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Nathanaël Berthon

französischer Automobilrennfahrer

KarriereBearbeiten

Wie die meisten Motorsportler begann Berthon seine Karriere im Kartsport, in dem er von 2006 bis 2007 aktiv war. 2008 wechselte er in den Formelsport und trat sowohl in der westeuropäischen Formel Renault, in der er den 18. Gesamtrang belegte, als auch im Formel Renault 2.0 Eurocup, in dem er punktelos blieb, an. 2009 blieb er in beiden Rennserien und startete für Epsilon Euskadi. Während er mit einem Sieg den sechsten Gesamtrang im Formel Renault 2.0 Eurocup erzielte, wurde er mit zwei Siegen Dritter in der westeuropäischen Formel Renault. Da er der beste französische Pilot in der westeuropäischen Formel Renault war, erhielt er den Meistertitel der französischen Formel Renault.

 
Nathanaël Berthon beim Formel-Renault-3.5-Rennen auf dem Nürburgring 2011

2010 wechselte Berthon in die Formel Renault 3.5 zum Meisterteam International DracoRacing und wurde Teamkollege von Julian Leal.[1] Er gab ein gutes Debüt und erzielte bei seinem zweiten Rennen den dritten Platz. Bei seinem Heimrennen in Magny-Cours gelang ihm sein erster Sieg in der Formel Renault 3.5. Berthon beendete die Saison auf dem siebten Gesamtrang und ließ damit Leal, der 20. wurde, deutlich hinter sich. Außerdem absolvierte er Gaststarts in der britischen Formel-3-Meisterschaft. 2011 ging Berthon zunächst für Racing Engineering in der GP2-Asia-Serie an den Start.[2] Er schoss die Saison auf dem 23. Platz in der Gesamtwertung ab. Anschließend absolvierte er für den tschechischen Rennstall ISR seine zweite Saison in der Formel Renault 3.5.[3] Während sein Teamkollege Daniel Ricciardo mit einem Sieg Fünfter wurde, beendete Berthon die Saison mit einem dritten Platz als bestes Resultat auf dem 13. Platz. Nach der Saison nahm Berthon für Racing Engineering am GP2 Final 2011 teil[4] und wurde Elfter. Anschließend debütierte er für HRT bei einer Testfahrt im Formel-1-Auto.[5]

 
Nathanaël Berthon beim Hauptrennen der GP2-Serie in Spa-Francorchamps 2013

Anfang 2012 ging Berthon für M2 Competition in der Toyota Racing Series, der höchsten Monoposto-Serie Neuseelands, an den Start.[6] Ein vierter Platz war sein bestes Resultat. Er beendete 12 von 15 Rennen innerhalb der Top-Zehn. Am Saisonende lag er auf dem siebten Platz in der Fahrerwertung. Anschließend wechselte er in die GP2-Serie, in der er für Racing Engineering in der Saison 2012 antrat.[7] Beim Sprintrennen in Barcelona erzielte er mit einem zweiten Platz seine erste GP2-Podest-Platzierung. Am Saisonende lag Berthon mit zwei zweiten Plätzen als beste Resultate auf dem zwölften Platz der Fahrerwertung. Damit unterlag er seinem Teamkollegen Fabio Leimer, der Siebter wurde. Darüber hinaus nahm er an zwei Rennen der französischen GT-Meisterschaft teil. 2013 erhielt Berthon bei Trident Racing ein GP2-Cockpit.[8] Er erzielte nur auf dem Hungaroring Punkte. Nach Platz acht im Hauptrennen gewann er das Sprintrennen vom ersten Platz aus startend. Es war sein erster GP2-Sieg. Er beendete die Saison auf dem 20. Gesamtrang und unterlag damit teamintern Kevin Ceccon, der nach der ersten Saisonhälfte sein Cockpit verloren hatte.

2014 bestritt Berthon seine dritte GP2-Saison für Venezuela GP Lazarus.[9] Er wurde 20. in der Gesamtwertung und erzielte dabei 17 von 19 Punkten seines Rennstalls. In der Formel Acceleration 1 nahm er für verschiedene Teams an zwei Veranstaltungen teil. Darüber hinaus trat Berthon zu Langstreckenrennen an. Für Murphy Prototypes nahm er an zwei Rennen der European Le Mans Series (ELMS) sowie erstmals am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. Außerdem bestritt er für Lotus ein Rennen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). 2015 blieb Berthon in der GP2-Serie bei Lazarus.[10] Er schloss die Saison auf dem 16. Gesamtrang ab. Darüber hinaus trat er für Murphy Prototypes zu Langstreckenrennen an. Er absolvierte die komplette Saison der European Le Mans Series zusammen mit Michael Lyons und Mark Patterson. Die drei Fahrer wurden mit einem zweiten Platz als bestem Ergebnis Zehnte in der LMP2-Fahrerwertung. Darüber hinaus bestritt Berthon das 24-Stunden-Rennen von Le Mans für Murphy Prototypes. Ende 2015 ging Berthon für das Team Aguri zu drei Rennen der FIA-Formel-E-Meisterschaft an den Start.[11] Bereits bei seinem Debüt beim Beijing ePrix erzielte er als Achter Punkte.

2016 erhielt Berthon ein Cockpit in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft beim von Jota Sport betreuten Rennstall G-Drive Racing.[12]

StatistikBearbeiten

KarrierestationenBearbeiten

Einzelergebnisse in der GP2-SerieBearbeiten

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Punkte Rang
2012 Racing Engineering Malaysia  MAS Bahrain  BRN Bahrain  BRN Spanien  ESP Monaco  MON Spanien  ESP Vereinigtes Konigreich  GBR Deutschland  GER Ungarn  HUN Belgien  BEL Italien  ITA Singapur  SIN 60 12.
11 8 21* DNF 12 10 5 2 9 7 6 5 12 14 15 9 7 2 14 19 15 15 10 15
2013 Trident Racing Malaysia  MAS Bahrain  BRN Spanien  ESP Monaco  MON Vereinigtes Konigreich  GBR Deutschland  GER Ungarn  HUN Belgien  BEL Italien  ITA Singapur  SIN Vereinigte Arabische Emirate  UAE     21 20.
DNF 21 17 22 DNF 23 DNF 21 20 DNF 17 15 8 1 22 13 DNF 21 DNF 10 18 13    
2014 Venezuela GP Lazarus Bahrain  BRN Spanien  ESP Monaco  MON Osterreich  AUT Vereinigtes Konigreich  GBR Deutschland  GER Ungarn  HUN Belgien  BEL Italien  ITA Russland  RUS Vereinigte Arabische Emirate  UAE     17 20.
23* 17 DNF DNF 17 12 22 25 17 12 8 17 8 4 22 15 13 19* 10 9 15 13    
2015 Lazarus Bahrain  BRN Spanien  ESP Monaco  MON Osterreich  AUT Vereinigtes Konigreich  GBR Ungarn  HUN Belgien  BEL Italien  ITA Russland  RUS Bahrain  BRN Vereinigte Arabische Emirate  UAE     27 16.
7 3 20 12 17 15 DNF 17 DNF 21 14 11 7 7     14 19 11 DNF 10 C    

Einzelergebnisse in der FIA-Formel-E-MeisterschaftBearbeiten

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte Rang
2015/16 Team Aguri China Volksrepublik  BEI Malaysia  PUT Uruguay  PUN Argentinien  BUE Mexiko  MEX Vereinigte Staaten  LBH Frankreich  PAR Deutschland  BER Vereinigtes Konigreich  LON 4 17.
8 15 14              

(Legende)

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-WeltmeisterschaftBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Punkte Rang
2014 Lotus CLM P1/01 AER Vereinigtes Konigreich  SIL Belgien  SPA Frankreich  LMS Vereinigte Staaten  AUS Japan  FUJ China Volksrepublik  SHA Bahrain  BRN Brasilien  SAO   0 28.
            DNF    
2016 G-Drive Racing Oreca 05 Nissan Vereinigtes Konigreich  SIL Belgien  SPA Frankreich  LMS Deutschland  NÜR Mexiko  MEX Vereinigte Staaten  AUS Japan  FUJ China Volksrepublik  SHA Bahrain  BRN 0

(Legende)

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2014 Irland  Murphy Prototypes Oreca 03 Indien  Karun Chandhok Venezuela  Rodolfo González Ausfall Unfall
2015 Irland  Murphy Prototypes Oreca 03R Indien  Karun Chandhok Vereinigte Staaten  Mark Patterson Rang 13
2016 Vereinigtes Konigreich  Greaves Motorsport Ligier JS P2 Mexiko  Memo Rojas Frankreich  Julien Canal Rang 10
2017 Frankreich  Panis-Barthez Competition Ligier JS P2 Frankreich  Timothé Buret Frankreich  Fabien Barthez Ausfall Unfall
2018 Vereinigte Staaten  DragonSpeed Oreca 07 Mexiko  Roberto González Venezuela  Pastor Maldonado Rang 9
2019 Schweiz  Rebellion Racing Rebellion R13 Vereinigte Staaten  Gustavo Menezes Frankreich  Thomas Laurent Rang 5

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nathanaël Berthon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Draco komplettiert World-Series-Lineup“ (Motorsport-Total.com am 8. Dezember 2009)
  2. „Vietoris und Clos weiter bei Racing Engineering“ (Motorsport-Total.com am 27. Januar 2011)
  3. «Berthon chez ISR en FR 3.5» (autohebdo.fr am 3. Februar 2011)
  4. „GP2 - Leimer testet weiter für Racing Engineering“ (Motorsport-Magazin.com am 27. Oktober 2011)
  5. „Berthon: Probleme mit der Größe“ (Motorsport-Total.com am 17. November 2011)
  6. “2012 Toyota Racing Series Competitor List” (toyotaracing.co.nz am 28. Dezember 2011; PDF; 73 kB)
  7. “Nathanael Berthon joins Racing Engineering to race in 2012 GP2 season” (autosport.com am 5. März 2012)
  8. Matt Beer: “Trident to field Nathanael Berthon and Kevin Ceccon in GP2 opener”. autosport.com, 20. März 2013, abgerufen am 20. März 2013 (englisch).
  9. Peter Allen: “Berthon joins Lazarus squad for 2014 GP2 season”. paddockscout.com, 7. März 2014, abgerufen am 7. März 2014 (englisch).
  10. Peter Allen: Nathanael Berthon stays on with Lazarus in GP2. paddockscout.com, 27. Februar 2015, abgerufen am 27. Februar 2015 (englisch).
  11. Markus Lüttgens: Formel E 2015/16: Berthon sichert sich zweites Aguri-Cockpit. Motorsport-Total.com, 17. Oktober 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  12. Gary Watkins: Jota team links up with G-Drive for WEC and ELMS LMP2 campaigns. autosport.com, 4. Februar 2016, abgerufen am 5. Februar 2016 (englisch).