Okta Inc.

Unternehmen für Identitäts- und Zugriffsmanagement

Okta, Inc. ist ein börsennotiertes Unternehmen für Identitäts- und Zugriffsmanagement mit Sitz in San Francisco. Es bietet Cloud-Software an, die Unternehmen dabei hilft, die Benutzerauthentifizierung in Anwendungen zu verwalten und abzusichern, und die es Entwicklern ermöglicht, Identitätskontrollen in Anwendungen, Website-Webdienste und Geräte zu integrieren. Okta vertreibt sechs Dienste, darunter einen Single-Sign-On-Dienst, mit dem sich Benutzer über einen zentralen Prozess bei einer Vielzahl von Systemen anmelden können. Es bietet auch API-Authentifizierungsdienste an.[2]

Okta, Inc.

Rechtsform Inc.
ISIN US6792951054
Gründung 2009
Sitz San Francisco, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Todd McKinnon (CEO)
Mitarbeiterzahl 2.379 (2020)
Umsatz 1.300 Mio. US-Dollar (2022)[1]
Branche Software, Cloud Computing
Website www.okta.com/de

Die Dienste von Okta basieren auf der Amazon-Web-Services-Cloud.[3] Im Januar 2019 gab der CEO von Okta bekannt, dass das Unternehmen über 100 Millionen registrierte Benutzer hat.[4] Die Kunden von Okta bestehen hauptsächlich aus anderen Unternehmen (B2B) und Behörden wie dem Justizministerium der Vereinigten Staaten.[5]

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 2009 wurde Okta vom heutigen Okta-CEO Todd McKinnon gegründet, der zuvor als Senior Vice President of Engineering bei Salesforce tätig war und verschiedene Positionen bei PeopleSoft innehatte. Der andere Mitgründer war Okta-COO Frederic Kerrest, der ebenfalls zuvor bei Salesforce tätig war. Das Unternehmen hieß ursprünglich Saasure Inc. und wurde 2010 in Okta umbenannt.

Im Jahr 2015 erhielt das Unternehmen 75 Millionen US-Dollar Risikokapital von Andreessen Horowitz, Greylock Partners und Sequoia Capital, bei einer anfänglichen Gesamtbewertung von 1,2 Milliarden US-Dollar.[6] Okta hatte zuvor 150 Millionen US-Dollar aus früheren Finanzierungsrunden erhalten. Der Börsengang erfolgte 2017.[7] Anfang 2021 lag die Marktkapitalisierung bei knapp 35 Milliarden US-Dollar. Okta hatte bis dahin noch keinen Jahresüberschuss erreicht.[8]

Am 3. März 2021 gab Okta die Übernahme des Mitbewerbers Auth0 für 6,5 Milliarden US-Dollar bekannt.[9] Das argentinische Start-up Auth0 soll als eigenständige Geschäftseinheit bestehen bleiben, aber seine Produkte im Laufe der Zeit integriert werden.[10]

KennzahlenBearbeiten

Geschäfts- und Mitarbeiterentwicklung (jeweiliges Geschäftsjahr)[8]
GJ Umsatz
in Mio. US-$
Jahresüberschuss
in Mio. US-$
Bilanzsumme
in Mio. US-$
2015 41 −59 0
2016 86 −76 150
2017 161 −75 131
2018 257 −110 399
2019 399 −125 984
2020 586 −209 1.955
2021 835 −266 3.299
2022 1.300 −848 9.206

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Umsatzentwicklung
  2. Okta Wants To Go Big And Go It Alone in Enterprise Software. Abgerufen am 4. Februar 2021 (englisch).
  3. This Enterprise Software Unicorn Just Filed to Go Public. Abgerufen am 4. Februar 2021 (englisch).
  4. Lizzy Gurdus: Okta now has over 100 million registered users, says CEO. 24. Januar 2019, abgerufen am 4. Februar 2021 (englisch).
  5. How Okta is Modernizing Critical Government Identity Infrastructure | Okta. Abgerufen am 4. Februar 2021.
  6. Shira Ovide: Okta Raises $75 Million, Boosting Valuation to Nearly $1.2 Billion. In: Wall Street Journal. 8. September 2015, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 4. Februar 2021]).
  7. Anita Balakrishnan: Okta skyrockets more than 38% after IPO. 7. April 2017, abgerufen am 4. Februar 2021 (englisch).
  8. a b Okta - Stock Price History | OKTA. Abgerufen am 4. Februar 2021.
  9. Okta Signs Definitive Agreement to Acquire Auth0 to Provide Customer Identity for the Internet. In: okta.com. 3. März 2021, abgerufen am 7. März 2021.
  10. Jonas Volkert: Identitätsübernahme: Okta kauft Startup Auth0 für 6,5 Milliarden US-Dollar. In: Heise online. 5. März 2021. Abgerufen am 7. März 2021.