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National League (Eishockey)

höchste Eishockey-Liga in der Schweiz
(Weitergeleitet von Nationalliga A (Eishockey))

Die National League (NL; früher Nationalliga A, National League A) ist die höchste Eishockey-Liga in der Schweiz. Sie besteht im Moment aus zwölf Mannschaften. Die Liga generierte nach der Hauptrunde 2018/19 mit 6.949 Zuschauern pro Partie europaweit den höchsten Zuschauerschnitt aller Ligen vor der KHL (6.397) sowie der DEL (6.215). Der Hauptstadtclub SC Bern liegt seit nunmehr 18 Spielzeiten auf Rang eins aller europäischen Clubs und hatte nach der Hauptrunde 2018/19 einen Zuschauerschnitt von 16.290. Mit den ZSC Lions war ein weiterer Club aus dieser Liga in den Top Ten des europäischen Eishockeys vertreten, der Club aus Zürich lag mit 9.694 Zuschauern auf Rang sieben.[1]

National League
Logo der NL

Aktuelle Saison Saison 2019/20
Sportart Eishockey
Abkürzung NL
Verband Schweizerischer Eishockeyverband
Ligagründung 1937
Mannschaften 12
Land/Länder SchweizSchweiz Schweiz
Titelträger SC Bern
Rekordmeister HC Davos (31)
TV-Partner SRG; MySports
Website nationalleague.ch

Der Name „National League“ wurde in der Saison 2007/08 zusammen mit zusätzlichen Neuerungen eingeführt. Zu den Änderungen gehören unter anderem ein neuer Pokal und ein neuer Spielmodus.

GeschichteBearbeiten

Die Nationalliga A wurde 1937 als Nachfolger der Nationalen und der Internationalen Meisterschaft der Schweiz. Seit 1986 werden zum Ende der Saison die Playoffs ausgetragen, bei denen der Meister der Liga bestimmt wird. 2007 wurde die Liga in National League A umbenannt. 2017 folgte die Kürzung in National League.

TV-VertragBearbeiten

2012 wurde ein neuer TV-Vertrag ausgehandelt, welcher bis zur Saison 2016/17 Gültigkeit hat. Vor allem die öffentlich rechtlichen Sender bauten darauf ihr Eishockeyprogramm erheblich aus. Neu können die SRG-Sender die Playoff-Begegnungen der National League A von Beginn weg übertragen. Für die Viertelfinals stehen den SRG-Sendern zwei Partien nach Wahl zur Verfügung, ab den Halbfinals wird auf allen Sendern der SRG SSR die gleiche Playoff-Partie gesendet. Alle Spiele werden zudem auf dem Pay-TV-Sender Teleclub live übertragen. Ab der Saison 2017/18 hat sich UPC zusammen mit Suisse Digital die TV-Rechte für fünf Jahre und einer Rekordsumme von jährlich durchschnittlich 35,4 Millionen Schweizer Franken gesichert. Die Spiele werden auf dem neu kreierten Sportsender MySports zu sehen sein.[2]

ModusBearbeiten

QualifikationBearbeiten

Die Meisterschaft wird in einer ersten Phase als Rundenturnier (Qualifikation) gespielt. Seit der Saison 2007/08 umfasst sie 50 Runden, wobei jedes Team viermal gegen jedes andere Team spielt (total 44 Spiele) plus zusätzliche sechs Gruppenspiele. Dazu werden die zwölf Clubs in drei Vierergruppen eingeteilt, deren Zusammensetzung regional erfolgt. Die Gruppen sind wie folgt gebildet: West: Genève-Servette HC, Lausanne HC, Fribourg-Gottéron, EHC Biel. Mitte: SC Bern, SCL Tigers, SC Rapperswil-Jona Lakers, ZSC Lions. Ost: EV Zug, HC Ambrì-Piotta, HC Lugano, HC Davos[3]. In jeder Vierergruppe gibt es eine Hin- und Rückrunde, wobei diese Ergebnisse in die Gesamtrangliste der Qualifikation übernommen werden.

Im Unterschied zu früher gibt es seit der Saison 2006/07 kein Unentschieden mehr. Ist ein Spiel nach 60 Minuten nicht entschieden, so folgt eine fünfminütige Verlängerung mit je drei Feldspielern. Fällt kein Tor, wird der Match im Penaltyschiessen entschieden. Ein Sieg nach 60 Minuten gibt drei Punkte, ein Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschiessen zwei Punkte, eine Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschiessen einen Punkt, und eine Niederlage nach 60 Minuten keinen Punkt.

Playoffs / PlayoutsBearbeiten

An die Qualifikation anschliessend ermitteln die besten acht Mannschaften den Schweizer Meister im Playoff-Stil. Die letzten vier Mannschaften ermitteln seit der Saison 2013/14 in der neu eingeführten Platzierungsrunde die letzten zwei Mannschaften, welche dann in den Playouts entscheiden, wer gegen den Meister der Swiss League um den Klassenerhalt spielen muss. In allen Runden der Playoffs, wie auch bei den Playouts und bei den Klassenerhaltsspielen, wird der Modus Best-of-Seven angewendet.

Seit der Saison 2017/18 findet in der Overtime der Playoffs ein Sudden Death statt. Das heisst: Eine Verlängerung mit fünf gegen fünf Spieler wird gespielt, und zwar so lange, bis ein Tor fällt.[4] Das Heimrecht wird jeweils abgewechselt. Die jeweils bessere Mannschaft in der Qualifikation erhält das Heimrecht und kann somit das erste Spiel, und allenfalls das siebte und entscheidende, zu Hause bestreiten.

TeilnehmerBearbeiten

Die NL-Vereine 2019/20

In der Saison 2019/20 sind folgende zwölf Mannschaften in der NL vertreten:

Team Standort Eishalle Kapazität Zuschauerschnitt 2019/20 Auslastung
  HC Ambrì-Piotta Ambrì Pista la Valascia 6.500
  SC Bern Bern PostFinance Arena 17.131
  EHC Biel Biel Tissot Arena 6.521
  HC Davos Davos Vaillant Arena 6.795
  Fribourg-Gottéron Freiburg BCF-Arena 6.700
  Genève-Servette HC Genf Les Vernets 7.285
  SCL Tigers Langnau Ilfishalle 6.050
  Lausanne HC Lausanne vaudoise aréna 9.600
  HC Lugano Lugano Resega / Cornèr Arena 7.800
  SCRJ Lakers Rapperswil-Jona SGKB Arena 6.100
  EV Zug Zug Bossard Arena 7.200
  ZSC Lions Zürich Hallenstadion 11.200

Der Zuschauerschnitt bezieht sich auf sämtliche Spiele (Qualifikation, Playoffs, Playouts, Liga-Qualifikation).

Seit der Umbenennung in National League A im Jahr 2007 waren zudem folgende Vereine in der Liga vertreten:

Meistertitel Nationalliga A 1938–2007Bearbeiten

  • 1938: HC Davos
  • 1939: HC Davos
  • 1940: keine Meisterschaft
  • 1941: HC Davos
  • 1942: HC Davos
  • 1943: HC Davos
  • 1944: HC Davos
  • 1945: HC Davos
  • 1946: HC Davos
  • 1947: HC Davos
  • 1948: HC Davos
  • 1949: Zürcher SC
  • 1950: HC Davos
  • 1951: EHC Arosa
  • 1952: EHC Arosa
  • 1953: EHC Arosa
  • 1970: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1971: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1972: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1973: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1974: SC Bern
  • 1975: SC Bern
  • 1976: SC Langnau
  • 1977: SC Bern
  • 1978: EHC Biel
  • 1979: SC Bern
  • 1980: EHC Arosa
  • 1981: EHC Biel
  • 1982: EHC Arosa
  • 1983: EHC Biel
  • 1984: HC Davos
  • 1985: HC Davos
Einführung der Play-offs
  • 1986: HC Lugano
  • 1987: HC Lugano
  • 1988: HC Lugano
  • 1989: SC Bern
  • 1990: HC Lugano
  • 1991: SC Bern
  • 1992: SC Bern
  • 1993: EHC Kloten
  • 1994: EHC Kloten
  • 1995: EHC Kloten
  • 1996: EHC Kloten
  • 1997: SC Bern
  • 1998: EV Zug
  • 1999: HC Lugano
  • 2000: ZSC Lions
  • 2001: ZSC Lions
  • 2002: HC Davos
  • 2003: HC Lugano
  • 2004: SC Bern
  • 2005: HC Davos
  • 2006: HC Lugano
  • 2007: HC Davos

Meistertitel National League A 2008–2017Bearbeiten

  • 2008: ZSC Lions
  • 2009: HC Davos
  • 2010: SC Bern
  • 2011: HC Davos
  • 2012: ZSC Lions
  • 2013: SC Bern
  • 2014: ZSC Lions
  • 2015: HC Davos
  • 2016: SC Bern
  • 2017: SC Bern

Meister National League ab 2018Bearbeiten

  • 2018: ZSC Lions
  • 2019: SC Bern

Clubs nach MeistertitelBearbeiten

Titel Titel seit 1986 Club
31 6 HC Davos
16 10 SC Bern
9 - EHC Arosa
9 6 ZSC Lions (früher Zürcher SC)
7 7 HC Lugano
6 - HC La Chaux-de-Fonds
5 4 EHC Kloten
3 - EHC Biel
2 - HC Villars
1 1 EV Zug
1 - EHC Visp
1 - GCK Lions (früher Grasshopper Club Zürich)
1 - SCL Tigers (früher SC Langnau)

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: National League A – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eishockey News vom 19. März 2019, Seite 4
  2. Bestätigt: TV-Deal mit UPC und SRG. hockeyfans.ch, abgerufen am 10. März 2017 (englisch).
  3. Spielplan NL A (PDF). (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 10. September 2016; abgerufen am 12. September 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sihf.ch
  4. «Sudden Death» in den NLA-Playoffs entzückt die Fans. In: watson.ch. (watson.ch [abgerufen am 6. März 2017]).