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Olympische Sommerspiele 1952/Hockey

Olympisches Hockeyturnier
Olympisches Hockeyturnier 1952
Olympische RingeHockey
Herren
Anzahl Nationen 12
Olympiasieger IndienIndien Indien
Austragungsort Helsinki
Stadion Velodrom
Eröffnung 15. Juli 1952
Endspiel 25. Juli 1952
1948 1956

Bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in der finnischen Hauptstadt Helsinki wurde ein Wettbewerb im Hockey (Herren) ausgetragen. Die Anzahl der Teilnehmer wurde vom IOC 1950 einschließlich des Gastgebers Finnland auf maximal zwölf festgelegt.[1] Die Spiele der Hauptturniers fanden im Velodrom statt.

Inhaltsverzeichnis

TurniermodusBearbeiten

Der Hockeyweltverband FIH erstellte eine Rangliste der 16 potentiellen Teilnehmer: 1. Indien, 2. Pakistan, 3. Niederlande, 4. Großbritannien, 5. Belgien, 6. Dänemark, 7. Frankreich, 8. Spanien, 9. Schweiz, 10. Argentinien, 11. Österreich, 12. USA, 13. Finnland, sowie als Nachrücker 1. Deutschland, 2. Italien, 3. Polen. Nach Absagen von Spanien, Dänemark, Argentinien und den USA, konnten alle übrigen Nationen am Turnier teilnehmen.[1]

Die zwölf Teilnehmer spielten im K.-o.-System die Medaillen aus. Die vier Freilose in der ersten Runde erhielten die ersten vier der von der FIH erstellten Rangliste. Die Sieger der Vorrunde und die vier Gesetzten spielten die Viertelfinals, die Sieger der Viertelfinals kamen ins Halbfinale. Die Verlierer der Halbfinals spielten um Bronze, die Sieger um Gold.

Weitere Platzierungsspiele – ebenfalls im K.-o.-System – haben stattgefunden, werden im offiziellen IOC Bericht jedoch nicht aufgeführt. In der Trostrunde 1 spielten die Verlierer der Viertelfinals gegen die Verlierer der Vorrunde. Die Sieger spielten in der Trostrunde 2, anschließend spielten die Sieger um Platz 5, die Verlierer um Platz 7. Die Verlierer der Trostrunde 1 blieben unplaziert.

HauptturnierBearbeiten

VorrundeBearbeiten

15. Juli 18:00 Österreich – Schweiz 2:1 (1:0)
15. Juli 19:30 Belgien – Finnland 6:0 (1:0)
16. Juli 18:00 Deutschland – Polen 7:2 (1:2)
16. Juli 19:30 Frankreich – Italien 5:0 (4:0)

ViertelfinaleBearbeiten

17. Juli 18:00 Indien – Österreich 4:0 (1:0)
17. Juli 19:30 Großbritannien – Belgien 1:0 (1:0)
18. Juli 18:00 Deutschland – Niederlande 0:1 (0:0)
18. Juli 19:30 Pakistan – Frankreich 6:0 (1:0)

HalbfinaleBearbeiten

20. Juli 18:00 Indien – Großbritannien 3:1 (3:1)
20. Juli 19:30 Niederlande – Pakistan 1:0 (1:0)

FinaleBearbeiten

22. Juli 19:00 Großbritannien – Pakistan 2:1 (2:1) Spiel um Platz 3
24. Juli 17:00 Indien – Niederlande 6:1 (4:0) Endspiel

TrostturnierBearbeiten

Trostrunde 1Bearbeiten

Das erste Spiel Belgien – Polen am 22. Juli endete 4:3 nach einer nicht regelgerechten Verlängerung. Diese Partie wurde nach Protest der Polen neu angesetzt.[2]
22. Juli Deutschland – Finnland 7:0 (3:0) Platz 5 – 12
22. Juli Österreich – Italien 2:0 (2:0) Platz 5 – 12
22. Juli Schweiz – Frankreich 2:1 (0:0) Platz 5 – 12
23. Juli Belgien – Polen 0:1 (0:1) Platz 5 – 12

