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Die ehemals eigenständigen Gemeinden Oberröppisch und Unterröppisch wurden am 1. November 1948 zur neuen Gemeinde Röppisch zusammengeschlossen. Diese wurde am 1. Juli 1950 in die Stadt Gera eingemeindet. Der Stadtteil Röppisch der Stadt Gera hat 616 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013).

Oberröppisch
Stadt Gera
Koordinaten: 50° 50′ 5″ N, 12° 4′ 3″ O
Höhe: 250 m ü. NN
Fläche: 2,38 km²
Eingemeindung: 1. November 1948
Eingemeindet nach: Röppisch
Postleitzahl: 07549
Vorwahl: 0365
Die Kirche
Die Kirche

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Am linken Ufer der Weißen Elster im Süden Geras in Richtung Weida an der Bundesstraße 92 gelegen.

GeschichteBearbeiten

Auf dem Heersberg befand sich eine frühzeitliche Wallburg; ihre Überreste wurden Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Anlage eines Steinbruchs vernichtet.

Der Herrschaft Reuß-Gera zugehörig, zählte der Ort 1827 19 Häuser und 100 Einwohner. Etliche Landstücke gehörten als Zinsland dem Kloster Zum Heiligen Kreuz in Saalburg. Der Grenzort zu den sächsischen Landen war ein Filial der Stadtkirchengemeinde Gera, schulte aber nach Lusan.

1873 wurde im Ort auf Betreiben der damaligen Gutsbesitzer eine Wasserleitung verlegt, die aus einem 30 Ellen tief in den Sandstein geschlagenen Brunnen gespeist wurde.

Am 1. Januar 1919 wurde Oberröppisch in die Stadt Gera eingemeindet, jedoch schon am 1. April 1925 wieder ausgemeindet. Die neuerliche Eingemeindung, jetzt nach Röppisch, erfolgte am 1. November 1948. Die Umgliederung nach Gera fand am 1. Juli 1950 statt.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Im Dorf
 
Hofreite mit Umgebindestube

Der Ort besitzt neben der Kirche eine Reihe denkmalgeschützter Höfe.

PolitikBearbeiten

Röppisch mit Oberröppisch und Unterröppisch hat keine Ortsteilverfassung, somit auch keinen Ortsteilrat und keinen Ortsteilbürgermeister.

Entwicklung der EinwohnerzahlBearbeiten

Jahr 1827 1864 1910 1948
Einwohner[2] 100 125 176 304

VerkehrBearbeiten

  • Durch den Ort führt die Bundesstraße 92.
  • ÖPNV-Anbindung besteht mit der GVB-Linie 13 sowie den RVG-Linien 27, 28, 214 und 221.
  • Nächstgelegener Bahnhof ist Gera-Zwötzen bzw. Wolfsgefärth. Bis zur Schließung vor einigen Jahren bestand in Unterröppisch ein eigener Haltepunkt „Gera-Röppisch“ an der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella.

BildungBearbeiten

Für die Kleinsten gibt es in Lusan sechs Kindergärten bzw. kombinierte Kindereinrichtungen mit unterschiedlichen Konzepten.

Zuständige Grundschulen bei gemeinsamem Schulbezirk mit freier Schulwahl sind die

  • Erich-Kästner-Grundschule (Lusan) und die
  • Wilhelm-Busch-Grundschule (Lusan).

Nächstgelegene Regelschule ist die

  • Staatliche Regelschule 4, dazu die
  • IGS Integrierte Gesamtschule.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7
  2. Stadtarchiv Gera

LiteraturBearbeiten

  • Brodale, Klaus und Heidrun Friedemann: Das war Gera im 20. Jahrhundert. Gudensberg 2002.
  • Cannabich, Johann Günther Friedrich: Neueste Kunde von Baden, Nassau, Hohenzollern, Lippe, Waldeck, Anhalt und den Reußischen Ländern. Weimar 1827.
  • Hahn, Ferdinand: Geschichte von Gera und dessen nächster Umgebung. Gera 1855.
  • Klotz, Johann Christoph: Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera. Schleiz 1816.
  • Mues, Siegfried: Gera. Ein historischer Spaziergang. Horb 1993.
  • Rosenkranz, Heinz: Ortsnamen des Bezirks Gera. Greiz 1982.
  • ohne Angabe: Hof- und Staatskalender für das Fürstentum Reuß j. L. Gera 1864.
  • Mitteilungen des geschichts- und altertumsforschenden Vereins, Altenburg: Diverses

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberröppisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien