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Okavango
Cubango, Okawango, Kavango
Das Okavangodelta

Das Okavangodelta

Daten
Lage Südliches Afrika:
AngolaAngola Angola
BotswanaBotswana Botswana
NamibiaNamibia Namibia
Flusssystem Okavango
Quellgebiet Hochland von Bié in Angola
12° 42′ 41″ S, 16° 3′ 50″ O
Quellhöhe 1850 m[1]
Mündung Okavangodelta (endorheisches Becken)Koordinaten: 18° 50′ 41″ S, 16° 3′ 50″ O
18° 50′ 41″ S, 16° 3′ 50″ O
Mündungshöhe 940 m[1] (am Auslass des Deltas)
Höhenunterschied 910 m
Sohlgefälle 0,49 ‰
Länge 1860 km[1] (Inklusive Delta bis Maun)
Einzugsgebiet 413.550 km²[2]
Abfluss am Pegel Mukwe[3]
AEo: 165.000 km²
Lage: 50 km oberhalb der Mündung
MNQ
MQ
Mq
MHQ
133 m³/s
304 m³/s
1,8 l/(s km²)
701 m³/s
Linke Nebenflüsse Cuito
Karte des Okavango-Einzugsgebiets

Karte des Okavango-Einzugsgebiets

Zusammenfluss von Cuito (von oben) und
Okavango (von links nach rechts) Welt-Icon

Der Okavango, auch Okawango, Cubango oder Kavango genannt, ist ein zirka 1700 Kilometer langer Fluss im südlichen Afrika.

FlusslaufBearbeiten

Der Fluss entspringt als Cubango (auch Kubango genannt) im Zentrum von Angola auf dem Hochland von Bié und fließt von dort aus nicht zum Ozean, sondern in das abflusslose, wüstenhafte Landesinnere von Botswana.

Dabei durchfließt er das Hochland in Richtung Süden zur Grenze von Namibia. Von dort an wird er in seinem Mittellauf Okavango genannt und bildet für etwa 400 Kilometer die Grenze zwischen Angola und Namibia. Rundu, die Hauptstadt der Region Kavango-Ost, liegt am Südufer des Flusses.

Er durchquert den langgestreckten, schmalen Caprivizipfel von Namibia. Kurz nach Andara bildet er mit seinen Stromschnellen die Popafälle. Unmittelbar bei Andara gibt er einen Teil seines Wassers in einen Kanal für ein Turbinen-Wasserkraftwerk ab, das in den 1980er-Jahren in einem Projekt der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe zur Versorgung eines Hospitals erbaut worden ist. Dann erreicht er das nordwestliche Botswana. Dort versickert das Wasser des Flusses in den Sümpfen des (oberirdisch) abflusslosen Okavangobeckens in einem 15.000 km² großen und sumpfigen Binnendelta (Okavangodelta), das im Nordosten der Kalahari liegt; die Größe des Deltas schwillt während der Regenzeit auf bis 20.000 km² an. Darin liegt auch das Moremi-Wildreservat (Moremi Wildlife Reserve). In seinem Mittellauf wird der Okavango von Krokodilen und Flusspferden bewohnt. Das Delta ist für seinen großen Artenreichtum bekannt.

Der längste Nebenfluss ist mit rund 920 Kilometern der Cuito.

WassermengeBearbeiten

Aufgrund der regenarmen Witterung im Winter erreicht das Wasser des Kubango-Okavangos und seiner Zuflüsse sein Binnendelta in der Regel erst mit mehrmonatiger Verspätung, nämlich erst dann, wenn es von den Hochwasserschüben der Regenzeit wellenartig nach Süden getrieben wird. Daher kommt es vor, dass der Okavango in seinem Mittel- und Unterlauf nur noch als Bach, als spärliches Rinnsal dahinfließt oder – abgesehen von den in seinen Flussmulden zurückgebliebenen Seen – völlig trocken fällt. Wenn die Regenzeit einsetzt, entwickelt sich der Okavango zu einem reißenden Strom, der sein sumpfiges Delta mit reichlich Wasser versorgt. Im Jahresdurchschnitt liefert er etwa 10 Milliarden m³ Wasser in sein abflussloses Binnendelta.

Die Abflussmenge wurde kurz bevor Der Fluss in das Delta übergeht in m³/s gemessen.[3]

 

FlusslängeBearbeiten

Die Länge des Okavangos wird in Nachschlagewerken zumeist mit 1600 oder 1800 Kilometer angegeben. Beides kann als richtig betrachtet werden: Die Schwierigkeit bei der Festlegung seiner Länge ist die Tatsache, dass sich der Fluss in dem obig genannten Becken und Binnendelta einerseits in mehrere Flussarme aufteilt, die dann irgendwo in den unüberschaubaren Sümpfen enden. Andererseits hängen die Längen dieser Flussläufe stark von der Wasserzufuhr des Okavangos ab, die während der Regenzeit im Sommer wesentlich stärker ausfällt als im regenarmen Winter. Während der Regenzeit fließt sein Wasser im Regelfall über die Grenzen dieser Sumpflandschaft hinaus, wo er den Ngamisee und über den Boteti die Makgadikgadi-Salzpfannen speist.

EinzugsgebietBearbeiten

Die Angaben über das Einzugsgebiet sind höchst unterschiedlich. Dies liegt an der Bemessungsgrundlage. Das Gesamteinzugsgebiet des endorheischen Beckens beträgt 721.258 km². Die Fläche die direkt oder indirekt in den Okavango entwässert etwa 413.550 km², und der Anteil, der tatsächlich Wasser zum Abfluss bringt etwa 171.000 km² (plus 15.844 km² Delta).[2][1]

GalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Peter Johnson, Anthony Bannister, Creina Bond: Okavango: sea of land, land of water. 8. Auflage. Struik, Cape Town 1988, ISBN 0-86977-086-1.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten