Nord-Süd-Leitung

historische Hochspannungsleitung in Deutschland und Österreich

Die Nord-Süd-Leitung, auch Rheinlandleitung oder Südleitung[1] genannt, war ursprünglich ein insgesamt ca. 600 km langes Verbundleitungs-System für Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung, das die Umspannanlage Brauweiler westlich von Köln mit dem Vermuntwerk der Vorarlberger Illwerke und dem Schluchseewerk im südlichen Schwarzwald verband.

Die Nord-Süd-Leitung auf C1-Masten nordöstlich von Mannheim

Die Leitung wurde von 1924 bis 1929 durch das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk erbaut und am 17. April 1930 auf ihrer kompletten Länge in Betrieb genommen. Sie ermöglichte es erstmals, die elektrische Leistung zwischen den Stromnetzen in Nord- und Süddeutschland bedarfsgerecht und wirtschaftlich zu verteilen und insbesondere Überkapazitäten der Illwerke und des Schluchseewerks für den hohen Energiebedarf des Ruhrgebietes zu nutzen. Damit bildete sie das Rückgrat des entstehenden deutschen Hochspannungsnetzes, durch sie wurde „ein erster großer Entwicklungsabschnitt in der Errichtung des Parallelbetriebs und in der Integration der größten Netze zum Verbundsystem vollendet“.[2]

Ab 1979 wurde der nördliche Teil der ursprünglichen Leitung fast vollständig durch leistungsfähigere Neubauten ersetzt. Die südlichen Teile sind noch in Betrieb und werden größtenteils durch Amprion (vormals RWE Transportnetz Strom), einzelne Sektionen von der TransnetBW (ehemals Energie-Versorgung Schwaben bzw. EnBW Transportnetze AG) betrieben.

GeschichteBearbeiten

Entwicklung im RheinlandBearbeiten

 
Vorgebirgszentrale 1914, im Jahr der Eröffnung

Mit Inbetriebnahme der Vorgebirgszentrale entwickelte sich das RWE unter Hugo Stinnes vom regionalen Kraftwerksbetreiber im Rheinland und Teilen Westfalens zum überregionalen Energieversorger. Versorgte es nach der Gründung 1898 zuerst nur die Stadt Essen mit Elektrizität, erwarb es 1905 die rheinische Braunkohlegrube Berggeist bei Brühl mitsamt dem zugehörigen, 1899 fertiggestellten Kraftwerk. Als die Vorräte der Grube Berggeist zur Neige gingen, wurde 1913 mit dem Bergwerk Roddergrube bei Hürth ein Liefervertrag abgeschlossen, der dem RWE einen Bezug der dortigen Braunkohle zusicherte. Bernhard Goldenberg, technischer Vorstand des RWE, plante die Verstromung der Braunkohle durch ein firmeneigenes Kraftwerk und entwickelte daher nach dem Konzept Georg Klingenbergs ein Wärmekraftwerk, das aus der Braunkohle der Roddergrube Energie erzeugt. Die 1914 in Betrieb genommene Vorgebirgszentrale (1920 zu Ehren des 1917 verstorbenen Bernhard Goldenbergs in Goldenbergwerk umbenannt) entwickelte sich durch ständige Erweiterungen kurz nach dem Ersten Weltkrieg zum leistungsstärksten Kraftwerk in Europa.[3] Im Zuge dessen wurde das Kraftwerk in der Grube Berggeist stillgelegt.

Um den im Goldenbergwerk erzeugten Strom an die Verbraucher im Umland zu übertragen errichtete das RWE bereits ein weiträumiges Freileitungsnetz. Die Erfahrungen, die mit der 1912 in Betrieb genommenen 110-kV-Teststrecke zwischen Lauchhammer und Riesa gemacht wurden, nutzte man, um das firmeneigene Fernnetz ebenfalls mit dieser Spannung zu betreiben. Zwischen 1914 und 1917 wurden Leitungen gebaut, die das Goldenbergwerk als Hauptschaltstelle mit dem Erftwerk bei Grevenbroich, dem Kraftwerk Reisholz (1908 durch das RWE errichtet) und einigen weiteren Anlagen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land verbanden. Wegen der in kurzen zeitlichen Abständen durchgeführten Erweiterungen im Goldenbergwerk wurde im RWE-Geschäftsbericht 1912/13 ausgeführt, dass „es richtig ist, in Zukunft Kraftzentralen von noch größeren Leistungen unter günstigen Stromerzeugungsverhältnissen zu errichten und mit noch größeren Versorgungsgebieten durch Anwendung höherer Übertragungsspannungen zu versehen als dies bisher schon üblich war.“ Schließlich müssen „auch benachbarte Werke […] dahin kommen […], sich hinsichtlich der Lage ihrer Kraftstationen sowie der Auslegung ihrer Fernleitungsnetze miteinander zu verständigen, wenn nicht eine Menge Kapital unnötig verausgabt werden soll.“[4]

Schon kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde daher geplant, die Kraftwerke des RWE und ihr Übertragungsnetz mit anderen Energieträgern zu koppeln, um eine ständige Verfügbarkeit elektrischer Energie zu gewährleisten. Ein Plan von 1923 bestand darin, Wasserkraftwerke in den Alpen mit Übertragungsleitungen mit den rheinischen Kraftwerken zu verbinden. Unter Arthur Koepchen, seit 1917 technischer Vorstand, übernahm das RWE im Jahr 1923 von der schweizerischen Elektrobank die Mehrheit an der Elektrizitäts-Actiengesellschaft (EAG) vormals W. Lahmeyer & Co. aus Frankfurt am Main. Dadurch kam es in den Besitz von Beteiligungen an einigen Energieversorgungsunternehmen im Süden Deutschlands, die an die Lahmeyer AG angeschlossen waren:

Pläne für ein VerbundnetzBearbeiten

Im März 1923 besichtigte Arthur Koepchen zusammen mit Ernst Henke und Bernhard Salomon Anlagen der Lechwerke und der KAWAG, zwei Tochterunternehmen der Lahmeyer AG. Da die Wasserkraftwerke der Lechwerke im Sommer überschüssigen Strom produzierten und das Dampfkraftwerk der KAWAG im Winter Überschuss produzierte, der in Württemberg nicht absetzbar war, hatte Koepchen die Vision, beide Kraftwerksstandorte mit einer Höchstspannungsleitung zu verbinden und so den jeweils überschüssigen Strom aufzunehmen und dorthin zu transportieren, wo er währenddessen gebraucht wurde.

Die ersten ausgearbeiteten Planungen vom Mai 1923 sahen vor, über eine 160 km lange Leitung zwischen Heilbronn und Augsburg die Kraftwerke der Tochtergesellschaften miteinander zu verbinden und zusätzlich in Augsburg einen Anschluss an das Bayernwerk, das mit Inbetriebnahme des Walchenseekraftwerkes ein eigenes landesweites 110-kV-Netz in Betrieb nahm, herzustellen. Ein auf diesen Überlegungen basierender Plan Koepchens sah dann vor, diese Leitung über Höchst bis zum Goldenbergwerk zu verlängern, womit neben dem Stromtransport der süddeutschen Wasserkräfte bis ins Rheinland auch die Reichweite des Goldenbergwerkes erhöht worden wäre. Weil man befürchtete, dass konkurrierende Unternehmen den Planungen entgegenwirken könnten, wurde der Plan zunächst geheimgehalten und offiziell nur an der 160 km langen Verbindung Heilbronn–Augsburg festgehalten. Die Verhandlungen mit den bayerischen und württembergischen Behörden fanden daher unter der Leitung der EAG statt.

Im Herbst 1923 verpflichteten sich die WÜSAG-Tochter Oberschwäbische Elektrizitätswerke AG (OEW) zusammen mit der schweizerischen Bündner Kraftwerke AG dem Land Vorarlberg vertraglich gegenüber, an der Ill oberhalb von Bludenz und am Lünersee Wasserkraftwerke zu errichten. Da die Bündner Kraftwerke AG in finanzielle Schwierigkeiten geriet, sprang im November 1923 die RWE-Tochtergesellschaft Growag ein. Der Vertrag sicherte den Aktionären der RWE dadurch insgesamt 600 Millionen kWh an speicherfähiger Jahreserzeugung zu. Erst ein Jahr später, am 5. November 1924, wurden durch das RWE, den Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, dem Volksstaat Württemberg und dem Land Vorarlberg die Vorarlberger Illwerke GmbH (VIW) gegründet, die bis 1930 das Vermuntwerk errichtete.[5]

Der erste Plan für die Verbundleitung sah vor, diese mit einer Spannung von 220 kV zu betreiben, dem Doppelten der bis dahin als höchstmöglich betrachteten Übertragungsspannung von 110 kV. Während in den USA schon seit 1921 mit 220 kV gearbeitet wurde, hielt man es in Europa noch nicht für möglich, überregionale Verbundnetze mit Spannungen jenseits der 110 kV zu betreiben. Daher baute das RWE 1923 zunächst eine 40 km lange Versuchsleitung von Ronsdorf nach Genna. Neben dem experimentellen Aufbau sollte sie langfristig als erstes Teilstück des geplanten RWE-Höchstspannungsnetzes dienen, dass neben den Wasserkraftwerken auch die Kraftwerke der Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke AG anbinden sollte. Da man beim Betrieb dieser Leitung zunächst auf zahlreiche Probleme gestoßen war, hielt man die Verbundnetzplanungen noch für technisch und wirtschaftlich zu riskant. Um Gewicht und Materialkosten zu sparen, verwendete man ein Kupfer-Hohlseil von 42 mm Durchmesser, das in Zusammenarbeit mit AEG, den Siemens-Schuckertwerken und Felten & Guilleaume entwickelt worden war.

Eine Studienreise zu den Unternehmen Southern California Edison Company und Pacific Gas and Electric Company, die bereits einige 220-kV-Leitungen betrieben, überzeugte Koepchen und Henke schließlich von der Machbarkeit ihres Projektes. Es kamen sogar Bedenken auf, ob aufgrund des großen Zugewinnes an Energie und der Erwartung weiterer hoher Zuwachsraten selbst eine 220-kV-Leitung bald an ihre Kapazitätsgrenze stoßen würde. Bei der Planung beschloss man daher, die 1924[6] erstmals in ihrer später ausgeführten Form in Plänen vorgelegte Verbundleitung gleich für eine noch höhere Spannung von 380 kV zu dimensionieren. Koepchen ging dabei von einer Leistungsaufnahme über 400 MW je Stromkreis bei einem Hohlseil mit 42 mm Durchmesser aus.

Bau der VerbundleitungBearbeiten

Der Bau der zunächst als Südleitung bezeichneten Höchstspannungsverbindung wurde 1924 aufgenommen, als das RWE-Übertragungsnetz bereits über 500 km an 110-kV-Leitungen verfügte, die sich von der niederländischen Grenze bis nach Koblenz erstreckten. Da man von Seiten der Reichspost und der Reichsbahn Beeinflussungen der betrieblichen Schwachstromanlagen befürchtete, wurde sie nicht mit geerdetem Nullpunkt, sondern mit Petersen-Kompensation betrieben. Für den Bau der Leitung mussten zahlreiche Verträge und Kooperationen mit den hessischen, badischen, württembergischen und bayerischen Behörden eingegangen werden, da es noch kein einheitliches Enteignungsrecht für den Trassenbau gab. Somit gab es langwierige Verhandlungen um die einzelnen Maststandorte. Führend bei den Verhandlungen war die EAG, die über Behördenkontakte und genug Bauerfahrung verfügte.

Die für die Leitung verwendeten Leiterseile wurden von den Vereinigten Deutschen Metallwerken (VDM) in Gustavsburg produziert. Die Kupfer-Hohlseile kommen ohne jegliche Stützkonstruktionen im Innern aus, indem Kupferflachdrähte von außen miteinander vernutet wurden.[7]

Dass die Leitung durch das Rhein-Main-Gebiet führen sollte, provozierte einen Konflikt mit dem Freistaat Preußen und der staatseigenen Preußischen Elektrizitäts AG, die den dortigen Strommarkt vom Kraftwerk Borken aus beliefern wollten. Die einzelnen Energieversorgungsunternehmen agierten damals noch größtenteils unverbunden als Inselnetze und versuchten daher, Abwerbungen von Großverbrauchern oder Gefährdungen ihrer jeweiligen Versorgungsgebiete zu verhindern. Preußen verweigerte daher die für den Weiterbau ab dem Umspannwerk Kelsterbach sowie die Mainquerung notwendigen Enteignungen und Genehmigungen, bis der Versorgungsvertrag geschlossen war. Der Konflikt wurde 1927 im sogenannten Zweiten Elektrofrieden, in dem die Grenzen der Liefergebiete festgeschrieben wurden, vorläufig beigelegt.[8][9]

Auch auf dem Abschnitt zwischen Herbertingen und Umspannwerk Hoheneck wurden die Planer der Trasse vor Probleme gestellt. Der ursprünglich geplante direkte Weg wurde untersagt, um den Verkehr auf dem damaligen Flughafen Böblingen nicht zu beeinträchtigen. Stattdessen schlägt die Trasse dort einen großen Bogen um die benachbarten Städte Böblingen und Sindelfingen. Es kam in diesem Zusammenhang zu einem Rechtsstreit.[10]

Ab Ende 1928 beteiligte sich das RWE mit 50 % an der Gründung des Schluchseewerkes, dessen erste Anlage, das Kraftwerk Häusern, in seiner ersten Ausbaustufe 1931 in Betrieb ging, sowie mit 77 % am Kraftwerk Albbruck-Dogern. Ursprünglich sollten die am Umspannwerk Tiengen angeschlossenen Kraftwerke über eine 110-kV-Leitung an Herbertingen angeschlossen werden. Realisiert wurde die Verbindung jedoch ebenfalls für 380 kV Spannung.

InbetriebnahmeBearbeiten

Der erste Teilabschnitt der Nord-Süd-Leitung zwischen Neuenahr und Rheinau ging 1926 zur Probe mit 110 kV in Betrieb.[11] Nachdem am 28. Oktober 1928 der erste Bauabschnitt der Umspannanlage Brauweiler als größte Freiluftschaltanlage der Welt in Betrieb ging, war bereits der komplette Abschnitt von Brauweiler über Neuenahr und Rheinau bis Hoheneck mit 110 kV unter Spannung.[12]

Am 12. Oktober 1929 war die Hauptschaltleitung Brauweiler mit der anschließenden 220-kV-Anlage betriebsbereit, somit konnte die Leitung von Brauweiler schrittweise bis Kelsterbach, dann bis Rheinau und schließlich bis Hoheneck auf 220 kV Betriebsspannung umgestellt werden.

Im Januar 1930 ging die Nordleitung von Brauweiler über Wesel nach Ibbenbüren in Betrieb, ebenso das Koepchenwerk, das in ein als Ring ausgeführtes Leitungssystem über Osnabrück bis nach Paderborn und wieder zurück nach Brauweiler eingebunden wurde. Mit Inbetriebnahme der Stationen Herbertingen, Tiengen und Bludenz am 17. April 1930 konnte der Verbundbetrieb zwischen alpiner Wasserkraft und rheinischer Kohlekraft aufgenommen und so der Start für ein weltweit einzigartiges Verbundsystem gegeben werden.[13][12]

Im Zweiten WeltkriegBearbeiten

Nachdem die Nationalsozialisten mit der Machtergreifung Adolf Hitlers ab 1933 eine Diktatur unter alleiniger Führung der NSDAP errichteten, war ein Produkt der Gleichschaltung des politischen und wirtschaftlichen Lebens das im Dezember 1935 unter Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht verabschiedete Energiewirtschaftsgesetz. Die gesamte Elektrizitätswirtschaft wurde unter Aufsicht des Reichswirtschaftsministeriums gestellt, womit Planung, Betrieb und Finanzierung des Energieversorgungsnetzes nun alleine nach den politischen Vorstellungen des NS-Regimes gestaltet werden konnte. Insbesondere militärische Gesichtspunkte waren dabei ausschlaggebend, dass die dezentrale Energieversorgung beibehalten wurde – bei einer zentralen Energieversorgung mit nur wenigen Großkraftwerken würden diese militärisch verwundbare Ziele darstellen.[14]

Im Zuge des Energiewirtschaftsgesetzes wurde die Hauptschaltleitung Brauweiler zum Bezirkslastverteiler erklärt, der der Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft (auch als Reichslastverteiler bezeichnet), einer Zentralstelle für die Regulierung des gesamten deutschen Verbundnetzes über die Energieversorger hinaus, direkt unterstellt war. Je nach verfügbarer Strommenge wurden auf Anweisung durch den Reichslastverteiler und das Planungsamt des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion Abschaltungen durchgeführt.[15] Trotz der Bombardements auf Industrieanlagen im Zweiten Weltkrieg blieb das Verbundnetz des RWE bis 1944 noch größtenteils in Betrieb, während etwa das Goldenbergwerk im Oktober 1944 weitgehend zerstört wurde. Als zentrale Sammelschiene für die Energieversorgung der stark industrialisierten Regionen in West- und Süddeutschland geriet das Übertragungsnetz des RWE schnell in den Fokus der alliierten Kampfverbände.[16]

Anfang 1945, zu diesem Zeitpunkt verlagerten sich die Kampfhandlungen immer weiter nach Westen, besetzte die US-Armee die Hauptschaltleitung Brauweiler. Teile des Netzes im linksrheinischen Gebiet wurden zerstört, wodurch die Verbindung mit den Kraftwerken in Süddeutschland unterbrochen wurde.[17] Am 5. März 1945, nach Besetzung durch US-amerikanisches Militär, meldete die Hauptschaltleitung die Versorgungsunterbrechung auf der Nord-Süd-Leitung:

„Wir sind soeben durch alliierte Truppen besetzt worden. […] Die linksrheinischen Fernleitungen liegen größtenteils am Boden. Wir haben mit dem Süden keine Verbindung mehr. Wir trennen uns hiermit auch vom rechtsrheinischen Gebiet.“[17]

Schon Anfang Juli 1945, wenige Wochen nach Kriegsende, konnte der Verbundbetrieb auf der Nord-Süd-Leitung wieder aufgenommen werden. Der zügige Wiederaufbau entsprach auch dem Wunsch der britischen Militärregierung in ihrer Besatzungszone, in der Teile des RWE-Netzes lagen, das Stromnetz wieder in Betrieb zu nehmen.[18] Bis 1948 wurden letzte kriegsbedingte Schäden und Provisorien im Verbundnetz beseitigt. Im gleichen Jahr gründete das RWE mit acht weiteren westdeutschen Energieversorgungsunternehmen in Heidelberg den Verband Deutsche Verbundgesellschaft (DVG).

Spätere EntwicklungenBearbeiten

 
Freileitungen am Umspannwerk Koblenz im Jahr 1955, links die Nord-Süd-Leitung

Betrieb mit 300 kVBearbeiten

Es zeichnete sich ab, dass die Übertragungskapazität der 220-kV-Leitungen durch die zahlreichen in den 1950er Jahren gebauten Großkraftwerke im rheinischen Revier – etwa die Kraftwerke Frimmersdorf, Fortuna, Weisweiler und eine erneute Erweiterung des Goldenbergwerkes – nicht mehr ausreichte, weshalb die DVG Versuche auf der 380-kV-Ebene, die 1952 in Schweden erstmals eingeführt worden war, auf einem Testgelände bei Mannheim durchführte. Eher provisorisch wurde im Oktober 1952 der 253 km lange Abschnitt von Brauweiler nach Rheinau auf 300 kV Spannung erhöht, wofür in Brauweiler und Rheinau Schalter und Transformatoren für diese Spannungsebene installiert wurden und an den Masten die Isolatorketten um zwei bis drei Glieder erweitert wurden.[19]

Umstellung eines Stromkreises auf 380 kVBearbeiten

1957 wurde die Spannungsebene von 380 kV in deutschen Hochspannungsnetz auf einem Stromkreis der neuen Leitung Rommerskirchen–Hoheneck eingeführt, deren Trasse weitgehend parallel zur Nord-Süd-Leitung verlegt wurde. Im Jahr 1964 wurde dann im Abschnitt Hoheneck–Herbertingen–Tiengen ein Stromkreis der Nord-Süd-Leitung auf 380 kV umgestellt, dies geschah zusammen mit der Umstellung des zweiten Stromkreises auf der Leitung Rommerskirchen–Hoheneck. Insbesondere der in den Schweizer Wasserkraftwerken erzeugte Strom sollte so mit einer noch größeren Kapazität mit dem aus den westdeutschen Kohlekraftwerken ausgetauscht werden, zumal auch auf schweizerischer Seite mit dem Ausbau auf 380 kV vorangetrieben wurde.[20] Ab 1965 war das Umspannwerk Tiengen über eine 380-kV-Leitung mit dem schweizerischen Umspannwerk Beznau verbunden.

Leitungsverlegung am Frankfurter FlughafenBearbeiten

 
Niedrige Einebenenmasten am Frankfurter Flughafen, September 2017 (Die Nord-Süd-Leitung ist hier bereits seit 2008 abgebaut)

Südlich des Umspannwerks Kelsterbach verlief die Nord-Süd-Leitung ursprünglich in Trassenbündelung mit zwei weiteren Freileitungen (Kelsterbach–Schönbrunn 220 kV, Kelsterbach–Dettingen 110 kV) westlich am Flughafen Frankfurt vorbei. Der Flughafen wurde erst einige Jahre nach dem Bau der Leitungen unter den Nationalsozialisten erbaut und im Juli 1936 als Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main eröffnet. Als nach Kriegsbeginn 1939 der Flughafen für den zivilen Luftverkehr geschlossen und unter das Kommando der Luftwaffe gestellt wurde, gab es erste Überlegungen, die Leitungen aus dem Landebereich der Düsenjäger heraus zu verlegen. Man ging von Kosten in Höhe von rund 3 Millionen Reichsmark aus.[21]

Noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten im März 1945 US-amerikanische Truppen den Flughafen und errichteten eine Luftwaffenbasis. Hierzu bauten sie im Sommer desselben Jahres die Landebahn auf 1800 m Länge aus. Da unmittelbar östlich des Geländes die Reichsautobahn von Frankfurt nach Mannheim vorbeiführte, war eine Erweiterung der Bahn nur in Richtung Westen möglich gewesen. Um den Flugverkehr nicht zu beeinträchtigen, war schon im darauffolgenden Sommer 1946 erneut eine Verlegung der Hochspannungstrasse um einige Kilometer weiter nach Westen geplant. Jedoch ließ sich aufgrund des allgemeinen Materialmangels in der unmittelbaren Nachkriegszeit kein Stahl für den Bau neuer Freileitungsmasten beschaffen.[19][21]

Die Situation änderte sich erst nach dem Bau der neuen 220-kV-Verbindungsleitung zwischen dem bayerischen Anteil des Versorgungsnetzes der Elektrowerke AG (Reichssammelschiene) und dem RWE. Diese Verbindung, die aus den Freileitungen LudersheimAschaffenburg und Aschaffenburg–Kelsterbach bestand, war nötig geworden, nachdem die Sowjetische Besatzungsmacht die vormals durchgehende Verbundleitung zwischen Mitteldeutschland und Bayern bzw. Österreich an der Zonengrenze kappte und als Reparationsleistung im Abschnitt zum Umspannwerk Remptendorf demontierte und das bayerische 220-kV-Umspannwerk Ludersheim mit der nach Oberösterreich führenden Fortsetzung der Leitung keine Verbindung mehr mit dem restlichen westdeutschen 220-kV-Netz hatte.

Beim Bau dieser Leitungen in den Jahren 1949 und 1950 verlegte man die Trasse für den Anschluss an das Umspannwerk Kelsterbach um etwa 5 km nach Westen und ließ sie unmittelbar nördlich der gerodeten Trasse für die nicht mehr fertiggestellte Reichsautobahn in Richtung Nürnberg wieder nach Osten zum Umspannwerk Kelsterbach führen.[22] Einige Jahre lang bestanden nun gleichzeitig die alte Freileitungstrasse aus den 1920er Jahren mit drei Leitungen und die neue Leitung auf der weiter westlich gelegenen Trasse.

Erst 1956 legte das RWE die Leitungen aus der alten Trasse heraus. Nötig wurde das Vorhaben aufgrund des getiegenen Flugverkehrs, nachdem die im Mai 1955 wieder souveräne Bundesrepublik Deutschland die Lufthoheit wiedergewonnen hat. Hierfür wurde zunächst eine etwa 190 m breite Schneise in den Kiefernwald gerodet und westlich der bestehenden Leitung in dieser neuen Trasse drei neue Leitungen gebaut. Alle Leitungen verliefen dabei abschnittsweise auf Tannenbaummasten und westlich der Start- und Landebahnen im Bereich der Einflugschneise auf niedrigen Einebenenmasten. Als 1977 im Trassenband ein Vegetationsbrand ausbrach, ließ man auf den verbrannten Flächen ein Biotop in Form einer Heidelandschaft entstehen.[23]

Der Bau der Startbahn West in den Jahren 1981 bis 1984 machte ein weiteres Mal die Verlegung der Freileitungen im südlichen Bereich nötig.

TrassenverlaufBearbeiten

 
Südliche Abschnitte der Nord-Süd-Leitung bis Pfungstadt. Diese Teile sind heute noch in Betrieb.

Bludenz–HerbertingenBearbeiten

Nach Verlassen des Umspannwerks in Bludenz-Bürs führt die Leitung zunächst in nördliche, dann in nordwestliche Richtung durch das Walgau bis Rankweil, dort hinab ins Rheintal und wieder in Richtung Norden. Streckenweise verläuft sie sehr nah an der schweizerischen Grenze entlang, bis sie bei Wolfurt den Pfänder hinauf führt, wo sie zunächst nach Nordosten und später wieder nach Nordwesten dreht. Bei Hohenweiler überquert sie die Grenze zu Deutschland, führt auf einem sehr kurzen Stück mit 10 Masten durch Bayern und erreicht Baden-Württemberg. Sie führt durch Oberschwaben, an Ravensburg vorbei und trifft bei Hohentengen-Eichen die von Tiengen her kommende Leitung. Parallel zu dieser führt sie zum Umspannwerk Herbertingen.

Da auf baden-württembergischen Gebiet ein Stromkreis der Leitung von TransnetBW seit 1998 mit 380 kV betrieben wird, gibt es einen Leitungsabzweig an der BAB 96 zum Umspannwerk Obermooweiler, von dem ein Stromkreis zum direkt an der Trasse befindlichen Umspannwerk Grünkraut führt. Der zweite TransnetBW-Kreis führt von Grünkraut auf der Nord-Süd-Leitung nach Herbertingen. Auf österreichischem Gebiet sind die Originalmasten von 1929 größtenteils noch vorhanden, die Masten auf bayerischem Gebiet im Bereich sowie zwischen der BAB 96 und Ravensburg sind zwischen 2008 und 2009 durch moderne Tonnenmasten ersetzt worden.[24]

Tiengen–HerbertingenBearbeiten

Der in Tiengen beginnende Abschnitt verlässt das Umspannwerk parallel zu zahlreichen anderen Freileitungen nach Norden und dreht nach kurzer Strecke nach Nordosten. Entlang der Grenze zum Schweizer Kanton Schaffhausen führt sie parallel zu einer 220-kV-Leitung nach Beuren/Stockach, die bei Honstetten nach Süden dreht, nach Osten. Zwischen Pfullendorf und Ostrach wechselt die Himmelsrichtung nach Norden, wo sie auf die Leitung aus Bludenz trifft und parallel zu ihr zum Umspannwerk Herbertingen führt.

