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GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Nattheim liegt am Rande des Härtsfelds zwischen der Kreisstadt Heidenheim an der Brenz und der Gemeinde Dischingen.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Nattheim gehören folgende ehemals selbstständige Gemeinden mit ihren damaligen sechs Ortsteilen:[2]

  • Auernheim mit dem Weiler Steinweiler und dem Gehöft Waldzierter Hof sowie den abgegangenen Ortschaften Auerntaler Hof und Mittelhof.
  • Fleinheim mit der abgegangenen Ortschaft Walkendorf.
  • Nattheim mit dem Gehöft Wahlberg sowie den abgegangenen Ortschaften Gebstetten und St. Stephan.

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

OrtsgeschichteBearbeiten

Nattheim war Siedlungsstätte der Kelten, am östlichen Ortsrand liegt eine Viereckschanze, deren Wälle erhalten sind. Nattheim wurde erstmals 1050 in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. erwähnt. Damals lag der Ort im Herzogtum Schwaben. 1448–1504 gehörte der Ort zu Bayern, danach kam er an das Herzogtum Württemberg.

Am 1. Februar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Auernheim und Fleinheim eingegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1. Dezember 18711 2058
1. Dezember 18801 1999
1. Dezember 18901 1838
1. Dezember 19001 1733
1. Dezember 19101 1694
16. Juni 19251 1807
16. Juni 19331 1881
17. Mai 19391 1943
13. September 19501 2716
6. Juni 19611 3314
Jahr Einwohner
27. Mai 19701 4400
31. Dezember 1980 5337
25. Mai 19871 5576
31. Dezember 1990 5807
31. Dezember 1995 6175
31. Dezember 2000 6315
31. Dezember 2005 6370
31. Dezember 2010 6220
31. Dezember 2015 6241

OrtsteileBearbeiten

AuernheimBearbeiten

Auernheim wurde erstmals 1258 urkundlich erwähnt. Seit 1297 gehörte es dem Kloster Neresheim und wurde 1810 von Bayern an das Königreich Württemberg abgetreten.

FleinheimBearbeiten

Fleinheim wurde zuerst 1277 urkundlich erwähnt. Es gehörte damals zum Besitz der Grafen von Helfenstein. 1504 kam der Ort an das Herzogtum Württemberg.

SteinweilerBearbeiten

Steinweiler wurde 1775 von Siedlern, welche die Kalksteine, die dort sehr zahlreich vorhanden sind, für den Bau des Klosters Neresheim benötigten, als Siedlung von Steinhauern erbaut. 1810 kam es zum Königreich Württemberg.

Heute ist es ein kleines Dorf mit ca. 350 Einwohnern. In Steinweiler gibt es, neben einem Steinmetz, eine Kapelle (katholisch), ein Feuerwehrhaus mit eigenem Fahrzeug und ein Bürgerhaus. Die Kinder Steinweilers gehen nach Auernheim in den Kindergarten und in die Grundschule. Die weiterführenden Schulen sind in Nattheim, Neresheim und Heidenheim.

Die Steinbrüche im Naturschutzgebiet sind schon seit längerer Zeit stillgelegt. Das Gelände ist heute ein Ausflugsziel.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

In Nattheim wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Nattheim hat nach der letzten Wahl 18 Mitglieder (unverändert). Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 59,2 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,0 %
38,2 %
1,8 %
BWV/CDU
SPD/UA
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   2
   0
  -2
  -4
± 0,0 %p
-1,8 %p
+1,8 %p
BWV/CDU
SPD/UA
BWV/CDU Bürgerliche Wählervereinigung/Christlich Demokratische Union Deutschlands 60,0 11 60,0 11
SPD/UA Sozialdemokratische Partei Deutschlands/Unabhängige 38,2 7 37,0 7
AfD Alternative für Deutschland 1,8 0 -- --
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 59,2 % 49,1 %


BürgermeisterBearbeiten

Am 24. Januar 2010 wurde Norbert Bereska (parteilos) bei einer Wahlbeteiligung von 35,3 % mit 96,3 % der Stimmen im Amt bestätigt.

PartnerschaftenBearbeiten

Nattheim unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Breitenbrunn/Erzgeb. in Sachsen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde ist durch die 2,5 km entfernte Abfahrt Heidenheim der A 7 (WürzburgUlm) an das überregionale Fernstraßennetz angebunden.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Die Privatbrauerei Schlumberger ist seit 1847 in Nattheim ansässig.

BildungseinrichtungenBearbeiten

Mit der Wiesbühlschule besteht eine Grundschule in Nattheim. Außerdem gibt es in Auernheim eine reine Grundschule.

Freizeit- und SportanlagenBearbeiten

Das Bike-Team Steinweiler (BTS) hat 2005 eine Biker-Bahn im Ortsteil Steinweiler gebaut. Das Grundstück wurde von der Gemeinde Nattheim zur Verfügung gestellt. Der Bau wurde von der Steinweiler Jugend in Eigeninitiative durchgeführt. 2007 wurde die Strecke auf ca. 3000 m² vergrößert.[4] Außerdem ist in Nattheim ein Hallenbad (Ramensteinbad) vorhanden. Des Weiteren gibt es eine Turnhalle (Ramensteinhalle), Fussballplätze (Halde und im Tal), sowie Tennisplätze und im Winter eine Skianlage mit Lift.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Ramensteinhöhle

Nattheim liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

MuseenBearbeiten

Das Museum in der Alten Schule zeigt Funde von rund 130 Millionen Jahre alten Korallen. Im Dachgeschoss der Alten Schule befindet sich eine große Modelleisenbahn der Privaten Modelleisenbahner Nattheim.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Sonstige Personen, die mit der Gemeinde verbunden warenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 609–611.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Nattheim.
  4. Die Geschichte unseres Bike Teams, Bike-Team Steinweiler.