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Nicola Kuhn

deutsch-spanischer Tennisspieler
Nicola Kuhn Tennisspieler
Nicola Kuhn
Kuhn (links) mit Juan Carlos Ferrero
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
bis 2015
SpanienSpanien Spanien
2016–
Geburtstag: 20. März 2000
Größe: 185 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2015
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Iván Navarro
Preisgeld: 191.218 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 2:4
Höchste Platzierung: 188 (5. August 2019)
Aktuelle Platzierung: 188
Doppel
Karrierebilanz: 0:0
Höchste Platzierung: 287 (28. Januar 2019)
Aktuelle Platzierung: 695
Letzte Aktualisierung der Infobox:
5. August 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Nicola Kuhn (* 20. März 2000 in Innsbruck) ist ein deutsch-spanischer Tennisspieler, der bis 2015 für Deutschland antrat.

KarriereBearbeiten

Nicola Kuhn wurde in Österreich als Kind einer Russin und eines Deutschen geboren. Auch seine Eltern waren erfolgreiche Sportler: Sein Vater war Weltmeister im Taekwondo, seine Mutter eine Eiskunstläuferin.[1] Er wuchs größtenteils in Ludwigshafen auf, verbrachte jedoch schon früh viel Zeit in der Nähe von Alicante in Spanien, wo die Eltern ein Ferienhaus besitzen. Er wuchs viersprachig auf (Deutsch, Englisch, Russisch und Spanisch) und lebte schließlich ab seinem 12. Lebensjahr in der Equelite Academy des Ex-Weltranglistenersten Juan Carlos Ferrero. Während Kuhn in Spanien einige Jugendtitel abräumte, bemühte sich auch der DTB um ihn, sodass der Deutsch-Spanier unter deutscher Flagge u. a. die Titel bei den U14-Europa- sowie Weltmeisterschaften gewinnen konnte. Außerdem erreichte er das Finale des U16-Junior-Davis-Cups.[2] Mittlerweile trainiert Kuhn wieder mit seinem alten deutschen Trainer.

Schließlich entschied sich Nicola Kuhn ab 2016 für Spanien anzutreten.[2]

Junior TourBearbeiten

Seit 2014 nahm Kuhn an Turnieren der ITF Junior Tour teil. Seine kombinierte Höchstposition in der Weltrangliste ist ein fünfter Rang, den er Anfang 2017 erreichen konnte. Zu seinen größten Erfolgen auf der Tour gehört eine Halbfinalteilnahme bei den French Open 2016 im Einzel, wo er Félix Auger-Aliassime unterlag und ein Finaleinzug 2017 gegen Alexei Popyrin. Beim selben Turnier gewann er 2017 zudem mit Zsombor Piros die Doppelkonkurrenz.

Profi TourBearbeiten

Auf der Profi Tour spielte Kuhn erstmals 2015 auf der drittklassigen ITF Future Tour. Erste Erfolge konnte er 2017 verbuchen, als er seine Juniorenkarriere schon für beendet erklärt hatte. In Ungarn gewann er seinen ersten Future-Titel. Nachdem er 2016 in Meerbusch sein erstes Match auf der höher dotierten ATP Challenger Tour gewann, erreichte er im Juli 2017 als Nummer 501 – seine bis dahin höchste Position – der Weltrangliste aus der Qualifikation heraus das Finale des Challengerturniers in Braunschweig. Dort stand ihm der Kroate Viktor Galović gegenüber, der zuvor neun Matches in Folge gewonnen hatte. Dieser musste beim Stand von 4:2 im dritten Satz aus Sicht von Kuhn aufgeben, sodass Kuhn seinen ersten Challengertitel gewann. Dieser brachte ihm insgesamt 131 Weltranglistenpunkte ein, die ihn bis auf Rang 242 des Tableaus springen ließen.

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (3)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 15. Juli 2017 Deutschland  Braunschweig Sand Kroatien  Viktor Galović 2:6, 7:5, 4:2 aufgg.
2. 4. August 2019 Spanien  Segovia Sand Russland  Pawel Kotow 6:2, 7:64

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 11. Februar 2018 Ungarn  Budapest Hartplatz (i) Kanada  Félix Auger-Aliassime Kroatien  Marin Draganja
Kroatien  Tomislav Draganja
2:6, 6:2, [11:9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Challenger #NextGenATP First-Time Winner: Nicola Kuhn. In: atpworldtour.com. 17. Juli 2017, abgerufen am 17. Juli 2017 (englisch).
  2. a b Tim Böseler: Lieber Spanien: Talent Nicola Kuhn verlässt den DTB. In: tennismagazin.de. 22. Dezember 2015, abgerufen am 15. Juli 2017.