Trostrunde 2Bearbeiten

23. Juli Deutschland – Österreich 2:1 (2:1) Platz 5 – 8
24. Juli Polen – Schweiz 1:0 (1:0) Platz 5 – 8

PlatzierungBearbeiten

Das Spiel um Platz 7 hat nicht stattgefunden. In den Ranglisten werden teilweise Österreich und Schweiz gemeinsam auf Platz 7 geführt.
25. Juli Österreich – Schweiz AUT kampflos Spiel um Platz 7
25. Juli Deutschland – Polen 4:0 (1:0) Spiel um Platz 5
 
Die Siegermannschaft mit dem indischen Premierminister Jawaharlal Nehru
Rangliste
Platz Team
1. Indien  Indien
2. Niederlande  Niederlande
3. Vereinigtes Konigreich  Großbritannien
4. Pakistan  Pakistan
5. Deutschland  Deutschland
6. Polen 1944  Polen
7. Osterreich  Österreich
8. Schweiz  Schweiz
9. Frankreich  Frankreich
Belgien  Belgien
Finnland  Finnland
Italien  Italien

MedaillengewinnerBearbeiten

      4
Indien  Indien Niederlande  Niederlande Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Pakistan  Pakistan
Leslie Claudius
Meldric Daluz
Keshav Datt
Chinadori Deshmutu
Ranganathan Francis
Raghbir Lal
Govind Perumal
Muniswamy Rajgopal
Balbir Singh
Dharam Singh
Grahanandan Singh
Kunwar Singh
Randhir Singh Gentle
Udham Singh
Jules Ancion
André Boerstra
Harry Derckx
Han Drijver
Dick Esser
Roepie Kruize
Dick Loggere
Lau Mulder
Eddy Tiel
Wim van Heel
Leonard Wery
Denys Carnill
John Cockett
John Conroy
Graham Dadds
Derek Day
Dennis Eagan
Robin Fletcher
Roger Midgley
Richard Norris
Neil Nugent
Anthony Nunn
Anthony John Robinson
John Paskin Taylor
Manzoor Hussain Atif
Jack Britto
Abdul Hamid
Mahmoodul Hassan
Asghar Ali Khan
Muhammad Niaz Khan
Habib Ali Kiddie
Malik Aziz
Abdul Latif Mir
Habibur Rehman
Latif-ur-Rehman
Abdul Waheed

Teams Deutschland, Österreich, SchweizBearbeiten

Deutschland  Deutschland Osterreich  Österreich Schweiz  Schweiz
Günther Brennecke
Hugo Budinger
Hugo Dollheiser
Hans-Jürgen Dollheiser
Wilfried Grube
Friedrich Hidding
Alfred Lücker
Carl-Ludwig Peters
Werner Rosenbaum
Heinz Schmitz
Heinz Schütz
Rolf Stoltenberg
Wilhelm Suhren
Heino Thielemann
Günther Ullerich
Kurt Dvorak
Karl Holzapfel
Walter Kaitna
Alfred Knoll
Hermann Knoll
Johann Koller
Josef Matz
Josef Pecanka
Robert Pecanka
Ernst Schala
Josef Schimmer
Franz Strachota
Jean-Pierre Bolomey
Kurt Goldschmid
Hans Grüner
Rudolf Keller
Fridolin Kurmann
Kurt Müller
Gilbert Recordon
Jean-Pierre Roche
Fritz Stuhlinger
Hugo Vonlanthen
Roger Zanetti

QuellenBearbeiten

  1. a b Offizieller IOC Report 1952 (PDF; 31,1 MB) S. 690 ff.
  2. Datei:Ergebnisse-hockeyturnier-os-1952.jpg.