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Neftenbach
Wappen von Neftenbach
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0223i1f3f4
Postleitzahl: 8412 Aesch
8412 Hünikon
8412 Riet
8413 Neftenbach
Koordinaten: 692602 / 264934Koordinaten: 47° 31′ 43″ N, 8° 40′ 6″ O; CH1903: 692602 / 264934
Höhe: 415 m ü. M.
Fläche: 15.00 km²
Einwohner: 5553 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 370 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
11,4 % (31. Dezember 2016)[2]
Gemeindepräsident: Martin Huber (FDP)
Website: www.neftenbach.ch
Neftenbach Dorf.JPG

Karte
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Neftenbach ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz. Auf den 1. Januar 2013 wurde der Weiler Oberhueb (auch Obere Hueb) von der Gemeinde Buch am Irchel abgetrennt und Neftenbach angeschlossen. Dadurch erhöht sich die Landfläche der Gemeinde um 4,6 Hektaren.

WappenBearbeiten

Blasonierung

Schräg geviert von Silber und Blau

Das Wappen geht auf die Freiherren von Wart zurück. Es wurde 1921 zum Gemeindewappen bestimmt.

GeographieBearbeiten

Neftenbach liegt im unteren Tösstal, 19 km Luftlinie von Zürich entfernt. Es liegt auf einer Schotterterrasse am Südhang des Irchels. Von der Gemeindefläche – 1495 ha – dienen 55 % der Landwirtschaft, 30 % ist Wald, 10 % ist Siedlungsgebiet und 4 % dienen dem Verkehr. Nebst dem Kerndorf rund um die Kirche gehören zur Gemeinde die Siedlungen Aesch, Hünikon, Irchelhöfen und Riet.

GemeindeportraitBearbeiten

Die bäuerlich geprägte Gemeinde ist eingebettet in ein eiszeitliches Seitental zwischen dem Abhang des Irchels und des Taggenbergs. Es bestehen lokale Einkaufsmöglichkeiten, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, Verkehrsverbindungen für den individuellen und öffentlichen Verkehr sowie Schul-, Kultur- und Freizeitangebote.

Das Schloss Wart mit den anschliessenden Weinbergen ist ein Wahrzeichen der Gemeinde. An den Rebhängen von Neftenbach entstehen neben den beiden Hauptsorten Pinot Noir und Riesling x Sylvaner Spezialitäten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Räuschling und Cabernet Sauvignon.

Sport- und Freizeit-Einrichtungen in der Gemeinde sind: Jugendtreff „InPoint“, Schwimmbad, Sportanlagen „Rietweg“, Tennisplätze, Naturlehrpfad, Beach-Volleyballfeld, Skateranlage, Reitplätze und Bibliothek. Die Gemeinde verfügt über eine Dreifach-Sporthalle für Training und Wettkampf. Verschiedene Organisationen wie die Spitex-Dienste, gemeinnützige Organisationen, Beratungsstellen, die Alterswohnungen sowie das Altersheim „Geeren“ erbringen hier ihre Dienstleistungen. Das Orts- und Weinbaumuseum liegt westlich des Dorfes in den Rebbergen.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1836 1452
1850 1490
1880 1421
1900 1608
1941 706
1950 1853
1970 2180
1990 3731
2005 4549
2010 5224
2013 5438
2015 5564
2018 5692

PolitikBearbeiten

Der siebenköpfige Gemeinderat setzt sich aus sechs Männern und einer Frau zusammen. Parteizusammensetzung: 2 FDP, 3 Freie Wähler und 2 SVP. Aktueller Gemeindepräsident ist Martin Huber (Stand 2014).[3] Neftenbach hat 2011 zum ersten Mal das Energiestadt Label erhalten.[4] 2015 wurde das Label wiederum verliehen. Eine Energiestadt ist eine Gemeinde oder Stadt, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien sowie umweltverträgliche Mobilität einsetzt. Dafür erhält sie vom Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre das Label verliehen.

GeschichteBearbeiten

 
Das Dorf Neftenbach 1781

In römischer Zeit lag in der Steinmöri unterhalb des Friedhofs an der Sattleracher- und Aspacherstrasse ein römischer Gutshof, der heute überbaut ist. Bei den Ausgrabungen entdeckte man 1986 in einem Bronzegefäss einen Münzhort mit 1243 römischen Silbermünzen aus den Jahren 197–265 n. Chr.

Die erste urkundliche Erwähnung Neftenbachs erfolgte 1209, als ein Leutpriester von „Neftimbach“ bei einem Rechtsgeschäft mitwirkte. Der Keller des Frohhofs in Neftenbach deutet immer noch auf einen Wohnturm hin, der dort stand. Er gehörte wohl dem Ministerialengeschlechts «von Neftenbach», das 1267 erstmals urkundlich erwähnt wurde und zu dieser Zeit wohl Gefolgsleute der Kyburger waren. Das Geschlecht selbst kann verschiedener Orts bis 1468 nachgewiesen werden.[5] Das Gebiet gehörte später den Freiherren von Wart, deren Wappen seit 1921 das offizielle Gemeindewappen ist. Im Mai 1799 kam es beim Dorf im Rahmen des Gefechts bei Winterthur zu einem Zusammenstoss zwischen Franzosen und Österreichern, an das noch eine verirrte Kugel im Chor der Kirche erinnert.

KulturBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Eugen Ott, Hans Kläui, Otto Sigg: Geschichte der Gemeinde Neftenbach. Neftenbach 1979.
  • Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich – Der Bezirk Winterthur, Nördlicher Teil. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 1986, ISBN 3-7643-1812-0. S. 31–87. (= Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 79.)
  • Jürg Rychener: Der römische Gutshof in Neftenbach. 2 Bde. Zürich/Egg 1999. (= Monographien der Kantonsarchäologie Zürich, 31/1–2).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 20. September 2017.
  3. Die Mitglieder und Ressorts des Gemeinderats (Memento des Originals vom 13. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neftenbach.ch Gemeinde Neftenbach
  4. Energiestadt Neftenbach. Abgerufen am 11. Mai 2019.
  5. Dr. Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter. In: 285. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Winterthur 1953, S. 194−195.