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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oechsen
Oechsen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oechsen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 45′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Erfüllende Gemeinde: Dermbach
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 12,53 km2
Einwohner: 606 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36404
Vorwahl: 036965
Kfz-Kennzeichen: WAK, SLZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 062
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stadtlengsfelder Straße
36404 Oechsen
Website: www.oechsen.de
Bürgermeisterin: Brigitte Weinert (BI Oechsen)
Lage der Gemeinde Oechsen im Wartburgkreis
Bad LiebensteinBad SalzungenBarchfeld-ImmelbornBerka vor dem HainichBischofrodaButtlarCreuzburgDermbachDermbachEbenshausenEmpfertshausenFrankenrodaGeisaGerstengrundGerstungenHallungenHörselberg-HainichKrauthausenLauterbachLeimbachKrayenberggemeindeMihlaMoorgrundNazzaOechsenRuhlaSchleidSeebachTreffurtUnterbreizbachVachaWeilarWerra-Suhl-TalWiesenthalWutha-FarnrodaThüringenKarte
Über dieses Bild

Oechsen ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Oechsen ist die Gemeinde Dermbach.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Oechsen
 
Lenders

Die Gemeinde Oechsen liegt im Zentrum der Thüringischen Rhön, etwa 15 Kilometer (Luftlinie) westsüdwestlich der Kreisstadt Bad Salzungen im Tal des Gewässers Oechse. Als höchste Erhebung gilt der Berg Schorn (559,1 m ü. NN). Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Lenders; die Kerngemeinde Oechsen ist mit dem Ort Niederoechsen zusammengewachsen. Am 30. Juni 2009 wohnten 22 Einwohner im Ortsteil Lenders.[2]

GeschichteBearbeiten

Erste geschichtliche Erwähnung erfolgte im Jahre 977. Die ältesten Namensformen sind: Uhsino, Uhseno, Ussine. Die Siedlung Oechsen gehörte zum Besitz eines Kloster Rasdorf. Im Jahre 1166 wurden Einkünfte des Klosters Fulda verzeichnet. Um das Jahr 1214 wurde durch Graf Erpho von Neidhartshausen auf dem nahegelegenen Berg Schorn eine Burganlage - die Schönburg errichtet. Nach der Überlieferung soll Erpho den Berg widerrechtlich besetzt haben, er musste daher beeiden, sich keinerlei Rechte über die Bauern von Oechsen anzumaßen. Heute sind nur noch geringe Spuren der ehemaligen Burganlage zu erkennen.

Die Ortslage und besonders die St.-Laurentius-Kirche waren mit Befestigungsanlagen versehen, der Turm diente als Wehrturm. An den Mauerresten lässt sich noch erkennen, dass auch der Kirchplatz durch eine Sandsteinmauer (Wehrmauer) geschützt war. Teile der Kirche wurden 1586 abgerissen. 1801 wurde eine neue und größere Kirche erbaut. Als Exklave des Amts Vacha[3] kam Oechsen mit diesem nach der Säkularisation zur Landgrafschaft Hessen-Kassel und gelangte im Jahre 1816 zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Um 1890 wurden im Werra-Rhön-Gebiet Kalisalzvorkommen erschlossen. Auch bei Oechsen wurde 1911 in Niederoechsen mit der Teufung von zwei Schächten begonnen. Beim Anteufen des Platten-Dolomits wurden jedoch erhebliche Wasserzuflüsse angetroffen, die einen Weiterbau unmöglich machten.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Oechsen setzt sich aus acht Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • Bürgerinitiative Oechsen: 8 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[5]

BürgermeisterBearbeiten

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Frau Brigitte Weinert wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmaleBearbeiten

 
Dorflinde und Anger

Die St.-Laurentius-Kirche wurde 1801 teilweise erneuert.

Naturschutzgebiete und -denkmaleBearbeiten

Das Naturschutzgebiet Kalktuff-Niedermoor liegt etwa einen Kilometer westlich der Ortslage in Richtung des Nachbarortes Geblar und hat eine Gesamtfläche von 4,8 Hektar, es wurde am 11. September 1967 ausgewiesen.[7]

Die über dreihundert Jahre alte Dorflinde, deren Standort jahrhundertelang als Tanzplatz diente, wurde 1956 als Naturdenkmal ausgewiesen.[8]

MusikvereinBearbeiten

Die Oechsener Musikanten spielen Blasmusik und moderne Volksmusik.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

EisenbahnBearbeiten

Mit dem Ausbau der Kalischächte machte es sich erforderlich eine Bahnstrecke von Oechsen zur Ulstertalbahn nach Wenigentaft zu erbauen, die Wenigentaft-Oechsener Eisenbahn wurde bis 1952 sowohl für den Transport von Basaltschotter vom Tagebau auf dem Dietrichsberg als auch für den Personenverkehr genutzt.

ÖPNVBearbeiten

Der Ort wird durch mehrere Buslinien des Verkehrsunternehmen Wartburgmobil und seiner Partner erschlossen. Es bestehen unter anderem Verbindungen nach Bad Salzungen, Dermbach, Stadtlengsfeld und Vacha.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Information .. In: Landratsamt Wartburgkreis (Hrsg.): Amtsblatt des Wartburgkreises vom 10. August 2010. Bad Salzungen 2010, S. 14.
  3. Oechsen im Rhönlexikon
  4. Notiz zum Wassereinbruch in der Fachzeitschrift DER OELMOTOR, Zeitschrift für die gesamten Fortschritte auf dem Gebiete der Verbrennungs-Motoren, Band 2, JG. 1912. S. 344.
  5. Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen - vorläufiges Ergebnis. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 17. Juni 2014.
  6. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  7. Klaus Schmidt: Der Wartburgkreis. Natur und Landschaft. In: Wartburgkreis (Hrsg.): Naturschutz im Wartburgkreis. Band 7. Druck und Verlagshaus Frisch, Eisenach und Bad Salzungen 1999, S. 87.
  8. Biedermann: Naturdenkmale im Wartburgkreis; Landratsamt Wartburgkreis, 2014, Seite 76

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oechsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien