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Ohligs ist heute der bevölkerungsreichste Stadtteil der nordrhein-westfälischen Großstadt Solingen.

Stadtteil Ohligs
Stadt Solingen
Wappen von Stadtteil Ohligs
Koordinaten: 51° 9′ 41″ N, 7° 0′ 42″ O
Höhe: 100 m ü. NHN
Einwohner: 19.978 (2015)
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 42697, 42699
Vorwahl: 0212
Karte
Lage von Stadtteil Ohligs in Solingen

Bis in die 1860er Jahre war die damals kleine Hofschaft Ohligs rein landwirtschaftlich geprägt und von der Bedeutung her eine von vielen Hofschaften zwischen Düsseldorf und Köln. Zu diesem Zeitpunkt (um 1860) lebten weniger als 1.000 Menschen auf dem Gebiet der Hofschaft Ohligs. Als die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft eine Bahnstrecke zwischen Haan-Gruiten und Köln-Deutz realisieren wollte, kam eine optimale Trassenführung nur über Ohligser Siedlungsgebiet infrage. Als Bahnhofsstandort wählte man eine ungenutzte Brachfläche der Hofschaft Ohligs.

Am 25. September 1867 wurde der damals neue Bahnhof unter dem Namen Bahnhof Ohligs-Wald offiziell in Betrieb genommen. Der Bahnhofsneubau an der gut frequentierten Strecke und der damit einhergehende Einsatz von auswärtigen Arbeitskräften, verursachte einen enormen Wirtschaftsboom in Ohligs.[1][2]

Konjunkturell entwickelte sich die Hofschaft Ohligs ab den 1870er Jahren so stark, dass die damaligen Kommunalpolitiker beschlossen, die benachbarte Stadt Merscheid in Ohligs umzubenennen. Die Umbenennung erfolgte am 11. August 1891. Ohligs entwickelte sich zu einer finanzstarken Mittelstadt im Landkreis Solingen. Nur durch politischen Beschluss und gegen den Willen der Ohligser Bürgerschaft wurde die ehemals eigenständige Stadt Ohligs mit den Städten Gräfrath, Höhscheid, Wald und Solingen zur völlig neuen Großstadt Solingen zusammengeschlossen. Der Zusammenschluss erfolgte am 1. August 1929.[3]

Solingen Hauptbahnhof im Stadtteil Ohligs (hier der Haupteingang auf der Vorderseite)
Ohligs-Mitte (hier die Düsseldorfer Straße)
Ohligser Naherholungsgebiet (hier der Stiehlsteich)
Ohligser Hofschaft Maubes
Ohligser Hofschaft Scharrenberg

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Ohligs ist Teil der Mittelbergischen Hochflächen. Die Gesteine bestehen hauptsächlich aus Devonischen Schiefer, Grauwacken und Sandsteine. Nach Westen fällt der Stadtteil mit deutlicher Neigung zur Bergischen Heideterrasse ab. Ohligs liegt auf ca. 100 Meter über Normalhöhennull.[4] Der Stadtteil ist relativ flach und im Naherholungsgebiet Ohligser Heide befindet sich Solingens tiefster Punkt. Er beträgt nur 53 Meter über dem Meeresspiegel. Flächenmäßig hat der Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid eine Größe von 21,86 km².[5]

StadtteilbeschreibungBearbeiten

Ohligs-MitteBearbeiten

Der Hauptbahnhof und die direkt angrenzende Düsseldorfer Straße bilden heute gemeinsam das urbane Zentrum von Ohligs. Die Achse zwischen Bahnhof und Marktplatz ist heute Mittelpunkt des Gemeindelebens in Ohligs. Als reine Fußgängerzone hat die ca. 1 km lange Düsseldorfer Straße heute eine fast geschlossene Wohnbebauung mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften. Typisch sind vor allem die dreistöckigen Wohnhäuser aus der Zeit zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Ersten Weltkrieg 1914. Auch viele denkmalgeschützte Fabrikantenvillen aus dieser Zeit befinden sich in Ohligs-Mitte, insbesondere entlang der Wilhelmstraße.[6] An vielen Stellen konnte Ohligs sein kleinstädtisches Flair mangels Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und trotz diverser Abbrüche in der Nachkriegszeit bewahren. Ein Großteil von Ohligs gilt heute mit seiner Architektur als idealtypisch für eine deutsche Kleinstadt im Stil der Gründerzeit (1871–1914).

Das heute zu Ohligs gehörende Gebiet erstreckt sich beiderseits der Bahnstrecke (Streckennummer 2730) zwischen Haan-Gruiten und Köln-Deutz, die den Stadtteil in zwei Teile teilt. Dem westlichen Teil gab der Volksmund den Namen Unterland, der östliche heißt Oberland. Das Unterland verläuft westlich des Hauptbahnhofes bis hin zur Ohligser Heide und der Stadt Hilden. Diverse Wohngebiete kennzeichnen das Unterland, dessen Ursprünge in der Gründerzeit um 1870 liegen, sie wurden in den Nachkriegsjahren ab 1945 umfassend erweitert. Das Oberland ist der östliche Teil von Ohligs und verläuft vom Hauptbahnhof bis hin zur Bebelallee. Die Bebelalle bildet heute die Stadtteilgrenze zu den Solinger Stadtteilen Wald und Merscheid. Im Oberland entsteht bis zum Jahr 2030 ein völlig neues Wohnquartier, welches den Namen Hansa-Quartier bekommen soll. Das Hansa-Quartier wird entlang der Hansastraße entstehen und zukünftig die Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes prägen.[7]

Solinger Hauptbahnhof im Stadtteil OhligsBearbeiten

 
Solingen Hauptbahnhof (hier Bahngleis 3)

In Ohligs befindet sich der größte und wichtigste Bahnhof Solingens: der Solinger Hauptbahnhof. Von Ohligs aus ist der Kölner Hauptbahnhof in ca. 40 Minuten, der Düsseldorfer Hauptbahnhof in ca. 30 Minuten und der Wuppertaler Hauptbahnhof in ca. 20 Minuten zu erreichen. Der Solinger Hauptbahnhof ist an Intercity-Express- und Intercity-Verbindungen angeschlossen, sowie mit den wichtigsten Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien verbunden. Zu erreichen ist der Solinger Hauptbahnhof auf der Vorderseite über dem Bremsheyplatz oder über eine Unterführung, auf der Rückseite des Bahnhofs von der Steinstraße aus. Der Hauptbahnhof der täglich von über 10.000 Fahrgästen genutzt wird, ist damit der meist frequentierte Verkehrsknotenpunkt in Solingen.

Auf der Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes wird bis Sommer 2021 ein 6.000 m2 großes Hotel für den Stadtteil Ohligs entstehen. Das neue Hotel, welches über 150 Zimmer haben soll, wird im mittleren Preissegment als Drei-Sterne-Hotel betrieben. Das Ohligser Hotelprojekt ist mit einer Investition von rund 20.000.0000 € veranschlagt. Hinzu kommt die Summe für die Umgestaltung des Vorplatzes durch die Stadt Solingen. Der Hotelbetreiber, eine international bekannte Kette, steht schon fest. Im Erdgeschoss ist eine 400 m2 große Gastronomie mit Außenplätzen vorgesehen, die man auch als nicht Hotelgast nutzen kann. Der Neubau verläuft in V-Form von der unteren Steinstraße / Ecke Sauerbreystraße und umfasst somit die Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes. Das Hotel soll über fünf Stockwerke und 54 Pkw-Stellplätze verfügen. Gebaut wird das Drei-Sterne-Hotel von der Projektentwicklungsgesellschaft Hotel Solingen GmbH. Die Besonderheit: Durch den Hotelneubau wird ein direkter Zugang zum Solinger Hauptbahnhof möglich sein. Das Hotel richtet sich vor allem an Messegäste die aus Köln und Düsseldorf kommen.[8][9][10][11][12]

„Wir sind bis heute wie damals stolz, Ohligser zu sein. Wir sind das Tor zur Stadt, auch durch den Hauptbahnhof.“

Marc Westkämper, Bezirksbürgermeister von Ohligs

Ohligser Heide, Hackhauser Wald und IttertalBearbeiten

 
Heidelandschaft (hier die Ohligser Heide)
 
Hackhauser Wald (hier das Schloss Hackhausen)

Die Ohligser Heide war bis Mitte des 20. Jahrhunderts hinein mehrheitlich ein von Heide bedecktes Gebiet. Im Zuge von Wiederaufforstung zwischen 1877 und 1914 ist sie heute zu großen Teilen bewaldet. Hier hat sich ein Mischwald in der ehemaligen Heide angesiedelt.

Die Ohligser Heide soll in Zukunft eine reine Heidefläche werden. In mehreren Schritten wandeln Biologen, Landschaftsbauer und Forstwirte den Mischwald der Ohligser Heide in Heideflächen um. Die Heide ist wegen der dort vorkommenden Arten und Biotope ein Naturschutzgebiet von besonderer Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 ist man darum bemüht, durch Heiderenaturierung den ursprünglichen Charakter der Naturlandschaft wiederherzustellen.[13] Aktuell wird die 1,47 km² große Landschaft gepflegt – unter anderem durch Beweidung mit Schafen und der Entnahme ortsfremder Pflanzenarten sowie das Anlegen kleiner Gewässer. Die Wiederherstellung der Ohligser Heide wird zu 100 % von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie ist Teil des Projekts „Atlantische Sandlandschaften“.[14] Die Heide ist durch zahlreiche Radwanderwege erschlossen. Inmitten der Heide befindet sich das Freibad Heide, der Spielplatz Engelsberger Hof, der Solinger Vogel- und Tierpark und das in den 1970er erbaute ehemalige Verwaltungsgebäude der Solvay GmbH. Das Hochhaus wird heute von der Solinger Stadtverwaltung genutzt.

Die Siedlung Hackhausen, die dem Waldgebiet Hackhauser Wald den Namen gab, wird heute durch die Landesstraße 228 (Bonner Straße) geteilt. Östlich der Straße liegt in einer Kurve das Wasserschloss Hackhausen, dessen Wurzeln als Adelssitz bis in das Mittelalter zurückreichen. Rund um die bewaldete Ortslage Hackhausen finden sich zudem drei repräsentative Herrenhäuser der ehemaligen Industriellenfamilie Berg aus der Zeit zwischen 1890 und 1950, darunter die denkmalgeschützte Villa Berg und der Waldhof Hackhausen.[15]

 
Schloss Caspersbroich im Ohligser Ittertal

Östlich des Bahndamms, im Tal der Itter liegt das aus dem Mittelalter stammende Schloss Caspersbroich. Hauptdurchgangsstraße auf dem Höhenrücken ist die Weyerstraße, die Ohligs mit dem Stadtteil Wald verbindet. An der Straße befindet sich das Industriegebiet Monhofer Feld mit den Industrieunternehmen Accuride (ehemals Kronprinz) und Borbet. Der Stiehlsteich, ein ehemals von der Firma Accuride angelegter Stauteich, befindet sich westlich des Firmengeländes und ist heute als Naherholungsgebiet sehr beliebt. Südlich der Weyerstraße befindet sich um die Deusberger Straße eine zum Teil stark in das Lochbachtal abfallende Wohnsiedlung, die ab 1895 entstanden war und in der Nachkriegszeit erweitert wurde.

WohnquartiereBearbeiten

 
Ohligser Hofschaft Engelsberg

Innerhalb von Ohligs gibt es viele Wohnquartiere. Einige davon sind typische Bergische Hofschaften, deren Grenzen aber nicht genau festgelegt sind. Die folgende Auflistung beinhaltet die größten Ohligser Wohnquartiere:

  • Bahnhofsviertel, Brabant, Broßhaus, Buschfeld, Caspersbroich, Deusberg, Engelsberg, Engelsberger Hof, Hackhausen, Hansa-Quartier, Keusenhof, Kovelenberg, Mankhaus, Maubes, Monhofer Feld, Olbo-Park, O-Quartier[16], Poschheide, Scharrenberg, Schnittert, Suppenheide, Siedlung am Hermann-Löns-Weg[17], Wilzhaus, Verlach

Nachbarstadtteile und -städteBearbeiten

Im Norden grenzt die Stadt Haan; im Südwesten ist es die Stadt Langenfeld und im Süden ist es der Solinger Stadtteil Aufderhöhe der direkt an Ohligs angrenzt. Im Osten sind es die Solinger Stadtteile Wald, Merscheid und Höhscheid die angrenzen. Zum Solinger Stadtzentrum nach Solingen-Mitte beträgt die Entfernung ca. 9 Kilometer.

Hilden Haan Wald
Hilden   Merscheid
Langenfeld Aufderhöhe Höhscheid

Unmittelbar angrenzende Zwillingsstadt von Ohligs ist im Nordwesten die Stadt Hilden (ca. 57.000 Einwohner), die fließend mit Ohligs verbunden ist. Die Stadt Hilden ist mit Ohligs inzwischen zu einem gemeinsamen Stadtraum zusammengewachsen. Durch die unterschiedliche Benennung der Landesstraße 85, die auf Hildener Stadtseite Walder Straße und in Ohligs Hildener Straße heißt, ist eine Stadtgrenze zwar offiziell vorhanden, aber heute praktisch nicht mehr erkennbar.

Geschichte der Region OhligsBearbeiten

Anfänge bis Französische Besatzung (um 1630–1808)Bearbeiten

 
Karte von Erich Philipp Ploennies: Einzelhöfe (um 1715) im damaligen Großraum Solingen

Das heute zu Ohligs gehörende Gebiet war aufgrund seiner dichten Wälder und des unwegsamen Geländes, vermutlich bis in das 17. Jahrhundert überwiegend unbesiedelt. Wie in der gesamten Region des Bergischen Landes war zunächst die sogenannte Einzelhofbesiedlung mit sehr wenigen Bewohnern üblich. Die Ohligser Urbevölkerung hat sich, in der Regel auf Brachflächen oder an Flussläufen, weilerartig angesiedelt. Die ersten Siedler, mehrheitlich einfache Landwirte und Handwerker, haben sich zu 100 % selbstversorgt.[18] Der ursprüngliche Kernort Ohligs ist wahrscheinlich im frühen 17. Jahrhundert um den ehemaligen Olligs-Hof als Rodungssiedlung entstanden. Der Olligs-Hof, der heute nicht mehr existiert, stand an der unteren Düsseldorfer Straße (heute Café Italia 90) und hatte an der Abzweigung zum Heiligenstock diverse Stallungen und Scheunen in Form von wenigen landwirtschaftlichen Nebengebäuden. Einige Historiker gehen davon aus, dass der Name Ohligs auf diese alte Hofbezeichnung Olligs-Hof zurückgeht. Ein kurzes Straßenstück zwischen Eller und Bonner Straße trägt heute den Namen Im Ohligs und erinnert an diese alte Hofbezeichnung.[4]:1f.

Neben der Hofschaft Ohligs existierten zahlreiche weitere, wie etwa Schnittert, Barl, Hüttenhaus oder Maubes, deren Jahrhunderte alte Fachwerkhäuser heute einen Spiegel jener Zeit darstellen. Noch um 1715 hatte sich im Raum Ohligs kein Siedlungskern herausgebildet. Die Karte von Erich Philipp Ploennies weist lediglich diverse Einzelhöfe sowie vereinzelte Schleifkotten aus, die hauptsächlich an den Ufern von Vieh-, Loch- und Itterbach lagen. Die Geschichte der Hackhauser Mühle lässt sich bis in das Jahr 1639 zurückverfolgen. Erst 1715 genannt werden die Broßhauser Mühle und die Scharrenberger Mühle am Viehbach.[4]:11 Von den insgesamt 41 Hofschaften, die dem Deutzer Fronhof im Jahre 1788 den Feld- und Sackzehnt ablieferten, lagen 19 auf dem Gebiet der späteren Bürgermeisterei Merscheid/Ohligs.[4]:2f. Dies waren (heutige Schreibweise): Poschheide, Engelsberg, Untenmankhaus, Scharrenberg, Wahnenkamp, Suppenheide, Kullen, Rennpatt, Hüttenhaus, Bockstiege, Piepers, Ohligs, Scheidt, Potzhof, Brabant, Diepenbruch, Broßhaus, Kottendorf und Kuckesberg. Den Fruchtzehnt hatten die Höfe Garzenhaus, Heipertz und Monhof abzuliefern. Neben diesen Hofschaften waren seit dem Mittelalter auch das Schloss Hackhausen sowie das Schloss Caspersbroich für die Ohligser Bevölkerung von Bedeutung.[4]:3f.[4]:4

Die Hofschaft Ohligs war bis zur französischen Besatzung im Jahr 1808 dem Amt Solingen als Teil des Herzogtums Berg unterstellt.[19]

Unter Merscheider Verwaltung (1808–1891)Bearbeiten

 
Aus der Franzosenzeit (1808–1815), Gemälde von Ernst Henseler

Das Herzogtum Berg gehörte zuletzt aufgrund von Erbfällen zum Besitz des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph. Am 15. März 1806 trat er das Herzogtum Berg an den französischen Kaiser Napoleon I. im Tausch gegen das Fürstentum Ansbach ab. Unter Kaiser Napoleon wurde das Herzogtum Berg zum Großherzogtum und völlig säkularisiert. Napoleon ernannte Joachim Murat zum neuen Großherzog, der durch ein Dekret vom 13. Oktober 1807 die kommunalen Zuständigkeiten in seinem Großherzogtum neu regelte.

Der deutsche Adel verlor seine Besitztümer auf Ohligser Gebiet und im Zuge einer kommunalen Neugliederung der Gebietskörperschaft wurde 1808 unter französischer Besatzungsmacht eine Mairie gegründet, die den Namen der damals größten Hofschaft bekam: Merscheid. Das Ohligser Siedlungsgebiet stand ab 1808 unter Merscheider Verwaltung, das in Größe und Siedlungsverdichtung zu diesem Zeitpunkt noch bedeutsamer war als die benachbarte kleine Hofschaft Ohligs, die nur sehr wenige Häuser hatte. Die Mairie Merscheid entstand aus den alten fünf Honschaften des Kirchspiels Wald, namentlich Schnittert, Barl, Bavert, Limminghofen und Hackhausen. Diese fünf Honschaften gelten bis heute als Ohligser Ursprungsland.[20]

Die Franzosenzeit endete mit Napoleons militärischer Niederlage in der Schlacht bei Waterloo 1815. Insgesamt war die französische Besatzungszeit, die im damaligen Großraum Solingen nur sieben Jahre dauerte (1808–1815), von wenigen Erfolgen geprägt. Vor allem gab es in der bergischen Bevölkerung, anders als in den linksrheinischen Gebieten (Aachen, Köln, Bonn) wo die Franzosenzeit ca. zwanzig Jahre dauerte, keine wirklichen Unterstützer der frankophonen Reformpolitik. Der deutsche Landadel blieb wegen der mangelhaften Agrarpolitik kritisch, der Klerus verlor durch die Säkularisierung und Einführung der Gewaltenteilung massiv an Autorität und die Kaufmannsgilde, die eigentlich am meisten von den liberalen Wirtschaftsreformen profitieren musste, wurde durch die Napoleonischen Kriege und die damit wegbrechenden Absatzmärkte im Ausland eher geschwächt als gestärkt. Die Masse der Solinger Bevölkerung (über 90 %), speziell die einfachen Bauern und Handwerker litten am meisten unter den französischen Repressalien, insbesondere haben die Familien des Prekariats die Folgen der Zwangsrekrutierungen durch die Grande Armée zu spüren bekommen.[21]

Im Jahre 1815 wurde aus der Mairie eine preußische Bürgermeisterei. Die damals neue Bürgermeisterei Merscheid wurde Teil des Kreises Solingen innerhalb des Regierungsbezirks Düsseldorf.

Das Urkataster von 1830 zeigt für Ohligs und noch ausgeprägter für Merscheid deutliche Siedlungskernbildungen an. Zu diesem Zeitpunkt (um 1830) lebten in Merscheid ca. 3.000 Einwohner, die Hofschaft Ohligs war mit weniger als 1.000 Einwohner zu diesem Zeitpunkt eher dünn besiedelt und rein landwirtschaftlich geprägt. Die Weyerstraße, die Ohligs mit der Stadt Wald verbindet, wurde ab 1840 zum bevorzugten Wohngebiet und schnell zum Zentrum des Gemeindelebens. Dort hatten zunächst auch die Bürgermeister Merscheids ihren Amtssitz. Von 1817 bis 1848 wurden die Bürgermeistereien Wald und Merscheid zudem in Personalunion verwaltet. Auf diese Weise konnten die Kosten für das Gehalt des Bürgermeisters geteilt werden.

 
Erstes Merscheider Gemeindehaus an der Weyerstraße 75 (erbaut 1868)

Die Bürgermeisterei Merscheid bekam im Zuge der preußischen Städteordnung am 24. September 1856 die Stadtrechte verliehen.[4]:2f.

Von 1864 bis 1867 wurde eine Bahnstrecke durch das Lochbachtal in Ohligs gebaut. Für den Bau des dafür notwendigen Bahndamms mussten viele umliegende Hofschaften weichen. Als Beispiel dienen die ehemaligen Hofschaften Kullen und Kulltappen östlich des Bahndamms.[22] Auf einer unbebauten Brachfläche der Hofschaft Ohligs entstand mit dem damals neuen Bahnhof Ohligs-Wald, der am 25. September 1867 eröffnet wurde, der erste Bahnhof auf heutigem Solinger Stadtgebiet. Noch im Jahre 1867 baute man eine Stichstrecke von Ohligs nach Solingen-Mitte zum Bahnhof am Weyersberg. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz bewirkte ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum in der Hofschaft Ohligs. Die Lage westlich des Bahnhofs wurde ab den 1870er Jahren schnell zum bevorzugten Siedlungsgebiet, das sich mit Einzelhandel und Wohnbebauung immer weiter verdichtete.

Zur Anlage eines Wochenmarktes kaufte die Merscheider Stadtverwaltung im Jahre 1866 an der Aachener Straße ein Grundstück, welches heute als Ohligser Marktplatz genutzt wird.[23] Im Jahre 1868 erfolgte der Bau eines Rathauses oberhalb der Hofschaft Engelsberg. Es wurde bis 1876 vom damaligen Bürgermeister Kelders benutzt. Um 1875 wurde ein Ortsstatut erlassen, das die Aufstellung von Fluchtlinienplänen vorsah.[4]:3

Die Bahnstrecke trennte Ohligs in zwei Teile, das Oberland im Osten und das Unterland im Westen. Damit eine Querung der Strecke dennoch möglich war, errichtete die Bahn in Höhe des Bahnhofs 1878 eine Seilbrücke von 48 Meter Länge und 1,50 Meter Breite. Diese Seilbrücke war aber für die Masse an Fußgängern viel zu eng und die Aufgänge zu steil. Im Jahre 1884 wurde eine neue Brücke aus Stein errichtet, die nun 2,05 Meter breit war und im Volksmund den Namen Jammerbrücke trug, da auch sie bei der Verkehrsbelastung nicht ausreichend war. Trotz Protesten in der Bevölkerung blieb die Brücke stehen. Sie wurde später als Brücke aus Beton neu gebaut und trägt seitdem den Namen Berliner Brücke[24][25]:57f. Nach dem Bau der Korkenzieherbahn erhielt die Stadt Wald im Jahre 1890 einen eigenen Bahnhof, den damals neuen Bahnhof Wald. Der Namenszusatz Wald entfiel in Ohligs und der Bahnhof hatte von 1880 bis 1929 die offizielle Bezeichnung Bahnhof Ohligs. 1890 wurde Ohligs an das Telefonnetz angeschlossen.

Die katholische Kirchengemeinde in Ohligs hat ihren Ursprung um 1850 und zählte weniger als 100 Gemeindemitglieder. Damals gehörten die Katholiken in Ohligs noch zur Pfarrgemeinde St. Katharina in Wald. Von 1862 bis 1891 existierte auf der Hackhauser Straße auch eine katholische Kirche die man aus Platzmangel abgerissen hat. Anfang der 1890er Jahre hatte die katholische Gemeinde in Ohligs schon über 700 Mitglieder. Aus diesem Grund baute man von 1891 bis 1893, auf Ohligs höchster geographischer Erhebung, an der oberen Hackhauser Straße die heutige Pfarrkirche St. Joseph. Am 19. März 1893 hat der damalige Gemeindepfarrer Joseph Joisten die Kirche offiziell gesegnet und eingeweiht. Das katholische Gotteshaus wurde im Stil der Backsteingotik mit fünf Portalen gebaut. Die Kirche, die die Hausnummer „4“ übrigens mit dem Kölner Dom teilt, ist heute mit seinem ca. 27 Meter hohen Glockenturm das „Wahrzeichen von Ohligs“.[26][27][28]

Die katholischen Kirchengemeinden St. Joseph (Ohligs), St. Katharina (Wald), St. Mariä Empfängnis (Merscheid) und Liebfrauen (Aufderhöhe) haben sich am 1. Januar 2019 zur neuen katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian vereinigt. Mit über 16.000 Gemeindemitglieder ist St. Sebastian die größte katholische Kirchengemeinde in Solingen. Die Verwaltung und der Sitz des leitenden Pfarrers Meinrad Funke (Verantwortlicher für alle Katholiken in Solingen-West) ist auf der Hackhauser Straße 10 in Ohligs.[29]

Um 1860 gründete sich die erste evangelische Kirchengemeinde in Ohligs. Unter der Leitung des Hildener Kirchenbaumeister’s Gogarten wurde in den Jahren zwischen 1865 und 1866 die erste evangelische Kirche in Ohligs gebaut, die heutige evangelische Stadtkirche an der Wittenbergstraße. Am 15. August 1866 haben die Ohligser Lutheraner an der Wittenbergstraße ihre Kirche eingeweiht. Die evangelische Stadtkirche ist mit über 150 Jahren die älteste Kirche in Ohligs.[30][31] 1887 wurde ein evangelischer Friedhof westlich der Bonner Straße angelegt, der 1896 und 1907 erweitert wurde.[32]

Stadt Ohligs (1891–1929)Bearbeiten

 
Ohligs, mit seinen Nachbargemeinden (in den Grenzen bis 1929)

Die Bevölkerungsentwicklung und die damit entstandene Finanzkraft von Ohligs, wurde gegenüber Merscheid so stark, dass man am 11. August 1891 beschloss Merscheid in Ohligs umzubenennen. Ohligs wurde der neue Name der Kleinstadt im Landkreis Solingen.[25]:47 Im gleichen Jahr wurde an der heutigen Merscheider Straße das neue Rathaus, dass sich eindeutig nach Ohligs und dem Bahnhof hin orientierte eingeweiht und von dem damaligen Bürgermeister Paul Martin Trommershausen bezogen. Merscheid hatte zu dieser Zeit seine Bedeutung gegenüber Ohligs längst eingebüßt. Im Zuge erneuter Grenzkorrekturen zwischen Wald und Ohligs trat Ohligs 1893/1894 die Hofschaften Tiefendick und Scheuer an Wald ab. Ob im Gegenzug Ohligs die Hofschaft Krausen von Wald erhielt, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Am 3. Januar 1894 wurde die Bahnstrecke Düsseldorf–Hilden–Ohligs in Betrieb genommen, wodurch der Bahnhof in Ohligs zum Kreuzungsbahnhof wurde.[33]

Seit der Umbenennung von 1891 wurde Ohligs als Wohn- und Arbeitsort immer beliebter. Die private Bautätigkeit westlich des Bahnhofs im Unterland riss nicht ab, sie wurde jährlich größer. Dies verdeutlicht auch die Einwohnerzahl von Ohligs, die zwischen 1871 und 1910 um 22 % stieg. Der Kernbereich von Ohligs konnte eine starke Verdichtung mit Einzelhandelsgeschäften und Wohnbebauung aufweisen. Die Ohligser Innenstadt hatte schon um 1910 eine nahezu geschlossene Bebauung mit dreigeschossigen Gebäuden. In der Hochphase der Ohligser Stadtentwicklung (bis 1929), wurden folgende öffentliche Einrichtungen gebaut: 1895 entstand neben dem Ohligser Rathaus ein Amtsgericht, ein Schlachthof wurde auf der Hildener Straße eröffnet und im Jahr 1897 wurde an der Virchowstraße das erste Krankenhaus auf Ohligser Stadtgebiet eröffnet. Als große Versammlungshalle diente ab 1904 die Ohligser Festhalle an der Talstraße die es heute noch gibt.[4]:3ff.

Mit den Jahren bildete sich auch ein Stadtergänzungsgebiet, welches im Westen von der Ohligser Heide und im Osten von der Bahnlinie begrenzt wurde. Die Hofschaften in den Randbezirken (Barl, Maubes, Schnittert, Keusenhof, Wilzhaus und Kovelenberg) blieben teilweise unwegsam und waren wenig besiedelt. Insgesamt ließen Wohnen und Handel keine klare Trennung erkennen, überwiegend bildeten sich Mischgebiete.[4]:3ff. Im Jahre 1910 gab es zehn praktizierende Hausärzte in Ohligs, einen Augen- und einen Tierarzt. 1912 waren insgesamt drei Apotheken in der Stadt konzessioniert.[4]:6f. Im Jahre 1920 wurde in Ohligs eine Volkshochschule gegründet und 1923 der neue Waldfriedhof am heutigen Hermann-Löns-Weg eröffnet.

Städtevereinigung bis NS-Machtergreifung (1929–1933)Bearbeiten

Als die Stadt Ohligs beschloss, an der damaligen Rathausstraße (heute Sauerbreystraße) ein öffentliches Hallenbad zu errichten, stand schon bei Baubeginn 1928 fest, dass die Gemeinden des oberen Kreises Solingen, namentlich Gräfrath, Wald, Höhscheid und Solingen, mit Ohligs am 1. August 1929 zu einer neuen Großstadt Solingen fusionieren sollten. Schärfster Gegner dieser Vereinigung war die Bürgerschaft von Ohligs gewesen. Aufgrund der enormen Wirtschaftskraft kämpften Ohligser Bürger und Politiker jedoch vergeblich für den Erhalt der Eigenständigkeit. Der Kampf unter der Führung des sozialdemokratischen Bürgermeisters Paul Sauerbrey, der zeitlebens immer gegen den Zusammenschluss war, war letztendlich vergeblich und der Preußische Landtag beschloss am 10. Juli 1929 in Berlin mit 210 Ja- gegen 167 Nein-Stimmen bei 73 Enthaltungen die Städtevereinigung. Viele (alte) Ohligser sprachen auch Jahrzehnte später noch von einer Zwangsvereinigung und sahen sich nie als Solinger.[34][35]

Ohligs während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945)Bearbeiten

 
Stolperstein von Paul Steeg an der Düsseldorfer Str. 35

Nach Adolf Hitlers Machtergreifung und seiner Ernennung zum neuen Reichskanzler, kam es in Ohligs am 7. Februar 1933 zu gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Am 8. April 1933 wurde auf dem Friedhof an der Schwanenstraße der Grundstein für ein Kriegerdenkmal gelegt. Diese Denkmal das heute noch existiert soll an die gefallenen Ohligser Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg erinnern.[36] In den Abendstunden am 9. November 1938 gab es in ganz Solingen gezielte Übergriffe auf jüdische Mitbürger, so auch in Ohligs.[37] An diesem Abend wurde die Wohnung des bekannten Ohligser Kaufmanns Paul Steeg, der bis 1933 ein Spielwarengeschäft auf der Düsseldorfer Straße 35 (heute Parfümerie Douglas) hatte, geplündert. Nachdem ein rechtsradikaler Mob die Wohnung gestürmt hat, wurde dem Ehepaar Steeg untersagt, ihre Wohnung wieder zu betreten. Noch in derselben Nacht floh das Ehepaar Steeg nach Köln, wo Paul Steeg am 11. November 1938, im Jüdischen Asyl an der Ottostraße 85, an Herzversagen verstarb. Er wurde nur 64 Jahre alt. Die an der Wohnungsplünderung beteiligten Nazi-Täter wurden nie ermittelt.[38][39] 1940 wurde an der Wittenbergstraße der erste Ohligser Luftschutzturm fertiggestellt. Die evangelische Kirchengemeinde Ohligs musste unentgeltlich ein Stück des alten Friedhofes zum Bau des Turms zur Verfügung stellen. Der Luftschutzturm befand sich an der Stelle des heutigen Kindergartens Wittenbergstraße, an der Abzweigung zur Parkstraße. Das Humboldtgymnasium an der Stadtteilgrenze zu Ohligs, wurde 1942 bis auf drei Klassen nach Thüringen verlegt. Das Schulgebäude diente dann bis Kriegsende im April 1945 der NSDAP und der Wehrmacht.[40]

 
Beisetzung der 71 Ermordeten vom Wenzelnberg vor dem alten Ohligser Rathaus (1. Mai 1945)

Am 13. April 1945, drei Tage vor Einmarsch der Amerikaner in Ohligs, ermordete ein Tötungskommando bestehend aus Gestapo und SS am Wenzelnberg in Langenfeld-Wiescheid 71 Männer aus Remscheid und Wuppertal. Nach offiziellen Angaben wurden die Männer dort paarweise an den Daumen zusammengebunden und durch Genickschuss getötet. Ortsansässige sprachen auch von nicht erschossenen Männern, die gefesselt in die Grube fielen und lebendig begraben wurden. Ende April 1945 ließen amerikanische Soldaten die Leichen exhumieren und am 1. Mai 1945 auf dem Platz vor dem Ohligser Rathaus beerdigen. Die Bevölkerung war zur Teilnahme an der Trauerfeier zwangsverpflichtet. Erst 1965 wurden die Leichen erneut exhumiert und wieder am Wenzelnberg beigesetzt, wo sich seitdem eine Gedenkstätte befindet.[41][42]

Nachkriegszeit (1945 bis 1960)Bearbeiten

 
Der Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße im Bau (1957)

Im Juli 1945 wurde das städtische Altersheim im Krankenhaus Ohligs fertig gestellt und im folgenden Jahr erweitert. In den Räumen der Berufspädagogischen Akademie an der Ahrstraße in Ohligs wurde im April 1947 die erste Bergische Kunstausstellung eröffnet. Am 14. September 1950 wurde der große Rundbunker an der Ohligser Keldersstraße durch Sprengungen "entfestigt", damit ein Bürohaus mit aufgesetzter Konditorei und Dachgarten entstehen konnte.[43] Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Stadtteil Ohligs von den Bomben der Alliierten weitgehend verschont. Größere bauliche Veränderungen, insbesondere durch diverse Neubauten, brachte erst die Nachkriegszeit bis 1960 mit sich. Auch Straßen, die bislang nur locker bebaut waren, erlebten eine bauliche Verdichtung, wie etwa die Deusberger Straße und Bonner Straße. An der Schwanenstraße wurde 1962 ein neues Krankenhaus fertiggestellt, die katholische St.-Lukas-Klinik. Ebenso veränderte sich in dieser Zeit das Gesicht von Bahnhof und Ohligser Innenstadt grundlegend. Alles begann im Jahr 1967, als zunächst die umfassende Renovierung der Festhalle abgeschlossen wurde und das neue Empfangsgebäude des Bahnhofes Solingen-Ohligs eingeweiht wurde. Diesem Neubau ging der Abriss des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1867 voraus, das zuletzt stark ramponiert war.[44]:43[45]

Italienische Migration (1960 bis 1970)Bearbeiten

 
Ehemalige italienische „Gastarbeiter“ beim Deutschunterricht (1962)

In Ohligs hat sich seit den 1960er Jahren eine der größten italienischen Gemeinden (italienisch Italo-tedeschi) außerhalb Italiens gebildet.[46] Im Zuge der Gastarbeiterbewegung kamen ab 1960 sehr viele Italiener nach Ohligs. Die damals noch jungen Gastarbeiter stammten fast alle aus dem nord sizilianischen Dorf Trappeto. Über 70 % der Einwohner Trappetos sind nach Ohligs ausgewandert.[47] Der Bedarf nach Arbeitskräften war in den 1960er Jahren so stark das z. B. die Ohligser Industrieunternehmen OLBO und Gerling eigene Anwerberbüros in Trappeto hatten.[48] Die meisten Italiener in Ohligs wohnen an der Lennestraße, diese Straße wird im Ohligser Volksmund auch Klein Napoli genannt. Nach Angaben der Solinger Stadtverwaltung leben fast 6.000 italienische Staatsbürger in Solingen.[49][50][51]

„Familien, die einst aus dem sizilianischen Trappeto und umgebenden Orten kamen, leben inzwischen in dritter Generation hier und sind echte Solinger geworden.“

Michael Morsbach, Vorsitzender vom Verein Deutsch-italienische Freundschaft[52]

Stadtteilentwicklung seit 1970Bearbeiten

1970 startete der von den Ohligsern lang ersehnte Umbau des Bahnhofsvorplatzes, Baubeginn war der 1. Juli 1970. Im Zuge der Errichtung eines großzügigen Busbahnhofes musste unter anderem das stadtbildprägende sogenannte Bügeleisenhaus weichen. Ohligs erhielt ein völlig neues Verkehrskonzept. So wurde 1975 die Düsseldorfer Straße zu einer reinen Fußgängerzone zurückgebaut und die Talstraße führte von nun an den Verkehr von Ost nach West.[44]:47 Im Zuge der Vorbereitungen für einen S-Bahn-Betrieb auf der Bahnstrecke Düsseldorf–Solingen erfolgte der Bau des Haltepunktes Solingen Vogelpark an der Hildener Straße, der am 23. Februar 1977 eingeweiht werden konnte. Die erste S-Bahn der Linie S 7 befuhr die Strecke am 28. September 1980. Seit dem Jahre 1979 ist der Bahnhof Solingen-Ohligs an das Intercity-Netz angeschlossen. Das 68 Millionen D-Mark teure Klärwerk an der Stadtgrenze zu Hilden wurde am 22. August 1997 fertiggestellt. Am 8. November 1997 wurde die 60.000 D-Mark teure historische Persil-Uhr am Rande des Ohligser Marktplatzes offiziell eingeweiht.[44]:73

Im Zuge der Regionale 2006 wurde der Bremsheyplatz (Bahnhofsvorplatzes) vor dem Hauptbahnhof sowie der gesamte Busbahnhof mit Taxistand völlig neu umgebaut, nachdem schon das Bahnhofsgebäude selbst durch eine energetische Sanierung und barrierefreie Zugänge ein modernes Erscheinungsbild in orange erhalten hatte. In diesem Zusammenhang wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Änderungen der Verkehrsführung im Umfeld des Bahnhofes, Umgestaltung des Bremsheyplatzes, Ausstattung der Unterführung unter dem Solinger Hauptbahnhof mit neuem Farb- und Lichtkonzept[53], Bau eines Parkhauses mit 200 Pkw-Stellplätzen, Verlegung des Taxistandes. Gebaut wurde von 2007 bis zum Jahr 2009, die Baukosten betrugen rund 3,3 Millionen Euro.[54] Durch diese Umgestaltungen in Ohligs-Mitte erhielt nach der Stilllegung des alten Hauptbahnhofes in Solingen-Mitte der Ohligser Bahnhof am 10. Dezember 2006 den neuen Namen Solingen Hauptbahnhof.

EtymologieBearbeiten

Etymologisch wurde die Wortherkunft für Ohligs bis heute nicht wissenschaftlich geklärt. Heimatforscher und Historiker sind sich in der Herkunft, Bedeutung und Verbreitung des Namens Ohligs uneins.

Nur eine Abwandlung ist offiziell belegt: Olligs (22. April 1714)

Die älteste nachweisbare schriftliche Nennung des Ortsnamens Ohligs wurde zufällig im Jahr 1903, in Form einer Karte, im Archiv der ehemaligen Ohligser-Post gefunden. Auf der Karte, gezeichnet und/oder adressiert an einen gewissen Joan Peter vom 22. April 1714, ist ein Wegenetz, bestehend aus Trampelpfaden, zu erkennen, welches um den Olligs-Hof gezeichnet wurde. Auffällig ist die Widmung: Soll Dein Seyn! welche unten rechts auf der Karte gezeichnet ist. Möglich, dass die Karte für einen Ohligser Postangehörigen gedacht war. Belegt ist, dass bereits um 1700 ein regelmäßiger Postverkehr mit Briefen und Paketen im Bergischen Land existiert hat. Die damalige Reichspost arbeitete mit privaten Botendiensten, die eine Konzession der Hofkammer benötigten, zusammen. Zu dieser Zeit war es üblich, dass Briefe und anderen Sendungen, nur beim jeweiligen Boten oder in einem Wirtshaus persönlich abgeholt wurden. Ob Joan Peter Zeichner oder Empfänger der Karte war, lässt sich nicht mehr ermitteln.[55][56]

Beim Versuch einer Deutung des Ortsnamens stellte der letzte Bürgermeister, Paul Sauerbrey (1876–1932), fest:

„Den Ursprung des Namens unserer Stadt einwandfrei zu erklären, ist nicht möglich. Darüber haben sich die Geschichtsforscher gestritten und werden auch in der Zukunft kaum zu einer geschichtlich einwandfreien Erklärung kommen. Wie in vielen Fällen bei Gründungen von Gemeinwesen, wird auch im Falle unserer Stadt der Name eines Menschen sich fortgeerbt und der ersten Siedelung den Namen gegeben haben. Da heute noch der Name Ohliger in der Umgebung vertreten ist, hat diese Vermutung immerhin den Schein einer Möglichkeit.“

Paul Sauerbrey, Ohligs letzter Bürgermeister

DemografieBearbeiten

Bevölkerungsprognose bis 2040Bearbeiten

Im Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid hatten am 31. Mai 2019 offiziell 43.028 Menschen einen Hauptwohnsitz. Die Ansiedlung von Neubürgern nach Ohligs, übersteigt die Wegzüge und Todesfälle in Ohligs. Ein starker Zuzug von jungen Familien ist aus dem Düsseldorfer Umland (insbesondere Haan und Hilden) erkennbar, welches sich in moderat steigenden Immobilienpreisen im Stadtteil widerspiegelt. 12.233 Ohligser haben heute einen Migrationshintergrund. Die größte Migrantengruppe bilden Ohligser mit italienischer Herkunft.[57]

Langfristig ist nach Angaben der Solinger Stadtverwaltung davon auszugehen, dass das Bevölkerungswachstum stabil bleibt und sich in den kommenden Jahren im Stadtbezirk fortsetzen wird. Die Statistikstelle der Stadt Solingen rechnet bis zum Jahr 2040 mit einem Zuwachs von mindestens 1.650 Menschen für den Solinger Westen. Alle Zahlen beruhen auf aktuellen Daten des Solinger Melderegister. Die verwendete Software hat sich als Standardprogramm speziell für Kommunen etabliert. Deren Ergebnisse sind für die Klingenstadt präziser, als die Daten vom Landesbetrieb IT.NRW.[58]

Einwohnerentwicklung und Häuserzahlen (1714 bis 2019)Bearbeiten

Jahr Einwohnerzahl Häuserzahl Stadtraum
1714 ca. 30 Olligs-Hof
1808 ca. 2.500 Mairie Merscheid (unter französischer Besatzung)
1827 3.814 530 Bürgermeisterei Merscheid
1843 5.221 Bürgermeisterei Merscheid
1871 8.772 1.245 Stadt Merscheid
1885 12.646 1.765 Stadt Merscheid
1895 17.048 2.107 Stadt Ohligs
1905 24.257 2.746 Stadt Ohligs
1929 29.768 Stadt Ohligs
1939 32.024 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
1946 35.393 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
1961 37.227 4.466 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
2019 43.028 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid

KommunalpolitikBearbeiten

Bezirksvertretung für Ohligs/Aufderhöhe/MerscheidBearbeiten

Sitzverteilung in der
Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid seit 2014
      
Insgesamt 15 Sitze

Die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ist das wichtigste politische Gremium für Ohligs. Die Mitglieder dieser Vertretung werden Bezirksvertreter genannt und für einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren (Dauer einer Legislaturperiode) gewählt. Der Vorsitzende einer Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister.[59] Die Bezirksvertretung ist das direkt gewählte Gremium, welches das öffentliche Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtbezirks vertritt. Sie hat die Aufgabe, die Eigenart des Bezirks und ihrer Gebietsteile zu bewahren und fortzuentwickeln sowie Wünsche und Interessen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu erfassen und zur Geltung zu bringen. Die Bezirksvertretung befasst sich mit öffentlichen Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht. Einzelheiten ergeben sich aus der Gemeindeordnung NRW und der Hauptsatzung der Stadt Solingen. Die Bezirksvertretung ist für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig und hat ein Anhörrecht zu allen relevanten Dingen im Stadtbezirk. So kümmert sie sich etwa um Angelegenheiten des Straßenverkehrswesens, des Schulwesens sowie um die Pflege des Ortsbildes im Bezirk und fungiert als lokale Schnittstelle zwischen dem Rat, der Stadtverwaltung und den Bürgern. Die Sitzungen der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid sind in der Regel öffentlich. Die Bezirksvertretung tagt meist an der Bonner Straße 100 in Ohligs (ehemaliges Solvaygebäude). Nach Absprache mit dem Bezirksbürgermeister können die Sitzungen grundsätzlich unterbrochen werden, damit Einwohnerinnen und Einwohner ihre Anliegen persönlich darstellen können. Die Bezirksvertretung wurde das letzte Mal am 25. Mai 2014 von den Wahlberechtigten des Stadtbezirks gewählt. Die aktuelle Legislaturperiode für die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid beträgt einmalig sechs Jahre und endet am 13. September 2020.[60]

BezirksbürgermeisterBearbeiten

  • 2014–heute: Marc Westkämper (CDU) (Bezirksbürgermeister)
  • 2014–heute: Juliane Hilbricht (Grüne-offene Liste) (1. Stellvertreterin des Bezirksbürgermeisters)
  • 2014–heute: Axel Schultz (SPD) (2. Stellvertreter des Bezirksbürgermeisters)[61]

Bürgermeister der ehemaligen Stadt (1889 bis 1929)Bearbeiten

Folgende Politiker übten das Amt des Bürgermeisters aus:[62]

  • Paul Martin Trommershausen (1889–1903)
  • Karl Czettritz (1903–1920)
  • Erich vom Bruch (kommissarisch 1920–1921)
  • Wilhelm Langhans (kommissarisch 1921–1922)
  • Paul Sauerbrey (1922–1929)

Ab dem 1. Oktober 1920 wurden die Verwaltungsgeschäfte zunächst von dem Beigeordneten Erich vom Bruch geführt. Dieser wurde jedoch zum Bürgermeister von Leer (Ostfriesland) gewählt und schied so am 20. November 1920 aus. Nach diesem führte bis 1921 der Beigeordnete Menge die Amtsgeschäfte kommissarisch. 1921 wurde Wilhelm Langhans zum neuen Beigeordneten für Ohligs gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war die Bürgermeisterstelle vakant, daher nahm Langhans als Vertreter der Bürgerschaft die Amtsgeschäfte wahr, bis Paul Sauerbrey 1922 sein Amt antrat.[63]

Wappen und SiegelBearbeiten

 
Kaiser Wilhelm II. genehmigte im Jahr 1896 das bis heute aktuelle Ohligser Stadtwappen

Die Stadt Ohligs bat 1891 um die Genehmigung zum Führen eines Stadtwappens, nachdem seit 1833 unterschiedliche Siegel in Gebrauch waren. Ein erster Entwurf mit drei Feldern, der ein schwarz geflügeltes Rad, einen bergischen Löwen und sieben Silbersterne sowie darüber eine dreitürmige Mauerkrone zeigte und in den Farben Gold, Rot und Blau gehalten war, wurde sowohl von Wilhelm II. wie auch vom königlich-preußischem Heroldsamt in Berlin aufgrund der Einbeziehung des bergischen Löwen und der Gestaltung der Mauer abgelehnt. Zwei weitere Entwürfe wurden eingereicht, von denen der zweite die Zustimmung des Kaisers fand. Dieses Wappen, das unten abgebildet ist, wurde der Stadt Ohligs im Jahre 1896 offiziell verliehen.[4]:5f.

Blasonierung: Das Stadtwappen trägt in einem gotischen Schild, gespalten in Blau und Gold, vorn sieben silbernen Sterne im Verhältnis 2:2:2:1 und hinten ein schwarzes Flügelrad. Das Oberwappen zeigt eine rote zinnengekrönte Stadtmauer mit geschlossenem Tor und drei Türmen.

Beschreibung: Die sieben Sterne repräsentieren die Zahl der Höfe, aus denen die Stadt einst hervorgegangen ist. Das Flügelrad symbolisiert die Bedeutung des Bahnhofes für Ohligs mit seiner Verbindung zur Eisenbahn. Die Stadtmauer mit dem geschlossenem Tor und drei Türmen weist Ohligs als Kleinstadt aus.[64]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Die nachfolgende Auflistung stellt die größten jährlichen Festivitäten im Stadtteil Ohligs dar:

OTV Karnevals-PartyBearbeiten

Immer am letzten Samstag vor Rosenmontag findet in der OTV-Halle am Schützenplatz Solingens größte Karnevals-Party statt. Die Party wird vom Ohligser Sportverein OTV 88 veranstaltet. Jedes Jahr feiern bis zu 2.000 Besucher (meist kostümiert) bei Livemusik Karneval.[65][66]

FrühlingserwachenBearbeiten

Immer an einem März-Sonntag findet das „Frühlingserwachen“ in Ohligs statt. Dieses Stadtteilfest, bietet den Besuchern mit aktivem Kunstmarkt und verkaufsoffenem Sonntag, entlang der Düsseldorfer Straße abwechslungsreiche Unterhaltung.[67][68]

DürpelfestBearbeiten

Das Dürpelfest, im Solinger Volksmund auch kurz Dürpel genannt, ist weit über die Grenzen der Klingenstadt hinaus bekannt und hat sich vom kleinen Ohligser Straßenfest (1975) zum größten Open-Air Event im Bergischen Städtedreieck entwickelt. Jährlich besuchen über 100.000 Menschen an drei Veranstaltungstagen das Dürpelfest in Ohligs-Mitte.[69][70]

„Unglaublich, wie viele tausend Menschen auf einmal das kleine Ohligs besuchen.“

Gloria Göllmann, Dürpelfest-Projektleiterin der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft[71]

Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) veranstaltet das Dürpelfest in Eigenregie, trägt die Gesamtverantwortung und hat Platzrecht.[72] Das Dürpelfest findet immer an einem Mai-Wochenende in Ohligs-Mitte statt.[73] Vom Hauptbahnhof aus, über die Fußgängerzone (Düsseldorfer Straße), sowie in den Seitenstraßen bis hin zum Marktplatz, wo eine Kirmes mit unterschiedlichen Fahrgeschäften angeboten wird, erstreckt sich das Dürpelfest. Als Besucher hat man auf dem Dürpelfest die Wahl, zwischen 40 verschiedenen Ständen (Bier und Imbissständen) auch zu Tanzen und Live-Musik zu hören.[74] Der Hauptteil der Stände wird von ehrenamtlichen Vereinen aus dem Stadtteil Ohligs geleitet, eine geringe Anzahl der Stände wird von externen Schaustellern gewerblich betrieben.[75] Berühmt ist das Dürpelfest vor allem für live gespielte Musik von unterschiedlichsten Coverbands und Solokünstler, die ohne Eintritt auf fünf Bühnen vor Publikum spielen.

Das Dürpelfest 2020 findet vom 15. bis einschließlich 17. Mai statt.[76]

KneipenfreitagBearbeiten

Im Monat August findet an einem Freitagabend der Ohligser „Kneipenfreitag“ statt. Bis zu 15 Gastronomiebetriebe (Kneipen, Clubs, Restaurants, Cafés und Bistros) aus Ohligs werden mit Fahnen ausgestattet, die auf eine Musikveranstaltung hinweisen. Das Musikprogramm besteht aus unterschiedlicher Live-Musik bis hin zu DJs, die in den teilnehmenden Locations auflegen. Veranstaltet wird der Kneipenfreitag von den Ohligser Jongens e. V.[77]

BrückenfestBearbeiten

Immer an einem Oktober-Sonntag findet das „Brückenfest“ in Ohligs statt. Dieses Straßenfest, welches mit Büchermarkt und verkaufsoffenem Sonntag, entlang der Düsseldorfer Straße statt findet, wird mit kulinarische Köstlichkeiten, Live-Musik und Kunst-Events von der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) veranstaltet.[78][79][80]

WeihnachtsdürpelBearbeiten

Ein Weihnachtsmarkt mit dem Namen Weihnachtsdürpel findet immer im Dezember vor der evangelischen Stadtkirche an der Wittenbergstraße statt. Auf der Wittenbergstraße werden dann 24 weihnachtlich geschmückte Holzhütten aufgebaut, wo kulinarisches und handgemachte Adventsgestecke angeboten werden.[81][82]

Sport und FreizeitmöglichkeitenBearbeiten

 
Das zukünftige Planetarium, an der Tunnelstraße in Ohligs
 
Solinger Vogel- und Tierpark am Hermann-Löns-Weg

SportBearbeiten

Der OTV 88 ist der mitgliederstärkste Sportverein in Ohligs, der mit eigener Halle am Schützenplatz aktuell neun Sportarten anbietet (Badminton, Handball, Kanu, Schach, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Turnen und Volleyball).

Planetarium „Galileum“Bearbeiten

In einem ehemaligen Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße unterhalb des Solinger Hauptbahnhofs entsteht ein neues Planetarium und eine neue Sternwarte. Diese Bildungseinrichtung wird den Namen Galileum Solingen erhalten. Die Walter-Horn-Gesellschaft e.V. als Betreiber des Galileums beziffert die Gesamtinvestition auf ca. 9 Mio. Euro. Für das neue Galileum wurde ein alter Kugelgasbehälter der Stadtwerke Solingen umgebaut. Die Sternwarte wird in einem daneben gelegenen Neubau Platz finden. Im ehemaligen Kugelgasbehälter wird eine halbkugelförmige Leinwand eingehängt, auf der man das Weltall per Bilder aus Beamern betrachten kann. Die Projektionskuppel kommt aus den USA, der Steuerungsprojektor aus Japan und die Videotechnik aus Frankreich. Das Planetarium bietet Platz für über 80 Besucher. Vom Foyer im Erdgeschoss bis zur Sternwarte im Dachgeschoss dreht sich alles um das Thema Sterne und Weltall. Am 5. Juli 2019 wird das neue Galileum im Ohligser Stadtwerke-Park an der Tunnelstraße feierlich eröffnet. Einen Tag der offenen Tür gibt es dann am 7. Juli 2019.[83][84]

„Der Weltraum mit seinen unendlichen Weiten wird im neuen Galileum Solingen erlebbar sein.“

Dr. Frank Lungenstraß, Schatzmeister der Walter-Horn-Gesellschaft e.V.[85]

Ohligser Jongens e. V.Bearbeiten

Der Ohligser Jongens e. V. ist ein 2014 gründeter Heimatverein.[86] Als gemeinnütziger und überparteilicher Verein beteiligen sich die Jongens aktiv an der Stadtteilentwicklung in Ohligs. Das Kürzel OLX (für Ohligs), welches im Stadtteil sehr geläufig ist, geht auf eine Initiative der Ohligser Jongens zurück.[87][88][89] Die Jongens unterstützen auch zahlreiche gemeinnützige Zwecke, u. a. verleihen sie den Paul-Sauerbrey-Preis für besonderes Engagement im Stadtteil.[90]

„Das Engagement für Ohligs habe im Übrigen nichts mit vernageltem Kirchturmdenken zu tun, wenn es Ohligs gut geht, wird ganz Solingen aufgewertet.“

Joachim Junker Geschäftsführer der Ohligser Jongens e. V.[91]

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Tim Kurzbach, seit 2015 Oberbürgermeister von Solingen (* 27. April 1978 in Ohligs)