Herbertingen–HoheneckBearbeiten

Hinter Herbertingen führt die Leitung nordwärts durchs Donautal, an Riedlingen vorbei und erreicht bei Zwiefaltendorf die Schwäbische Alb. Über Hayingen, Gomadingen und St. Johann steigt sie beim Pumpspeicherwerk Glems von der Alb hinab ins Neckartal. Bei Rommelsbach besteht seit 2008 ein Leitungsabzweig für 380 kV zum Umspannwerk Metzingen. Sie überquert bei Pliezhausen den Neckar und führt zwischen Walddorfhäslach und Dettenhausen durch den Schönbuch. Anschließend verläuft sie mitten durch Holzgerlingen und Ehningen und trifft westlich von Böblingen auf die 380-kV-Leitung PulverdingenOberjettingen, zu der sie zunächst nordwärts, ab Renningen dann nach Nordosten folgt. Westlich von Leonberg trennt sie sich wieder von ihr und führt nach Nordosten. Bei Eglosheim dreht sie nach Osten und erreicht das Umspannwerk Hoheneck nördlich von Ludwigsburg. Die separate Einführung der beiden Stromkreise in die 220-kV-Schaltanlage ist bereits auf den nördlich von Hoheneck verwendeten C1-Masten verlegt.

Hoheneck–RheinauBearbeiten

Parallel zur 220-kV-Leitung Hoheneck–Neckarwestheim quert die Leitung direkt nördlich von Hoheneck erneut den Neckar und trifft auf die 380-kV-Leitung Neckarwestheim–Mühlhausen, die als Hybridleitung mit der Leitung Neckarwestheim–Stuttgart der Deutschen Bahn ausgeführt ist. Diese drei Leitungstrassen führen bis kurz vor Neckarwestheim parallel, dort trifft die von GKN her kommende Leitung hinzu, deren Stromkreise nach Norden führen. Ab hier ist die Nord-Süd-Leitung bereits seit den 1980er Jahren nicht mehr auf den Originalmasten verlegt, da hier eine vierkreisige Leitung in der Trasse gebaut wurde, die über zwei 380-kV-Stromkreise von Neckarwestheim bzw. Mühlhausen nach Großgartach verfügt. Diese Leitung quert im Südwesten Heilbronns zum dritten Mal den Neckar, ehe bei Leingarten die beiden 380-kV-Stromkreise ins Umspannwerk Großgartach führen und die Nord-Süd-Leitung wieder über Originalmasten verfügt. Sie führt ab hier in nordwestliche bis westliche Richtung und wurde bei Kirchardt im Zuge der Anlage eines Autobahn-Behelfsflugplatzes an der A 6 auf niedrige Donau- und Einebenenmasten verlegt sowie der Verlauf geringfügig verändert. Sie führt an Sinsheim und Meckesheim vorbei, ehe bei Schatthausen die ursprüngliche Trasse bis Nußloch demontiert und der verbliebene Stromkreis auf die 220-kV-Leitung NeurottHüffenhardt verlegt wurde, um Platz für ein Wohngebiet zu machen. An Leimen vorbei und parallel zur 110-kV-Leitung Rheinau–Schönbrunn erreicht sie das Umspannwerk Mannheim-Rheinau.

Rheinau–PfungstadtBearbeiten

Hinter dem Umspannwerk Rheinau laufen parallel zur Nord-Süd-Leitung fünf Freileitungen, darunter die 380-kV-Leitung Rommerskirchen–Hoheneck gebündelt nach Norden, wobei der Neckar ein viertes Mal überquert wird. Östlich von Mannheim-Wallstadt teilt sich das Trassenband auf und die Nord-Süd-Leitung führt bis Weinheim nach Nordosten, über die Landesgrenze zu Hessen, dann nach Norden parallel zur Bergstraße und zur Bahnstromleitung Flörsheim–Stuttgart. Bei Hähnlein treffen die beiden Leitungen auf die 380-kV-Leitung Bürstadt–Urberach, zu der sie bis Pfungstadt parallel laufen.

Heute endet die Nord-Süd-Leitung im Umspannwerk Pfungstadt. Diese Anlage wurde erst nach dem Bau der Nord-Süd-Leitung in der Leitungstrasse als 220-/110-kV-Umspannwerk errichtet und von 2015 bis 2016 um eine 380-kV-Anlage erweitert.

Pfungstadt–KelsterbachBearbeiten

Bis zur Demontage des Abschnittes von Pfungstadt nach Kelsterbach im Jahr 2007 begann die Nord-Süd-Leitung nördlich des Pfungstädter Umspannwerkes erneut. Zunächst führte sie parallel zur 110-kV-Leitung Darmstadt–Heppenheim und war bei Weiterstadt im Bereich der A 5 seit den 1970er Jahren auf modernen Tonnenmasten verlegt, da die Leitung ursprünglich sehr nah an der Autobahn entlang lief und dem von 1972 bis 1978 stattfindenden achtspurigen Ausbau im Weg stand. Bei Mörfelden traf sie auf drei von Urberach her kommende 110- und 220-kV-Leitungen und führte nach Nordwesten, auf Einebenenmasten um das Ende der Startbahn West des Frankfurter Flughafens herum und anschließend in einer breiten, in den Wald geschlagenen Schneise nach Norden, dann die A 3 entlang nach Osten bis zum Umspannwerk Kelsterbach. Während der Erweiterungen des Flughafens wurden die Leitungen 1956 und 1984 aus den Einflugschneisen heraus verlegt.

Kelsterbach–KoblenzBearbeiten

Der komplette Abschnitt von Kelsterbach nach Koblenz ist heute nicht mehr auf Originalmasten existent. Er führte nach Westen, überquerte bei Okriftel den Main und führte hinter Marxheim über den Taunus, die Idsteiner Senke entlang, bei Hünfelden durch den Goldenen Grund nach Rheinland-Pfalz, bei Geilnau über das Lahntal, durch den südlichen Westerwald und zwischen Urbar und Koblenz-Wallersheim über den Rhein. Diese Rheinkreuzung war auf C1-Masten mit Zusatztraverse für zwei Erdseile verlegt. Direkt hinter der Rheinkreuzung führte sie in das Umspannwerk Koblenz.

Koblenz–BrauweilerBearbeiten

Ab Koblenz führte die Nord-Süd-Leitung durchgehend parallel zur 380-kV-Leitung Rommerskirchen–Hoheneck, für deren Bau in den 1950er Jahren die bereits bestehende Leitungstrasse genutzt wurde. Bei Weißenthurm wurde sie in den 1970er Jahren in das dortige Umspannwerk geführt. Sie verläuft in einigen Kilometern Abstand zum unteren Mittelrheintal, quert bei Burgbrohl das Brohl- und bei Heppingen das Ahrtal. In der Nähe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen wechselte sie von C1- auf C2-Masten, führte bei Meckenheim dann nach Norden, am westlichen Bonner Stadtrand entlang und bei Bornheim wieder nach Nordwesten, wo sie in Sechtem in das später in der Leitungstrasse liegende Umspannwerk eingebunden wurde. Dahinter führt sie heute an Brühl und Hürth vorbei und trifft bei Frechen auf die Leitungen, die vom Goldenbergwerk her kommen und ebenfalls nach Brauweiler führen. Zusammen mit diesen verläuft sie nach Norden ins Umspannwerk Brauweiler.

Übersicht der LeitungsabschnitteBearbeiten

Bürs
Tiengen
Herbertingen
Hoheneck
Rheinau
Kelsterbach
Koblenz
Brauweiler
Ursprünglicher Leitungsverlauf mit Umspannwerken

Da sich die Nord-Süd-Leitung auf ihrer gesamten Länge im Besitz des RWE bzw. seit 2009 Amprion befindet, sind die Leitungsabschnitte mit einer internen Nummerierung des Unternehmens, der sogenannten Bauleitnummer (Bl.) versehen. Da sie als 380-kV-Leitung geplant war, wurden ihr mit der Ziffer 4 (steht für 400 kV, wird häufig alternativ zu 380 kV angegeben) beginnende Nummern zugeteilt. Gezählt wird hierbei von Norden (Brauweiler) nach Süden (Bludenz), beginnend bei 4501. Der Abzweig nach Tiengen trägt die Nummer 4510.

Bemerkenswert ist, dass in Neuenahr, Heppenheim und Fürfeld keine Umspannwerke der Leitung bestanden, hier wechselte die Bauleitnummer in der Trasse.

Trasse Bauleit-
nummer
Masttyp Inbetriebnahme Bemerkungen
Brauweiler–Pkt. Neuenahr 4501 C2 1928 Zwischen Sechtem und Neuenahr von 2012 bis 2013 durch 380 kV ersetzt,
zwischen Brühl und Sechtem 2018 Ersatz durch 380 kV
Pkt. Neuenahr–Koblenz 4502 C1 1926 Von 2009 bis 2010 komplett durch 380 kV ersetzt
Koblenz–Kelsterbach 4503 C1 1926 Zwischen Koblenz und Marxheim von 1979–1980 sowie zwischen
Marxheim und Kelsterbach 2009 durch 380 kV ersetzt
Kelsterbach–Pkt. Heppenheim 4504 C1 1926 Zwischen Kelsterbach und Pfungstadt 2007–2008 ersatzlos demontiert
Pkt. Heppenheim–Rheinau 4505 C1 1926
Rheinau–Pkt. Fürfeld 4506 C1 1928 Zweiter 220-kV-Stromkreis wurde Ende 2003 demontiert,
bei Wiesloch wurde die Leitung auf eine TransnetBW-Trasse umverlegt
Pkt. Fürfeld–Hoheneck 4507 C1 1928 Zweiter 220-kV-Stromkreis wurde Ende 2003 demontiert,
zwischen Leingarten und Neckarwestheim wurde die Leitung
auf eine TransnetBW-Trasse umverlegt
Hoheneck–Herbertingen 4508 C3 1930 Zwischen Rommelsbach und Herbertingen derzeit (2018–2021) Bau neuer Masten
Herbertingen–Bürs 4509 C3 1930 Mitbenutzung von 380-kV-Kreisen der TransnetBW zwischen Herbertingen
und Neuravensburg
Herbertingen–Tiengen 4510 C3 1930

Verwendete MasteBearbeiten

Die gesamte Leitung war ursprünglich auf Freileitungsmasten mit Dreiebenenanordnung installiert. Der größte Teil der Leitung südlich Pfungstadt liegt noch heute auf Originalmasten.

Für die Sektion von Hoheneck über die Umspannwerke Rheinau, Kelsterbach und Koblenz bis Bad Neuenahr wurde der C1-Mast verwendet, für die anderen Abschnitte Maste der Typen C2 und C3, je nach erwarteter Eislast. Der Wechsel von C2/C3- auf C1-Maste findet dabei heute im Umspannwerk Hoheneck statt, früher noch einmal auf freier Strecke an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz zu Nordrhein-Westfalen westlich des Grafschafter Ortsteils Oeverich. Im auf C1-Masten verlegten Abschnitt zwischen Hoheneck und Bad Neuenahr wurden später an folgenden Stellen wegen ihrer höheren Stabilität und Belastbarkeit (größeres Spannfeld der Leiterseile) C3-Masten eingesetzt:

  • Einzelner Mast Unmittelbar nördlich von Hoheneck, um 110-kV-Leitungen mit größerem Spannfeld zu überqueren
  • Zwei Masten, beiderseits der BAB 81 bei Pleidelsheim, von denen der westliche in den 1990er Jahren durch einen modernen Tonnenmast ersetzt wurde
  • Einzelner Mast nördlich der Querung BAB 656 bei Mannheim
  • Einzelner Mast westlich von Hemsbach. Hier wurde früher die 110-kV-Bahnstromleitung Weiterstadt–Mannheim überquert, die 1983 durch die Bahnstromleitung Flörsheim–Stuttgart ersetzt wurde.
  • Zwei Masten, beiderseits der BAB 3 bei Wörsdorf, wurden im Zuge des Leitungsneubaus 1980 durch moderne Tonnenmasten ersetzt
 
C1-Mast: vorn ein Abspann­mast, dahinter Tragmaste

C1-MastBearbeiten

Der C1-Mast ist für zwei Drehstromkreise mit einer Spannung von 220 kV in Dreiebenenanordnung als Tonnenmast ausgelegt, wobei die beiden unteren Traversen miteinander verstrebt sind und bei Tragmasten einen relativ geringen Abstand zueinander aufweisen. Die ersten Teilstücke der Leitungen gingen 1926 auf den Abschnitten mit diesem Masttyp in Betrieb.

Im Unterschied hierzu hatten die ursprünglichen C1-Masten der Rheinquerung bei Koblenz noch eine zusätzliche obere Traverse für zwei Erdseile.

Heute findet man C1-Maste noch auf großen Teilen des Abschnitts von Pfungstadt über Mannheim-Rheinau nach Hoheneck. Bei Wiesloch und im Abschnitt LeingartenNeckarwestheim wurde die Nord-Süd-Leitung mittlerweile auf gemeinsamen Trassen mit anderen Leitungen verlegt, die Originalmaste wurden auf diesen Abschnitten abgebaut. Bei Grombach wurde der Leitungsverlauf aufgrund der Einrichtung eines Autobahn-Behelfsflugplatzes auf der nahen A 6 nachträglich geändert und niedrige Einebenen- und Donaumaste eingesetzt. Auch wurden einzelne Masten durch Neukonstruktionen ersetzt.

 
C3-Maste, rechts eine neuere Bauform

C2- und C3-MastBearbeiten

Diese Tonnenmaste mit drei separaten Traversen können für Drehstromleitungen mit ein oder zwei Stromkreisen bis 380 kV verwendet werden. Sie sind konstruktiv gleich aufgebaut, der C3-Typ ist durch Verwendung verstärkter Bauteile für die vierfache Eislast ausgelegt. Das Bild links zeigt C3-Maste der beiden Zweige südlich von Herbertingen, wobei der im Bild rechte Mast jüngeren Datums ist. Er gehört zum Tiengener Zweig, der erst mit einem späteren Umbau separat nach Herbertingen geführt wurde.

Die meisten C3-Maste südlich von Hoheneck sind (Stand 2018) noch in Betrieb, während die auf dem nördlichen Abschnitt befindlichen C2-Maste schrittweise demontiert werden.

Auch die 1928 errichtete Leitung vom Kraftwerk Goldenberg nach Brauweiler, die teilweise parallel zur Nord-Süd-Leitung verläuft, ist auf C2-Masten verlegt, wird heute allerdings nur noch mit 110 kV betrieben.[25]

UmspannwerkeBearbeiten

Die ursprünglich sieben im Leitungsverlauf errichteten Umspannwerke – das Umspannwerk Tiengen wurde erst später fertiggestellt – wurden alle nach einem einheitlichen Schaltungsschema durch die Siemens-Schuckertwerke ausgeführt. Insgesamt wurden 14 Leistungstransformatoren mit je 60 kVA Leistung installiert. Wegen Belastungsschwankungen konnte auf der 220-kV-Leitung keine konstante Spannung erreicht werden, deshalb wurden in allen Umspannwerken Drosselspulen mit je 6.000 kVA sowie Phasenschiebertransformatoren eingebaut.

Aus der in Deutschland erstmaligen technischen Anwendung der neuen Spannungsebene konnten etliche neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Verbundnetzbetriebs gewonnen werden.

BrauweilerBearbeiten

Das Umspannwerk Brauweiler ging am 28. Oktober 1928 in einer ersten Ausbaustufe auf der 110-kV-Ebene in Betrieb, ein Jahr später folgten die 220-kV-Anlage und der Betriebsstart der vom Goldenbergwerk hierhin verlegten Schaltwarte der Hauptschaltleitung Brauweiler. Zum Zeitpunkt der vollständigen Inbetriebnahme war sie die größte derartige Anlage auf der Welt und stellte den zentralen Knotenpunkt für die Einspeisung des Strom der rheinischen Braunkohlekraftwerke ins überregionale Verbundnetz dar. 40 Schaltfelder waren auf der 110-kV-Ebene und 13 Schaltfelder auf der 220-kV-Ebene eingerichtet. Neben dem Logistikzentrum ist hier bis heute die Systemführung Netze der Amprion GmbH als Nachfolgerin der Hauptschaltleitung Brauweiler angesiedelt.

KoblenzBearbeiten

Das Umspannwerk Koblenz am nördlichen Stadtrand im Stadtteil Wallersheim stellte die Verbindung zum südlichen, linksrheinischen RWE-Netzgebiet her. Über eine 220-/110-kV-Leitung bestand Verbindung zu den beiden Kraftwerken in Trier und zum Saar-Kraftwerk in Mettlach.[26] Unmittelbar östlich des Umspannwerks überquerte die Leitung den Rhein.

KelsterbachBearbeiten

Das Umspannwerk Kelsterbach südwestlich von Frankfurt am Main diente neben der Anbindung des RWE-eigenen Netzes im südlichen Hessen auch dem Verbundbetrieb mit weiteren Energieversorgern. Über zweikreisige 110-kV-Leitungen waren jeweils die Main-Kraftwerke bei Höchst, die HEAG in Darmstadt und über das Kraftwerk Dettingen sowohl das Netz der PreußenElektra bei Hanau und das des Bayernwerks über Aschaffenburg. Eine weitere Verbindung zum Netz der Preußen-Elektra bestand über eine direkte Leitung zum Kraftwerk Wölfersheim.

Mannheim-RheinauBearbeiten

Das Umspannwerk Rheinau am östlichen Stadtrand von Mannheim diente dem Verbundbetrieb mit dem Badenwerk sowie der Stromeinspeisung aus dem nahegelegenen Grosskraftwerk Mannheim. Die Wasserkraftwerke der Neckar AG wurden über eine 110-kV-Leitung entlang des Neckars zwischen Mannheim und Ludwigsburg angebunden.

HoheneckBearbeiten

Über das Umspannwerk Hoheneck wurde der Strom aus dem Großkraftwerk Württemberg in Heilbronn, einigen Kraftwerken der Neckar AG und dem Wasserkraftwerk Pleidelsheim der Kraftwerk Altwürttemberg AG eingespeist. Zudem diente es als zentraler Knotenpunkt für die Energieversorgung der Region Stuttgart.

HerbertingenBearbeiten

Das Umspannwerk Herbertingen diente vorrangig dem Einspeisen des Stroms aus dem Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern, dem Aarekraftwerk in Beznau und dem Schluchseewerk im Südschwarzwald, die über das Umspannwerk Tiengen in eine 220-kV-Leitung einspeisen, die separat zum Umspannwerk Herbertingen geführt wird. Eine Kuppelleitung führte von Herbertingen zum Netz der Lechwerke in Memmingen.

BürsBearbeiten

Das Umspannwerk Bürs südwestlich von Bludenz war als südlicher Ausgangspunkt der Verbundleitung Endpunkt der Leitungen aus den Wasserkraftwerken der Vorarlberger Illwerke. Während das Vermuntwerk bei Inbetriebnahme der Umspannanlage schon fertiggestellt war, folgte das talabwärts gelegene Rodundwerk im Jahr 1943.

Abgebaute AbschnitteBearbeiten

Marxheim–KoblenzBearbeiten

Der Leitungsabschnitt zwischen den Umspannwerken Kelsterbach und Koblenz wurde auf seinem größten Teil, mit Ausnahme des kurzen Stücks zwischen Marxheim und Kelsterbach, bereits in den Jahren 1979 bis 1980 demontiert und durch eine zweikreisige Leitung für 380 kV Spannung ersetzt.[27] Dieser Umbau stand in direktem Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich und dem hierfür neu errichteten 380-kV-Umspannwerk Weißenthurm. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser neuen Leitung im Trassenverlauf wurde sie mit nur einem 220-kV-Stromkreis betrieben, da der zweite Kreis aus dem Umspannwerk Kelsterbach in den 1983 installierten Trafo im Umspannwerk Marxheim geführt wurde. Diese Anordnung war allerdings nur als Provisorium gedacht, um für das 110-kV-Netz der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) eine weitere Einspeisung aus dem Höchstspannungsnetz des RWE zu ermöglichen.[28]

Alle C1-Masten aus den 1920er Jahren wurden beim Umbau der Leitung durch Neukonstruktionen ersetzt, mit Ausnahme der Kreuzungsmasten im Bereich der Rheinüberspannung zwischen Wallersheim und Urbar. Hier wurden die Masten beibehalten und lediglich neue Traversen montiert. Neben den beiden 380-KV-Stormkreisen führen hier seitdem auch zwei 110-kV-Kreise über den Rhein.

In den Jahren 1989 und 1990 entstand zwischen Marxheim und Griesheim eine für vier Stromkreise ausgelegte 380-kV-Leitung, die zunächst nur mit zwei Stromkreisen ausgestattet wurde und einen Ringschluss zwischen dem Koblenzer Raum, dem Rhein-Main-Gebiet und dem süddeutschen Raum bildete, da die beiden Stromkreise sich bei Griesheim in die bereits bestehende Leitung von Bürstadt nach Urberach verzweigten. Im Streckenverlauf entstand ein neues 380-/110-kV-Umspannwerk in Bischofsheim, das zum einen als dauerhafter Einspeisepunkt für das KMW-Netz dient, zum anderen aber auch das bisherige 220-kV-Umspannwerk Kelsterbach auf Dauer ablösen sollte.[28] Mit Inbetriebnahme des Umspannwerks Bischofsheim am 20. Dezember 1990 wurde der bislang nicht betriebene Stromkreis nach Weißenthurm auf 380 kV Spannung umgestellt.

Pfungstadt–KelsterbachBearbeiten

 
Ein letzter Rest der alten Freileitung: zum Mobilfunkmasten umgebauter Freileitungsmast bei Weiterstadt

Mitte der 1960er Jahre wurde im Trassenverlauf das 220-/110-kV-Umspannwerk Pfungstadt errichtet und die Nord-Süd-Leitung hierin eingeschleift.[28] Der nördlich des Umspannwerks liegende Abschnitt führte westlich an Darmstadt vorbei, in einigem Abstand parallel zur BAB 5 und schließlich in der westlich um den Flughafen Frankfurt führenden Leitungstrasse ins Umspannwerk Kelsterbach.

Als in den 1930er Jahren die Reichsautobahn Frankfurt–Mannheim, die heutige BAB 5, errichtet wurde, baute man die Fahrbahnen abschnittsweise sehr nah an die Leitungstrasse heran. Einige Masten der parallel führenden 110-kV-Leitung von Darmstadt nach Heppenheim, die im selben Jahr wie die Nord-Süd-Leitung errichtet wurde, standen sogar auf dem Mittelstreifen der Autobahn. Beim achtstreifigen Ausbau der BAB 5 in den Jahren 1972 bis 1978 wurden beide Leitungen schließlich aus dem Nahbereich der Autobahn heraus verlegt, wobei die Nord-Süd-Leitung auf großen Tonnenmasten für 380 kV Spannung geführt wurde.

Ein Umbau und eine Verlegung des Umspannwerks Kelsterbach war bereits vor dem Bau der Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens geplant, zumal die Freiluftanlage aus dem Jahr 1926 stammte und auf der langfristig wegfallenden Spannungshöhe von 220 kV eingespeist wurde. Wegen der Lage des Umspannwerks direkt im Baufeld der geplanten Landebahn musste die Anlage an einer anderen Stelle neu gebaut werden. Beim Neubau des Umspannwerkes entschied man sich daher für eine platzsparende, gasisolierende Innenraumschaltanlage für 380 kV und 110 kV. Die alte, rund 10 ha große Freiluftanlage in Kelsterbach wurde abgerissen und die neue Innenraumanlage auf eine Grundfläche von etwa 1 ha abseits des alten Standorts neu errichtet.

Da aufgrund des Flugbetriebes eine Verlegung der zum Umspannwerk führenden Leitungen als Freileitung aus Gründen der Luftsicherheit nicht möglich gewesen wäre, entschied man sich für eine Reduzierung der bestehenden Freileitungen, um weniger vergleichsweise teure Erdkabel verlegen zu müssen. Der Freileitungsabschnitt der Nord-Süd-Leitung von Pfungstadt nach Kelsterbach sollte daher ersatzlos wegfallen, der Abschnitt von Kelsterbach nach Marxheim durch eine 380-kV-Einspeisung ersetzt werden. Als erste vorbereitende Maßnahme wurde 2005 entlang der 380-kV-Trassen von Pfungstadt über Griesheim und Bischofsheim nach Marxheim ein dritter Stromkreis aufgelegt, der für 380 kV dimensioniert, aber zunächst nur mit 220 kV betrieben wurde.[29] Die Leitungsabschnitt mit den C1-Masten zwischen Pfungstadt und Kelsterbach wurde schließlich Anfang des Jahres 2008 demontiert[30] – der 220-kV-Abzweig auf die Leitung nach Urberach besteht noch, ist aber außer Betrieb.

Ein Maststumpf der abgebauten Nord-Süd-Leitung wurde stehengelassen und dient seitdem als Sendemast für Mobilfunk.

Kelsterbach–MarxheimBearbeiten

Im Jahr 2009 ersetzte man den Leitungsabschnitt von Kelsterbach nach Marxheim durch eine auf Tonnen- und Donaumasten verlegte, zweikreisige 380-kV-Leitung. An Höhe des Umspannwerks Marxheim wurde ein Abzweigmast für vier Richtungen gebaut, an dem sich die Stromkreise aus Richtung Koblenz, Bischofsheim und dem 2004 neu gebauten 380-kV-Umspannwerk Kriftel aufteilen. Jeweils ein Stromkreis aus Richtung Bischofsheim und Kriftel führt dabei auf die neue Leitung in Richtung Kelsterbach. Der 220-kV-Transformator in Marxheim fiel mit Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks Kelsterbach durch die Netzumstrukturierung weg.

Vor dem Umspannwerk Kelsterbach selbst werden die beiden Stromkreise durch eine knapp 1 km lange gasisolierte Rohrleitung geführt, da die Leitung in diesem Bereich sehr nah an der Landebahn entlang verläuft. Mit dem Bau der Landebahn Nordwest wurde 2009 begonnen, sie wurde am 20. Oktober 2011 in Betrieb genommen.

Koblenz–WeißenthurmBearbeiten

Zwischen den Umspannwerken Koblenz und Weißenthurm war die Nord-Süd-Leitung nach dem Bau der 380-kV-Leitung nach Marxheim nur noch mit einem Stromkreis und 110 kV Spannung in Betrieb, obwohl die beiden verlegten Stromkreise noch für 220 kV ausgelegt waren. Im Jahr 2008 wurde die Originalleitung aus dem Jahr 1926, die hier teilweise auf relativ hohen C1-Masten verlief, in der 21 km langen Trasse durch eine zweikreisige 110-kV-Leitung ersetzt, die auf kompakteren Donaumasten verlegt ist. Nach Inbetriebnahme dieser neuen Leitung im Dezember 2008 wurde die alte Leitung ab Februar 2009 schließlich demontiert.[31]

Weißenthurm–SechtemBearbeiten

Aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen im deutschen Stromnetz sowie der im Zuge der Energiewende benötigten neuen Nord-Süd-Trassen von Höchstspannungsleitungen wurde und wird der Leitungsabschnitt von Weißenthurm nach Brauweiler sukzessive in eine 380-kV-Leitung umgewandelt. In ihrem Endausbau soll diese Höchstspannungsleitung bis zur Umspannanlage in Wesel verlaufen, wo seit 2018 ein Anschluss an das niederländische Stromnetz besteht. Die Leitungsverbindung dient dann auch dem Transport von im Norden Deutschlands erzeugter Windenergie in die Ballungszentren im Süden.

Das Teilstück zwischen Weißenthurm und Sechtem wurde in zwei Bauabschnitten durch eine kombinierte 380-/110-kV-Leitung ersetzt, die gleichzeitig auch eine alte, parallel verlaufende 110-kV-Leitung vom Goldenbergwerk nach Koblenz aufnimmt und somit eine Trassenbündelung ermöglicht. Der erste Abschnitt vom Umspannwerk Weißenthurm bis Grafschaft an der Landesgrenze Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen wurde 2010 durch eine 380-kV-Leitung ersetzt. Seit Februar 2011 ist die Originalleitung zusammen mit einer alten 110-kV-Leitung in diesem Abschnitt vollständig demontiert und eine 33 Kilometer lange, kombinierte 380/110-kV-Leitung in Betrieb.[32]

Im Mai 2012 folgte der rund 30 Kilometer lange Abschnitt von der Landesgrenze nach Sechtem.[33] Auch hier wurde neben der Nord-Süd-Leitung eine alte 110-kV-Leitung demontiert und die Systeme auf 92 neue Masten übertragen. Im Anschluss wurden die alten Leitungsmasten abgebaut. Mit der Fertigstellung im November 2013 konnte die neue Leitung dann auch mit 380 kV in Betrieb gehen, da sie nun an das 380-kV-Umspannwerk in Sechtem angeschlossen ist.[34]

Sechtem–BrauweilerBearbeiten

Im März 2017 wurde mit bauvorbereitenden Arbeiten für das letzte Teilstück zwischen Sechtem und Brauweiler und weiter bis nach Rommerskirchen begonnen.[35] Teilweise soll diese neue Freileitung, die in ihrem Endausbau zur Umspannanlage Rommerskirchen führen wird, auch zwei 110-kV-Stromkreise tragen, womit einige ältere Leitungstrassen entfallen können. Fertiggestellt wurde 2018 ein Abschnitt zwischen dem Umspannwerk Sechtem und Brühl sowie 2020 ein kurzes Stück von Köln-Weiden bis zur Umspannanlage Brauweiler. Im noch ausstehenden Teilstück zwischen Brühl und Köln-Weiden verzögert eine Klage der Stadt Hürth den weiteren Neubau.[36][37]

Umbauten in der BestandstrasseBearbeiten

Auch entlang der noch bestehenden Abschnitte, die größtenteils auf den Originalmasten aus den 1920er Jahren verlegt sind, wurden an zahlreichen Stellen einige Umbauten durchgenommen. Vereinzelt mussten Masten versetzt oder neu gebaut werden, weil sie Straßen oder Baugebieten im Weg standen, mitunter wurden jedoch auch im Trassenraum Veränderungen vorgenommen. In einigen längeren Abschnitten wurden die Tonnenmasten aus den 1930er Jahren durch moderne Stahlgittermasten ersetzt.

Teilabschnitt zwischen Bludenz und HerbertingenBearbeiten

 
Neue Masten am Umspannwerk Grünkraut

Seit 1998 wird ein Stromkreis der Nord-Süd-Leitung im Bereich zwischen Herbertingen und der BAB 96 bei Neuravensburg mit 380 kV Nennspannung betrieben, dabei handelt es sich um die Verbindungen Herbertingen–Grünkraut und Grünkraut–Obermooweiler. Diese Stromkreise werden, im Gegensatz zum 220-kV-Kreis von Herbertingen nach Bludenz, vom baden-württembergischen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW (bzw. bis März 2012 EnBW Transportnetze AG) betrieben. Die Umspannwerke Herbertingen, Grünkraut und Obermooweiler wurden im Zuge dessen um gasisolierte 380-kV-Innenraumschaltanlagen erweitert.

Ursprünglich ging mit der Umstellung auf 380 kV kein Trassenumbau oder Umbeseilung einher, da die Leitung bereits bei ihrem Bau im Jahr 1929 für diese Spannungshöhe ausgelegt war. Nachdem es entlang der Leitungstrasse, die abschnittsweise durch bebautes Gebiet führt, zu Geräuschbildung aufgrund von Koronaentladungen kam, wurden die vorher als Zweierbündel ausgeführten Leiterseile im Jahr 2000 in diesen Abschnitten durch Dreierbündel ersetzt. Gegen einen ursprünglich geplanten, durchgehenden Austausch der Leiterseile, der per Bescheid zum 29. April 2004 durch das Landratsamt Ravensburg beschlossen wurde, formierte sich Widerstand seitens der Anwohner, sodass ein gerichtlicher Vergleich erging, der durch das Regierungspräsidium Tübingen dem Übertragungsnetzbetreiber EnBW Transportnetze GmbH zum 28. April 2008 die Genehmigung für einen abschnittsweisen Leitungsneubau gab.

Bis Ende August 2009 wurden im Abschnitt zwischen dem Umspannwerk Grünkraut und dem Leitungsabzweig bei Neuravensburg neue Masten gebaut, die, ähnlich der alten Leitung, zwei Stromkreise für 380 kV können, allerdings mit als Viererbündel ausgeführten Leiterseilen.[24] Zwei Masten am Umspannwerk Grünkraut und die Masten beiderseits der BAB 96 waren bereits beim Bau des Leitungsabzweigs im Jahr 1998 durch Neubauten ersetzt worden.

Anbindung des Leitungsabschnitts nach TiengenBearbeiten

 
Der weite Abstand der Traversen mit zwischenliegenden Verstärkungen im Rumpf lässt vermuten, dass dies ursprünglich ein Abzweigmast war.

Wenn dafür auch kein schriftlicher Beleg auffindbar ist, so spricht doch vieles dafür, dass der Tiengener Zweig ursprünglich an einem Abzweigmast südlich des Dorfes Wolfartsweiler bei 47° 59′ 42,7″ N, 9° 26′ 50,5″ O an den Bludenzer Zweig fest angekoppelt war und erst 1943, als die Mittelstufe des Schluchseewerks in Betrieb ging, separat zum Umspannwerk Herbertingen geführt wurde.[38]

Rommelsbach – HerbertingenBearbeiten

Zwischen Reutlingen-Rommelsbach und Herbertingen hat der Betreiber Amprion, die Nord-Süd-Leitung auf 61 km auf vollständigen 380-kV-Betrieb (zwei Stromkreise statt bislang nur einer) umgerüstet und die 220 durchschnittlich 43 m hohen Originalmasten in diesem Abschnitt durch 181 Neukonstruktionen in Form von durchschnittlich 55 m hohen Tonnenmasten Typ D zu ersetzt. Auch die Leiterseile werden ersetzt, statt Zweierbündel kommen Viererbündel zum Einsatz, wodurch die Übertragungsleistung von 1000 auf 1800 MVA pro Stromkreis steigt.[39] Die Inbetriebnahme der neuen Leitungsverbindung war 2019 bis 2020.[40]

Bereits 2008 wurde bei Rommelsbach ein Abzweigmast für einen 380 kV-Stromkreis ins Umspannwerk Wendlingen errichtet, der auf die Trasse der 380-kV-Leitung Metzingen–Wendlingen führt. Dadurch konnte die 220-kV-Leitung von Wendlingen nach Tiengen (Schwarzwaldleitung) außer Betrieb genommen und abgebaut werden.

Vier der Originalmasten aus dem Jahr 1928 sollen allerdings erhalten werden: Ein etwa 700 m langes Leitungsteilstück bei Eningen unter Achalm bleibt als Industriedenkmal bestehen, die neue Leitung wird hier südlich der jetzigen Trasse verlaufen.[41]

Umstrukturierungen zwischen Hoheneck und Mannheim-RheinauBearbeiten

 
Markierung des spannungsfreien Leiterseils mit ANK am Mast

Im Abschnitt zwischen den Umspannwerken Ludwigsburg-Hoheneck und Mannheim-Rheinau wurden zwischen dem 10. November und den 16. Dezember 2003 die beiden untersten Leiterseile demontiert, um eine bessere Nutzung des Platzes unter der nur noch mit einem Stromkreis betriebenen Leitungstrasse zu ermöglichen. Aus statischen Gründen wurde ein vierter, jetzt spannungfreier Leiter als Ankerphase auf den Masten belassen. An einem Mast bei Leingarten wurden auch die Traversenverstrebungen umgesetzt.

Zwischen Neckarwestheim und Leingarten wurde Mitte der 1980er Jahre in der Leitungstrasse eine 380-/220-kV-Leitung gebaut, die zusätzlich die 220-kV-Kreise der Nord-Süd-Leitung mitführt und eine einkreisige, parallel verlaufende 220-kV-Leitung ersetzt. Bei letzterer handelte es sich um die Fortsetzung der parallel zur Nord-Süd-Leitung verlaufenden Leitung von Hoheneck über Neckarwestheim nach Großgartach. Dadurch konnte der Block II des Kernkraftwerks Neckarwestheim an das 380-kV-Netz angeschlossen werden.[42] Auch nach Außerbetriebnahme des zweiten 220-kV-Kreises und der Demontage von zwei Leiterseilen sind auf den Kombinationsmasten weiterhin beide 220-kV-Kreise verlegt, von denen sich einer außer Betrieb befindet.

Westlich der Anschlussstelle Bad Rappenau kreuzt die Leitung die A6 auf sehr niedrigen Einebenenmasten und passiert das Dorf Grombach auf neueren Donaumasten, bevor sie westlich von Grombach wieder auf die C1-Originalmasten wechselt. Dieser Umbau wurde erforderlich, weil südlich von Grombach ein Autobahn-Behelfsflugplatz eingerichtet wurde. In der Ortschaft Grombach selbst wurden um 2009 neue Masten mit zwei Traversen errichtet, die nur für einen Stromkreis ausgelegt sind. Im Sommer 2009 wurde ein Abschnitt der Leitung zwischen Leimen und Schatthausen auf die Trasse der 220-kV-Hochspannungsleitung Neurott-Hüffenhardt umverlegt, um einem Neubaugebiet in Nußloch Platz zu machen.

