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Norddeich (Dithmarschen)

Gemeinde im Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Norddeich
Norddeich (Dithmarschen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Norddeich hervorgehoben
Koordinaten: 54° 13′ N, 8° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Büsum-Wesselburen
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 6,9 km2
Einwohner: 417 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25764
Vorwahl: 04833
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 079
Adresse der Amtsverwaltung: Kaiser Wilhelm-Platz
25761 Büsum
Website: www.norddeich-sh.de
Bürgermeister: Ulf Jacobsen (AAWAN)
Lage der Gemeinde Norddeich im Kreis Dithmarschen
Karte

Norddeich ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Norddeich liegt nördlich von Wesselburen und lag einst direkt an der Nordsee.

GemeindegliederungBearbeiten

Neben Norddeich liegen Balkhemm und Hauberg im Gemeindegebiet.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend die Gemeinden Wesselburenerkoog und Schülp, die Stadt Wesselburen sowie die Gemeinden Süderdeich und Hellschen-Heringsand-Unterschaar (alle im Kreis Dithmarschen).

GeschichteBearbeiten

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Wesselburen aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Norddeich.[2] Damals hatte Norddeich 474 Einwohner.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AAWAN seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft AWB hat vier.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein goldener Sparren, oben rechts und links je ein silberner Stern, unten eine silberne schräg linksgerichtete wachsende Hellebarde.“[4]

Seit dem Frühjahr 2003 führt die Gemeinde Norddeich ein eigenes Wappen. Die Sterne symbolisieren einerseits die nördliche Lage der Gemeinde im Kirchspiel Wesselburen und zum zweiten die vor Jahrhunderten in Norddeich ansässig gewesenen Geschlechter, die in ihren Wappen unter anderem den Nordstern führten, wie z. B. die Vogdemannen und Beensmannen. Der Sparren symbolisiert die Deichlinie des so genannten „Goldenen Ringes“, die den Bauern die Umstellung auf die Getreidewirtschaft erlaubte. Die Hellebarde erinnert an den Vogt Ralves Karsten aus Norddeich, der 1430 bis 1434 gegen die Ausweitung der Rechtsansprüche der Hamburger an der Unterelbe militärisch vorging und damit die Entwicklung der Region entscheidend beeinflusste.

EhrenmalBearbeiten

In der Ortsmitte befindet sich das Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Norddeich, das 1963 erneuert und um die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erweitert wurde.[5] Im November 2013 wurde es um eine Gedenkplatte für Opfer des Nationalsozialismus ergänzt.[6]

PersonenBearbeiten

Der Pädagoge und Sachbuchautor August Peter Lorenzen Claussen wurde 1841 in Norddeich geboren.

TriviaBearbeiten

Seit Aufkommen der Navigationsgeräte kommen immer mehr unfreiwillige Besucher, die auf die Ostfriesischen Inseln möchten. Sie verwechseln den Ort mit Norddeich in Ostfriesland.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Gemeindevertreter im Amt Büsum-Wesselburen
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Anja Petersen: Das falsche Erinnern: Gemeinde Norddeich gedenkt eines Gefallenen, der gar nicht an der Front war. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Dithmarscher Landeszeitung. 26. Juli 2011, archiviert vom Original am 2. Februar 2014; abgerufen am 12. Februar 2014.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/zeitungen.boyens-medien.de
  6. Florian Dunklau: Offizielle Übergabe der Gedenkplatte. Blogeintrag vom 4. November 2013.
  7. Vorsicht vor dem "falschen" Norddeich. Archiviert vom Original am 16. April 2014; abgerufen am 16. April 2014.