Noirmont (Berg)

Berg im Jura

Der Noirmont ist ein 1567 m ü. M. hoher Bergrücken im Schweizer Jura. Der Gipfel liegt auf dem Gemeindeboden von Arzier-Le Muids im Kanton Waadt, nahe der Grenze zu Frankreich, rund 15 km nordwestlich der Stadt Nyon. Das Gebiet des Noirmont gehört zum Parc jurassien vaudois.

Noirmont
Noirmont mit dem Lac des Rousses im Vordergrund

Noirmont mit dem Lac des Rousses im Vordergrund

Höhe 1567 m ü. M.
Lage Kanton Waadt, Schweiz
Gebirge Jura
Dominanz 5,2 km → Pointe de Poêle Chaud
Schartenhöhe 228 m ↓ nördl. Col du Marchairuz
Koordinaten 498429 / 148952Koordinaten: 46° 29′ 3″ N, 6° 6′ 57″ O; CH1903: 498429 / 148952
Noirmont (Berg) (Kanton Waadt)
Noirmont (Berg)

GeographieBearbeiten

Der Noirmont ist Teil einer Jurakette, die sich in Richtung Südwest-Nordost vom Passübergang des Col de la Givrine bis in die Gegend des Col du Mollendruz erstreckt. Er besteht aus mehreren Gipfeln, die zwischen 1545 m und 1567 m hoch sind und die höchsten Punkte dieser Kette bilden. Begrenzt wird der Höhenrücken im Süden vom breiten Sattel des Col de la Givrine und im Westen vom obersten Abschnitt des Orbetals mit dem Lac des Rousses. Gegen dieses Tal hin fällt der Noirmont mit einem dicht bewaldeten Hang (Côte du Noirmont) relativ steil ab. Im Osten schliessen verschiedene Geländerippen und Combes (langgezogene Senken) an, die den Kernteil des Parc jurassien vaudois bilden. Nach Nordosten erstreckt sich der Höhenrücken über den Mont Pelé (1532 m) und den Mont Sâla (1511 m) bis in die Grande Rolaz.

Der Gipfelbereich des Noirmont ist grasbewachsen und zeigt eine subalpine Vegetation. Auf den Höhen erstrecken sich ausgedehnte Juraweiden mit mächtigen Fichten, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen; die steileren Hänge sind bewaldet.

An der Westseite des Berges befinden sich zwei Skilifte und mehrere Skipisten, die von Frankreich her erschlossen sind.

GeologieBearbeiten

In strukturgeologischer Hinsicht bildet der Noirmont eine Antiklinale des Faltenjuras. Der Berggipfel besteht aus kompetentem Kalkstein der jüngeren Jurazeit (Malm), hauptsächlich aus Sequankalken. Aufgrund des Kalksteins sind hier Karstphänomene wie Dolinen und Karrenfelder zu beobachten.

Nordöstlich des Noirmont befindet sich der Creux du Croue, ein rund 150 m tiefer Kessel. Hier wurden die Gesteinsschichten des Sequanien vollständig erodiert und die darunter liegenden, mergeligen und wasserundurchlässigen Schichten des Argovien freigelegt. Deshalb konnte sich im Creux du Croue ein Moor ausbilden.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Le Noirmont (Vaud) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien