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Oldendorfer Hünensteine

Großsteingrab in Deutschland

Die Oldendorfer Hünensteine sind ein stark gestörtes neolithisches Großsteingrab vom Ganggrabtyp mit der Sprockhoff-Nr. 968. Es entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Megalithanlagen der Trichterbecherkultur (TBK). Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie jungsteinzeitlicher Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung[1].

Oldendorfer Hünensteine
Oldendorfer Hünensteine

Oldendorfer Hünensteine

Oldendorfer Hünensteine (Niedersachsen)
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Koordinaten 52° 47′ 6,3″ N, 7° 49′ 57,3″ OKoordinaten: 52° 47′ 6,3″ N, 7° 49′ 57,3″ O
Ort Lastrup, Niedersachsen, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.
Sprockhoff-Nr. 968

Die Hünensteine liegen auf einer Waldlichtung zwischen einem Parkplatz an der B 213 und der Straße Hünensteine, westlich vom Lastruper Ortsteil Oldendorf, südwestlich von Lastrup, im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen.

Es handelt sich um die Reste einer 10,7 × 2,2 Meter messenden Emsländischen Kammer mit ovaler Einfassung, von der noch zehn Steine erhalten sind. Von der Kammer sind 21 Steine erhalten. Der leicht unsymmetrische Hügel ist noch knapp zwei Meter hoch, 30 Meter lang und zehn Meter breit.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Anette Bußmann: Steinzeitzeugen. Reisen zur Urgeschichte Nordwestdeutschlands. Isensee Verlag, Oldenburg 2009, ISBN 978-3-89995-619-1, S. 79–80.
  • Heinz Knöll: Die nordwestdeutsche Tiefstichkeramik und ihre Stellung im nord- und mitteleuropäischen Neolithikum (= Veröffentlichungen der Altertumskommission im Provinzialinstitut für Westfälische Landes- und Volkskunde. 3, ZDB-ID 565975-9). Aschendorff, Münster 1959.
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschland. Teil 3: Niedersachsen – Westfalen. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1975, ISBN 3-7749-1326-9, S. 141.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. J. Müller In: Varia neolithica VI 2009 S. 15