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SchweizSchweiz  Olivier Anken Eishockeyspieler
Geburtsdatum 10. Februar 1957
Geburtsort Morges, Schweiz
Grösse 167 cm
Position Torwart
Nummer #30
Fanghand Links
Karrierestationen
bis 1976 Forward Morges HC
1976–1994 EHC Biel

Olivier Anken (* 10. Februar 1957 in Morges) ist ein ehemaliger Schweizer Eishockeytorwart, welcher seine gesamte Profikarriere in der Schweizer Nationalliga A beim EHC Biel verbrachte.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Olivier Anken begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt in der Jugend des Forward Morges HC, für den er bereits als 14-Jähriger[1] zwischen den Pfosten stand und bis 1976 aktiv war. Anschliessend wechselte der Torwart zunächst testweise vor Absolvierung der Rekrutenschule[2] zum EHC Biel, für dessen Profimannschaft er in den folgenden 18 Jahren ausschliesslich spielte. Mit Biel wurde der Olympiateilnehmer von 1988 drei Mal Meister (1977/78, 1980/81 und 1982/83).

In der Saison 1981/82 befand sich der EHC Biel mit Anken im Tor eine Begegnung vor Beendigung der Hauptrunde in der Abstiegszone und traf im Entscheidungsspiel auf den SC Bern.[1] Nachdem Berns Angreifer Bruno Wittwer im letzten Drittel bei einer sogenannten „Breakaway“-Situation regelwidrig von Biels Verteidiger Daniel Dubuis gestoppt worden war, verhängte Schiedsrichter René Fasel einen Penalty für den SC Bern.[1] Anken parierte jedoch Wittwers Schuss und daraufhin schoss Serge Martel die Bieler innert Kürze zum 3:2-Sieg über den SC Bern und dem Ligaerhalt.[1] Insgesamt bestritt Anken für den Erstligisten 627 Spiele in der höchsten Schweizer Spielklasse.[2] Seine aktive Laufbahn beendete Anken im Anschluss an die Saison 1993/94.

Ungeachtet seiner für einen Torwart aussergewöhnlich geringen Körpergrösse, sodass Anken für seine Position nicht die idealen physischen Voraussetzungen mitbrachte,[1] war es bis dato keinem Schlussmann gelungen über einen solch langen Zeitraum eine leistungsfähige und dominante Rolle in der höchsten Schweizer Liga einzunehmen.[1] Um seine Reaktionsfähigkeit zu steigern, erlernte er das Squashspielen.[3] Anken praktizierte während seiner Laufbahn vorwiegend sowohl den Butterfly- als auch den Stand-Up-Stil.[3] Im Gegensatz zu zahlreichen Akteuren auf der Torwartposition galt Anken keineswegs als eigenwillig.[4] Auf und neben dem Eis war er stets eine ruhige und zurückhaltende Persönlichkeit, dessen Leistungen auf dem Eis zeitweilig unterschätzt wurden.[4]

Nach seinem Karriereende votieren ihn die Stimmberechtigten der Berner-Jura-Gemeinde Péry in den Gemeinderat, doch der gebürtige Waadtländer weigerte sich das Amt zu übernehmen.[3]

Mit der Eröffnung der neuen Tissot Arena in Biel, wurde Ankens Trikot – zur Würdigung seiner Verdienste für den EHC Biel – unter das Stadiondach gehängt. Damit wird seine damalige Spielernummer 30 nicht mehr vergeben.[5]

InternationalBearbeiten

Für die Schweiz nahm Anken an den B-Weltmeisterschaften 1981, 1985 und 1990 sowie der A-Weltmeisterschaft 1987 teil. Des Weiteren stand er im Aufgebot der Schweiz bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary. Insgesamt stand der Torhüter, der in der Nationalmannschaft zunächst oft in der Funktion des Backup-Torwarts agierte[2], in 153 Länderspielen für die Eidgenossen zwischen den Pfosten.[4]

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Werner Schweizer, Klaus Zaugg: Torrianis Erben. Schwanden Verlag, Kilchberg 1993, ISBN 3-9520363-1-5, S. 30.
  2. a b c Werner Schweizer, Jürg Vogel: Torrianis Erben II. Schwanden Verlag, Kilchberg 2011, ISBN 978-3-03303124-1, S. 167.
  3. a b c Werner Schweizer, Jürg Vogel: Torrianis Erben II. Schwanden Verlag, Kilchberg 2011, ISBN 978-3-03303124-1, S. 168.
  4. a b c Werner Schweizer, Klaus Zaugg: Torrianis Erben. Schwanden Verlag, Kilchberg 1993, ISBN 3-9520363-1-5, S. 31.
  5. Sein Trikot hängt nun unter dem Stadiondach: EHC Biel ehrt seine Torhüterlegende Olivier Anken. Abgerufen am 4. März 2017.