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Niederlibbach

Stadtteil von Taunusstein im Rheingau-Taunus-Kreis

Niederlibbach ist ein Stadtteil von Taunusstein im Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen.

Niederlibbach
Koordinaten: 50° 12′ 30″ N, 8° 10′ 20″ O
Höhe: 324 m ü. NHN
Einwohner: 528 (31. Dez. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 65232
Vorwahl: 06128

Geografische LageBearbeiten

Niederlibbach liegt im Taunus (westlicher Hintertaunus), nördlich des Taunushauptkamms. Der Ort ist der nördlichste Stadtteil von Taunusstein. Es treffen sich in Niederlibbach zwei Landesstraßen, nämlich die L 3274 und die L 3470.

Der Ort liegt im Naturpark Rhein-Taunus. Höchste Erhebungen bei Niederlibbach sind nordwestlich eine namenlose bewaldete Erhebung mit 422 Metern über NHN, dort existieren Hügelgräber und südlich der Hohelar mit 387 Metern über NN.

Nachbarorte sind Strinz-Margarethä (westlich), Hambach (südwestlich) und Oberlibbach (östlich).

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde, zusammen mit dem benachberten Oberlibbach erstmals im Jahr 1184 erwähnt. Dabei handelt es sich um eine Urkunde, mit der Papst Lucius III. dem Kloster Bleidenstadt den Besitz der Orte Strinz-Margarethä und Strinz-Trinitatis bestätigt, in der aber auch ein Lidelbach genannt wird. Für 1360 ist das Vorhandensein zweier Libbach-Orte erstmals klar nachgewiesen.

Die ehemalige Kapelle wurde im 14. Jahrhundert zu einer Filialkirche, einer evangelischen Kirche, umgebaut.

Anders als in den Nachbarorten, in denen sich Nassau-Idstein zunehmend als Inhaber der Lehnshoheit durchsetzte, blieb das Kloster Bleidenstadt in den beiden Libbach-Orten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Lehnsherr. In dessen Nachfolge hielt das Mainzer Domkapitel von 1782 erhebliche Rechte. 1566 zählte Niederlibbach 14 Haushalte, um 1700 rund 30 Einwohner.

Am 1. Juli 1972 wurde Niederlibbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Taunusstein eingegliedert.[2][3] Für Niederlibbach wurde wie für die übrigen Stadtteile ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.[4]

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Evangelische Kirche Niederlibbach
  • Hauptstraße 9; Wohnhaus
  • Hauptstraße 16; Dreiseithofreite
  • Kirchweg; Evangelische Kirche
    • Kriegerdenkmal

PolitikBearbeiten

Ortsvorsteher ist Dieter Weiß.

LiteraturBearbeiten

  • Waldemar Schmidt: Strinz-Margarethä und Strinz-Trinitatis – zwei Bleidenstädter Kirchspiele. in: Nassauische Annalen, 65. Band, 1954. S. 229–233.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerstatistik Taunusstein 2015, abgerufen im Juli 2016
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1972. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 28, S. 1197, Punkt 851 Abs. 7. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,4 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 378.
  4. Hauptsatzung. (PDF; 90 kB) §; 5. In: Webauftritt. Stadt Taunusstein, abgerufen im Februar 2019.