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Norman Rentrop (* 26. Oktober 1957 in Bonn) ist ein deutscher Verleger und Autor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Norman Rentrop wurde als erstes von fünf Kindern des Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters Friedhelm Rentrop geboren. Im Alter von zehn Jahren kaufte er seine ersten Aktien und arbeitete mit fünfzehn Jahren als Lokalreporter in Bonn.[1]

Rentrop ist Inhaber und Anteilseigner des Verlag für die Deutsche Wirtschaft. Rentrop hatte ihn 1975 als Verlag Norman Rentrop gegründet und wechselte im Jahr 2000 in den Aufsichtsrat. Der Verlag ist auch Stifter des Predigtpreises und des Cicero-Rednerpreises. Bekannt wurde er mit der Zeitschrift Die Geschäftsidee, mit der er Ideen und Anleitungen zur Geschäftsgründung per Abonnement vertrieb und für die er regelmäßig Fernsehwerbung schaltete.[2][3] Rentrop gehört ebenfalls der GeVestor-Verlag, der umstrittene Börsennachrichten liefert.[4]

Rentrop ist an den Verlagen Rentrop & Straton (Rumänien) und Wiedza i Praktyka (Polen) beteiligt[5] sowie Mehrheitseigentümer der Bibel TV Stiftung gGmbH, die den Sender Bibel TV betreibt. Rentrop ist Initiator des spendenfinanzierten TV-Senders Bibel-TV und leistete die Startfinanzierung über 6,5 Millionen Euro.

Er sponserte in der Vergangenheit den Verein Basketballgemeinschaft Bonn 92, dessen Basketball-Damenmannschaft in der Bundesliga vertreten war. Zu seiner privaten Vermögensverwaltung gehört die Dr. Elsässer Beteiligungsgesellschaft Nr II mbH., die 2003 bis 2004 den Aktienanteil der Deutschen Bank an Borussia Dortmund übernommen hatte. Seit 2001 engagiert er sich im Rotary-Club Bonn-Kreuzberg.[6][7]

Rentrop ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Bonn und Gründungsmitglied des Zentrums für Value Investing.[8] Er engagiert sich ehrenamtlich als Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland und ist stellvertretender EKD-Synodaler. Daneben ist er Mitglied im Trägerkreis des Kongresses christlicher Führungskräfte, Kuratoriumsmitglied von ProChrist[9] und Vorstandsmitglied der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.[1]

Rentrop ist verheiratet und Vater von drei Kindern.[1]

KritikBearbeiten

Gemäß Berichten des Spiegels[10] und der Zeit[11] warnten deutsche Verbraucherschutzbehörden mehrfach vor Angeboten aus der Unternehmensgruppe von Rentrop. Auch die Stiftung Warentest kritisierte den Verlag Norman Rentrop.[12]

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. a b c Norman Rentrop ist 60: Verleger und engagierter Christ, idea.de, Artikel vom 26. Oktober 2017.
  2. Max Wermeyer, Wolfgang Zint: „Wenn ich wach bin, denke ich.“, Interview mit Norman Rentrop
  3. „Für 50 Mark einkaufen, für 200 verkaufen“. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1980 (online1. September 1980).
  4. Brisante Aktientipps: Wenn Anlegern der Weltuntergang droht. (handelsblatt.com [abgerufen am 4. Juli 2018]).
  5. Verlag Norman Rentrop: Wachstum ungebremst, ots.at, Artikel vom 19. Mai 1998.
  6. Club- und Mitgliederverzeichnis der Rotarier in der Bundesrepublik Deutschland 2002/2003
  7. Vortragsankündigung 15. April 2019 im Parkrestaurant Rheinaue, abgerufen am 20. März 2019
  8. Der Verlag ist Sponsor des Zentrum für Value Investing e. V., aktuell taucht der Name von Rentrop dort nicht mehr auf
  9. Kuratorium ProChrist e. V. (Memento vom 7. September 2010 auf WebCite)
  10. Christlicher HipHop. In: Der Spiegel. Nr. 40, 2002, S. 99 (online30. September 2002).
  11. Zeit Online (12. Dezember 2002): Das Harte ist wie Drangeklebt, abgerufen am 6. April 2019
  12. Stiftung Warentest (20.01.2000): Nebenjobs - Nur Nepp