Oberquembach

Ortsteil von Schöffengrund

Oberquembach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöffengrund im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Oberquembach
Koordinaten: 50° 27′ 59″ N, 8° 28′ 48″ O
Höhe: 247 (238–259) m ü. NHN
Fläche: 5,83 km²[1]
Einwohner: 675 (31. Dez. 2002)[2]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35641
Vorwahl: 06085

Geographische LageBearbeiten

Oberquembach liegt in östlichen Hintertaunus (Wetzlarer Hintertaunus) im Naturpark Taunus am Quembach. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3054 und 3284. Die nächste größere Stadt ist Wetzlar. Höchste Erhebung bei Oberquembach ist der Rotwiesenberg mit 323 Meter über NN.

Nachbarorte sind Niederquembach (nordwestlich), Niederwetz (nördlich), Oberwetz (nordöstlich), Kröffelbach (südlich) und Kraftsolms (südwestlich).

GeschichteBearbeiten

Das Dorf wurde erstmals in der Zeit zwischen 1259 und 1267 urkundlich genannt. Die evangelische Kirche wurde um das Jahr 1696 an der Stelle der vorherigen Wehrkirche erbaut.

GebietsreformBearbeiten

Am 31. Dezember 1971 schloss sich die selbstständige Gemeinde Oberquembach mit fünf weiteren Gemeinden im Zuge der hessischen Gebietsreform zur Einheitsgemeinde Schöffengrund zusammen.[3]

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Oberquembach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Oberquembach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
305
1840
  
312
1846
  
345
1852
  
332
1858
  
329
1864
  
336
1871
  
308
1875
  
304
1885
  
298
1895
  
313
1905
  
319
1910
  
310
1925
  
338
1939
  
347
1946
  
488
1950
  
511
1956
  
516
1961
  
512
1967
  
542
1970
  
576
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1834: 305 evangelische Einwohner
• 1961: 423 evangelische (= 82,62 %), 85 katholische (= 16,60 %) Einwohner

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Evangelische Kirche, erbaut 1696 als Nachfolgebau einer vormaligen Wehrkirche
  • Backhaus altes Dorfbackhaus mit Holzbackofen zur traditionellen gemeinschaftliche Nutzung
  • Alte Schule, die 1839 aus Stampflehm erbaut wurde
  • Löschwasserteich, der als Kulturdenkmal ausgewiesene, historische Löschwasserteich in der Ortsmitte zwischen Backhaus und Kirche
  • Fachwerkhäuser, denkmalgeschützte Kulturdenkmäler, teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert
  • Gerichtslinde in der Usinger Straße am Dorfausgang nach Kröffelbach[6][7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Oberquembach, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Infoblatt der Gemeinde Schöffengrund von 2003, Seite 29 (PDF).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 380.
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, OCLC 165696316, S. 428 (Online bei google books).
  6. Gerichtslinde in Oberquembach. Gerichtsstätten in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  7. „Linde von Oberquembach“ im Baumregister bei www.baumkunde.de