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Ohligs ist heute der bevölkerungsreichste Stadtteil der nordrhein-westfälischen Großstadt Solingen. Als man in den 1860er Jahren eine Bahnstrecke zwischen Haan-Gruiten und Köln-Deutz realisieren wollte, kam eine optimale Trassenführung nur über Ohligser Siedlungsgebiet infrage. Auf einer Brachfläche der kleinen Hofschaft Ohligs fand sich ein verkehrsgünstiger Standort für den Bahnhofsneubau.

Stadtteil Ohligs
Stadt Solingen
Wappen von Stadtteil Ohligs
Koordinaten: 51° 9′ 41″ N, 7° 0′ 42″ O
Höhe: 100 m ü. NHN
Einwohner: 19.978 (2015)[1]
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 42697, 42699
Vorwahl: 0212
Karte
Lage von Stadtteil Ohligs in Solingen

Die Hofschaft Ohligs war zu diesem Zeitpunkt ein Teil der damaligen Stadt Merscheid. Mit der offiziellen Inbetriebnahme der Bahnstrecke Gruiten–Deutz am 25. September 1867 wurde der damals neue Bahnhof feierlich unter dem Namen Bahnhof Ohligs-Wald eröffnet.[2] Der Bahnhofsneubau von 1867, und der damit einhergehende Einsatz von auswärtigen Arbeitskräften, verursachte einen enormen Wirtschaftsboom in der ehemaligen kleinen Hofschaft Ohligs.[3]

Konjunkturell entwickelte sich Ohligs ab den 1870er Jahren so stark, dass die damaligen Kommunalpolitiker beschlossen, die Stadt Merscheid in Ohligs umzubenennen. Die Umbenennung erfolgte am 11. August 1891. Ohligs entwickelte sich zu einer prosperierenden und finanzstarken Mittelstadt im Landkreis Solingen. Durch politischen Beschluss und gegen den Willen der Mehrheit der Ohligser Bürgerschaft wurde die selbstständige Stadt Ohligs am 1. August 1929 mit den Städten Wald, Höhscheid, Gräfrath und Solingen zur neuen Großstadt Solingen zusammengeschlossen.[4]

Solingen Hauptbahnhof im Stadtteil Ohligs (hier der Bahnhofsvorplatz)
Ohligs-Mitte (hier die Düsseldorfer Straße)
Ohligser Naherholungsgebiet (hier der Stiehlsteich)
Ohligser Hofschaft Maubes

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Ohligs ist Teil der Mittelbergischen Hochflächen. Die Gesteine bestehen hauptsächlich aus Devonischen Schiefer, Grauwacken und Sandsteine. Nach Westen fällt der Stadtteil mit deutlicher Neigung zur Bergischen Heideterrasse ab. Ohligs liegt auf ca. 100 Meter über Normalhöhennull.[5] Der Stadtteil ist relativ flach und im Naherholungsgebiet Ohligser Heide befindet sich Solingens tiefster Punkt. Er beträgt nur 53 Meter über dem Meeresspiegel. Flächenmäßig hat der Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid eine Größe von 21,86 km².[6]

StadtteilbeschreibungBearbeiten

Ohligs-MitteBearbeiten

Das heute zu Ohligs gehörende Gebiet erstreckt sich beiderseits der Bahnstrecke (Streckennummer 2730) zwischen Haan-Gruiten und Köln-Deutz, die den Stadtteil in zwei Teile teilt. Dem westlichen Teil gab der Volksmund den Namen Unterland, der östliche heißt Oberland. An vielen Stellen konnte Ohligs sein kleinstädtisches Flair mangels Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und trotz diverser Abbrüche in der Nachkriegszeit bewahren. Ein Großteil von Ohligs gilt heute mit seiner Architektur als idealtypisch für eine deutsche Kleinstadt im Stil der Gründerzeit (1871–1914). Der Hauptbahnhof und die direkt angrenzende Düsseldorfer Straße bilden heute gemeinsam den urbanen Mittelpunkt von Ohligs. Als Fußgängerzone hat die ca. 1 km lange Düsseldorfer Straße heute eine fast geschlossene Wohnbebauung mit zahlreichen Einzelhandelsgeschäften. Typisch sind vor allem die dreistöckigen Wohnhäuser aus der Zeit zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Ersten Weltkrieg 1914. Auch viele denkmalgeschützte Fabrikantenvillen aus dieser Zeit befinden sich in Ohligs-Mitte, insbesondere entlang der Wilhelmstraße.[7] Das Unterland kennzeichnen diverse Wohngebiete, einige haben ihre Ursprünge in der Gründerzeit oder den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts und wurden in der Nachkriegszeit umfassend erweitert. Zusammenhängende Gewerbegebiete gibt es nur wenige im Stadtteil. Eines befindet sich am Heiligenstock westlich des Marktplatzes, ein weiteres im Süden von Ohligs an der Mühlenstraße.

Solinger Hauptbahnhof im Stadtteil OhligsBearbeiten

 
Solingen Hauptbahnhof (hier Bahngleis 3)

In Ohligs befindet sich der größte und wichtigste Bahnhof Solingens: der Solinger Hauptbahnhof. Von Ohligs aus ist der Kölner Hauptbahnhof in ca. 40 Minuten, der Düsseldorfer Hauptbahnhof in ca. 30 Minuten und der Wuppertaler Hauptbahnhof in ca. 20 Minuten zu erreichen. Der Solinger Hauptbahnhof ist an Intercity-Express- und Intercity-Verbindungen angeschlossen, sowie mit den wichtigsten Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien verbunden. Zu erreichen ist der Solinger Hauptbahnhof auf der Vorderseite über dem Bremsheyplatz oder über eine Unterführung, auf der Rückseite des Bahnhofs von der Steinstraße aus. Der Hauptbahnhof der täglich von über 10.000 Fahrgästen genutzt wird, ist damit der meist frequentierte Verkehrsknotenpunkt in Solingen.

Auf der Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes wird bis Sommer 2021 ein 6.000 m2 großes Hotel für den Stadtteil Ohligs entstehen. Das neue 150 Zimmer Hotel, soll im mittleren Preissegment als Drei-Sterne-Hotel betrieben werden. Im Erdgeschoss ist eine 400 m2 große Gastronomie mit Außenplätzen vorgesehen, die man auch als nicht Hotelgast nutzen kann. Der Neubau verläuft in V-Form von der unteren Steinstraße / Ecke Sauerbreystraße und umfasst somit die Rückseite des Solinger Hauptbahnhofes. Das Hotel soll über fünf Stockwerke und 54 Pkw-Stellplätze verfügen. Die Besonderheit: Durch den Hotelneubau wird ein direkter Zugang zum Solinger Hauptbahnhof möglich sein. Das Hotel richtet sich vor allem an Messegäste die aus Köln und Düsseldorf kommen.[8][9][10][11][12]

„Wir sind bis heute wie damals stolz, Ohligser zu sein. Wir sind das Tor zur Stadt, auch durch den Hauptbahnhof.“

Marc Westkämper, Bezirksbürgermeister von Ohligs

Ohligser Heide, Hackhauser Wald und IttertalBearbeiten

 
Heidelandschaft (hier die Ohligser Heide)
 
Hackhauser Wald (hier das Schloss Hackhausen)

Die Ohligser Heide war bis Mitte des 20. Jahrhunderts hinein mehrheitlich ein von Heide bedecktes Gebiet. Im Zuge von Wiederaufforstung zwischen 1877 und 1914 ist sie heute zu großen Teilen bewaldet. Hier hat sich ein Mischwald in der ehemaligen Heide angesiedelt.

Die Ohligser Heide soll in Zukunft eine reine Heidefläche werden. In mehreren Schritten wandeln Biologen, Landschaftsbauer und Forstwirte den Mischwald der Ohligser Heide in Heideflächen um. Die Heide ist wegen der dort vorkommenden Arten und Biotope ein Naturschutzgebiet von besonderer Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 ist man darum bemüht, durch Heiderenaturierung den ursprünglichen Charakter der Naturlandschaft wiederherzustellen.[13] Aktuell wird die 1,47 km² große Landschaft gepflegt – unter anderem durch Beweidung mit Schafen und der Entnahme ortsfremder Pflanzenarten sowie das Anlegen kleiner Gewässer. Die Wiederherstellung der Ohligser Heide wird zu 100 % von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie ist Teil des Projekts „Atlantische Sandlandschaften“.[14] Die Heide ist durch zahlreiche Radwanderwege erschlossen. Inmitten der Heide befindet sich das Freibad Heide, der Spielplatz Engelsberger Hof, der Solinger Vogel- und Tierpark und das in den 1970er erbaute ehemalige Verwaltungsgebäude der Solvay GmbH. Das Hochhaus wird heute von der Solinger Stadtverwaltung genutzt.

Die Siedlung Hackhausen, die dem Waldgebiet Hackhauser Wald den Namen gab, wird heute durch die Landesstraße 228 (Bonner Straße) geteilt. Östlich der Straße liegt in einer Kurve das Wasserschloss Hackhausen, dessen Wurzeln als Adelssitz bis in das Mittelalter zurückreichen. Rund um die bewaldete Ortslage Hackhausen finden sich zudem drei repräsentative Herrenhäuser der ehemaligen Industriellenfamilie Berg aus der Zeit zwischen 1890 und 1950, darunter die denkmalgeschützte Villa Berg und der Waldhof Hackhausen.[15]

 
Schloss Caspersbroich im Ohligser Ittertal

Östlich des Bahndamms, im Tal der Itter liegt das aus dem Mittelalter stammende Schloss Caspersbroich. Hauptdurchgangsstraße auf dem Höhenrücken ist die Weyerstraße, die Ohligs mit dem Stadtteil Wald verbindet. An der Straße befindet sich das Industriegebiet Monhofer Feld mit den Industrieunternehmen Accuride (ehemals Kronprinz) und Borbet. Der Stiehlsteich, ein ehemals von der Firma Accuride angelegter Stauteich, befindet sich westlich des Firmengeländes und ist heute als Naherholungsgebiet sehr beliebt. Südlich der Weyerstraße befindet sich um die Deusberger Straße eine zum Teil stark in das Lochbachtal abfallende Wohnsiedlung, die ab 1895 entstanden war und in der Nachkriegszeit erweitert wurde.

