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Neustetten

Gemeinde in Deutschland
(Weitergeleitet von Nellingsheim)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neustetten
Neustetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neustetten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 29′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Tübingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Rottenburg am Neckar
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 15,87 km2
Einwohner: 3627 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 229 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72149
Vorwahlen: 07457, 07472
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 4 16 049
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hohenzollernstraße 4
72149 Neustetten
Webpräsenz: www.neustetten.de
Bürgermeister: Gunter Schmid
Lage der Gemeinde Neustetten im Landkreis Tübingen
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Über dieses Bild

Neustetten ist eine Gemeinde im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Neckar-Alb und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Neustetten liegt im Oberen Gäu nordöstlich des Neckarlaufes.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Markung von Neustetten ist fast komplett von der Stadt Rottenburg am Neckar umschlossen, nur mit einem kleinen Teilstück grenzt die Gemeinde Bondorf, Landkreis Böblingen, an Neustetten an.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den früheren Gemeinden Nellingsheim, Remmingsheim und Wolfenhausen. Im Gebiet der früheren Gemeinde Nellingsheim liegen das Dorf Nellingsheim und das 1838 erbaute Gehöft Ziegelhütte. Im Gebiet der früheren Gemeinde Remmingsheim liegen das Dorf Remmingsheim, das Gehöft Kelterhöfe, 1971 benannte Aussiedlerhöfe, und das Haus Bronnenmühle, das 1312 erstmals genannt wurde. Zur früheren Gemeinde Wolfenhausen gehörte lediglich das Dorf Wolfenhausen.

Im Gemeindegebiet liegen einige abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften oder werden im Gemeindegebiet vermutet. Nicht mit Sicherheit belegt ist die abgegangene Ortschaft Anhausen im Gebiet der früheren Gemeinde Nellingsheim ebenso wie die abgegangene Ortschaft Himelzheim im Gebiet der früheren Gemeinde Remmingsheim. Im Südwesten der früheren Gemeinde Wolfenhausen liegt die abgegangene Ortschaft Stetten in der heutigen Flur Stettener Feld.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Name begründet sich auf eine untergegangene Siedlung namens „Stetten“ auf der Markung Wolfenhausens.

Neustetten wurde am 1. Dezember 1971 im Rahmen der Gemeindereform durch den Zusammenschluss der Gemeinden Nellingsheim, Remmingsheim und Wolfenhausen gegründet.[3]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Gunter Schmid endet 2020. Er wurde im Januar 2012 mit 98,2 Prozent der Stimmen ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt.

  • 1964–2004: Rudolf Maier
  • seit 2004: Gunter Schmid

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl im Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  • Freie Wählergmeinschaft: 9 Sitze
  • Unabhängige Liste – Die Alternative: 3 Sitze

WappenBearbeiten

Der weiße Sparren stammt aus dem Nellingsheimer Wappen. Der schwarze Schwurstab war sowohl im Wolfenhausener als auch im Remmingsheimer Wappen zu finden und ist auf den Gerichtsstab des Remmingsheimer Schultheiß zurückzuführen, dessen „Stabsgericht“ auch für Wolfenhausen und Eckenweiler (heute Teilort von Rottenburg) zuständig war. Die Sterne wurden aus dem Remmingsheimer Wappen übernommen und symbolisieren die 3 Ortsteile.

PartnerschaftenBearbeiten

Im Rahmen der Festveranstaltung 20 Jahre Neustetten schloss am 30. November 1991 in Remmingsheim die sächsische Gemeinde Oberbobritzsch mit Neustetten eine Partnerschaft. Diese besteht mit der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf fort,[4] die aus zwei Gemeindezusammenschlüssen hervorging.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseumBearbeiten

Das Heimatmuseum Neustetten, das älteste kommunale Museum im Landkreis Tübingen zeigt eine Fülle von Gegenständen aus den Teilorten von Neustetten. Neben Sammlungsbereichen wie der Land- und Hauswirtschaft und einigen Handwerken, finden sich zwei größere Sammlungsbereiche, die Flachsverarbeitung und der Hopfenanbau.

 
Mahnmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege am Wolfenhausener Friedhof

BauwerkeBearbeiten

  • Evangelische Michaelskirche im Ortsteil Wolfenhausen
  • Evangelische Kirche im Ortsteil Nellingsheim
  • Evangelische Peterskirche im Ortsteil Remmingsheim
 
Remmingsheim, Peterskirche

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Bundesautobahn 81 führt am Rand des Gemeindegebiets vorbei. Die Anschlussstelle Rottenburg ist über die Bundesstraße 28a erreichbar.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 112.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Heinrich Christoph Wilhelm von Sigwart (1789–1844), geboren im Ortsteil Remmingsheim, Generalsuperintendent der evangelischen Landeskirche in Hall, Landtagsabgeordneter
  • Richard Schuh (1920–1949), geboren im Ortsteil Remmingsheim, der letzte in Westdeutschland hingerichtete Verbrecher

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 148–149
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 535.
  4. Neustetten. In: Website der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf. Abgerufen am 4. Februar 2014.

LiteraturBearbeiten

  • Rudi Maier, Martin Kuohn, Reinhold Visel: Neustetten: Eine junge Gemeinde, Geigerdruck GmbH, ISBN 3-89570-604-3
  • Wolfgang Sannwald: Stäble und Neustetten : Ein Heimatbuch, Schwäbisches Tagblatt, ISBN 978-3-928011-68-6

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neustetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien