Neuer Landesdienst Hannover - Kulisse

Der Neue Landesdienst (nld),[1] zeitweilig auch Neuer Landes-Dienst. Niedersächsischer Landesdienst, im Nebentitel NLD und Neuer Landes-Dienst Hannover sowie[2] Neuer Landesdienst Hannover – Kulisse[3] sowie NLD-Bild und NLD-Sport, ist eine über die Zeitschriftendatenbank für die Jahre 1958 bis 1963 nachgewiesene Zeitschrift in Maschinenschrift[2] und zugleich der Name einer Nachrichtenagentur. Ihr Gründer und Eigentümer war Kurt Ihlefeld, der zuvor – zur Zeit des Nationalsozialismus und der Besatzung Frankreichs durch die Wehrmacht – unter anderem Hauptstadtkorrespondent des NS-Organs Völkischer Beobachter gewesen war.[1] In den frühen Jahren der Bundesrepublik Deutschland war Ihlefeld unter anderem Mitglied der rechtsgerichteten Deutschen Partei (DP) und agitierte über den NLD beispielsweise gegen die „[…] SPD-Herrschaft“.[3]

Zugleich war Ihlefeld der Vater der 1935 in Hannover geborenen Journalistin Heli Ihlefeld, der späteren Geliebten des West-Berliner SPD-Abgeordneten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt.[1]

Der NLD war vor allem auf aktuelle politische Berichterstattungen spezialisiert,[1] unterhielt neben dem Standort in Hannover[2] eine Redaktion in der damaligen deutschen Bundeshauptstadt Bonn und wurde vom Bundespresseamt sowie dem deutschen Verteidigungsministerium gesponsert.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Torsten Körner: Die Familie Willy Brandt, Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 2013, ISBN 978-3-10-040407-7 und ISBN 3-10-040407-6, passim; Vorschau über Google-Bücher
  2. a b c Vergleiche die Angaben in der Zeitschriftendatenbank
  3. a b anonym (oder online ohne Namensangabe): Niedersachsen/Bundesländer / Wenn man eine Firma hat, Artikel des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 24. August 1955