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Noah Lyles Leichtathletik

Noah Lyles (2018)
Lyles bei den US-Meisterschaften 2018

Voller Name Noah Lyles
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 18. Juli 1997 (21 Jahre)
Geburtsort Gainesville (Florida)
Größe 180[1] cm
Gewicht 70[1] kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 9,86 s (100 m)
19,65 s (200 m)
Trainer Lance Brauman[2]
Status aktiv
Medaillenspiegel
IAAF World Relays 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Jugend-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Jugendspiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Panamerikanische Jugend-M. 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Continentalcup 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Logo der IAAF IAAF World Relays
0Silber0 Nassau 2017 4 × 200 m
0Silber0 Yokohama 2019 4 × 100 m
Logo der IAAF Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Bydgoszcz 2016 100 m
0Gold0 Bydgoszcz 2016 4 × 100 m
Logo der IAAF Jugendweltmeisterschaften
0Silber0 Donezk 2013 Sprint-Staffel
Olympische Ringe Olympische Jugendspiele
0Gold0 Nanjing 2014 200 m
Panamerikanische-Jugend-Meisterschaften
0Gold0 Edmonton 2015 200 m
0Silber0 Edmonton 2015 100 m
Logo der IAAF Continentalcup
0Gold0 Ostrava 2018 100 m
0Gold0 Ostrava 2018 4 × 100 m
letzte Änderung: 18. Mai 2019

Noah Lyles (* 18. Juli 1997 in Gainesville, Florida) ist ein US-amerikanischer Sprinter.

Inhaltsverzeichnis

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Im Alter von 15 Jahren nahm er an den USATF Junior Olympics 2012 in Baltimore teil und belegte im Finale über 200 Meter mit 21,82 s den zweiten Platz.

2013 lief er im Frühjahr die 100-Meter-Distanz erstmals unter 11 Sekunden, über 200 Meter verbesserte er sich auf 21,26 s. Bei den US-Ausscheidungswettkämpfen konnte er sich als Dritter im Finale über 200 Meter für die Jugendweltmeisterschaften in Donezk qualifizieren. Dort erreichte er das Halbfinale. Mit der US-Mannschaft gewann er in der Sprintstaffel (100 m – 200 m – 300 m – 400 m) als 200-Meter-Läufer die Silbermedaille.

2014 verbesserte er sich über 100 Meter weiter auf 10,45 s, über die halbe Stadionrunde gelang ihm abermals eine Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe. Bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing gewann er in 20,80 s die Goldmedaille, nachdem er im Halbfinale mit 20,71 s noch eine neue Bestleistung aufgestellt hatte.

Im folgenden Jahr gelang ihm bei den US-Juniorenmeisterschaften in Eugene der Doppelerfolg über 100 und 200 Meter. Mit 10,14 s und 20,18 s konnte er jeweils im Finale sein volles Potential abrufen. Dies garantierte ihm auch einen Start bei den Panamerikanischen Juniorenspielen in Edmonton im selben Jahr. Dort verpasste er das Double nur knapp, im 100-Meter-Lauf musste er sich mit 10,18 s dem Kubaner Reynier Mena um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben. Über 200 Meter konnte er Mena hingegen auf den Silberrang verweisen.

2016 triumphierte er ein weiteres Mal bei den nationalen Juniorenmeisterschaften. Auf einen Doppelstart verzichtete er dieses Mal, mit 10,08 s (+2,2 m/s Wind) gewann er das 100-Meter-Finale. Nur ein Wochenende später nahm er an den US-Ausscheidungswettkämpfen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro teil. Während er mit 10,16 s nicht über den 100-Meter-Vorlauf hinaus kam, gelang ihm über die halbe Stadionrunde der Einzug ins Finale, wo er mit einer neuen Bestleistung von 20,09 s den 31 Jahre alten High School Rekord verbesserte[3] und den vierten Platz erreichte und damit nur knapp den Bronzerang und die Qualifikation für Olympia verpasste. Als Saisonabschluss trat er über 100 Meter und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel der USA bei den U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz an. In 10,17 s gewann er die Goldmedaille vor dem Italiener Filippo Tortu und auch mit der Staffel siegte er.

Im Juli 2016 unterschrieb er einen Profi-Vertrag bei Adidas und entschied sich damit gegen die übliche College-Karriere. Den Plan, für die Florida Gators, das Team der University of Florida, an der er sein Studium aufnahm, anzutreten, hatte er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Josephus verworfen, der ebenfalls von Adidas unter Vertrag genommen wurde.[4]

Neben den Sprintdisziplinen trat er bis 2015 auch vereinzelt im Hochsprung an, wo er eine Bestleistung von 2,03 m erzielte.

ProfikarriereBearbeiten

Seinen ersten Titel als Profi holte er bei den nationalen Hallenmeisterschaften 2017 in Albuquerque. In der seltener gelaufenen 300-Meter-Distanz gewann er in 31,87 s, der schnellsten jemals in der Halle gelaufenen Zeit über diese Strecke.[5] Am 15. April 2017 lief er in Clermont erstmals unter 10 Sekunden. Die Zeit von 9,95 s konnte allerdings wegen des starken Rückenwindes (+4,3 m/s) nicht als persönliche Bestleistung anerkannt werden. Bei den IAAF World Relays 2017 trat er erstmals für das Erwachsenen-Team der USA an. Mit der 4-mal-200-Meter-Staffel gewann er hinter Kanada die Silbermedaille. In Shanghai absolvierte er am 13. Mai 2017 sein erstes Rennen in der Diamond League. Dabei lief er mit 19,90 s zum ersten Mal unter 20 Sekunden und gewann vor LaShawn Merritt. Wegen einer Oberschenkelverletzung verzichtete er bei den US-Meisterschaften im Juni auf die Teilnahme am 200-Meter-Halbfinale[6] und startete deshalb auch bei Weltmeisterschaften in London nicht. Erst beim Finale der Diamond League in Brüssel am 1. September gab er sein Comeback. Er kam nach 20,00 s vor Ameer Webb und Ramil Guliyev ins Ziel und gewann das Preisgeld von 50.000 US-Dollar.

 
Lyles im Duell mit Ronnie Baker bei den US-Meisterschaften 2018

In der Hallensaison 2018 steigerte er sich auf 6,57 s über die 60-Meter-Distanz. Bei den nationalen Hallenmeisterschaften kam er in dieser Disziplin aber nicht über das Halbfinale hinaus. Im Mai fuhr er zwei 200-Meter-Siege in der Diamond League ein: In Doha gewann er in neuer Bestleistung von 19,83 s, die er in Eugene wiederum auf 19,69 s, verbesserte. Am 9. Juni blieb er in Kingston mit 9,93 s erstmals bei legalem Rückenwind unter 10 Sekunden. Bei den US-Meisterschaften verzichtete er auf einen Doppelstart und konzentrierte sich auf die 100 Meter. Mit Läufen unter 10 Sekunden in allen drei Runden und in einer Steigerung auf 9,88 s im Finale wurde er der jüngste US-Meister über 100 Meter seit 34 Jahren[7] und stellte eine zwischenzeitliche Weltjahresbestleistung auf. Es folgten zwei dritte Plätze über 100 Meter in der Diamond League in Rabat und Birmingham, sowie zwei Siege über 200 Meter in Lausanne und Monaco, wo er eine neue Bestleistung von 19,65 s aufstellte. Als Favorit reiste er am 30. August zum 200-Meter-Finale der Diamond League in Zürich. Dieser Rolle wurde er gerecht, als er in 19,67 s vor Europameister Ramil Guliyev gewann und sich wie schon 2017 den Sieg in der Gesamtwertung sicherte. Mit diesem Lauf blieb er außerdem als einziger Sprinter außer Usain Bolt 2009 in einer Saison vier Mal unter 19,7 Sekunden.[2] Zum Saisonabschluss trat er beim Continentalcup 2018 in Ostrava für das Team Americas an. Im 100-Meter-Finale siegte er in 10,01 s vor Su Bingtian und Akani Simbine. Eine zweite Goldmedaille gewann er mit der 4-mal-100-Meter-Staffel in der Besetzung Mike Rodgers, Lyles, Yohan Blake und Tyquendo Tracey in 38,05 s.

Bei den IAAF World Relays 2019 holte er als Schlussläufer der US-amerikanischen 4-mal 100-Meter-Staffel zusammen mit Mike Rodgers, Justin Gatlin und Isiah Young die Silbermedaille. Sein erster internationaler Einzelstart der Saison erfolgte am 18. Mai in Shanghai über 100 Meter, wo er den 60-Meter-Weltrekordhalter Christian Coleman auf den letzten Metern einholte, schließlich hauchdünn vor Coleman ins Ziel kam und mit 9,86 s eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Seine erste Niederlage als Profi bei einem 200-Meter-Rennen im Freien erfuhr er am 6. Juni in Rom: Mit 19,72 s war er zwei Hundertstelsekunden langsamer als der ebenfalls 21-jährige Landsmann Michael Norman.

StatistikenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Noah Lyles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Athletenprofil auf Eurosport abgerufen am 10. Mai 2019.
  2. a b Cathal Dennehy: Lyles' Doha ambition: ‘I want to be the world champion before I go to the Olympics’ IAAF. 15. Dezember 2018, abgerufen am 10. Mai 2019.
  3. ALL-USA Boys Track and Field Athlete of the Year: Noah Lyles USA Today Sports. 19. Juli 2016, abgerufen am 10. Mai 2019.
  4. Rick Maese: Teenage track stars Noah, Josephus Lyles turn pro, sign with Adidas The Washington Post. 22. Juli 2016, abgerufen am 10. Mai 2019.
  5. Jon Hendershott: Lyles clocks world indoor 300m best at US Indoor Championships in Albuquerque IAAF. 5. März 2017, abgerufen am 10. Mai 2019.
  6. Gene Cherry: Injured Lyles pulls out of 200m at U.S. championships Reuters. 25. Juni 2017, abgerufen am 10. Mai 2019.
  7. Nick Zaccardi: Noah Lyles takes next step to stardom as youngest U.S. 100m champion in 34 years NBC Sports. 22. Juni 2018, abgerufen am 10. Mai 2019.