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Neunforn
Wappen von Neunforn
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
BFS-Nr.: 4601i1f3f4
Postleitzahl: 8525 Niederneunforn
8525 Wilen bei Neunforn
8526 Oberneunforn
Koordinaten: 701125 / 273012Koordinaten: 47° 36′ 0″ N, 8° 47′ 0″ O; CH1903: 701125 / 273012
Höhe: 460 m ü. M.
Fläche: 11,38 km²
Einwohner: 986 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 87 Einw. pro km²
Website: www.neunforn.ch
Schulhaus Fahrhof

Schulhaus Fahrhof

Karte
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Über dieses Bild
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Neunforn, im ostschweizerischen Ortsdialekt Nüüfere [ˈnyːfərə],[2] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Schweizer Kantons Thurgau.

Nicht zu verwechseln sind die Gemeinde Neunforn beziehungsweise die Ortschaften Ober- und Niederneunforn mit der in der Gemeinde Herdern liegenden Ortschaft Lanzenneunforn. Dieses trägt nur den sprachwissenschaftlich gleichen Namen, hat aber nie zu Neunforn gehört.

GeschichteBearbeiten

Neunforn wurde erstmals 962 als in Niuvora erwähnt. Es handelt sich um eine Bildung aus dem althochdeutschen Adjektiv niuwi «neu» und einem Gattungswort, das entweder auf althochdeutsch furuh «Furche, Ackerland» oder auf althochdeutsch *faro «wer fährt, geht» zurückgeht. Im ersteren, wahrscheinlicheren Fall bedeutet der Ortsname «bei den neuen Furchen, beim neuen Ackerland», im letzteren Fall «bei den Neusiedlern, bei den Neuankömmlingen». Beide Erklärungen geben wider, dass Neunforn im Verhältnis zum älteren Stammheim eine Neusiedlung ist. Das Gemeindewappen bringt dagegen eine volksetymologische Deutung als «bei den neun Föhren» zum Ausdruck.[3]

Die Gemeinde Neunforn entstand 1996 aus der Fusion der Ortsgemeinden Niederneunforn, Oberneunforn und Wilen bei Neunforn sowie der Munizipalgemeinde Neunforn. Bereits 1870 hatte sich die Ortsgemeinde Fahrhof Oberneunforn angeschlossen.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1990 832
2007 933

Von den insgesamt 933 Einwohnern (2007) haben 56 Einwohner eine ausländische Staatsbürgerschaft.

VerkehrBearbeiten

Eine Postautolinie verbindet Oberneunforn mit den Bahnhöfen Stammheim und Ossingen an der Bahnstrecke Winterthur–Etzwilen sowie dem Bahnhof Andelfingen an der Bahnstrecke Schaffhausen–Winterthur. Ein Postauto-PubliCar fährt nach Voranmeldung von Ober- und Niederneunforn zum Intercity-Bahnhof Frauenfeld an der Thurtallinie.

Zur Verkehrsberuhigung plant die Gemeinde derzeit (2019) fast flächendeckend Tempo-30-Zonen einzuführen.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neunforn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V 1b.
  3. Thurgauer Namenbuch. Hrsg. vom Departement für Erziehung und Kultur des Kantons Thurgau. Bd. 1: Eugen Nyfenegger, Oskar Bandle: Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau. Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2003, S. 938. – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 462 f.
  4. Mathias Frei: Die Gemeinde Neunforn will fast flächendeckend Tempo 30 einführen – Streitpunkt ist aber eine Strasse in den Kanton Zürich. In: tagblatt.ch. 11. September 2019, abgerufen am 11. September 2019.