WohnquartiereBearbeiten

 
Ohligser Hofschaft Engelsberg

Innerhalb von Ohligs gibt es viele Wohnquartiere. Einige davon sind typische Bergische Hofschaften, deren Grenzen aber nicht genau festgelegt sind. Die folgende Auflistung beinhaltet die größten Ohligser Wohnquartiere:

  • Brabant, Broßhaus, Buschfeld, Caspersbroich, Deusberg, Engelsberg, Engelsberger Hof, Hackhausen, Hansa-Quartier[16], Keusenhof, Kovelenberg, Mankhaus, Maubes, Monhofer Feld, Olbo-Park, O-Quartier[17], Poschheide, Scharrenberg, Schnittert, Suppenheide, Siedlung am Hermann-Löns-Weg[18], Wilzhaus, Verlach

Nachbarstadtteile und -städteBearbeiten

Im Norden grenzt die Stadt Haan; im Südwesten ist es die Stadt Langenfeld und im Süden ist es der Solinger Stadtteil Aufderhöhe der direkt an Ohligs angrenzt. Im Osten sind es die Solinger Stadtteile Wald, Merscheid und Höhscheid die angrenzen. Zum Solinger Stadtzentrum nach Solingen-Mitte beträgt die Entfernung ca. 9 Kilometer.

Hilden Haan Wald
Hilden   Merscheid
Langenfeld Aufderhöhe Höhscheid

Unmittelbar angrenzende Zwillingsstadt von Ohligs ist im Nordwesten die Stadt Hilden (ca. 57.000 Einwohner), die fließend mit Ohligs verbunden ist. Die Stadt Hilden ist mit Ohligs inzwischen zu einem gemeinsamen Stadtraum zusammengewachsen. Durch die unterschiedliche Benennung der Landesstraße 85, die auf Hildener Stadtseite Walder Straße und in Ohligs Hildener Straße heißt, ist eine Stadtgrenze zwar offiziell vorhanden, aber heute praktisch nicht mehr erkennbar.

Geschichte der Region OhligsBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Die Namensherkunft von Ohligs konnte bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden. Die älteste nachweisbare schriftliche Nennung des Ortsnamens Ohligs wurde in einer auf den 22. April 1714 datierten (handgezeichneten) Karte von Joan Peter gefunden. Auf dieser Karte ist ein Wegenetz, bestehend aus Trampelpfaden, zu erkennen, welches um die Hofschaft Olligs gezeichnet wurde. Gepflasterte Straßen aus Stein waren auf Ohligser Gebiet erst ab den 1870er Jahren üblich. Beim Versuch einer Deutung des Ortsnamens stellte der letzte Bürgermeister, Paul Sauerbrey (1876–1932), fest:[19]

„Den Ursprung des Namens unserer Stadt einwandfrei zu erklären, ist nicht möglich. Darüber haben sich die Geschichtsforscher gestritten und werden auch in der Zukunft kaum zu einer geschichtlich einwandfreien Erklärung kommen. Wie in vielen Fällen bei Gründungen von Gemeinwesen, wird auch im Falle unserer Stadt der Name eines Menschen sich fortgeerbt und der ersten Siedelung den Namen gegeben haben. Da heute noch der Name Ohliger in der Umgebung vertreten ist, hat diese Vermutung immerhin den Schein einer Möglichkeit.“

Paul Sauerbrey, Ohligs letzter Bürgermeister

Anfänge bis Französische Besatzung (um 1630–1808)Bearbeiten

 
Karte von Erich Philipp Ploennies: Einzelhöfe (um 1715) im damaligen Großraum Solingen

Das heute zu Ohligs gehörende Gebiet war aufgrund seiner dichten Wälder und des unwegsamen Geländes, vermutlich bis in das 17. Jahrhundert überwiegend unbesiedelt. Wie in der gesamten Region des Bergischen Landes war zunächst die sogenannte Einzelhofbesiedlung mit sehr wenigen Bewohnern üblich, die sich an dazu geeigneten Stellen weilerartig verdichtete. Die ersten Menschen die den heutigen Stadtteil physisch urbanisiert haben, waren alle in der Landwirtschaft tätig und haben sich zu 100 % selbstversorgt.[20] Der ursprüngliche Kernort Ohligs wurde von den ersten Siedlern in der Gegend um die heutige untere Düsseldorfer Straße, an der Abzweigung zum Heiligenstock gegründet. Diese sehr kleine Gruppe von Siedlern (weniger als 20 Menschen) hat möglicherweise den heute nicht mehr existierenden Olligs-Hof gegründet. Der ehemalige Olligs-Hof bestand über Jahrhunderte nur aus einem Bauernhof mit wenigen landwirtschaftlichen Nebengebäuden in Form einer bergischen Hofschaft. Einige Historiker gehen davon aus, dass der Name Ohligs auf diese alte Hofbezeichnung Olligs-Hof zurückgeht. Ein kurzes Straßenstück zwischen Eller und Bonner Straße trägt heute den Namen „Im Ohligs“ und erinnert an diese alte Hofbezeichnung.[5]:1f.

Die Hofschaft Ohligs war bis zur französischen Besatzung im Jahr 1808 dem Amt Solingen als Teil des Herzogtums Berg unterstellt.[21]

Neben der Hofschaft Ohligs existierten zahlreiche weitere, wie etwa Schnittert, Barl, Hüttenhaus oder Maubes, deren Jahrhunderte alte Fachwerkhäuser heute einen Spiegel jener Zeit darstellen. Noch um 1715 hatte sich im Raum Ohligs kein Siedlungskern herausgebildet. Die Karte von Erich Philipp Ploennies weist lediglich diverse Einzelhöfe sowie vereinzelte Schleifkotten aus, die hauptsächlich an den Ufern von Vieh-, Loch- und Itterbach lagen. Die Geschichte der Hackhauser Mühle lässt sich bis in das Jahr 1639 zurückverfolgen. Erst 1715 genannt werden die Broßhauser Mühle und die Scharrenberger Mühle am Viehbach.[5]:11 Von den insgesamt 41 Hofschaften, die dem Deutzer Fronhof im Jahre 1788 den Feld- und Sackzehnt ablieferten, lagen 19 auf dem Gebiet der späteren Bürgermeisterei Merscheid/Ohligs.[5]:2f. Dies waren (heutige Schreibweise): Poschheide, Engelsberg, Untenmankhaus, Scharrenberg, Wahnenkamp, Suppenheide, Kullen, Rennpatt, Hüttenhaus, Bockstiege, Piepers, Ohligs, Scheidt, Potzhof, Brabant, Diepenbruch, Broßhaus, Kottendorf und Kuckesberg. Den Fruchtzehnt hatten die Höfe Garzenhaus, Heipertz und Monhof abzuliefern. Neben diesen Hofschaften waren seit dem Mittelalter auch das Schloss Hackhausen sowie das Schloss Caspersbroich für die Ohligser Bevölkerung von Bedeutung.[5]:3f.[5]:4

Unter Merscheider Verwaltung (1808–1891)Bearbeiten

 
Französische Besatzungssoldaten (um 1812)
 
Aus der Franzosenzeit (1808–1815), Gemälde von Ernst Henseler

Das Herzogtum Berg gehörte zuletzt aufgrund von Erbfällen zum Besitz des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph. Am 15. März 1806 trat er das Herzogtum Berg an den französischen Kaiser Napoleon I. im Tausch gegen das Fürstentum Ansbach ab. Unter Kaiser Napoleon wurde das Herzogtum Berg zum Großherzogtum und völlig säkularisiert. Napoleon ernannte Joachim Murat zum neuen Großherzog, der durch ein Dekret vom 13. Oktober 1807 die kommunalen Zuständigkeiten in seinem Großherzogtum neu regelte. Die französische Besatzungsmacht hat die Hofschaft Ohligs dem neu geschaffenen Arrondissement Elberfeld zugeordnet. Der deutsche Adel verlor seine Besitztümer auf Ohligser Gebiet und im Zuge einer kommunalen Neugliederung der Gebietskörperschaft wurde 1808 eine französische Mairie gegründet, die den Namen der damals größten Hofschaft bekam: Merscheid. Das Ohligser Siedlungsgebiet stand ab 1808 unter Merscheider Verwaltung, das in Größe und Siedlungsverdichtung zu diesem Zeitpunkt noch bedeutsamer war als die benachbarte kleine Hofschaft Ohligs, die nur sehr wenige Häuser hatte. Die Mairie Merscheid entstand aus den alten fünf Honschaften des Kirchspiels Wald, namentlich Schnittert, Barl, Bavert, Limminghofen und Hackhausen. Diese fünf Honschaften gelten bis heute als Ohligser Ursprungsland.[22]

Die Franzosenzeit endete mit Napoleons militärischer Niederlage in der Schlacht bei Waterloo 1815. Insgesamt war die französische Besatzungszeit, die im damaligen Großraum Solingen nur sieben Jahre dauerte (1808–1815), von wenigen Erfolgen geprägt. Vor allem gab es in der bergischen Bevölkerung, anders als in den linksrheinischen Gebieten (Aachen, Köln, Bonn) wo die Franzosenzeit ca. zwanzig Jahre dauerte, keine wirklichen Unterstützer der frankophonen Reformpolitik. Der deutsche Landadel blieb wegen der mangelhaften Agrarpolitik kritisch, der Klerus verlor durch die Säkularisierung und Einführung der Gewaltenteilung massiv an Autorität und die Kaufmannsgilde, die eigentlich am meisten von den liberalen Wirtschaftsreformen profitieren musste, wurde durch die Napoleonischen Kriege und die damit wegbrechenden Absatzmärkte im Ausland eher geschwächt als gestärkt. Die Masse der Solinger Bevölkerung (über 90 %), speziell die einfachen Bauern und Handwerker litten am meisten unter den französischen Repressalien, insbesondere haben die Familien des Prekariats die Folgen der Zwangsrekrutierungen durch die Grande Armée zu spüren bekommen.[23]

Im Jahre 1815 wurde aus der Mairie eine preußische Bürgermeisterei, die zum Kreis Solingen innerhalb des Regierungsbezirks Düsseldorf gehörte. Das Urkataster von 1830 zeigt für Ohligs und noch ausgeprägter für Merscheid deutliche Siedlungskernbildungen an. Zu diesem Zeitpunkt (um 1830) lebten im Raum Ohligs/Merscheid ca. 4.000 Einwohner. Außerdem avancierte die Weyerstraße, die Ohligs mit der Stadt Wald verbindet, zur bevorzugten Wohngegend und wurde alsbald zum Zentrum des Gemeindelebens. Dort hatten zunächst auch die Bürgermeister Merscheids ihren Amtssitz. Von 1817 bis 1848 wurden die Bürgermeistereien Wald und Merscheid zudem in Personalunion verwaltet. Auf diese Weise konnten die Kosten für das Gehalt des Bürgermeisters geteilt werden. Merscheid wurde im Zuge der preußischen Städteordnung am 24. September 1856 das Stadtrecht verliehen.[5]:2f.

 
Fachwerkhaus der Ohligser Hofschaft Scharrenberg

Von 1864 bis 1867 wurde eine Bahnstrecke durch das Lochbachtal in Ohligs gebaut. Für den Bau des dafür notwendigen Bahndamms mussten viele umliegende Hofschaften weichen. Als Beispiel dienen die ehemaligen Hofschaften Kullen und Kulltappen östlich des Bahndamms.[24] Auf einer unbebauten Brachfläche der Hofschaft Ohligs entstand mit dem damals neuen Bahnhof Ohligs-Wald, der am 25. September 1867 eröffnet wurde, der erste Bahnhof auf heutigem Solinger Stadtgebiet. Noch im Jahre 1867 baute man eine Stichstrecke von Ohligs nach Solingen-Mitte zum Bahnhof am Weyersberg. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz bewirkte ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum in der Hofschaft Ohligs. Die Lage westlich des Bahnhofs wurde ab den 1870er Jahren schnell zum bevorzugten Siedlungsgebiet, das sich mit Einzelhandel und Wohnbebauung immer weiter verdichtete.

 
Erstes Merscheider Gemeindehaus an der Weyerstraße 75 (erbaut 1868)

Um 1860 gründete sich die erste evangelische Kirchengemeinde in Ohligs. Am 15. August 1866 haben die Ohligser Lutheraner an der Wittenbergstraße eine Kirche eingeweiht, die heutige evangelische Stadtkirche an der Wittenbergstraße. Die evangelische Stadtkirche ist mit über 150 Jahren die älteste Kirche in Ohligs.[25] 1887 wurde ein evangelischer Friedhof westlich der Bonner Straße angelegt, der 1896 und 1907 erweitert wurde.[26] Zur Anlage eines Wochenmarktes kaufte die Merscheider Stadtverwaltung im Jahre 1866 an der Aachener Straße ein Grundstück, welches heute als Ohligser Marktplatz genutzt wird.[27] Im Jahre 1868 erfolgte der Bau eines Rathauses oberhalb der Hofschaft Engelsberg. Es wurde bis 1876 vom damaligen Bürgermeister Kelders benutzt. Um 1875 wurde ein Ortsstatut erlassen, das die Aufstellung von Fluchtlinienplänen vorsah.[5]:3

Die Bahnstrecke trennte Ohligs in zwei Teile, das Oberland im Osten und das Unterland im Westen. Damit eine Querung der Strecke dennoch möglich war, errichtete die Bahn in Höhe des Bahnhofs 1878 eine Seilbrücke von 48 Meter Länge und 1,50 Meter Breite. Diese Seilbrücke war aber für die Masse an Fußgängern viel zu eng und die Aufgänge zu steil. Im Jahre 1884 wurde eine neue Brücke aus Stein errichtet, die nun 2,05 Meter breit war und im Volksmund den Namen Jammerbrücke trug, da auch sie bei der Verkehrsbelastung nicht ausreichend war. Trotz Protesten in der Bevölkerung blieb die Brücke stehen. Sie wurde später als Brücke aus Beton neu gebaut und trägt seitdem den Namen Berliner Brücke[28][29]:57f. Nach dem Bau der Korkenzieherbahn erhielt die Stadt Wald im Jahre 1890 einen eigenen Bahnhof, den damals neuen Bahnhof Wald. Der Namenszusatz Wald entfiel in Ohligs und der Bahnhof hatte von 1880 bis 1929 die offizielle Bezeichnung Bahnhof Ohligs. 1890 wurde Ohligs an das Telefonnetz angeschlossen.

Die katholische Kirchengemeinde in Ohligs hat ihren Ursprung um 1850 und zählte weniger als 100 Gemeindemitglieder. Damals gehörten die Katholiken in Ohligs noch zur Pfarrgemeinde St. Katharina in Wald. Von 1862 bis 1891 existierte auf der Hackhauser Straße auch eine katholische Kirche die man aus Platzmangel abgerissen hat. Anfang der 1890er Jahre hatte die katholische Gemeinde in Ohligs schon über 700 Mitglieder. Eine neue katholische Kirche, die heutige Pfarrkirche St. Joseph an der Hackhauser Straße, wurde am 19. März 1893 von dem damaligen Gemeindepfarrer Joseph Joisten gesegnet und offiziell eingeweiht. Die Kirche, die die Hausnummer „4“ übrigens mit dem Kölner Dom teilt, ist heute mit seinem 40 Meter hohen Glockenturm das „Wahrzeichen von Ohligs“.[30][31]

Die katholischen Kirchengemeinden St. Joseph (Ohligs), St. Katharina (Wald), St. Mariä Empfängnis (Merscheid) und Liebfrauen (Aufderhöhe) haben sich am 1. Januar 2019 zur neuen katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian vereinigt. Mit über 16.000 Gemeindemitglieder ist St. Sebastian die größte katholische Kirchengemeinde in Solingen. Die Verwaltung und der Sitz des leitenden Pfarrers Meinrad Funke (Verantwortlicher für alle Katholiken in Solingen-West) ist auf der Hackhauser Straße 10 in Ohligs.[32]

Eigenständige Stadt Ohligs (1891–1929)Bearbeiten

 
Ohligs, mit seinen Nachbargemeinden (in den Grenzen bis 1929)

Die Bevölkerungsentwicklung und die damit entstandene Finanzkraft von Ohligs, wurde gegenüber Merscheid so stark, dass man am 11. August 1891 beschloss Merscheid in Ohligs umzubenennen. Ohligs wurde der neue Name der Kleinstadt im Landkreis Solingen.[29]:47 Im gleichen Jahr wurde an der heutigen Merscheider Straße das neue Rathaus, dass sich eindeutig nach Ohligs und dem Bahnhof hin orientierte eingeweiht und von dem damaligen Bürgermeister Paul Martin Trommershausen bezogen. Merscheid hatte zu dieser Zeit seine Bedeutung gegenüber Ohligs längst eingebüßt. Im Zuge erneuter Grenzkorrekturen zwischen Wald und Ohligs trat Ohligs 1893/1894 die Hofschaften Tiefendick und Scheuer an Wald ab. Ob im Gegenzug Ohligs die Hofschaft Krausen von Wald erhielt, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Am 3. Januar 1894 wurde die Bahnstrecke Düsseldorf–Hilden–Ohligs in Betrieb genommen, wodurch der Bahnhof in Ohligs zum Kreuzungsbahnhof wurde.[33] In der Hochphase der Ohligser Stadtentwicklung (bis 1929), wurden folgende öffentliche Einrichtungen gebaut: 1895 entstand neben dem Ohligser Rathaus ein Amtsgericht, ein Schlachthof wurde auf der Hildener Straße eröffnet und im Jahr 1897 wurde an der Virchowstraße das erste Krankenhaus auf Ohligser Stadtgebiet eröffnet. Als große Versammlungshalle diente ab 1904 die Ohligser Festhalle an der Talstraße die es heute noch gibt.[5]:3ff.

Auch die private Bautätigkeit rund um den Bahnhof riss nicht ab, sondern steigerte sich sogar seit der Umbenennung von 1891. Dies verdeutlicht die Einwohnerzahl von Ohligs, die zwischen 1871 und 1910 um 22 % stieg. Der Kernbereich von Ohligs konnte eine starke Verdichtung mit Einzelhandelsgeschäften und Wohnbebauung aufweisen. Im Kern wies die Ohligser Innenstadt zu dieser Zeit bereits, vor allem entlang der Düsseldorfer Straße, eine nahezu geschlossene Bebauung mit dreigeschossigen Gebäuden auf. Rasch bildete sich außerdem ein Stadtergänzungsgebiet, welches im Westen von der Ohligser Heide und im Osten von der Bahnlinie begrenzt wurde. Die Hofschaften in den Randbezirken – Barl, Maubes, Schnittert, Keusenhof, Wilzhaus – blieben weilerartig und waren wenig besiedelt. Insgesamt ließen Wohnen und Handel keine klare Trennung erkennen, überwiegend bildeten sich Mischgebiete.[5]:3ff. Im Jahre 1910 gab es zehn praktizierende Hausärzte in Ohligs, einen Augen- und einen Tierarzt. 1912 waren insgesamt drei Apotheken in der Stadt konzessioniert.[5]:6f. Im Jahre 1920 wurde in Ohligs eine Volkshochschule gegründet und 1923 der neue Waldfriedhof am heutigen Hermann-Löns-Weg eröffnet.

Städtevereinigung bis Kriegsende (1929–1945)Bearbeiten

Als die Stadt Ohligs beschloss, an der damaligen Rathausstraße (heute Sauerbreystraße) ein Hallenbad zu errichten, stand schon bei Baubeginn 1928 fest, dass die Gemeinden des oberen Kreises Solingen, namentlich Gräfrath, Wald, Höhscheid und Solingen, mit Ohligs am 1. August 1929 zu einer neuen Großstadt Solingen fusionieren sollten. Schärfster Gegner dieser Vereinigung war die Bürgerschaft von Ohligs gewesen. Aufgrund der enormen Wirtschaftskraft kämpften Ohligser Bürger und Politiker jedoch vergeblich für den Erhalt der Eigenständigkeit. Der Kampf unter Führung des letzten Ohligser Bürgermeisters Paul Sauerbrey, der zeitlebens immer gegen den Zusammenschluss war, war letztendlich vergeblich und der Preußische Landtag beschloss am 10. Juli 1929 in Berlin mit 210 Ja- gegen 167 Nein-Stimmen bei 73 Enthaltungen die Städtevereinigung.[34]

 
Beisetzung der 71 Ermordeten vom Wenzelnberg vor dem alten Ohligser Rathaus (1. Mai 1945)

NS-Endphaseverbrechen (13. April 1945)Bearbeiten

Am 13. April 1945, drei Tage vor Einmarsch der Amerikaner in Ohligs, ermordete ein Tötungskommando bestehend aus Gestapo und SS am Wenzelnberg in Langenfeld-Wiescheid 71 Männer aus Remscheid und Wuppertal. Nach offiziellen Angaben wurden die Männer dort paarweise an den Daumen zusammengebunden und durch Genickschuss getötet. Ortsansässige sprachen auch von nicht erschossenen Männern, die gefesselt in die Grube fielen und lebendig begraben wurden. Ende April 1945 ließen amerikanische Soldaten die Leichen exhumieren und am 1. Mai 1945 auf dem Platz vor dem Ohligser Rathaus beerdigen. Die Bevölkerung war zur Teilnahme an der Trauerfeier zwangsverpflichtet. Erst 1965 wurden die Leichen erneut exhumiert und wieder am Wenzelnberg beigesetzt, wo sich seitdem eine Gedenkstätte befindet.[35][36]

Nachkriegszeit (1945 bis 1960)Bearbeiten

Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Stadtteil Ohligs von den Bomben der Alliierten weitgehend verschont. Größere bauliche Veränderungen, insbesondere durch diverse Neubauten, brachte erst die Nachkriegszeit bis 1960 mit sich. Auch Straßen, die bislang nur locker bebaut waren, erlebten eine bauliche Verdichtung, wie etwa die Deusberger Straße und Bonner Straße. An der Schwanenstraße wurde 1962 ein neues Krankenhaus fertiggestellt, die katholische St.-Lukas-Klinik. Ebenso veränderte sich in dieser Zeit das Gesicht von Bahnhof und Ohligser Innenstadt grundlegend. Alles begann im Jahr 1967, als zunächst die umfassende Renovierung der Festhalle abgeschlossen wurde und das neue Empfangsgebäude des Bahnhofes Solingen-Ohligs eingeweiht wurde. Diesem Neubau ging der Abriss des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1867 voraus, das zuletzt stark ramponiert war.[37]:43[38]

Italienische Migration (1960 bis 1970)Bearbeiten

 
Ehemalige italienische „Gastarbeiter“ beim Deutschunterricht (1962)

Im Zuge der Gastarbeiterbewegung kamen ab 1960 sehr viele Italiener nach Ohligs. Die damals noch jungen Gastarbeiter stammten fast alle aus dem nord sizilianischen Dorf Trappeto. Zwischen 1960 und 1970 sind über 70 % der Bevölkerung von Trappeto nach Ohligs ausgewandert. Die meisten Italiener in Ohligs wohnen an der Lennestraße, diese Straße wird im Ohligser Volksmund auch Klein Napoli genannt.[39][40] Der größte Teil der ehemaligen Gastarbeiter war in der Metallverarbeitung und der Schneidwarenindustrie tätig. Solingen hat heute als Großstadt (nach Wolfsburg) den zweitgrößten italienischen Bevölkerungsanteil in Deutschland.[41]

Ohligs heute (seit 1970)Bearbeiten

1970 startete der von den Ohligsern lang ersehnte Umbau des Bahnhofsvorplatzes, Baubeginn war der 1. Juli 1970. Im Zuge der Errichtung eines großzügigen Busbahnhofes musste unter anderem das stadtbildprägende sogenannte Bügeleisenhaus weichen. Ohligs erhielt ein völlig neues Verkehrskonzept. So wurde 1975 die Düsseldorfer Straße zu einer reinen Fußgängerzone zurückgebaut und die Talstraße führte von nun an den Verkehr von Ost nach West.[37]:47 Im Zuge der Vorbereitungen für einen S-Bahn-Betrieb auf der Bahnstrecke Düsseldorf–Solingen erfolgte der Bau des Haltepunktes Solingen Vogelpark an der Hildener Straße, der am 23. Februar 1977 eingeweiht werden konnte. Die erste S-Bahn der Linie S 7 befuhr die Strecke am 28. September 1980. Seit dem Jahre 1979 ist der Bahnhof Solingen-Ohligs an das Intercity-Netz angeschlossen.

Das 68 Millionen D-Mark teure Klärwerk an der Stadtgrenze zu Hilden wurde am 22. August 1997 fertiggestellt. Am 8. November 1997 wurde die 60.000 D-Mark teure historische Persil-Uhr am Rande des Ohligser Marktplatzes offiziell eingeweiht.[37]:73 Im Zuge der Regionale 2006 wurde der Bremsheyplatz (Bahnhofsvorplatzes) vor dem Hauptbahnhof sowie der gesamte Busbahnhof mit Taxistand völlig neu umgebaut, nachdem schon das Bahnhofsgebäude selbst durch eine energetische Sanierung und barrierefreie Zugänge ein modernes Erscheinungsbild in orange erhalten hatte. In diesem Zusammenhang wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Änderungen der Verkehrsführung im Umfeld des Bahnhofes, Umgestaltung des Bremsheyplatzes, Ausstattung der Unterführung unter dem Solinger Hauptbahnhof mit neuem Farb- und Lichtkonzept[42], Bau eines Parkhauses mit 200 Pkw-Stellplätzen, Verlegung des Taxistandes. Gebaut wurde von 2007 bis zum Jahr 2009, die Baukosten betrugen rund 3,3 Millionen Euro.[43] Durch diese Umgestaltungen in Ohligs-Mitte erhielt nach der Stilllegung des alten Hauptbahnhofes in Solingen-Mitte der Ohligser Bahnhof am 10. Dezember 2006 den neuen Namen Solingen Hauptbahnhof.

DemografieBearbeiten

Bevölkerungsprognose bis 2025Bearbeiten

Seit 2014 wächst die Solinger Bevölkerung, so auch in Ohligs. Der Stadtteil Ohligs ist der am stärksten wachsende Stadtteil von Solingen. Er bildet heute, zusammen mit den beiden anderen westlichen Stadtteilen Aufderhöhe und Merscheid, den bevölkerungsreichsten Stadtbezirk Solingens. Der Bezirk hat über 42.000 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (Stand 2016 / Statistikstelle der Stadt Solingen). Die Todesfälle sind jedoch seit 2014 höher als die Geburten. Der Bevölkerungszuwachs seit 2014 erklärt sich durch die Ansiedlung von Neubürgern, bedeutet: Die Ansiedlung nach Solingen übersteigt die Wegzüge und Todesfälle in Solingen. Ein starker Zuzug von jungen Familien ist aus dem Düsseldorfer Umland (insbesondere Haan und Hilden) erkennbar, welches sich in moderat steigenden Immobilienpreisen im Stadtteil widerspiegelt.[44] 12.233 Ohligser haben heute einen Migrationshintergrund. Die größte Migrantengruppe bilden Ohligser mit italienischer Herkunft. Älter als 65 Jahre sind 8.963 Ohligser.

Mittelfristig ist nach Angaben der Solinger Stadtverwaltung davon auszugehen, dass das Bevölkerungswachstum stabil bleibt und sich in den kommenden Jahren (mindestens bis 2025) fortsetzen wird.[45][46][47]

Einwohnerentwicklung und Häuserzahlen (1715 bis 2016)Bearbeiten

Jahr Einwohnerzahl Häuserzahl Stadtraum
1715 weniger als 50 Hofschaft Ohligs
1808 ca. 2.500 Mairie Merscheid
1827 3.814 530 Bürgermeisterei Merscheid
1843 5.221 Bürgermeisterei Merscheid
1871 8.772 1.245 Stadt Merscheid
1885 12.646 1.765 Stadt Merscheid
1895 17.048 2.107 Stadt Ohligs
1905 24.257 2.746 Stadt Ohligs
1929 29.768 Stadt Ohligs
1939 32.024 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
1946 35.393 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
1961 37.227 4.466 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid
2016 42.129 Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid

PolitikBearbeiten

Bezirksvertretung für Ohligs/Aufderhöhe/MerscheidBearbeiten

Sitzverteilung in der
Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid 2018
      
Insgesamt 15 Sitze

Die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ist das wichtigste politische Gremium für Ohligs. Die Mitglieder dieser Vertretung werden Bezirksvertreter genannt und für einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren (Dauer einer Legislaturperiode) gewählt. Der Vorsitzende einer Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister.[48] Die Bezirksvertretung ist das direkt gewählte Gremium, welches das öffentliche Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtbezirks vertritt. Sie hat die Aufgabe, die Eigenart des Bezirks und ihrer Gebietsteile zu bewahren und fortzuentwickeln sowie Wünsche und Interessen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu erfassen und zur Geltung zu bringen. Die Bezirksvertretung befasst sich mit öffentlichen Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht. Einzelheiten ergeben sich aus der Gemeindeordnung NRW und der Hauptsatzung der Stadt Solingen. Die Bezirksvertretung ist für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig und hat ein Anhörrecht zu allen relevanten Dingen im Stadtbezirk. So kümmert sie sich etwa um Angelegenheiten des Straßenverkehrswesens, des Schulwesens sowie um die Pflege des Ortsbildes im Bezirk und fungiert als lokale Schnittstelle zwischen dem Rat, der Stadtverwaltung und den Bürgern. Die Sitzungen der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid sind in der Regel öffentlich. Die Bezirksvertretung tagt meist an der Bonner Straße 100 in Ohligs (ehemaliges Solvaygebäude). Nach Absprache mit dem Bezirksbürgermeister können die Sitzungen grundsätzlich unterbrochen werden, damit Einwohnerinnen und Einwohner ihre Anliegen persönlich darstellen können. Die Bezirksvertretung wurde das letzte Mal am 25. Mai 2014 von den Wahlberechtigten des Stadtbezirks gewählt. Die aktuelle Legislaturperiode für die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid beträgt einmalig sechs Jahre und endet am 13. September 2020.[49]

BezirksbürgermeisterBearbeiten

  • 2014–heute: Marc Westkämper (CDU) (Bezirksbürgermeister)
  • 2014–heute: Juliane Hilbricht (Grüne-offene Liste) (1. Stellvertreterin des Bezirksbürgermeisters)
  • 2014–heute: Axel Schultz (SPD) (2. Stellvertreter des Bezirksbürgermeisters)[50]

Bürgermeister der ehemaligen Stadt (1889 bis 1929)Bearbeiten

Folgende Politiker übten das Amt des Bürgermeisters aus:[51]

  • Paul Martin Trommershausen (1889–1903)
  • Karl Czettritz (1903–1920)
  • Erich vom Bruch (kommissarisch 1920–1921)
  • Wilhelm Langhans (kommissarisch 1921–1922)
  • Paul Sauerbrey (1922–1929)

Ab dem 1. Oktober 1920 wurden die Verwaltungsgeschäfte zunächst von dem Beigeordneten Erich vom Bruch geführt. Dieser wurde jedoch zum Bürgermeister von Leer (Ostfriesland) gewählt und schied so am 20. November 1920 aus. Nach diesem führte bis 1921 der Beigeordnete Menge die Amtsgeschäfte kommissarisch. 1921 wurde Wilhelm Langhans zum neuen Beigeordneten für Ohligs gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war die Bürgermeisterstelle vakant, daher nahm Langhans als Vertreter der Bürgerschaft die Amtsgeschäfte wahr, bis Paul Sauerbrey 1922 sein Amt antrat.[52]

Wappen und SiegelBearbeiten

 
Kaiser Wilhelm II. genehmigte im Jahr 1896 das bis heute aktuelle Ohligser Stadtwappen

Die Stadt Ohligs bat 1891 um die Genehmigung zum Führen eines Stadtwappens, nachdem seit 1833 unterschiedliche Siegel in Gebrauch waren. Ein erster Entwurf mit drei Feldern, der ein schwarz geflügeltes Rad, einen bergischen Löwen und sieben Silbersterne sowie darüber eine dreitürmige Mauerkrone zeigte und in den Farben Gold, Rot und Blau gehalten war, wurde sowohl von Wilhelm II. wie auch vom königlich-preußischem Heroldsamt in Berlin aufgrund der Einbeziehung des bergischen Löwen und der Gestaltung der Mauer abgelehnt. Zwei weitere Entwürfe wurden eingereicht, von denen der zweite die Zustimmung des Kaisers fand. Dieses Wappen, das unten abgebildet ist, wurde der Stadt Ohligs im Jahre 1896 offiziell verliehen.[5]:5f.

Blasonierung: Das Stadtwappen trägt in einem gotischen Schild, gespalten in Blau und Gold, vorn sieben silbernen Sterne im Verhältnis 2:2:2:1 und hinten ein schwarzes Flügelrad. Das Oberwappen zeigt eine rote zinnengekrönte Stadtmauer mit geschlossenem Tor und drei Türmen.

Beschreibung: Die sieben Sterne repräsentieren die Zahl der Höfe, aus denen die Stadt einst hervorgegangen ist. Das Flügelrad symbolisiert die Bedeutung des Bahnhofes für Ohligs mit seiner Verbindung zur Eisenbahn. Die Stadtmauer mit dem geschlossenem Tor und drei Türmen weist Ohligs als Kleinstadt aus.[53]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Die nachfolgende Auflistung stellt die größten jährlichen Festivitäten im Stadtteil Ohligs dar:

„OTV Karnevals-Party“ im Februar oder MärzBearbeiten

Immer am letzten Samstag vor Rosenmontag findet in der OTV-Halle am Schützenplatz Solingens größte Karnevals-Party statt. Die Party wird vom Ohligser Sportverein OTV 88 veranstaltet. Jedes Jahr feiern bis zu 2.000 Besucher (meist kostümiert) bei Livemusik Karneval.[54][55]

„Frühlingserwachen“ im MärzBearbeiten

Immer an einem März-Sonntag findet das „Frühlingserwachen“ in Ohligs statt. Dieses Stadtteilfest, bietet den Besuchern mit aktivem Kunstmarkt und verkaufsoffenem Sonntag, entlang der Düsseldorfer Straße abwechslungsreiche Unterhaltung.[56][57]

„Kneipenfreitag“ im AugustBearbeiten

Im Monat August findet an einem Freitagabend der Ohligser „Kneipenfreitag“ statt. Bis zu 15 Gastronomiebetriebe (Kneipen, Clubs, Restaurants, Cafés und Bistros) aus Ohligs werden mit Fahnen ausgestattet, die auf eine Musikveranstaltung hinweisen. Das Musikprogramm besteht aus unterschiedlicher Live-Musik bis hin zu DJs, die in den teilnehmenden Locations auflegen. Veranstaltet wird der Kneipenfreitag von den Ohligser Jongens e. V.[58]

„Brückenfest“ im OktoberBearbeiten

Immer an einem Oktober-Sonntag findet das „Brückenfest“ in Ohligs statt. Dieses Straßenfest, welches mit Büchermarkt und verkaufsoffenem Sonntag, entlang der Düsseldorfer Straße statt findet, wird mit kulinarische Köstlichkeiten, Live-Musik und Kunst-Events von der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) veranstaltet.[59][60][61]

„Weihnachtsdürpel“ im DezemberBearbeiten

Ein Weihnachtsmarkt mit dem Namen Weihnachtsdürpel findet immer im Dezember vor der evangelischen Stadtkirche an der Wittenbergstraße statt. Auf der Wittenbergstraße werden dann 24 weihnachtlich geschmückte Holzhütten aufgebaut, wo kulinarisches und handgemachte Adventsgestecke angeboten werden.[62][63]

Ohligser Dürpelfest seit 1975Bearbeiten

Das größte Volksfest im Bergischen Städtedreieck ist das Dürpelfest in Ohligs, welches jedes Jahr über 100.000 Besucher anzieht.[64] Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) veranstaltet und verantwortet dieses Volksfest seit 1975. Das Dürpelfest findet immer an einem Mai-Wochenende in Ohligs-Mitte statt. Vom Hauptbahnhof aus, über die Fußgängerzone (Düsseldorfer Straße), sowie in den Seitenstraßen bis hin zum Marktplatz, wo eine Kirmes mit unterschiedlichen Fahrgeschäften angeboten wird, erstreckt sich das Dürpelfest. Als Besucher hat man auf dem Dürpelfest die Wahl, zwischen 40 verschiedenen Ständen (Bier und Imbissständen) auch zu Tanzen und Live-Musik zu hören.[65] Der Hauptteil der Stände wird von ehrenamtlichen Vereinen aus dem Stadtteil Ohligs geleitet, eine geringe Anzahl der Stände wird von externen Schaustellern gewerblich betrieben.[66] Berühmt ist das Dürpelfest vor allem für live gespielte Musik von unterschiedlichsten Coverbands und Solokünstler, die ohne Eintritt auf fünf Bühnen vor Publikum spielen.

Das Dürpelfest 2019 findet vom 24. bis einschließlich 26. Mai 2019 statt.[67]

Sport und FreizeitmöglichkeitenBearbeiten

 
Ehemaliges Fußballstadion am Hermann-Löns-Weg
 
Das zukünftige Planetarium, an der Tunnelstraße in Ohligs
 
Solinger Vogel- und Tierpark am Hermann-Löns-Weg

SportBearbeiten

Der OTV 88 ist der mitgliederstärkste Sportverein in Ohligs, der mit eigener Halle am Schützenplatz aktuell neun Sportarten anbietet (Badminton, Handball, Kanu, Schach, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Turnen und Volleyball).

Das ehemalige Zweitliga-Stadion am Hermann-Löns-Weg in Ohligs[68] war Jahre lang Heimstätte des traditionsreichen Fußballvereins Union Solingen.[69] Das Stadion wurde 2018 abgerissen.[70] Der Fußballverein Union Solingen entstand am 24. Juli 1974 durch die Fusion des OSC Solingen und dem VfL Solingen-Wald. Unter dem Namen Union Solingen gelang im Mai 1981 der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 1983/84 erreichten die Solinger mit dem fünften Tabellenplatz ihren sportlichen Zenit. Ein Jahr später erreichte die Mannschaft im DFB-Pokal das Viertelfinale, wo sie mit 1:2 an Borussia Mönchengladbach scheiterte. Im Mai 1989 stieg die Union aus der 2. Bundesliga ab. Im Jahr 2012 hat sich die Union nach einem Zusammenschluss mit dem BSC Aufderhöhe offiziell in BSC Union Solingen 1897 e. V. unbenannt und ist Mitglied im Fußballverband Niederrhein. Aktuell (Saison 2018/19) spielt die BSC Union Solingen in der Kreisliga B (9. Liga).[71][72]

Neues Planetarium und Sternwarte an der TunnelstraßeBearbeiten

In einem ehemaligen Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße unterhalb des Solinger Hauptbahnhofs entsteht ein neues Planetarium und eine neue Sternwarte. Diese Bildungseinrichtung wird den Namen Galileum Solingen erhalten. Die Walter-Horn-Gesellschaft als Betreiber des Galileums beziffert die Gesamtinvestition auf ca. 8 Mio. Euro. Für das neue Galileum wird ein alter Gaskugelbehälter der Stadtwerke Solingen umgebaut. Die Sternwarte wird in einem daneben gelegenen Neubau Platz finden. Die Projektionskuppel kommt aus den USA, der Steuerungsprojektor aus Japan und die Videotechnik aus Frankreich. Das Planetarium bietet Platz für über 80 Besucher. Vom Foyer im Erdgeschoss bis zur Sternwarte im Dachgeschoss dreht sich alles um das Thema Sterne und Weltall.

Am 5. Juli 2019 wird das neue Galileum im Ohligser Stadtwerke-Park an der Tunnelstraße feierlich eröffnet. Einen Tag der offenen Tür gibt es dann am 7. Juli 2019.[73]

Ohligser Jongens e. V.Bearbeiten

Der Ohligser Jongens e. V. ist ein 2014 gründeter Heimatverein.[74] Als gemeinnütziger und überparteilicher Verein beteiligen sich die Ohligser Jongens aktiv an der Stadtteilentwicklung in Ohligs. Das Kürzel OLX (für Ohligs), welches im Stadtteil sehr geläufig ist, geht auf eine Initiative der Ohligser Jongens zurück.[75][76][77] Die Jongens unterstützen auch zahlreiche gemeinnützige Zwecke, u. a. verleihen sie den Paul-Sauerbrey-Preis für besonderes Engagement im Stadtteil.[78]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaftsgeschichte (Mittelalter bis heute)Bearbeiten

 
Schleifer im Mittelalter bei der Arbeit

Für die Wirtschaftsgeschichte von Ohligs war, wie auch in den anderen Stadtteilen Solingens, über Jahrhunderte das metallverarbeitende Gewerbe, insbesondere die Herstellung von Schneidwaren, prägend. Die Anfänge reichen bis in das Mittelalter zurück. In überwiegender Zahl wurden die Schneidwaren in den Schleifkotten an Itter-, Loch- und Viehbach gefertigt. Im Jahre 1715 gab es davon allein auf Ohligser/Merscheider Gebiet 15 Schleifkotten sowie ein Hammerwerk. Bereits Anfang des 14. Jahrhunderts arbeiteten die Schleifer exportorientiert, wobei die Schneidwaren mithilfe von Handelshäusern etwa nach Frankreich, Italien, die Niederlande, die nordischen Länder und Amerika geliefert wurden. Im 19. Jahrhundert hatte das Schneidwarenindustrie einen so hohen Anteil an der Erwerbstätigkeit, dass andere Branchen wie zum Beispiel der Textilsektor dagegen quasi unbedeutend waren.

Anfang des 20. Jahrhunderts ließen sich auch Großbetriebe der Schneidwarenindustrie in Ohligs nieder. Dazu zählten unter anderem die Firma Gerling, die noch in den 1970er Jahren mit 470 Beschäftigten der größte Taschenmesserhersteller Deutschlands war, sowie die Firma Altenbach & Söhne, die um 1970 mit 220 Beschäftigten Schneidwaren aller Art herstellte. Daneben bestanden vor allem kleinere und mittlere Hersteller wie das Unternehmen Robert Herder (Windmühlenmesser). Große Firmen arbeiteten noch bis in die 1980er Jahre in nennenswerter Zahl mit Heimarbeitern.

 
Die Poschheider Mühle war der erste Standort der Firma Bremshey

Die Fabrikfertigung in Ohligs begann indes nicht in der Schneidwarenindustrie, sondern in der Herstellung von Bügelrahmen für Taschen, Zigarren- oder Zigarettenetuis. Diese sogenannten Bügelfabriken ergänzten ab den 1840er Jahren die Schneidwarenindustrie. Hinzu kam, wie in Wald, ab Ende des 19. Jahrhunderts auch die Schirmfuniturenindustrie. Die Fabrikfertigung von Schirmgestellen sorgte für die massive Vergünstigung von Schirmen. Großfabriken wie Kortenbach & Rauh in Wald sowie Bremshey & Co. in Ohligs entstanden.[5]:15ff. Die Firma Bremshey & Co.,[79] hatte ihren Standort von der Poschheider Mühle zu einer Fläche westlich der Bahnlinien (heute Kelders- und Bremsheyplatz) verlagert und dort zunächst Bajonette und Gewehre produziert. Der Betrieb ging aber 1876 zur Herstellung von Regenschirmgestellen über. Nach Erfindung des Taschenschirms begann Bremshey 1932 mit dessen Serienproduktion unter dem Markennamen Knirps. Neben der Produktion in unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofs Ohligs wurde später jenseits der Stadtgrenze zu Hilden ein zweiter Standort eingerichtet, den heute die Firma Qiagen nutzt. Die Verwaltung der Bremshey AG blieb bis zum Konkurs 1982 an der Ahrstraße in Ohligs.

 
Gründeraktie der Actien-Brauerei Ohligs vom 27. Februar 1899

Östlich der Bahnlinien, an der Weyerstraße, nahm 1897 die Firma Kronprinz AG für Fahrradteile der Unternehmer Rudolf Kronenberg und Carl Prinz die Fertigung von Fahrradrädern auf. Daraus wurde später die Produktion von Rädern für Pkw und Lkw. Nach dem Tod der Gründer (1907 und 1934) übernahm Mannesmann schrittweise alle Aktien von Kronprinz. Die Deindustrialisierung ab den 1980er Jahren, die mit Abwanderungen der Industrie infolge mangelnder Gewerbeflächen oder Fabrikschließungen und massiven Arbeitsplatzverlagerungen einherging, hat einen Strukturwandel zur Folge. Nach dem Konkurs von Bremshey 1982 ging Gerling 1987/1989 in Insolvenz, die Firma Klopp folgte 1991.[5]:15ff. 1899 entstand die Actien-Brauerei Ohligs, die 1972 mit der 1753 in Solingen gegründeten Brauerei Beckmann verschmolzen wurde. Am 24. März 1989 schloss die Brauerei Beckmann in Ohligs ihre Pforten.[37]:15ff. Die größten Arbeitgeber in Ohligs sind aktuell (2019) die St.-Lukas-Klinik mit rund 700 Mitarbeitern sowie die Automobilzulieferer Accuride (ehemals Kronprinz) und Borbet mit jeweils ca. 500 Beschäftigten.

2016 hat das Softwareunternehmen Codecentric AG an der Hochstraße im Hansa-Quartier eine neue Konzernzentrale fertiggestellt. In Deutschland, Bosnien, Serbien und den Niederlanden ist Codecentric an 15 Standorten vertreten und beschäftigt aktuell über 400 Mitarbeiter. Codecentric hat von Anfang an drei zusätzliche Bauabschnitte im Hansa-Quartier vorgesehen. Der nächste, ein Anbau an den bestehenden Flügel, soll 2019 bezogen werden und 120 neue Arbeitsplätze schaffen. Das gesamte Investitionsvolumen beziffert die Codecentric AG auf ca. 15 Millionen Euro (Stand 2017).[80][81][82]

Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG)Bearbeiten

Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e. V. (OWG) wurde 1965 von Ohligser Geschäftsleuten gegründet. Die OWG ist die stärkste Händlergemeinschaft in Solingen. Die Interessengemeinschaft repräsentiert inhabergeführte Einzelhandels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen aus dem Stadtteil Ohligs. Hauptaufgaben der OWG sind u. a. das konzipieren von Marketingmaßnahmen für den Ohligser Einzelhandel, sowie die Planung und Veranstaltung des jährlichen Dürpelfestes im Mai.[83]

Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft e. V. (ISG)Bearbeiten

Im Jahr 2013 gründeten 20 Privatpersonen, die alle eine Immobilie auf der Düsseldorfer Straße (Haupt-Einkaufsmeile von Ohligs) besitzen, die Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG). Unter Mitwirkung vieler Beteiligter im Stadtteil entwickelte die ISG ein konkretes Maßnahmenprogramm, um die Düsseldorfer Straße attraktiver zu gestalten. Die Investitionen umfassen vor allem Gestaltungsmaßnahmen, um die Verweildauer auf der Düsseldorfer Straße zu steigern. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt für einen geplanten Zeitraum von 5 Jahren ca. 559.000 Euro. Ein Sofortprogramm für mehr Sauberkeit, bessere Öffentlichkeitsarbeit und die Stärkung des Ohligser Wochenmarktes wird seit 2018 umgesetzt.[84][85][86]

Fußgängerzone Düsseldorfer StraßeBearbeiten

Die Düsseldorfer Straße ist eine der ältesten Straßen in Ohligs und wurde 1975 zu einer reinen Fußgängerzone umgebaut. Die Straßenlage um den damals neu eröffneten Bahnhof wurde ab 1867 zu einem sehr begehrten Wohngebiet. Um all die Bauwünsche realisieren zu können, sahen sich die Vertreter der Ohligser Kommunalpolitik gezwungen, stadtplanerisch einzugreifen. Die alte Bebauung in der Hofschaft Ohligs war nicht mehr zeitgemäß und wurde deshalb schon zu Beginn der 1870er Jahre aufgegeben. Als Teil der ehemaligen Merscheider Bezirksstraße erhielt die heutige Düsseldorfer Straße, die Bezeichnung der nächsten Stadt im Westen: Düsseldorf.[87][88] Die Düsseldorfer Straße ist heute der größte Einzelhandelsstandort im Solinger Westen und wird im Ohligser Volksmund auch kurz genannt. Die ca. 1 km lange Düsseldorfer Straße, die vom Hauptbahnhof bis zum Ohligser Marktplatz geht, ist überwiegend geprägt von inhabergeführten Einzelhandelsgeschäften. Heute bilden die restaurierten Hausfassaden ein historisches Ensemble gewachsener Stadtstruktur aus der Gründerzeit.

Ab dem Jahr 2020 investiert die Solinger Stadtverwaltung 4,6 Mio. Euro in die Ohligser Shoppingmeile. Mit einer neu Pflasterung der Fußgängerzone und der Installation von modernen energiesparenden Straßenlaternen soll die Düsseldorfer Straße massiv modernisiert werden. Ein Planungswettbewerb für die Neugestaltung wird im Sommer 2019 stattfinden. Die Düsseldorfer Straße ist zudem immer im Mai der Hauptveranstaltungsort von Solingens größtem Volksfest, dem Ohligser Dürpelfest.[89][90][91][92][93]

O-Quartier am MarktplatzBearbeiten

Im Herbst 2019 soll auf der Fläche zwischen Aachener Straße und Heiligenstock der erste Spatenstich für ein neues Ohligser Wohnviertel erfolgen.[94] Das Berliner Bauunternehmen Kondor Wessels[95] hat im Jahr 2017 ein 15.800 m2 große Areal am Ohligser Marktplatz erworben.[96] Das neue Wohnviertel soll den Namen O-Quartier erhalten.[97][98] Auf dem Grundstück der ehemaligen Ohligser Leinen- und Baumwollweberei (Olbo), welches seit 2007 brach liegt, sollen ab Herbst 2019 über 300 neue Wohnungen in 7 Häusern entstehen, die durch einen Boulevard von der Aachener Straße bis zum Heiligenstock verbunden sind. Drei Spielplätze, die auch öffentlich genutzt werden können, werden Bestandteil des O-Quartiers. Es werden 2,5 und 4,5-Zimmerwohnungen in einer Größenordnung zwischen 55 und 107 m2 angeboten. Kondor Wessels investiert ca. 70 Millionen Euro in das Ohligser Immobilienprojekt.[99] Als Parkmöglichkeit sollen zwei neue Tiefgaragen mit über 280 Pkw-Stellplätze dienen, die miteinander verbunden sind. So wird gewährleistet, dass die An- und Abfahrt zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nur über den Heiligenstock erfolgt. Tagsüber von 6 Uhr bis 22 Uhr wird eine Schranke zur Ausfahrt auf die (untere) Düsseldorfer Straße geöffnet. Zugleich wird es mehr als 600 Stellplätze für Fahrräder geben.[100] Am Ende entstehen 23.000 m2 neuer Wohnraum für bis zu 600 Neubürger in Ohligs. Die Fertigstellung der neuen Wohnungen soll im Sommer 2022 erfolgen.[101]

Die ursprüngliche Planung, auf dem Olbo Grundstück einen Edeka-Supermarkt zu errichten, hat der neue Grundstückseigentümer Kondor Wessels zugunsten von mehr Wohnbebauung abgelehnt. Edeka beruft sich dabei auf einen noch mit dem alten Grundstückseigentümer abgeschlossenen Vertrag, der nach Ansicht des Handelsunternehmens weiterhin Bestand hat. Kondor Wessels sieht dies hingegen anders.[102]

Auch in die jahrelang geforderte Aufwertung des Ohligser Marktplatzes investiert Kondor Wessels. Das Unternehmen versicherte, hierfür den Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro zu übernehmen.[103]

Die schon lange von der Ohligser Bürgerschaft gewünschte Lebensmittelversorgung durch einen neuen Supermarkt für den Stadtteil wird jetzt direkt am Ohligser Marktplatz entstehen.[104] Ein neuer REWE-Supermarkt soll mit einer Verkaufsfläche von mindestens 1.500 m2, ebenerdig auf Parterre-Ebene, zusammen mit einer neuen Filiale der Stadt-Sparkasse Solingen im alten Globus-Haus auf der unteren Düsseldorfer Straße bis September 2020 entstehen.[105] Die beiden alten Ohligser Sparkassen-Filialen (Grünstraße und Bremsheyplatz) werden bis Mitte des Jahres 2020 geschlossen. Die neue Filiale am Ohligser Marktplatz wird, nach der Hauptstelle in Solingen-Mitte, die größte Sparkassen-Geschäftsstelle in Solingen werden. Das Globus-Haus hat auf der Rückseite (Emscherstraße) eine Tiefgarage mit ca. 120 Pkw-Stellplätzen.[106]

PrintmedienBearbeiten

Ohligs AktuellBearbeiten

Die älteste bis heute erscheinende Ohligser Zeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung im Stadtteil, ist die im Verlag B. Boll erscheinende Monatszeitung OHLIGS AKTUELL, eine Lokalausgabe des Solinger Tageblatts. Das Stadtteilblatt OHLIGS AKTUELL erscheint immer am Monatsende, in einer Auflage von über 20.000 Exemplaren im Stadtteil Ohligs und den angrenzenden Gemeinden. Seit 1982 wird das Geschehen in Ohligs intensiv redaktionell betreut. Die Verteilung erfolgt kostenlos an fast alle Haushalte im Verbreitungsgebiet.[107]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

KrankenhäuserBearbeiten

Im Ohligser Südwesten befindet sich am Ende der Schwanenstraße die katholische St.-Lukas-Klinik, die von der Kplus Gruppe betrieben wird und nach dem Städtischen Klinikum in Gräfrath das zweitgrößte Solinger Krankenhaus ist.

Das erste Ohligser Krankenhaus an der Virchowstraße ging nach der Städtevereinigung 1929 in die Städtischen Krankenanstalten Solingen über. Bereits 1934 wurde es aus Kostengründen geschlossen. Das Gebäude beherbergte daraufhin unter anderem ein Soldaten-Lazarett, später eine Frauenklinik und war bis zum Jahr 2006 der erste Standort des Elisabeth-Roock-Altenheims, bevor dieses nach Höhscheid umzog. Das alte Gebäude wurde schließlich abgerissen und an seiner Stelle eine Wohnsiedlung neu errichtet.[108]

FeuerwehrBearbeiten

 
Feuer- und Rettungswache II an der Brunnenstraße in Ohligs

Die Feuer- und Rettungswache II befindet sich an der Brunnenstraße. Dort befinden sich die Buchbinderei, die Schuhmacherei und die Schlosserei. Die Wachstärke beträgt zehn Funktionsstellen, davon acht im Brandschutz und zwei im Rettungsdienst.[109] An der Hildener Straße im Ohligser Westen befindet sich die Löscheinheit 1 der Freiwilligen Feuerwehr Solingen.

Stadtteilbüro OhligsBearbeiten

Das Stadtteilbüro Ohligs informiert und berät u. a. Bewohner, Einzelhändler und Immobilieneigentümer aus Ohligs. Es ist Teil eines Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes, das zum Ziel hat, Wohnen und Arbeiten in Ohligs attraktiver zu gestalten. Ein ganzes Bündel von Maßnahmen wird dabei mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. So wurde z. B. 2017 der Planetenweg als neue Verbindung vom Hauptbahnhof zum zukünftigen Galileum eröffnet.[110]

BildungseinrichtungenBearbeiten

GrundschulenBearbeiten

Aktuell gibt es in Ohligs zwei Grundschulen, an der Bogenstraße und Südstraße.

Weiterführende SchulenBearbeiten

Geschwister-Scholl-GesamtschuleBearbeiten

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, benannt nach den Geschwistern Scholl ist an zwei Standorten in Aufderhöhe (Klassen 5–7/Uhlandstraße) und in Ohligs (Klassen 8–13/Querstraße) untergebracht. Sie ging aus dem gleichnamigen Gymnasium hervor, welches nach dem Schuljahr 1989/90 aufgelöst wurde. Die Gesamtschule ist heute die größte Schule in Ohligs und hat aktuell ca. 1.300 Schüler. Im Schuljahr 2009/10 nahm die Scholle den Ganztagsbetrieb auf und bietet als einzige weiterführende Schule in Solingen Italienisch als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 an. Die Scholle bereitet die Schüler auf anerkannte Sprachzertifikate in Englisch, Französisch und Italienisch, z. B. der Universität Cambridge vor. Außerdem bietet sie Kurse in Wirtschaftsenglisch an. Regelmäßige Studienfahrten nach England, Italien, Frankreich und Belgien sind wesentlicher Bestandteil der individuellen Sprachförderung. Mathematisch-naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler werden durch Bildungsangebote, z. B. der Teilnahme an Jugend forscht, der Mathe-Olympiade, dem Erwerb des Europäischen Computerführerscheins ECDL sowie einer Kooperation mit der Sternwarte Galileum Solingen zusätzlich gefördert.[111]

 
Humboldtgymnasium an der Humboldtstraße

HumboldtgymnasiumBearbeiten

Das Humboldtgymnasium (Klassen 5–13), benannt nach den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, besteht seit 1903 und liegt in Solingen-Wald direkt an der Stadtteilgrenze zu Ohligs. Das Gymnasium hat aktuell ca. 900 Schüler und 80 Lehrer. Das Schulgebäude wurde 1978 modernisiert und 2002 um einen Neubau erweitert. Als Fremdsprachen werden neben Englisch auch Französisch, Spanisch und Latein angeboten. Zudem verfügt das Humboldt über eine eigene separate Sporthalle an der Nietzschestraße.[112]

Das Gymnasium nimmt regelmäßig an Schülerwettbewerben teil. So sind die Schüler häufig in den Bereichen Mathematik-Olympiade, Känguru-Wettbewerb, Jugend forscht, Jugend musiziert, Planspiel Börse und dem Deutschen Gründerpreis für Schüler erfolgreich. Außerdem können die Schüler seit dem Schuljahr 2013/14 auch an der Junior Wahl teilnehmen. Bei den landesweiten Vergleichsarbeiten in den Jahrgangsstufen 8 schnitt das Humboldt als eines der drei besten Gymnasien in ganz Nordrhein-Westfalen ab.[113]

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

 
Die Stadtautobahn Viehbachtalstraße verbindet Solingen-Mitte mit dem Ohligser Westen

Die in den 1970er-Jahren geplante A 54 wurde auf Solinger Stadtgebiet nur als vierspurige Stadtautobahn L 141n, als sogenannten Viehbachtalstraße, zwischen Solingen-Mitte und Ohligs-West realisiert, sie besitzt keinen direkten Anschluss an das übrige Fernstraßennetz. Die Viehbachtalstraße führt durch das Viehbachtal weiter bis zur großen Straßenkreuzung an der Bonner Straße. Eine Weiterführung bzw. eine Auffahrt zur A 542 ist, nach sehr heftigen und kontroversen Diskussionen in der Solinger Kommunalpolitik, seit 2011 ebenfalls nicht mehr geplant.[114]

Die nächste Autobahnanschlussstelle Solingen befindet sich wenige Kilometer südlich an der A 3 auf dem Gebiet der Stadt Langenfeld an der Stadtgrenze zu Aufderhöhe. Seit dem Jahre 1936 ist Solingen mit dieser Anschlussstelle an das Fernstraßennetz angebunden. Das Hildener Kreuz, Schnittstelle der Autobahnen 3 und 46, liegt mit der Anschlussstelle Hilden etwa acht Kilometer nordwestlich.

BusverkehrBearbeiten

Der größte Busbahnhof von Solingen ist der Ohligser Busbahnhof, er liegt direkt am Solinger Hauptbahnhof. Viele Solinger Buslinien und zwei O-Buslinien (Ringlinien 681 und 682) verbinden Ohligs mit fast allen Solinger Stadtteilen. Auch die Städte Haan, Hilden, Langenfeld und Düsseldorf sind mit Bussen der Stadtwerke Solingen bzw. der Düsseldorfer Rheinbahn vom Ohligser-Busbahnhof aus zu erreichen.

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Tim Kurzbach, seit 2015 Oberbürgermeister von Solingen (* 27. April 1978 in Ohligs)

Einziger Ehrenbürger der Stadt Ohligs war der langjährige Stadtverordnete von Merscheid/Ohligs, Otto Nippes (1842–1922), der von 1881 bis 1911 auch ehrenamtlicher Beigeordneter war.[115] Der aktuelle Oberbürgermeister von Solingen, Tim Kurzbach, ist ein gebürtiger Ohligser.

LiteraturBearbeiten

  • Rheinischer Städteatlas Ohligs; Lfg. XII Nr. 66, 1996; Bearbeiterin: Elisabeth Reuß; Rheinland-Verlag Köln, ISBN 3-7927-1565-1
  • Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen. Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2009, ISBN 978-3-88462-292-6.
  • Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-229-2.
  • Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: Solingen – Großstadtjahre 1929–2004. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4
  • Ralf Rogge: Ohligs wie es früher war Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2001, ISBN 3-8313-1177-3.
  • Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. 3 Bände, Braun, Duisburg
    • Band 1: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. 1969, DNB 457973358.
    • Band 2: Von 1700 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. 1972, ISBN 3-87096-103-1.
    • Band 3: Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, ISBN 3-87096-126-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Solinger Tageblatt vom 4. August 2015, S. 19
  2. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligs-ist-mehr-als-nur-eine-haltestelle-aid-1.7155068
  3. http://www.bilder-von-solingen.de/html/bahnhof_und_umgebung.html
  4. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/staedtevereinigung.htm
  5. a b c d e f g h i j k l m n Rheinischer Städteatlas Ohligs; Lfg. XII Nr. 66, 1996; Bearbeiterin: Elisabeth Reuß; Rheinland-Verlag Köln
  6. https://www.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/
  7. Johannes Fahmüller, Ralf Rogge, Marco Kieser: Villen in Solingen. Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950. Worms 2009, S. 46/47, 69–72, 107/108, 120–124, 139/140, 169–173, 186–189, 193–197, 209/210, 218–231, 234–238, 246/247.
  8. https://solingenmagazin.de/hotel-neubau-am-hauptbahnhof-endlich-spruchreif/
  9. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bahnhof-hotel-in-solingen-soll-2021-eroeffnen_aid-37911297
  10. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bdquo-gute-laune-tunnel-ldquo-aid-1.397407
  11. http://www.bilder-von-solingen.de/html/bahnhof_und_umgebung.html
  12. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligs-muss-eigene-interessen-schauen-11014576.html
  13. Marina Alice Mutz: Engelsberger Hof. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 17. April 2016.
  14. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/umbau-ohligser-heide-geht-2019-weiter-10842836.html
  15. http://www.zeitspurensuche.de/02/sghack1.htm
  16. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/600-neue-arbeitsplaetze-im-hansa-quartier-aid-1.6865336
  17. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/olbo-abriss-soll-in-14-tagen-starten_aid-23247157
  18. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-stadion-beginnen-erste-bauarbeiten-11754077.html
  19. http://www.zeitspurensuche.de/02/sgoohl1.htm
  20. Kurzüberblick über die Geschichte Merscheids auf solingen-merscheider-hof.de, abgerufen am 14. Januar 2015
  21. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 9–13.
  22. http://www.merscheider-heimatverein.de/mhv_geschichte.htm
  23. Jörg Engelbrecht: Bürgerliche Reformen und imperiale Machtpolitik am Niederrhein und Westfalen. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler über Rhein und Weser. Köln 2007, S. 101.
  24. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen Ohligs. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, S. 14–15.
  25. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadtkirche-ohligs-wird-150-jahre-alt_aid-18682959
  26. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/stadtkirche-ohligs-bietet-viel-raum-fuer-gemeindeleben_aid-35714173
  27. https://www.solingerwochenmarkt.de/2015/03/15/ohligser-marktimpressionen/
  28. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/die-berliner-bruecke-wird-trocken-gelegt_aid-20299079
  29. a b Heinz Rosenthal: Solingen. Geschichte einer Stadt. Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975, Band 3, Braun, Duisburg 1975, ISBN 3-87096-126-0.
  30. http://kath-solingen-west.de/gemeinden/st.-joseph1/
  31. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/st-joseph-das-wahrzeichen-von-ohligs_aid-23910835
  32. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/geht-weiter-pfarrei-sebastian-10900638.html
  33. https://rp-online.de/nrw/staedte/hilden/bahnstrecke-hilden-solingen-sorgte-schon-vor-125-jahren-fuer-viel-aerger_aid-35343011
  34. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/1929-geburt-grossstadt-3896373.html
  35. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/schueler-erinnern-an-stadtgrenze-solingen-langenfeld-an-opfer-des-ns-regimes_aid-37946041
  36. https://rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/wenzelnberg-morde-starb-ein-taeter-kurz-danach_aid-19786051
  37. a b c d Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: Solingen – Großstadtjahre 1929–2004. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4
  38. Manfred Kohl: Zeitsprünge Solingen-Ohligs, S. 54
  39. Uli Preuss: Ohligser Italiener haben mehr als eine Heimat. In: Solinger Tageblatt. 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.
  40. http://deutschlandfunkkultur.pageflow.io/deutschlandradiokultur-trappeto-solingen#29907
  41. Michaela Böhm: Trappeto-Solingen-Trappeto … und zurück. Deutschlandradio Kultur, 20. Dezember 2015, abgerufen am 30. März 2016.
  42. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/bdquo-gute-laune-tunnel-ldquo-aid-1.397407
  43. Stadt Solingen: Flyer zur Neugestaltung des Busbahnhofes (PDF-Dokument)
  44. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/druck-wohnungsmarkt-nimmt-12003362.html
  45. https://solingenmagazin.de/solingen-zaehlt-wieder-mehr-als-163-000-einwohner/
  46. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/westen-stadt-leben-meisten-solinger-6860573.amp.html
  47. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligs-eine-komplette-stadt-lebt-stadt-5148855.html
  48. Vorsteher werden Bezirksbürgermeister. In: Solinger Morgenpost. 15. Juli 2011, abgerufen am 11. März 2015.
  49. https://ratsportal.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/ www.ratsportal.solingen.de/
  50. https://www.solingen.de/ris/inhalt/bezirksvertretung-ohligs-aufderhoehe-merscheid/
  51. Marina Alice Mutz: Solinger Bürgermeister. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 26. März 2016.
  52. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/beigeordnetergab-strasse-ihren-namen-6541065.html
  53. Marina Alice Mutz: Wappenbeschreibung. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 30. März 2016.
  54. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/fast-2000-narren-feiern-rappelvollen-saelen-6102363.html
  55. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/otv-party-mit-tradition-aid-1.5739306
  56. http://owg-ohligs.de/nachrichten/lesen/04032018-fruehlingserwachen-in-ohligs/b94b8ccdc769cd56224daa547c4ae350/
  57. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/rat-beschliesst-den-sonntagsverkauf-aid-1.7358000
  58. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-ziehen-froehlich-haeuser-10154811.html
  59. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/brueckenfest-verspricht-grosse-vielfalt-8804381.html
  60. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/brueckenfest-solingen-und-verkaufsoffener-sonntag-aid-1.5490421
  61. http://vonfoullon.de/brueckenfest-2017/
  62. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-weihnachtsduerpel-lockt-nach-ohligs_aid-34609917
  63. https://solingenmagazin.de/ohligser-weihnachtsduerpel-am-zweiten-adventswochenende/
  64. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/knapp-besucher-beim-duerpel-8336361.html
  65. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/debuets-und-abschiede-auf-dem-duerpelfest-aid-1.5965562
  66. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/duerpelfest05-1.htm
  67. http://owg-ohligs.de/nachrichten/lesen/25-27052018-duerpelfest/ba28b7a94edd108a938082c6da9dea48/
  68. http://www.europlan-online.de/stadion-am-hermann-loens-weg/stadion-1382.html
  69. http://www.rp-online.de/nrw/heimat/der-heimatvertriebene-aid-1.7461806
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  71. http://www.unionsolingen.de/
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  74. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligser-jongens-sehen-sich-heimatverein-8489272.html
  75. https://solingenmagazin.de/ohligser-jongens-setzen-sich-fuer-radler-ein/
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  78. http://www.ohligser-jongens.de/
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  80. https://www.codecentric.de/ueber-uns/unternehmen/
  81. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/codecentric-bezieht-neubau-in-ohligs-aid-1.6409447
  82. http://www.rp-online.de/leben/bauen/architektur-in-nrw/das-ist-kein-haus-von-der-stange-aid-1.7200551
  83. http://owg-ohligs.de/die-owg-aufgaben-und-ziele/
  84. https://www.wuppertal.ihk24.de/servicemarken/aktuell_presse/medien_infos/ISG-Solingen-Ohligs/3568876
  85. https://solingenmagazin.de/gloria-goellmann-uebernimmt-geschaeftsfuehrung-der-isg-ohligs/
  86. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ohligs-soll-aufgewertet-werden-9537812.html
  87. http://bilder-von-solingen.de/html/die_dusseldorfer_str__u_a_.html
  88. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duesseldorfer-strasse-ohligs-3914003.html
  89. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/4-6-millionen-euro-foerdergelder-fuer-solingen-ohligs_aid-37380669
  90. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/grosses-engagement-bringt-ohligs-voran_aid-37129333
  91. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/ohligs.htm
  92. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/ohligs-legt-beim-einkaufen-vor_aid-13339713
  93. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/duesseldorfer-strasse-wird-aufgehuebscht-6948952.html
  94. https://solingenmagazin.de/o-quartier-ein-geschoss-weniger-und-mehr-parkplaetze/
  95. http://www.kondorwessels.com/orte/berlin-solingen/
  96. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/abriss-fuer-o-quartier-fast-abgeschlossen_aid-30904977
  97. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/olbo-neubau-startet-in-einem-jahr_aid-22557689
  98. https://solingenmagazin.de/olbo-ruine-soll-in-wenigen-monaten-geschichte-sein/
  99. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/o-quartier-wird-wohnungen-gross-12073718.html
  100. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/mehr-parkplaetze-fuers-o-quartier-in-solingen_aid-36522449
  101. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/o-quartier-wird-reines-wohngebiet-9569203.html
  102. https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/edeka-besteht-weiter-auf-supermarkt-im-o-quartier-in-solingen-ohligs_aid-37283465
  103. nfni/Stadt Solingen: Solingen - Stadt Solingen: Neuer Investor kauft und bebaut Olbo-Gelände. In: Focus Online. 4. Januar 2018, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  104. Sparkasse integriert Rewemarkt in neuer Ohligser Geschäftsstelle, in solingenmagazin.de
  105. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/ex-globus-vorbereitungen-umbau-beginnen-11869870.html
  106. https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/altem-globus-wird-neuer-rewe-10536141.html
  107. https://www.solinger-tageblatt.de/ueber-uns/unsere-anzeigenblaetter-4530967.html
  108. Marina Alice Mutz: Zwei Geburtshäuser in Ohligs. In: Zeitspurensuche. Abgerufen am 11. April 2016.
  109. Feuer und Rettungswache II auf solingen.de, abgerufen am 30. März 2016
  110. Stadtteilbüro Ohligs
  111. http://www.gesamtschule-ohligs.de/schwerpunkte/individuelle-foerderung.html
  112. http://www.humboldtgymnasium-solingen.de/
  113. Berichterstattung dazu.@1@2Vorlage:Toter Link/www.solinger-tageblatt.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Solinger Tageblatt
  114. Bericht des Solinger Tageblatts vom 23. September 2011, abgerufen am 24. Januar 2015.
  115. Solinger Tageblatt: Nippesstraße aus der Reihe Straßennamen, 2016