo Lodo
Domenico Montrone
Giuseppe Vicino
Australien  Australien Joshua Booth
Joshua Dunkley-Smith
Alexander Hill
William Lockwood
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Alex Gregory
Constantine Louloudis
George Nash
Mohamed Sbihi
Kanada  Kanada Will Crothers
Kai Langerfeld
Conlin McCabe
Tim Schrijver
Deutschland  Deutschland Anton Braun
Maximilian Korge
Maximilian Planer
Felix Wimberger
Niederlande  Niederlande Harold Langen
Peter van Schie
Govert Viergever
Vincent van der Want
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Charlie Cole
Henrik Rummel
Matthew Miller
Seth Weil
Weissrussland  Weißrussland Wadsim Ljalin
Dsjanis Mihal
Ihar Paschewitsch
Mikalaj Scharlap
Griechenland  Griechenland Dionysios Angelopoulos
Ioannis Christou
Giannis Tsilis
Georgios Tziallas
Russland  Russland Anton Saruzki
Artjom Kossow
Wladislaw Rjabzew
Nikita Morgatschow
Rumänien  Rumänien Vlad-Dragoș Aicoboae
Constantin Adam
Marius-Vasile Cozmiuc
Toader-Andrei Gontaru
Internationale Qualifikation Sudafrika  Südafrika David Hunt
Jonathan Smith
Vincent Breet
Jake Green
Frankreich  Frankreich Benjamin Lang
Mickaël Marteau
Théophile Onfroy
Valentin Onfroy

Für Russland waren zunächst Iwan Podschiwalow, Georgi Jefremenko, Semen Jaganow und Daniil Andrijenko gemeldet. Podschiwalow wurde nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports im Zuge der Staatsdopingaffäre in Russland wegen eines Dopingvergehens im Jahr 2007 nicht zum Start zugelassen. Jaganow und Andrijenko erhielten wie 15 andere russische Ruderer keine Starterlaubnis, weil sie zwischen 2011 und 2016 nicht in einem nicht-russischen Dopingtest untersucht wurden. Jefremenko war zwar als einer von sechs russischen Ruderern startberechtigt, er wurde dann aber im einzig verbliebenen Boot durch die angegebene Mannschaft ersetzt.

VorläufeBearbeiten

geplant am Sonntag, 7. August 2016, verschoben auf Montag, 8. August 2016

Vorlauf 1Bearbeiten

Platz Boot Besatzung Zeit (min) Qualifikation
1 Australien  Australien Booth, Dunkley-Smith, Hill, Lockwood 5:54,84 Halbfinale
2 Deutschland  Deutschland Braun, Korge, Planer, Wimberger 5:59,74
3 Niederlande  Niederlande Langen, van Schie, Viergever, van der Want 6:00,55
4 Rumänien  Rumänien Aicoboae, Adam, Cozmiuc, Gontaru 6:02,56 Hoffnungslauf
5 Russland  Russland Saruzki, Kossow, Rjabzew, Morgatschow 6:03,89

Vorlauf 2Bearbeiten

Platz Boot Besatzung Zeit (min) Qualifikation
1 Italien  Italien Castaldo, Lodo, Montrone, Vicino 5:56,01 Halbfinale
2 Kanada  Kanada Crothers, Langerfeld, McCabe, Schrijver 5:58,26
3 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Cole, Rummel, Miller, Weil 5:58,31
4 Weissrussland  Weißrussland Ljalin, Mihal, Paschewitsch, Scharlap 6:02,93 Hoffnungslauf

Vorlauf 3Bearbeiten

Platz Boot Besatzung Zeit (min) Qualifikation
1 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Gregory, Louloudis, Nash, Sbihi 5:55,59 Halbfinale
2 Griechenland  Griechenland Angelopoulos, Christou, Tsilis, Tziallas 5:59,65
3 Frankreich  Frankreich Lang, Marteau, Onfroy, Onfroy 6:00,72
4 Sudafrika  Südafrika Hunt, Smith, Breet, Green 6:01,64 Hoffnungslauf