PlanungenBearbeiten

Pfungstadt – WeinheimBearbeiten

Bis 2022 plant Amprion den Bau einer neuen 380-kV-Verbindung zwischen den Umspannwerken Urberach, Pfungstadt und Weinheim mit Fortführung nach Daxlanden bei Karlsruhe durch TransnetBW. Diese wird größtenteils im Trassenraum der Nord-Süd-Leitung im Bereich von Pfungstadt bis Rheinau errichtet, so dass die Originalmasten, darunter die letzten voll beseilten C1-Masten, dann abgebaut werden.[43][44]

Bedeutung als KulturdenkmalBearbeiten

 
Mast aus dem Jahr 1929, der als Industriedenkmal erhalten bleibt

Im Zuge der geplanten Erneuerung einzelner Masten im Abschnitt zwischen Hoheneck und Herbertingen stellte das Regierungspräsidium Stuttgart über die Nord-Süd-Leitung fest: „Sie gilt als Pionierleistung im Bereich Elektrizitätsversorgung und Energiewirtschaft und stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum heutigen europäischen Elektrizitätsverbund dar.“ Insbesondere die Masten besitzen „Seltenheitswert, da andere technikgeschichtliche bedeutsame Freileitungen bereits abgebaut wurden“.[45]

LiteraturBearbeiten

  • Theo Horstmann, Klaus Kleinekorte (Hrsg.): Strom für Europa. 75 Jahre Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen, ISBN 3-89861-255-4 (284 Seiten).

WeblinksBearbeiten

Commons: Bildergalerie der Nord-Süd-Leitung – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Nord-Süd-Leitung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Übersichten auf OpenStreetMapBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. RWE bezeichnet die Leitungsstrecke im Buch Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003 durchgängig als „Südleitung“
  2. Norbert Gilson: Der Irrtum als Basis des Erfolgs. Das RWE und die Durchsetzung des ökonomischen Kalküls der Verbundwirtschaft bis in die 1930er Jahre, in: Helmut Maier (Hrsg.): Elektrizitätswirtschaft zwischen Umwelt, Technik und Politik: Aspekte aus 100 Jahren RWE-Geschichte 1898–1998, Freiberg 1999, S. 75.
  3. rheinische-industriekultur.de: Hürth – Goldenberg-Werk. Abgerufen am 17. September 2018.
  4. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 16.
  5. Ulrich Pleitgen: In Gedanken bei Arthur Koepchen (1878–1954), abgerufen am 4. November 2016.
  6. Udo Leuschner: Kurzschluß, Münster 2007, S. 268; ders.: Basiswissen RWE errichtete die erste „Verbundleitung“, abgerufen am 8. Februar 2014.
  7. Albert Gieseler: Brown, Boveri & Cie. Abgerufen am 2. September 2020.
  8. Norbert Gilson: Der Irrtum als Basis des Erfolgs. Das RWE und die Durchsetzung des okonomischen Kalküls der Verbundwirtschaft bis in die 1930er Jahre. In: Helmut Maier (Hrsg.): Elektrizitätswirtschaft zwischen Umwelt, Technik und Politik: Aspekte aus 100 Jahren RWE-Geschichte 1898–1998. Freiberg 1999, S. 82.
  9. RWE – Ein Riese mit Ausstrahlung. (PDF) AG Atomindustrie Berlin, Arbeitskreis Chemische Industrie, Köln, S. 18, abgerufen am 2. Juni 2019.
  10. Landesarchiv Baden-Württemberg
  11. Norbert Gilson: Der Irrtum als Basis des Erfolgs. Das RWE und die Durchsetzung des okonomischen Kalküls der Verbundwirtschaft bis in die 1930er Jahre. In: Helmut Maier (Hrsg.): Elektrizitätswirtschaft zwischen Umwelt, Technik und Politik: Aspekte aus 100 Jahren RWE-Geschichte 1898–1998. Freiberg 1999, S. 78.
  12. a b Stromerzeugung, Stromübertragung und Stromverteilung. (Nicht mehr online verfügbar.) In: VDE Chronik der Elektrotechnik. Archiviert vom Original am 13. Dezember 2016; abgerufen am 23. Februar 2017.
  13. Chronik 1921–1930. RWE AG, abgerufen am 16. Juni 2015.
  14. Historisches Lexikon Bayerns: Vereinigte Industrie-Unternehmungen AG (VIAG). Abgerufen am 30. September 2016.
  15. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 59f.
  16. United States Strategic Bombing Survey: Reports: European War, Ausgaben 205-208 1945, S. 4.
  17. a b T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 62f.
  18. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 66.
  19. a b Bau und Betrieb von drei Hochspannungsfreileitungen im Bereich des Rhein-Main-Flughafens vom 6. Dezember 1955. In: Der Hessische Minister für Arbeit Wirtschaft und Verkehr (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1956 Nr. 2, S. 38, Punkt 38 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,2 MB]). erwähnt auf S. 38 ein Enteignungsverfahren zugunsten des Betriebes einer 220/300-kV-Hochspannungsfreileitung von Kelsterbach nach Rheinau.
  20. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 88.
  21. a b Chronik Flughafen Frankfurt am Main. Aus dem Nachlaß von Verkehrsdirektor Rudolf Lange der Flughafen Frankfurt AG. S. 167, abgerufen am 2. April 2017.
  22. Luftbilder von 1953, Geoportal Hessen
  23. Vogel und Umwelt, Sonderheft Vögel und Freileitungen. Abgerufen am 17. September 2018.
  24. a b Umrüstung der 380 kV-Leitung Herbertingen-Obermooweiler auf dem Gebiet der Gemeinden Grünkraut und Bodnegg, Lkrs. Ravensburg. In: Bodnegger Mitteilungen. S. 6, abgerufen am 13. Juli 2020.
  25. Jahr 1928 (Memento vom 8. Mai 2016 im Internet Archive) Chronik der Elektrotechnik, abgerufen am 8. Mai 2016.
  26. H. Kirchhoff: Unternehmungsform und Verkaufspolitik der Stromversorgung. Springer-Verlag, Berlin 1933, S. 131.
  27. Die Drucksache 9/1631 vom 11. Oktober 1979 listet auf S. 4 die Hochspannungsfreileitung Koblenz–Marxheim als zurzeit in Bau befindlich.
  28. a b c Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, S. 14
  29. Erläuterungsbericht Hochspannungsleitungen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 23. September 2015; abgerufen am 11. Juni 2015.
  30. Dieses Bild vom 12. April 2008 zeigt unbeseilte C1-Masten in Weiterstadt.
  31. Älteste deutsche Hochspannungsleitung wird abgebaut. Energie Mittelrhein, 6. Februar 2009, abgerufen am 3. Juni 2014.
  32. Wesel–Koblenz. (Nicht mehr online verfügbar.) Amprion, archiviert vom Original am 2. Juni 2015; abgerufen am 11. Juni 2015.
  33. Projektbeschreibung. Amprion, abgerufen am 3. Juli 2015.
  34. Leitung von Weißenthurm nach Sechtem in Betrieb. In: Zeitung für kommunale Wirtschaft. 27. November 2013, abgerufen am 11. Juni 2015.
  35. Bauvorbereitung für die Freileitung zwischen Rommerskirchen und Bornheim-Sechtem. (Nicht mehr online verfügbar.) Amprion, 3. März 2017, archiviert vom Original am 20. März 2017; abgerufen am 19. März 2017.
  36. Klagen gegen eine Höchstspannungsfreileitung in Hürth teilweise erfolgreich
  37. Leitungsbau im Wesentlichen bestätigt – Planergänzung erforderlich. Amprion, 14. März 2018, abgerufen am 19. August 2018.
  38. Indizien dafür: Die Bauart des vermutlichen Abzweigmastes, die Ausrichtung eines Abspannmastes im Tiengener Zweig kurz davor, die nicht zum heutigen Trassenverlauf passt, sondern in Richtung dieses auffallenden Mastes weist, sowie die neuere Bauform der Maste des Tiengener Zweiges im parallelen Abschnitt bis Herbertingen.
  39. Reiner Frenz: Neue Leitung, alte Trasse. In: Südwest Presse. 26. Januar 2013, abgerufen am 12. Juli 2015.
  40. Höchstspannungsleitung Reutlingen–Herbertingen. (Nicht mehr online verfügbar.) Amprion, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 12. Juli 2015.
  41. Spannende Infotermine für die geplante Stromleitung. In: Reutlinger General-Anzeiger. 1. Juni 2016, abgerufen am 27. November 2015.
  42. Bild von 1986 mit im Bau befindlicher 380-/220-kV- und paralleler, alter 220-kV-Leitung
  43. Projektbeschreibung Urberach-Weinheim. Amprion, abgerufen am 15. September 2016.
  44. 380-kV-Netzverstärkung Weinheim–Karlsruhe. TransnetBW, abgerufen am 15. September 2016.
  45. Einige Strommasten bleiben als Zeitzeugnisse erhalten. In: Stuttgarter Zeitung. 7. Mai 2018, abgerufen am 17. September 2018.