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Olaf Lies

Deutscher Politiker (SPD), MdL
Olaf Lies (2012)

Olaf Lies (* 8. Mai 1967 in Wilhelmshaven) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von Februar 2013 bis November 2017 Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und ist seit November 2017 Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Von Mai 2010 bis Januar 2012 war er Vorsitzender der SPD Niedersachsen und seit Januar 2012 ist er deren stellvertretender Vorsitzender.

BiografieBearbeiten

Olaf Lies besuchte zunächst die Grundschule, Orientierungsstufe und Realschule in Sande. Nach einer Ausbildung zum Funkelektroniker beim Marinearsenal Wilhelmshaven leistete er seinen Grundwehrdienst bei der Marine ab. Nach Besuch der Fachoberschule studierte er Elektrotechnik an der Fachhochschule Wilhelmshaven. Er schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Ab 1995 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Wilhelmshaven und seit 1996 Personalratsmitglied sowie später auch Personalratsvorsitzender.

Olaf Lies ist verheiratet und hat zwei Kinder.

PolitikBearbeiten

Olaf Lies ist seit Januar 2002 Mitglied der SPD. Im Februar 2002 wurde er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Sande sowie Mitglied im Sander Gemeinderat. Im Mai 2003 wurde er stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Friesland und im Mai 2005 Unterbezirksvorsitzender. Im September 2005 folgte die Mitgliedschaft im SPD-Bezirksvorstand Weser-Ems. Seit November 2006 ist er Mitglied im Kreistag des Landkreises Friesland sowie stellvertretender Landrat.

Bei den Landtagswahlen 2008, 2013 und 2017 zog er jeweils als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Friesland in den Niedersächsischen Landtag ein. Im Landtag war er von 2010 bis 2013 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und hafenpolitischer Sprecher.

Am 29. Mai 2010 wurde er vom Landesparteitag der SPD Niedersachsen in Stade mit 91,1 Prozent zum neuen Landesvorsitzenden und Nachfolger von Garrelt Duin gewählt.[1] Am 16. September 2011 gab Olaf Lies bekannt, sich um die Spitzenkandidatur der SPD Niedersachsen bei der Landtagswahl 2013 zu bewerben. Der Kandidat wurde am 27. November 2011 in einem Mitgliederentscheid bestimmt, bei dem neben Lies auch Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil kandidierte.[2] Lies unterlag allerdings seinem Herausforderer mit 46,1 Prozent zu 53,3 Prozent der gültigen Stimmen.[3] Nach dem Mitgliederentscheid stellte Lies seinen Posten als Vorsitzender zur Verfügung. Am 20. Januar 2012 wurde Weil auf einem außerordentlichen Parteitag in Oldenburg zum neuen Landesvorsitzenden der niedersächsischen SPD gewählt. Lies wurde mit 87,3 Prozent der Stimmen und ausdrücklicher Unterstützung von Weil zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.[4]

Am 19. Februar 2013 wurde Lies als Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in das Kabinett Weil I berufen.[5] Aufgrund seiner Tätigkeit als Wirtschaftsminister wurde er ab 19. Februar 2013 auch Mitglied des Aufsichtsrates der Volkswagen AG.[6] Am 16. November 2017 wurde er als Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in das Kabinett Weil II berufen, weil das Wirtschaftsressort an den neuen Koalitionspartner CDU überging.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Olaf Lies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Olaf Lies zum neuen SPD-Vorsitzenden in Niedersachsen gewählt. In: spdnds.de. 29. Mai 2010, archiviert vom Original am 28. Mai 2016; abgerufen am 5. August 2019.
  2. „Ich will Ministerpräsident werden!“ In: ndr.de. 18. September 2011, archiviert vom Original am 3. Dezember 2016; abgerufen am 5. Mai 2019.
  3. Stephan Weil zum SPD-Spitzenkandidaten gewählt. In: spdns.de. 27. November 2011, archiviert vom Original am 1. Juli 2016; abgerufen am 5. August 2019.
  4. Julia Spurzem: Nachfolger von Olaf Lies: Weil neuer Vorsitzender der SPD Niedersachsen. In: Welt Online. 20. Januar 2012, abgerufen am 21. Januar 2012.
  5. Umweltminister Olaf Lies. Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, 24. Oktober 2018, abgerufen am 5. August 2019.
  6. Organe: Aufsichtsrat. In: volkswagenag.com. Archiviert vom Original am 30. April 2016; abgerufen am 5. August 2019.