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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Neidenbach
Neidenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Neidenbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 6′ N, 6° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 9,35 km2
Einwohner: 858 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54657
Vorwahl: 06563
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 087
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: neidenbach.de
Ortsbürgermeister: Edwin Mattes
Lage der Ortsgemeinde Neidenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Neidenbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

GeographieBearbeiten

Neidenbach liegt in der Eifel etwa 45 km nördlich von Trier in der Kyllburger Waldeifel. Zur Ortsgemeinde gehören auch der Weiler Erntehof 2,5 km nordwestlich der Ortslage sowie die Wohnplätze Koppenweg, Maierhof, Nickelshof und Am Wasserfall.[2]

GeschichteBearbeiten

Flurnamen und einige archäologische Funde deuten auf eine römische und fränkische Besiedelung der Gegend um Neidenbach. Ein Grenzstein, der an der Römerstraße Trier–Köln, die über die Höhen zwischen Neidenbach und Balesfeld verlief und im Gelände und auf topographischen Karten erkennbar ist,[3] trägt die Inschrift FINIS PAGI CARVCVM und weist damit auf eine Siedlung von anderweitig nicht unter diesem Namen bezeugten, mutmaßlich keltischen Caruces hin (siehe Carosgau).

Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1177 als Nidenbuch in einer Urkunde des Papstes Alexander III., in der erwähnt wird, dass Graf Fulco de Malberc dem Kloster Himmerod ein Allodium (Erbgut und Gutshof) mit allen Zubehören schenkt.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Neidenbach teils zu Kurtrier (Amt Kyllburg), teils zum Herzogtum Luxemburg (Herrschaft Malberg). Die Grundherrschaft stand dem Herrn von Malberg, Baron von Veyder, und dem Zisterzienserinnen-Kloster Sankt Thomas bei Kyllburg in gleichen Teilen zu. Die beiden Herren setzten ein gemeinschaftliches Gericht ein, von dem die luxemburgischen Untertanen nach Luxemburg, die trierischen nach Trier appellierten. 1531 wurden neun trierische und fünf luxemburgische, 1624 ebenfalls neun trierische, 1636 aber acht luxemburgische Feuerstätten (Haushalungen) gezählt. 1777 waren es acht trierische und zehn luxemburgische Feuerstätten.[4]

Auch in der sogenannten Franzosenzeit war der Ort geteilt, der zuvor luxemburgische Teil gehörte von 1795 bis 1814 zum Wälderdepartement, der zuvor trierische Teil gehörte von 1798 bis 1814 zum Saardepartement.[4]

Nach dem Wiener Kongress (1815) kam Neidenbach zum Königreich Preußen. Neidenbach gehörte, nun ungeteilt, zur Bürgermeisterei Malberg im 1816 neu gebildeten Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[5]

Im Jahre 1914 wurden die Gemeinden der Bürgermeisterei Malberg der Bürgermeisterei Kyllburg angegliedert, darunter auch Neidenbach.[6]

Von 1968 bis 2014 gehörte Neidenbach der neugegründeten Verbandsgemeinde Kyllburg an, die 2014 zusammen mit der Verbandsgemeinde Bitburg-Land zur neuen Verbandsgemeinde Bitburger Land fusionierte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Neidenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7]

Jahr Einwohner
1815 234
1835 358
1871 532
1905 643
1939 887
1950 877
1961 839
Jahr Einwohner
1970 814
1987 843
1997 877
2005 902
2011 888
2017 876

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Neidenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Jahr SPD CDU WGR Gesamt
2019 per Mehrheitswahl 12 Sitze
2014 5 7 12 Sitze
2009 5 7 12 Sitze
2004 1 7 4 12 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber ein blauer, schrägrechts gewendeter Schlüssel, vorn ein roter Schleifstein, hinten eine blaue Kornblume.“[9]
Wappenbegründung: Als Symbol des Orts- und Kirchenpatrons St. Petrus steht dessen Symbol, der Schlüssel, im Wappenschild. Das Patronat besteht seit Jahrhunderten, bestätigt auch im Visitationsprotokoll von 1576. Auf Wunsch der Gemeindevertretung soll das Wappen in den weiteren Symbolen die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde widerspiegeln. So steht der rote Schleifstein für die schon sehr alte und ausgedehnte Sandsteinindustrie, die blaue Kornblume für den Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft. Die Schildfarbe Weiß mit den Symbolfarben Rot und Blau sind Hinweis auf die Farben von Kurtrier (rot-weiß) und des Herzogtums Luxemburg (blau-weiß), unter die Neidenbach geteilt war.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Am Sonntag nach Aschermittwoch pflegen die Jugendlichen des Ortes den alten Brauch des Hüttenbrennens.

Alljährlich finden im Sommer das Maibaumfest und die Kirchweih Peter & Paul Kirmes (moselfränkisch: Pittischdaach) im Ort statt.

Siehe auchBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Die Bevölkerung findet überwiegend außerhalb des Ortes eine Arbeitsstelle. Im Ort selbst gibt es neben einer Gaststätte und einem Frisör noch kleinere Einzelhandelsgeschäfte die der unmittelbaren dörflichen Bevölkerung dienen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neidenbach – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 108 (PDF; 3 MB).
  3. Link zur Römerstr. über Weblink Kulturelle Sehensw. erreichbar
  4. a b Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 169
  5. Georg Baersch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 23 (Google Books)
  6. Verbandsgemeinde Bitburger Land: … im Detail. Abgerufen am 6. Februar 2019.
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.