Einziger Ehrenbürger der Stadt Ohligs wurde der langjährige Stadtverordnete Otto Nippes (1842–1922), der sich auch als ehrenamtlicher Beigeordneter um Ohligs verdient gemacht hat. Der aktuelle Oberbürgermeister von Solingen, Tim Kurzbach, ist ein gebürtiger Ohligser.[92]

„Ohligs is schon stark, aber mit Ohligs ist Solingen noch stärker.“

Tim Kurzbach Solinger Oberbürgermeister, über seinen Heimatstadtteil Ohligs[93]

Ohligser WirtschaftBearbeiten

 
Schleifer im Mittelalter bei der Arbeit
 
Die Poschheider Mühle in Ohligs war der erste Standort der Firma Bremshey
 
Gründeraktie der Actien-Brauerei Ohligs vom 27. Februar 1899

Die Ohligser Wirtschaft wurde seit dem Mittelalter durch die handwerkliche Schneidwarenherstellung extrem geprägt. Schon im Jahre 1715 gab es allein in den Hofschaften Ohligs und Merscheid 15 Schleifkotten sowie ein Hammerwerk. Zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Schneidwarenindustrie in Ohligs so groß, dass andere Branchen quasi unbedeutend waren. Neben der Schneidwarenindustrie konnte sich nur noch der Einzelhandel in Ohligs als Wirtschaftsfaktor etablieren. Anfang des 20. Jahrhunderts ließen sich auch große Industrieunternehmen in Ohligs nieder. Dazu zählten unter anderem die Firma Gerling, die noch in den 1970er Jahren mit 470 Beschäftigten der größte Taschenmesserhersteller Deutschlands war oder die Ohligser Leinen- und Baumwollweberei Olbo, die als großer Produzent für Industrietextilien in den 1980er Jahren noch fast 500 Arbeiter beschäftigte. Bedingt durch die Globalisierung sind große Industrieunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern inzwischen die absolute Ausnahme in Ohligs. Viele Unternehmen haben ihre technische Produktion in Niedriglohnländer verlagert. Die meisten jener Betriebe verkleinerten zum Ende der 1990er, drastisch ihre Beschäftigtenzahl. Der Niedergang wurde auch von zu wenig geeigneten Gewerbeflächen im Solinger Westen beschleunigt.

Bedeutende ArbeitgeberBearbeiten

Seit der Jahrtausendwende wird Ohligs als reiner Dienstleistungsstandort immer beliebter. Ein Standortvorteil den Ohligs gegenüber den anderen Solinger Stadtteilen hat, ist die direkte Anbindung an die Rheinschiene. Zudem verstärken die günstigen Immobilienpreise, im Vergleich zu den nahe gelegenen Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln, Unternehmensgründungen im Stadtteil Ohligs.[94]

Das Ohligser Bahnhofsviertel wird immer mehr zum Zentrum für Softwareentwicklung. Die Softwareunternehmen Codecentric AG, Instana und WebID Solutions haben dort ihre Konzernzentralen oder bauen diese dort. Die Codecentric AG hat an der Hochstraße im Jahr 2016 ihre neue Konzernzentrale fertiggestellt. In Europa hat Codecentric 15 Standorte und beschäftigt aktuell über 400 Mitarbeiter.[95] An der Ohligser Prinzenstraße entsteht bis zum Jahr 2020 die neue Unternehmenszentrale des Softwareunternehmen Instana. Aktuell (2019) beschäftigt Instana weltweit über 170 Mitarbeiter. Sobald die Unternehmenszentrale an der Prinzenstraße (mit 5.000 m2 Nutzfläche) fertiggestellt ist, werden in der Anfangsphase mindestens 70 Mitarbeiter am Standort Ohligs tätig sein.[96][97] Direkt am Solinger Hauptbahnhof hat der Berliner IT-Dienstleister WebID Solutions eine Niederlassung für Online-Personenidentifikationen etabliert. WebID Solutions gilt mit seinem Verfahren der „Gesichtserkennung“ als führend in Europa. Diese IT-Dienstleister haben nicht nur völlig neue Arbeitsplätze in Ohligs geschafft, sie machen auch den Wirtschaftsstandort Ohligs immer beliebter in der deutschen Startup-Szene.[98][99][100][101][102]

Die folgende Tabelle enthält nur die größeren Ohligser Unternehmen, die eine Beschäftigtenzahl von mindestens 100 Mitarbeitern haben. Ungenannt bleiben die zahlreichen, teilweise seit Jahrzehnten im Solinger Westen ansässigen, kleinen Familienunternehmen, die zwar weniger als 100 Mitarbeiter haben, aber dennoch von wesentlicher Bedeutung für die Ohligser Wirtschaft sind. Beispielhaft für den Wirtschaftsstandort Ohligs sind die alteingesessenen und inhabergeführten Fachgeschäfte des Einzelhandels. Der Übersicht halber wurden Namenszusätze oder Rechtsformen ausgelassen:

Unternehmen Branche Beschäftigtenzahl (gerundet)
Accuride Automobilzulieferer 500[103]
Adient Automobilzulieferer 280[104]
Borbet Automobilzulieferer 600[105]
BSS Bohnenberg Logistikausstater 120[106]
Codecentric Softwareentwickler 400[107]
Sankt-Lukas-Klinik Medizinische Versorgung 700[108]
WebID Solutions Fintech 450[109]

Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG)Bearbeiten

Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) wurde 1965 von Ohligser Geschäftsleuten gegründet. Die OWG ist die stärkste Händlergemeinschaft in Solingen. Die Interessengemeinschaft repräsentiert inhabergeführte Einzelhandels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen aus dem Stadtteil Ohligs. Hauptaufgaben der OWG sind u. a. das konzipieren von Marketingmaßnahmen für den Ohligser Einzelhandel, sowie die Planung und Veranstaltung des jährlichen Dürpelfestes im Mai.[110]

„Unser Vorteil im Vergleich zu den Nachbarstädten Hilden sowie Langenfeld besteht doch darin, dass wir eine schöne Innenstadt haben.“

Brigitte Kiekenap Vorsitzende der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft, über den Einzelhandelsstandort Ohligs[111]

Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft e. V. (ISG)Bearbeiten

Im Jahr 2013 haben Grundstückseigentümer, die alle eine Immobilie auf der Düsseldorfer Straße (Ohligser Shoppingmeile) besitzen, die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) gegründet. Ziel der ISG ist es, die Düsseldorfer Straße in Ohligs attraktiver zu gestalten. Mit über 500.000 € Investitionsvolumen wurde ein Sofortprogramm für mehr Sauberkeit und bessere Öffentlichkeitsarbeit seit 2018 umgesetzt. Die Investitionen sollen bis zum Jahr 2023 unter anderem: alle Geschäftseingänge auf der Düsseldorfer Straße barrierefrei machen; der Baumbestand an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden und durch ein völlig neues Lichtkonzept soll die Attraktivität der Ohligser Fußgängerzone massiv gesteigert werden.[112][113]

„In fünf Jahren wird Ohligs leuchten.“

Jörg Bergmann, Vorstand der Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG)[114]

Fußgängerzone Düsseldorfer StraßeBearbeiten

Die Düsseldorfer Straße ist eine der ältesten Straßen in Ohligs und wurde 1975 zu einer reinen Fußgängerzone umgebaut. Die Straßenlage um den damals neu eröffneten Bahnhof wurde ab 1867 zu einem sehr begehrten Wohngebiet. Um all die Bauwünsche realisieren zu können, sahen sich die Vertreter der Ohligser Kommunalpolitik gezwungen, stadtplanerisch einzugreifen. Die alte Bebauung in der Hofschaft Ohligs war nicht mehr zeitgemäß und wurde deshalb schon zu Beginn der 1870er Jahre aufgegeben. Als Teil der ehemaligen Löhdorfer Chaussee bzw. Löhdorfer Kunststraße erhielt die heutige Düsseldorfer Straße, die Bezeichnung der nächsten Stadt im Westen: Düsseldorf.[115]

Die Düsseldorfer Straße ist heute der größte Einzelhandelsstandort im Solinger Westen und die längste zusammenhängende Einkaufsstraße in Solingen, im Ohligser Volksmund wird sie auch kurz „“ genannt. Bei einer Volkszählung im Jahr 1900 gab es an der Dü bereits 91 Häuser mit 726 Bewohnern. 1912 eröffnete die erste Apotheke und das erste Kino auf der Düsseldorfer Straße. Die ca. 1 km lange Düsseldorfer Straße, die vom Hauptbahnhof bis zum Ohligser Marktplatz geht, ist überwiegend geprägt von inhabergeführten Einzelhandelsgeschäften. Heute bilden die restaurierten Hausfassaden ein historisches Ensemble gewachsener Stadtstruktur aus der Gründerzeit.[116][117]

Ab dem Jahr 2020 investiert die Solinger Stadtverwaltung 4,6 Mio. Euro in die Ohligser Shoppingmeile. Mit einer neu Pflasterung der Fußgängerzone (u. a. mit wasserdurchlässigen Pflastersteinen) und der Installation von energiesparender Straßenbeleuchtung soll die Düsseldorfer Straße modernisiert werden. Ein Planungswettbewerb für die Neugestaltung wird im zweiten Halbjahr 2019 stattfinden. Die Düsseldorfer Straße ist zudem immer im Mai der Hauptveranstaltungsort von Solingens größtem Volksfest, dem Ohligser Dürpelfest.[118][119][120][121][122]

O-QuartierBearbeiten

Im Herbst 2019 soll auf der Fläche zwischen der Aachener Straße und dem Heiligenstock der erste Spatenstich für ein neues Ohligser Wohnviertel erfolgen.[123] Das Berliner Bauunternehmen Kondor Wessels[124] hat im Jahr 2017 das 15.800 m2 große Areal in Ohligs-Mitte erworben.[125] Das neue Wohnviertel soll den Namen O-Quartier erhalten.[126][127] Auf dem Grundstück der ehemaligen Firma Olbo, welches seit 2007 brach liegt, sollen ab Herbst 2019 über 300 neue Wohnungen in 7 Häusern entstehen, die durch einen Boulevard von der Aachener Straße bis zum Heiligenstock verbunden sind. Drei Spielplätze, die auch öffentlich genutzt werden können, werden Bestandteil des neuen O-Quartiers. Es werden 2,5 und 4,5-Zimmerwohnungen in einer Größenordnung zwischen 55 und 107 m2 angeboten. Kondor Wessels investiert ca. 70 Millionen Euro in das Ohligser Immobilienprojekt.[128] Als Parkmöglichkeit sollen zwei neue Tiefgaragen mit über 280 Pkw-Stellplätze dienen, die miteinander verbunden sind. So wird gewährleistet, dass die An- und Abfahrt zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nur über den Heiligenstock erfolgt. Tagsüber von 6 Uhr bis 22 Uhr wird eine Schranke zur Ausfahrt (untere) Düsseldorfer Straße geöffnet sein. Zugleich wird es mehr als 600 Stellplätze für Fahrräder geben.[129] Am Ende entstehen 23.000 m2 neuer Wohnraum für bis zu 600 Neubürger in Ohligs. Die Fertigstellung der neuen Wohnungen soll im Sommer 2022 erfolgen.[130]

Auch in die jahrelang geforderte Aufwertung des Ohligser Marktplatzes investiert Kondor Wessels. Das Unternehmen versicherte, hierfür den Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro zu übernehmen.[131] Die ursprüngliche Planung, auf dem Olbo Grundstück einen Edeka-Supermarkt zu errichten, hat der neue Grundstückseigentümer Kondor Wessels zugunsten von mehr Wohnbebauung abgelehnt. Edeka beruft sich dabei auf einen noch mit dem alten Grundstückseigentümer abgeschlossenen Vertrag, der nach Ansicht des Handelsunternehmens weiterhin Bestand hat. Kondor Wessels sieht dies hingegen anders.[132]

Sparkassen/REWE-Haus am Ohligser MarktplatzBearbeiten

Die schon lange von der Ohligser Bürgerschaft gewünschte Lebensmittelversorgung durch einen neuen Supermarkt für den Stadtteil wird jetzt direkt am Ohligser Marktplatz entstehen.[133] Ein neuer REWE-Supermarkt wird mit einer Verkaufsfläche von mindestens 1.500 m2, ebenerdig auf Parterre-Ebene, zusammen mit einer neuen Filiale der Stadt-Sparkasse Solingen im alten Globus-Haus am Ohligser Marktplatz bis September 2020 neu eingerichtet.[134] Die beiden alten Ohligser Sparkassen-Filialen (Grünstraße und Bremsheyplatz) werden bis Mitte des Jahres 2020 geschlossen. Die neue Filiale am Ohligser Marktplatz wird, nach der Hauptstelle in Solingen-Mitte, die größte Sparkassen-Geschäftsstelle in Solingen werden. Das zukünftige Sparkassen/REWE-Haus hat auf der Rückseite (Emscherstraße) eine Tiefgarage mit ca. 120 Pkw-Stellplätzen.[135]

PrintmedienBearbeiten

Ohligs AktuellBearbeiten

Die älteste bis heute erscheinende Ohligser Zeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung im Stadtteil, ist die im Verlag B. Boll erscheinende Monatszeitung OHLIGS AKTUELL, eine Lokalausgabe des Solinger Tageblatts. Das Stadtteilblatt OHLIGS AKTUELL erscheint immer am Monatsende, in einer Auflage von über 20.000 Exemplaren im Stadtteil Ohligs und den angrenzenden Gemeinden. Seit 1982 wird das Geschehen in Ohligs intensiv redaktionell betreut. Die Verteilung erfolgt kostenlos an fast alle Haushalte im Verbreitungsgebiet.[136]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

KrankenhäuserBearbeiten

Im Ohligser Südwesten befindet sich am Ende der Schwanenstraße die katholische St.-Lukas-Klinik, die von der Kplus Gruppe betrieben wird und nach dem Städtischen Klinikum in Gräfrath das zweitgrößte Solinger Krankenhaus ist.

Das erste Ohligser Krankenhaus an der Virchowstraße ging nach der Städtevereinigung 1929 in die Städtischen Krankenanstalten Solingen über. Bereits 1934 wurde es aus Kostengründen geschlossen. Das Gebäude beherbergte daraufhin unter anderem ein Soldaten-Lazarett, später eine Frauenklinik und war bis zum Jahr 2006 der erste Standort des Elisabeth-Roock-Altenheims, bevor dieses nach Höhscheid umzog. Das alte Gebäude wurde schließlich abgerissen und an seiner Stelle eine Wohnsiedlung neu errichtet.[137]

FeuerwehrBearbeiten

 
Feuer- und Rettungswache II an der Brunnenstraße in Ohligs

Die Feuer- und Rettungswache II befindet sich an der Brunnenstraße. Dort befinden sich die Buchbinderei, die Schuhmacherei und die Schlosserei. Die Wachstärke beträgt zehn Funktionsstellen, davon acht im Brandschutz und zwei im Rettungsdienst.[138] An der Hildener Straße im Ohligser Westen befindet sich die Löscheinheit 1 der Freiwilligen Feuerwehr Solingen.

Stadtteilbüro OhligsBearbeiten

Das Stadtteilbüro Ohligs informiert und berät u. a. Bewohner, Einzelhändler und Immobilieneigentümer aus Ohligs. Es ist Teil eines Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes, das zum Ziel hat, Wohnen und Arbeiten in Ohligs attraktiver zu gestalten. Ein ganzes Bündel von Maßnahmen wird dabei mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. So wurde z. B. 2017 der Planetenweg als neue Verbindung vom Hauptbahnhof zum zukünftigen Galileum eröffnet.[139]

SchulenBearbeiten

GrundschulenBearbeiten

Aktuell gibt es in Ohligs zwei Grundschulen, an der Bogenstraße und Südstraße.

Weiterführende SchulenBearbeiten

Geschwister-Scholl-GesamtschuleBearbeiten

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, benannt nach den Geschwistern Scholl ist an zwei Standorten in Aufderhöhe (Klassen 5–7/Uhlandstraße) und in Ohligs (Klassen 8–13/Querstraße) untergebracht. Sie ging aus dem gleichnamigen Gymnasium hervor, welches nach dem Schuljahr 1989/90 aufgelöst wurde. Die Gesamtschule ist heute die größte Schule in Ohligs und hat aktuell ca. 1.300 Schüler. Im Schuljahr 2009/10 nahm die Scholle den Ganztagsbetrieb auf und bietet als einzige weiterführende Schule in Solingen Italienisch als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 an. Die Scholle bereitet die Schüler auf anerkannte Sprachzertifikate in Englisch, Französisch und Italienisch, z. B. der Universität Cambridge vor. Außerdem bietet sie Kurse in Wirtschaftsenglisch an. Regelmäßige Studienfahrten nach England, Italien, Frankreich und Belgien sind wesentlicher Bestandteil der individuellen Sprachförderung. Mathematisch-naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler werden durch Bildungsangebote, z. B. der Teilnahme an Jugend forscht, der Mathe-Olympiade, dem Erwerb des Europäischen Computerführerscheins ECDL sowie einer Kooperation mit der Sternwarte Galileum Solingen zusätzlich gefördert.[140]

 
Humboldtgymnasium an der Humboldtstraße

HumboldtgymnasiumBearbeiten

Das Humboldtgymnasium (Klassen 5–13), benannt nach den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, besteht seit 1903 und liegt in Solingen-Wald direkt an der Stadtteilgrenze zu Ohligs. Das Gymnasium hat aktuell ca. 900 Schüler und 80 Lehrer. Das Schulgebäude wurde 1978 modernisiert und 2002 um einen Neubau erweitert. Als Fremdsprachen werden neben Englisch auch Französisch, Spanisch und Latein angeboten. Zudem verfügt das Humboldt über eine eigene separate Sporthalle an der Nietzschestraße.[141]

Das Gymnasium nimmt regelmäßig an Schülerwettbewerben teil. So sind die Schüler häufig in den Bereichen Mathematik-Olympiade, Känguru-Wettbewerb, Jugend forscht, Jugend musiziert, Planspiel Börse und dem Deutschen Gründerpreis für Schüler erfolgreich. Außerdem können die Schüler seit dem Schuljahr 2013/14 auch an der Junior Wahl teilnehmen. Bei den landesweiten Vergleichsarbeiten in den Jahrgangsstufen 8 schnitt das Humboldt als eines der drei besten Gymnasien in ganz Nordrhein-Westfalen ab.[142]

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

 
Die Stadtautobahn Viehbachtalstraße verbindet Solingen-Mitte mit dem Ohligser Westen

Die in den 1970er-Jahren geplante A 54 wurde auf Solinger Stadtgebiet nur als vierspurige Stadtautobahn L 141n, als sogenannten Viehbachtalstraße, realisiert. Die Viehbachtalstraße (die durch das Viehbachtal führt) verläuft von Solingen-Mitte bis hin zur großen Straßenkreuzung nach Ohligs-West im Unterland und endet direkt an der Bonner Straße. Sie besitzt keinen direkten Anschluss an das regionale Fernstraßennetz. Eine Weiterführung zur A 542 in Form einer neuen Autobahnauffahrt bzw. Autobahnabfahrt ist in der Solinger Kommunalpolitik seit den 1990er-Jahren nicht mehrheitsfähig.[143] Die nächste Autobahnanschlussstelle Solingen befindet sich wenige Kilometer südlich an der A 3 auf dem Gebiet der Stadt Langenfeld an der Stadtteilgrenze zu Solingen-Aufderhöhe. Seit dem Jahre 1936 ist Solingen (indirekt) mit dieser Anschlussstelle an das Fernstraßennetz angebunden. Das Hildener Kreuz liegt mit der Anschlussstelle Hilden ca. acht Kilometer nordwestlich entfernt.

BusverkehrBearbeiten

Der größte Busbahnhof von Solingen ist der Ohligser Busbahnhof, er liegt direkt am Solinger Hauptbahnhof. Viele Solinger Buslinien und zwei O-Buslinien (Ringlinien 681 und 682) verbinden Ohligs mit fast allen Solinger Stadtteilen. Auch die Städte Haan, Hilden, Langenfeld und Düsseldorf sind mit Bussen der Stadtwerke Solingen bzw. der Düsseldorfer Rheinbahn vom Ohligser-Busbahnhof aus zu erreichen.

LiteraturBearbeiten

  • Rheinischer Städteatlas Ohligs; Lfg. XII Nr. 66, 1996; Bearbeiterin: Elisabeth Reuß; Rheinland-Verlag Köln, ISBN 3-7927-1565-1
  • Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen. Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2009, ISBN 978-3-88462-292-6.
  • Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-229-2.
  • Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: Solingen – Großstadtjahre 1929–2004. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4
  • Ralf Rogge: Ohligs wie es früher war Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2001, ISBN 3-8313-1177-3.
  • Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. 3 Bände, Braun, Duisburg
    • Band 1: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. 1969, DNB 457973358.
    • Band 2: Von 1700 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. 1972, ISBN 3-87096-103-1.
    • Band 3: Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, ISBN 3-87096-126-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.bilder-von-solingen.de/html/bahnhof_und_umgebung.html
  2. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligs-ist-mehr-als-nur-eine-haltestelle-aid-1.7155068
  3. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/staedtevereinigung.htm
  4. a b c d e f g h i j k l Rheinischer Städteatlas Ohligs; Lfg. XII Nr. 66, 1996; Bearbeiterin: Elisabeth Reuß; Rheinland-Verlag Köln
  5. https://www.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/
  6. Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen. Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950. Worms 2009, S. 46/47, 69–72, 107/108, 120–124, 139/140, 169–173, 186–189, 193–197, 209/210, 218–231, 234–238, 246/247.
  7. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/600-neue-arbeitsplaetze-im-hansa-quartier-aid-1.6865336
  8. https://solingenmagazin.de/hotel-neubau-am-hauptbahnhof-endlich-spruchreif/
  9. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bahnhof-hotel-in-solingen-soll-2021-eroeffnen_aid-37911297
  10. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bdquo-gute-laune-tunnel-ldquo-aid-1.397407
  11. http://www.bilder-von-solingen.de/html/bahnhof_und_umgebung.html
  12. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/hotel-ohligs-herbst-geht-12393053.html
  13. Marina Alice Mutz: Engelsberger Hof. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 17. April 2016.
  14. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/umbau-ohligser-heide-geht-2019-weiter-10842836.html
  15. http://www.zeitspurensuche.de/02/sghack1.htm
  16. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/olbo-abriss-soll-in-14-tagen-starten_aid-23247157
  17. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/erste-rohbauten-stehen-auf-dem-ehemaligen-stadiongelaende-in-ohligs_aid-39345661
  18. Kurzüberblick über die Geschichte Merscheids auf solingen-merscheider-hof.de, abgerufen am 14. Januar 2015
  19. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 9–13.
  20. http://www.merscheider-heimatverein.de/mhv_geschichte.htm
  21. Jörg Engelbrecht: Bürgerliche Reformen und imperiale Machtpolitik am Niederrhein und Westfalen. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler über Rhein und Weser. Köln 2007, S. 101.
  22. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 14–15.
  23. https://www.solingerwochenmarkt.de/2015/03/15/ohligser-marktimpressionen/
  24. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/die-berliner-bruecke-wird-trocken-gelegt_aid-20299079
  25. a b Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, Band 3, Braun, Duisburg 1975, ISBN 3-87096-126-0.
  26. http://www.zeitspurensuche.de/02/kirchsg4.htm#Ohligs-kath
  27. http://kath-solingen-west.de/gemeinden/st.-joseph1/
  28. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/st-joseph-das-wahrzeichen-von-ohligs_aid-23910835
  29. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/geht-weiter-pfarrei-sebastian-10900638.html
  30. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-dachstuhl-stadtkirche-ohligs-wird-repariert-12217967.html
  31. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadtkirche-ohligs-wird-150-jahre-alt_aid-18682959
  32. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadtkirche-ohligs-bietet-viel-raum-fuer-gemeindeleben_aid-35714173
  33. https://rp-online.de/nrw/staedte/hilden/bahnstrecke-hilden-solingen-sorgte-schon-vor-125-jahren-fuer-viel-aerger_aid-35343011
  34. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-kein-solinger-sein-will-11113414.html
  35. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/1929-geburt-grossstadt-3896373.html
  36. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgkri21.htm#alle
  37. https://www.solingen.de/de/inhalt/november-1938/
  38. http://bilder-von-solingen.de/html/die_dusseldorfer_str__u_a_.html
  39. Manfred Krause (Hrsg.): „… dass ich die Stätte des Glückes vor meinem Tode verlassen müsste“. Beiträge zur Geschichte jüdischen Lebens in Solingen. Solinger Geschichtswerkstatt e.V., Solingen 2000, ISBN 3-9805443-3-8. S. 365
  40. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgkri22.htm
  41. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/schueler-erinnern-an-stadtgrenze-solingen-langenfeld-an-opfer-des-ns-regimes_aid-37946041
  42. https://rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/wenzelnberg-morde-starb-ein-taeter-kurz-danach_aid-19786051
  43. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgkri23.htm
  44. a b c Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: Solingen – Großstadtjahre 1929–2004. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4
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  47. https://www.solitalia.de/
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  50. Uli Preuss: Ohligser Italiener haben mehr als eine Heimat. In: Solinger Tageblatt. 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.
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  53. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bdquo-gute-laune-tunnel-ldquo-aid-1.397407
  54. Stadt Solingen: Flyer zur Neugestaltung des Busbahnhofes (Memento des Originals vom 27. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de (PDF-Dokument)
  55. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgoohl1.htm
  56. http://www.zeitspurensuche.de/04/post4.htm
  57. https://solingenmagazin.de/prognose-solingens-bevoelkerung-wird-weiter-wachsen/
  58. https://www.solingen.de/de/aktuelles/prognose-solinger-bevoelkerung-waechst-bis-2040-auf-knapp-167000/
  59. Vorsteher werden Bezirksbürgermeister. In: Solinger Morgenpost. 15. Juli 2011, abgerufen am 11. März 2015.
  60. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 12. Mai 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ratsportal.solingen.de www.ratsportal.solingen.de/
  61. https://www.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/
  62. Marina Alice Mutz: Solinger Bürgermeister. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 26. März 2016.
  63. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/beigeordnetergab-strasse-ihren-namen-6541065.html
  64. Marina Alice Mutz: Wappenbeschreibung. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 30. März 2016.
  65. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/fast-2000-narren-feiern-rappelvollen-saelen-6102363.html
  66. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/otv-party-mit-tradition-aid-1.5739306
  67. http://owg-ohligs.de/nachrichten/lesen/04032018-fruehlingserwachen-in-ohligs/b94b8ccdc769cd56224daa547c4ae350/
  68. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/rat-beschliesst-den-sonntagsverkauf-aid-1.7358000
  69. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/100000-besucher-zum-duerpel-fest-erwartet_aid-20933419
  70. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duerpelfest-solingen-veranstalter-rechnet-100000-besuchern-12294911.html
  71. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duerpelfest-kostet-rund-euro-9897212.html
  72. http://www.komet-pirmasens.de/Der%20Komet/volksfestplaetze/solingen-ohligs.html
  73. https://solingenmagazin.de/100-000-menschen-besuchen-das-duerpelfest/
  74. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/debuets-und-abschiede-auf-dem-duerpelfest-aid-1.5965562
  75. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/duerpelfest05-1.htm
  76. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-veranstalter-und-polizei-ziehen-nach-duerpelfest-bilanz_aid-39065011
  77. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-ziehen-froehlich-haeuser-10154811.html
  78. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/brueckenfest-verspricht-grosse-vielfalt-8804381.html
  79. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/brueckenfest-solingen-und-verkaufsoffener-sonntag-aid-1.5490421
  80. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Januar 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/vonfoullon.de
  81. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-weihnachtsduerpel-lockt-nach-ohligs_aid-34609917
  82. https://solingenmagazin.de/ohligser-weihnachtsduerpel-am-zweiten-adventswochenende/
  83. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/galileum-kugel-wird-blau-gestrichen-12351894.html
  84. https://galileum-solingen.de/fakten/
  85. https://www.youtube.com/watch?v=SabYO1XLnRw
  86. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-jongens-sehen-sich-heimatverein-8489272.html
  87. https://solingenmagazin.de/ohligser-jongens-setzen-sich-fuer-radler-ein/
  88. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligser-fuer-eigenes-olx-kennzeichen-aid-1.7182200
  89. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/will-olx-autokennzeichen-ohligs-9045266.html
  90. http://www.ohligser-jongens.de/
  91. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-jongens-sind-eine-denkfabrik-10132437.html
  92. Solinger Tageblatt: Nippesstraße aus der Reihe Straßennamen, 2016
  93. https://www.youtube.com/watch?v=9sLc2szf6dc
  94. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/stadtteil-geht-fuehrung-12316460.html
  95. https://www.codecentric.de/karriere/standorte/
  96. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligs-unternehmer-investiert-millionen-12314807.html
  97. https://www.instana.com/
  98. Franz Thomas Fürst und Frank Stefan Jorga: Onlineidentifikation – Medienbruchfreies Multikanalmanagement, in: Harald Brock, Ingo Bieberstein (Hrsg.): Multi- und Omnichannel-Management in Banken und Sparkassen. Wege in eine erfolgreiche Zukunft, Springer Gabler, Wiesbaden 2015, S. 363–375, hier S. 364–367, ISBN 978-3-658-06537-9.
  99. „Wir haben's erfunden“. Börsen-Zeitung, 8. März 2016.
  100. Fintech-Preis soll Gründergeist belohnen. Börsen-Zeitung, 18. November 2016.
  101. Neues Verfahren für das Online-Spiel. Westlotto startet Video-Identifikationsmethode. Die Tabak Zeitung, Nr. 14/2016, 8. April 2016.
  102. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/videoidentifizierung-von-solingen-ins-silicon-valley-webid-solutions-soll-in-den-usa-gross-rauskommen/22706342.html?ticket=ST-6071231-5YlLBxmwbGPmhpTSw2yh-ap5
  103. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-accuride-will-massiv-stellen-streichen-12200364.html
  104. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/adient-kuendigt-stellenabbau-solingen-11388112.html
  105. Kronprinz sichert den Standort. In: Solinger Tageblatt. 30. Januar 2015, abgerufen am 12. April 2015.
  106. http://bss-materialflussgruppe.de/bss/profil.html
  107. https://www.codecentric.de/ueber-uns/unternehmen/
  108. https://www.kplusgruppe.de/medizin-und-pflege-in-katholischer-traegerschaft/kliniken-und-mvz/st-lukas-klinik/portrait/
  109. [1] Solinger Tageblatt vom 6. Oktober 2016.
  110. http://owg-ohligs.de/die-owg-aufgaben-und-ziele/
  111. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/der-olbo-abbruch-hat-begonnen_aid-23585103
  112. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-stadtteil-ohligs-wird-fuer-4-6-millionen-euro-umgestaltet_aid-39145005
  113. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligs-soll-aufgewertet-werden-9537812.html
  114. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-zahlen-schoeneren-stadtteil-7030067.html
  115. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/das-herzstueck-von-ohligs_aid-11427803
  116. http://bilder-von-solingen.de/html/die_dusseldorfer_str__u_a_.html
  117. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duesseldorfer-strasse-ohligs-3914003.html
  118. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/city-umbau-ohligs-solinger-buerger-sollen-mitreden_aid-39114571
  119. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/grosses-engagement-bringt-ohligs-voran_aid-37129333
  120. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/ohligs.htm
  121. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligs-legt-beim-einkaufen-vor_aid-13339713
  122. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duesseldorfer-strasse-wird-aufgehuebscht-6948952.html
  123. https://solingenmagazin.de/o-quartier-ein-geschoss-weniger-und-mehr-parkplaetze/
  124. http://www.kondorwessels.com/orte/berlin-solingen/
  125. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/abriss-fuer-o-quartier-fast-abgeschlossen_aid-30904977
  126. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/olbo-neubau-startet-in-einem-jahr_aid-22557689
  127. https://solingenmagazin.de/olbo-ruine-soll-in-wenigen-monaten-geschichte-sein/
  128. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/o-quartier-wird-wohnungen-gross-12073718.html
  129. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/mehr-parkplaetze-fuers-o-quartier-in-solingen_aid-36522449
  130. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/o-quartier-wird-reines-wohngebiet-9569203.html
  131. nfni/Stadt Solingen: Solingen - Stadt Solingen: Neuer Investor kauft und bebaut Olbo-Gelände. In: Focus Online. 4. Januar 2018, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  132. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/edeka-besteht-weiter-auf-supermarkt-im-o-quartier-in-solingen-ohligs_aid-37283465
  133. Sparkasse integriert Rewemarkt in neuer Ohligser Geschäftsstelle, in solingenmagazin.de
  134. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ex-globus-vorbereitungen-umbau-beginnen-11869870.html
  135. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/altem-globus-wird-neuer-rewe-10536141.html
  136. https://www.solinger-tageblatt.de/ueber-uns/unsere-anzeigenblaetter-4530967.html
  137. Marina Alice Mutz: Zwei Geburtshäuser in Ohligs. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 11. April 2016.
  138. Feuer und Rettungswache II (Memento des Originals vom 30. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.solingen.de auf solingen.de, abgerufen am 30. März 2016
  139. Stadtteilbüro Ohligs
  140. http://www.gesamtschule-ohligs.de/schwerpunkte/individuelle-foerderung.html
  141. http://www.humboldtgymnasium-solingen.de/
  142. Berichterstattung dazu.@1@2Vorlage:Toter Link/www.solinger-tageblatt.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Solinger Tageblatt
  143. Bericht des Solinger Tageblatts vom 23. September 2011, abgerufen am 24. Januar 2015.