Nottertal-Heilinger Höhen

Stadt in Thüringen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Nottertal-Heilinger Höhen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nottertal-Heilinger Höhen hervorgehoben

Koordinaten: 51° 14′ N, 10° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Erfüllende Gemeinde: für Körner
für Marolterode
Höhe: 243 m ü. NHN
Fläche: 75,95 km2
Einwohner: 5963 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 99947, 99994, 99996
Vorwahlen: 036021, 036043
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 077
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
99994 Nottertal-Heilinger Höhen
Lage der Stadt Nottertal-Heilinger Höhen im Unstrut-Hainich-Kreis
AnrodeBad LangensalzaBad LangensalzaBad LangensalzaBad TennstedtBallhausenBlankenburgBruchstedtDünwaldGroßvargulaHaussömmernHerbslebenHornsömmernKammerforstKammerforstKirchheilingenKörnerKutzlebenMarolterodeMenterodaMittelsömmernMühlhausenNottertal-Heilinger HöhenOppershausenOppershausenRodebergSchönstedtSüdeichsfeldSundhausenTottlebenUnstrut-HainichUnstruttalUrlebenVogteiKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Nottertal-Heilinger Höhen ist eine Landgemeinde im thüringischen Unstrut-Hainich-Kreis, die zum 31. Dezember 2019 durch den Zusammenschluss der Stadt Schlotheim und der Gemeinden Bothenheilingen, Issersheilingen, Kleinwelsbach, Neunheilingen und Obermehler entstanden ist. Die Stadt ist erfüllende Gemeinde für Körner und Marolterode.[2]

GeografieBearbeiten

 
Notter in Schlotheim

Nottertal-Heilinger Höhen liegt mittig in Deutschland und im Nordwesten des Thüringer Beckens. Der Schlotheimer Graben, ein von Nordwesten nach Südosten (herzynisch) verlaufender Grabenbruch bestimmt die Topografie der Stadt. In seinem nördlichen Teil fließt die Notter, ein Nebenfluss der Unstrut, von den Ausläufern des Dün, im südlichen der Marolteroder Bach, der von den Heilinger Höhen eingerahmt wird und in Schlotheim in die Notter mündet.

Der tiefste Punkt liegt im Süden der Stadt westlich von Kleinwelsbach im Tal des Welsbachs auf 190 Meter, der höchste an der Nordspitze des Stadtgebiets an der Landesstraße 2096 nahe Menteroda auf 436 Meter.

Die Stadt Nottertal-Heilinger Höhen besteht aus sechs Ortsteilen, die den ursprünglichen Gemeinden entsprechen.[3] Schlotheims Ortsteile Mehrstedt und Hohenbergen verloren ihren Ortsteilstatus, können ihn aber ab 2024 wiedererlangen.[4]

Nottertal-Heiliger Höhen grenzt im Norden beginnend und im Uhrzeigersinn an folgende Städte und Gemeinden: Menteroda, Holzsußra, Ebeleben, Marolterode, Kirchheilingen, Bad Langensalza, Unstrut-Hainich, Körner und Mühlhausen/Thüringen.

GeschichteBearbeiten

Die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim hatten Ende 2017 rund 45 Millionen Euro Schulden, sodass Investitionen nur noch eingeschränkt möglich waren. Die Möglichkeit der Bildung einer Landgemeinde entlastet die Gemeinden dank der Entschuldungshilfen nach dem Thüringer Gemeindeneugliederungsfinanzhilfegesetz (ThürGNGFG) um einen Großteil ihrer Schulden, zum Beispiel die Stadt Schlotheim um fast 90 %.[4]

Die Gemeinden Körner und Marolterode entschieden sich 2018 gegen den Beitritt zur Landgemeinde, auch wenn damit nicht ihre Schuldenlast genommen wird.[5]

Der Name der neuen Stadt ist ein Kompromiss der fusionierenden Gemeinden, bei dem sich möglichst alle von ihnen wiedererkennen können sollten. Dabei herrschte „bei allen Bürgerversammlungen [...] Unverständnis über den gewählten Namen der neuzugründenden Landgemeinde“.[3] Ein Antrag, stattdessen den Namen „Schlotheim“ zu verwenden, fand nicht die notwendige einstimmige Unterstützung der Gemeinden.[3]

Laut Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2019 trat die Gemeindeneubildung am 31. Dezember 2019 in Kraft. Das Gesetz wurde am 12. September 2019 vom Landtag angenommen.

VerkehrBearbeiten

Nottertal-Heilinger Höhen liegt an der Bundesstraße 249 (Mühlhausen/ThüringenEbelebenSondershausen). Die Bundesstraße 84 (Ebeleben–Bad Langensalza) bildet einen Teil der östlichen Gemeindegrenze. Weitere Landes- und Kreisstraßen ergänzen das Straßennetz.

Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Mühlhausen/Thüringen und Bad Langensalza an der Bahnstrecke Gotha–Leinefelde bzw. Erfurt–Bad Langensalza.

Der Flugplatz Obermehler-Schlotheim im Norden des Gemeindegebiets kann nur per Sichtflug angeflogen werden.

WeblinksBearbeiten

Commons: Nottertal-Heilinger Höhen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2019 und zur Anpassung gerichtsorganisatorischer Vorschriften im Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 11/2019 vom 18. Oktober 2019, S. 385 ff., abgerufen am 22. Oktober 2019
  3. a b c Schlotheimer Kurier – Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim, Jahrgang 25, Nummer 14, Seite 6, vom 11. Juli 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019
  4. a b Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim: Bildung einer Landgemeinde – Aktuelle Entwicklung auf www.vg-schlotheim.de, abgerufen am 16. Oktober 2019
  5. Martin Lindner: Neue Landgemeinde ohne Körner und Marolterode auf www.tlz.de vom 17. November 2018, abgerufen am 16. Oktober 2019