HoffnungslaufBearbeiten

geplant am Montag, 8. August 2016, verschoben auf Dienstag, 9. August 2016

Platz Boot Besatzung Zeit (min) Qualifikation
1 Sudafrika  Südafrika Hunt, Smith, Breet, Green 6:34,97 Halbfinale
2 Weissrussland  Weißrussland Ljalin, Mihal, Paschewitsch, Scharlap 6:36,50
3 Russland  Russland Saruzki, Kossow, Rjabzew, Morgatschow 6:39,32
4 Rumänien  Rumänien Aicoboae, Adam, Cozmiuc, Gontaru 6:39,64

HalbfinaleBearbeiten

geplant am Mittwoch, 10. August 2016, verschoben auf Donnerstag, 11. August 2016

Halbfinale 1Bearbeiten

Platz Boot Besatzung Zeit (min) Qualifikation
1 Australien  Australien Booth, Dunkley-Smith, Hill, Lockwood 6:11,82 Finale
2 Sudafrika  Südafrika Hunt, Smith, Breet, Green 6:15,22
3 Italien  Italien Castaldo, Lodo, Montrone, Vicino 6:16,54
4 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Cole, Rummel, Miller, Weil 6:19,08 B-Finale
5 Griechenland  Griechenland Angelopoulos, Christou, Tsilis, Tziallas 6:24,04
6 Russland  Russland Saruzki, Kossow, Rjabzew, Morgatschow 6:24,89

Halbfinale 2Bearbeiten

Platz Boot Besatzung Zeit (min) Qualifikation
1 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Gregory, Louloudis, Nash, Sbihi 6:17,13 Finale
2 Kanada  Kanada Crothers, Langerfeld, McCabe, Schrijver 6:20,66
3 Niederlande  Niederlande Langen, van Schie, Viergever, van der Want 6:21,04
4 Weissrussland  Weißrussland Ljalin, Mihal, Paschewitsch, Scharlap 6:22,46 B-Finale
5 Frankreich  Frankreich Lang, Marteau, Onfroy, Onfroy 6:26,94
6 Deutschland  Deutschland Braun, Korge, Planer, Wimberger 6:35,90

FinaleBearbeiten

Freitag, 12. August 2016
Anmerkung: Ermittlung der Plätze 1 bis 6

Platz Boot Besatzung Zeit (min)
1 Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Gregory, Louloudis, Nash, Sbihi 5:58,61
2 Australien  Australien Booth, Dunkley-Smith, Hill, Lockwood 6:00,44
3 Italien  Italien Castaldo, Lodo, Montrone, Vicino 6:03,85
4 Sudafrika  Südafrika Hunt, Smith, Breet, Green 6:05,80
5 Niederlande  Niederlande Langen, van Schie, Viergever, van der Want 6:08,38
6 Kanada  Kanada Crothers, Langerfeld, McCabe, Schrijver 6:15,93

B-FinaleBearbeiten

Anmerkung: Ermittlung der Plätze 7 bis 12

Platz Boot Besatzung Zeit (min)
7 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Cole, Rummel, Miller, Weil 5:59,20
8 Griechenland  Griechenland Angelopoulos, Christou, Tsilis, Tziallas 6:00,56
9 Weissrussland  Weißrussland Ljalin, Mihal, Paschewitsch, Scharlap 6:00,57
10 Russland  Russland Saruzki, Kossow, Rjabzew, Morgatschow 6:02,09
11 Frankreich  Frankreich Lang, Marteau, Onfroy, Onfroy 6:02,21
12 Deutschland  Deutschland Braun, Korge, Planer, Wimberger 6:06,24

Weiteres Klassement ohne FinalsBearbeiten

Platz Boot Besatzung Zeit (min)
13 Rumänien  Rumänien Aicoboae, Adam, Cozmiuc, Gontaru

WeblinksBearbeiten