Niederösterreichische Nachrichten

Die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) sind eine niederösterreichische Traditionsmedienmarke, die wöchentlich die Printausgaben der NÖN (Wochenzeitung) herausgibt und täglich auf ihren Onlineportalen NÖN.at, meinfussball.at und nitelife.at die Region mit Nachrichten versorgt. Medieninhaber ist die NÖ Pressehaus Druck- und VerlagsgmbH in der Landeshauptstadt St. Pölten. Die NÖN erscheint in 28 Regionalausgaben und beschäftigt mehr als 200 Angestellte sowie über 600 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Niederösterreichische Nachrichten
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Beschreibung niederösterreichische Wochenzeitung
Verlag Niederösterreichisches Pressehaus
Erstausgabe 1995 (1965)
Erscheinungsweise wöchentlich
Verbreitete Auflage 109.585 Exemplare
(NÖN-Landesausgabe 20/2018)
Chefredakteur Walter Fahrnberger,
Daniel Lohninger
Herausgeber Gudula Walterskirchen
Weblink noen.at

GeschichteBearbeiten

 
Bischof Joseph Feßler (Foto aus einer Bildsammlung der Konzilsväter 1870)

Im Jahr 1868 kaufte der St. Pöltner Bischof Joseph Feßler den St. Pöltner Boten und gestaltete ihn zur St. Pöltner Zeitung, die als drittälteste Zeitung Österreichs gilt, um. 1874 wurde der „Katholische Preßverein“ der Diözese St. Pölten in Krems gegründet, welcher ab 1876 den „Preßvereinsboten“ herausbrachte und 1889 nach St. Pölten übersiedelte. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Zeitungen des Preßvereins zur Bäuerlichen Wochenzeitung der NSDAP.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien die erste Ausgabe am 7. März 1946. Einer der jungen Journalisten war damals Hugo Portisch.

Im Jahr 1965 wurden elf Zeitungen des Preßvereins aus Krems, St. Pölten, sowie aus dem Wald und Mostviertel zur NÖN mit einer Auflage von rund 37.000 Stück zusammengelegt. Im Jahr 1966 wurde die Hollabrunner Zeitung als Lokalausgabe gegründet. Die anderen Bezirke aus dem Weinviertel, sowie aus dem Industrieviertel folgten bis 1975.

Nach diversen Übernahmen im Laufe der Jahrzehnte erscheint die Zeitung seit 1995 als Neue NÖN in 28 Regionalausgaben. Seit 27. September 2004 erscheint die NÖN durchgängig in Farbe und mit zum Teil neuem Inhalt. Die Printausgaben der NÖN bestehen aus 28 verschiedenen Lokalausgaben. Seit 2019 erscheinen die Ausgaben als eine einheitliche Zeitung, die sowohl den Lokalteil, als auch die landesweite Berichterstattung beherbergen.

Neben den Kauftiteln der NÖN verbreitet die NÖN 10-Mal im Jahr an über 650.000 Haushalte in ganz NÖ das Produkt "NÖN-Mittendrin, ein Sonderjournal an jeden Haushalt".

VerlagsleitungBearbeiten

Von 1964 bis 1995 war Hans Ströbitzer Chefredakteur. Erster Chefredakteur der NÖN und Geschäftsführer des NÖ-Pressehauses (kurz: NP) war bis Ende 2015 der Wiener Neustädter Harald Knabl.[1] 2016/17 war Martin Gebhart Chefredakteur.[2] Von 1. Oktober 2017 bis Ende November 2017 war Karl Ettinger Chefredakteur der NÖN.[3] Krankheitsbedingt musste er den Posten abgeben.

Die Leitung der Redaktion der „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN) wird nun durch ein Zweierteam übernommen: Walter Fahrnberger (43) soll sich auf Organisatorisches und die Landeszeitung konzentrieren, Daniel Lohninger (43) auf die Leitung, Organisation und Unterstützung der Lokalredaktionen. Lohninger und Fahrnberger waren bisher stellvertretende Chefredakteure und sind seit mehr als 20 Jahren in der NÖN-Redaktion tätig.[4]

2017 folgte Gudula Walterskirchen Prälat Franz Schrittwieser als Herausgeberin nach.[5]

Geschäftsführer des NÖ Pressehauses wurde am 1. Juni 2016 Friedrich Dungl.[6][7] Gemeinsam mit Michael Steinwidder bildet die er die operative Geschäftsführung des NÖ Pressehauses.

NÖN-BezirksausgabenBearbeiten

Die NÖN erscheint in 28 Bezirksausgaben: - Amstetten - Baden (Bad Vöslau) - Bruck an der Leitha - Erlauftal - Gänserndorf - Gmünd - Haag/St. Valentin - Herzogenburg/Traismauer - Hollabrunn - Horn - Klosterneuburg - Korneuburg - Krems - Lilienfeld - Melk - Mistelbach - Mödling - Neunkirchen - Pielachtal - Purkersdorf - Sankt Pölten - Schwechat - Tulln - Waidhofen an der Thaya - Wiener Neustadt - Neulengbach - Ybbstal - Zwettl

Die Bezirksausgaben sind in lokale Berichterstattung (Kommunalpolitik, Aus den Schulen, Aus den Stadtteilen, Chronik & Gericht und verschiedene Regionen im Bezirk), Kultur, Service (Personalia, Notdienst, Pfarrnachrichten, Veranstaltungen), Landesberichterstattung sowie Sport, Treffpunkt und dem Serviceteil gegliedert.

Beilagen und SonderprodukteBearbeiten

Bauen und Wohnen, Wirtschaft und Forschung, Journale für Schüler, Lehrlinge, Studenten oder Senioren, Sonderbeilagen zu den großen Themen Gesundheit oder Auto/Motor. Die Themen-Vielfalt ist groß. Rund 200 überregionale und lokale Sonderjournale werden Jahr für Jahr von den Redakteurinnen und Redakteuren mit viel Herzblut, Engagement und Kompetenz konzipiert, erstellt und veröffentlicht.

Blattlinie und ReichweiteBearbeiten

Im Sinne der Gründungsväter und der römisch-katholischen Mehrheitseigentümer ist es die Aufgabe der NÖN, „gemäß den Statuten des Preßvereins aus christlichem Geiste zur Information und zur Bildung der Bevölkerung und zur Förderung des Gemeinwohles beizutragen ... Von anderen Institutionen ist die Redaktion unabhängig.“[8]. Im Jahr 2005 wurde von einer Lobbying-Gruppe behauptet, dass die NÖN eine Anzeige für einen homosexuellen Stammtisch nicht annehmen wollte.[9][10][11]

Die NÖN ist eine der führenden Kaufzeitungen in Niederösterreich. Laut Media-Analyse 2019 lesen regelmäßig 484.000 Personen, davon 436.000 in Niederösterreich, die NÖN. Unter Niederösterreichs Kaufzeitungen liegt die NÖN damit bei einer Reichweite von 30,5 % (gemeinsam mit der Tageszeitung Krone mit 27,7 % in Niederösterreich) auf Platz 1.[12]

Online und digitale MedienBearbeiten

Das Online Portfolio der Medien des NÖ Pressehauses ist in den letzten Jahren massiv ausgebaut worden. So besteht das Gesamtnetzwerk aus den Nachrichten- und Serviceportalen von NÖN.at, BVZ.at, meinfussball.at und nitelife.at. Mit 3.346.564 Unique Clients hat die Mediengruppe einen einzigartigen Rekord laut ÖWA Basic (März 2020) aufgestellt. Das sind 137 % Steigerung gegenüber dem Vorjahr und mit 12.218.855 Visits konnte sogar die 12 Mio. Marke geknackt werden. Damit erreichen die NÖN/BVZ-Online-Angebote die höchsten Werte seit ihrem Bestehen. Auch die ePaper-Entwicklung verläuft für die NÖN und die BVZ äußerst zufriedenstellend.

Die Reichweitenerhebung der ÖWA Plus attestiert dem NÖN/BVZ-Netzwerk für den Beobachtungszeitraum 4/2019 1.034.000 monatliche Unique User in Österreich aus. In Bezug auf das Hauptverbreitungsgebiet Niederösterreich erreicht die NÖN mit ihren Dach-Online-Angeboten damit bereits 39,8 % oder 496.000 Unique User.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Chefredakteur Harald Knabl verlässt NÖN. noe.orf.at, Artikel vom 17. Dezember 2015, abgerufen am 4. Jänner 2016.
  2. „NÖN“ trennen sich von Chefredakteur Gebhart. noe.orf.at, Artikel vom 9. August 2017, abgerufen am 9. August 2017.
  3. Karl Ettinger neuer NÖN-Chefredakteur. noe.orf.at, Artikel vom 30. August 2017, abgerufen am 31. August 2017.
  4. In eigener Sache - Neue Doppelspitze bei der NÖN, auf noen.at
  5. Gudula Walterskirchen neue NÖN-Herausgeberin. noe.orf.at, Artikel vom 29. Mai 2017, abgerufen am 30. Mai 2017
  6. Neuer NÖN-Chef Fritz Dungl im Interview, auf leadersnet.at, abgerufen am 20. April 2020
  7. Friedrich Dungl NÖN mit neuem Geschäftsführer, auf noen.at
  8. NÖN Impressum & Offenlegung. (noen.at [abgerufen am 26. Februar 2018]).
  9. Rechtskomitee Lambda: Opfer dank Bundesregierung schutzlos - NÖN diskriminiert Homosexuelle (PDF-Datei; 17 kB), 14. Februar 2005
  10. no-racism.net: Medienmonopol für Homophobie, 15. Februar 2005
  11. Der Standard, 15. Februar 2005
  12. Media-Analyse 2019 NÖN bleibt reichweitenstärkste Kaufzeitung in NÖ, auf noen.at