Naturschutzgebiet Piepenbruch

Naturschutzgebiet in Sundern, Nordrhein-Westfalen

Das Naturschutzgebiet Piepenbruch mit 2,3 ha Flächengröße liegt östlich von Langscheid im Stadtgebiet von Sundern und im Hochsauerlandkreis. Das Gebiet wurde 2019 mit dem Landschaftsplan Sundern durch den Kreistag des Hochsauerlandkreises als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Vorher war die Fläche im Landschaftsplan Sundern aus dem Jahr 1993 ohne jede Schutzausweisung. Das NSG ist umgeben vom Landschaftsschutzgebiet Flasmecketal.[1]

Naturschutzgebiet Piepenbruch

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

f1
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Fläche 2,3 ha
Geographische Lage 51° 21′ N, 7° 58′ OKoordinaten: 51° 21′ 29″ N, 7° 57′ 54″ O
Naturschutzgebiet Piepenbruch (Nordrhein-Westfalen)
Naturschutzgebiet Piepenbruch
Einrichtungsdatum 2019

BeschreibungBearbeiten

Beim NSG handelt es sich um quellig vernässte, z. T. binsenreiche Weidebereiche am grünlandgenutzten ostexponierten Talhang zum Bach Flasmecke. Das Nass- und Feuchtgrünland ist Lebensraum seltener Pflanzenarten und Vogelarten.

Zum Wert des NSG führt der Landschaftsplan auf: „Nassweiden sind als ehemals weiter verbreiteter Grünlandtyp der Mittelgebirgslandschaft heute nur noch relativ selten anzutreffen und daher besonders erhaltenswert. Die Fläche ist deshalb von erheblicher Bedeutung als Trittsteinbiotop.“[1]

SchutzzweckBearbeiten

Laut Landschaftsplan erfolgte die Ausweisung zum:

  • „Schutz, Erhaltung und Entwicklung von Nassgrünland und seinen Lebensgemeinschaften als Trittstein- und Refugialbiotop in intensiv genutzter Agrarlandschaft.“
  • „Das NSG dient auch der nachhaltigen Sicherung von besonders schutzwürdigen Lebensräumen nach § 30 BNatschG und Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten.“[1]

GebotBearbeiten

Für das NSG wurde als spezielles Gebot erlassen, „das Grünland ist zu beweiden, vorzugsweise nach den geltenden Bewirtschaftungsanleitungen „Weide“ des Kulturlandschaftspflegeprogrammes des HSK.“[1]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Landschaftsplan Sundern - Neuaufstellung, S. 82. (PDF) Abgerufen am 29. April 2019.