Nastja Arcel

dänische Schauspielerin

Nastja Maria Arcel (* 3. Oktober 1963[1] in Kopenhagen[2]) ist eine dänische Schauspielerin, Dokumentarfilmregisseurin und Buchautorin.

LebenBearbeiten

FamilieBearbeiten

Arcels Mutter, die Psychologin Libby Arcel, ist eine geborene Griechin, die auf einer Fähre den Dänen Arne Arcel[3] kennenlernte, der Arcels Vater werden sollte.[4] Arne Arcel ist Architekt.[5] Nastja Arcel wuchs in Kopenhagen auf.[2] Ihren späteren Mann, Mikael Fock, lernte sie auf der Schauspielschule des Odense Teater kennen, wo sie Studentin und er Dozent im Fach Fernsehen war. Sie lebt mit ihrem Mann in Christianshavn.[4] Gemeinsam haben sie zwei Töchter,[2] die jüngere von beiden, Mathilde Arcel Fock, ist ebenfalls Schauspielerin.[6]

Sie ist die ältere Schwester des Regisseurs und Drehbuchautoren Nikolaj Arcel, in dessen Filmen sie bisweilen mitwirkt.

KarriereBearbeiten

Von 1982 bis 1983 besuchte sie die Schauspielschule des Nationaltheaters in Athen. Im Jahr 1987 beendete sie nach drei Jahren ihre Ausbildung an der Schauspielschule des Odense Teater.[7] Sie spricht neben Dänisch fließend Englisch sowie Griechisch. 2006 hat sie ihr Diplom in Journalistik und Kommunikation von Danmarks Journalisthøjskole bekommen.[8] 1989 wurde sie fest an Det Kongelige Teater engagiert und spielte dort im selben Jahr im Musical Esther mit.[9] Seitdem spielte sie immer wieder Musicalrollen wie z. B. in der dänischen Fassung von Chicago und Mamma Mia! Außerdem trat sie in verschiedenen Fernsehserien, wie Bryggeren und Der Adler – Die Spur des Verbrechens, auf und wirkte an einigen Filmen mit. Für ihre Rolle in dem Film Königspatience – Intrige im Parlament (Kongekabale) wurde sie 2005 für den Bodil-Preis als Beste Nebendarstellerin nominiert.

Neben ihrer Karriere als Theater-, Fernseh- und Filmschauspielerin hat sie auch leitende Posten in der Branche übernommen. So ist sie seit 2003 Vorstandsmitglied des Dansk Skuespillerforbund sowie seit 2005 selbiges in Det Københavnske Teatersamarbejde.[8] Aufgrund dieser Doppelrolle gab es 2006[10] und 2007 Proteste seitens anderer Vorstandsmitglieder des Schauspielerverbandes, da sie dadurch sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch die der Arbeitnehmer vertrete. Sie ist seitdem jedoch mehrmals in beide Vorstände gewählt worden.[11]

Gemeinsam mit der Pfarrerin Anna Mejlhede veröffentlichte sie 2006 den Lebensratgeber Kys dit Kaos – livet er alligevel noget rod. Vier Jahre später veröffentlichte sie einen weiteren Ratgeber mit dem Titel Tag magten over dig selv.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

SchriftenBearbeiten

  • Gemeinsam mit Anna Mejlhede: Kys dit Kaos – livet er alligevel noget rod, Aschehoug, Kopenhagen 2006. ISBN 9788711300299
  • Tag magten over dig selv, Politikens Forlag, Kopenhagen 2010. ISBN 9788756793797

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag Arcels auf der Det-Danske-Filminstitut-Website
  2. a b c Jens Rebensdorff: Mænd ka' da også multitaske, 23. Juli 2006, auf business.dk.
  3. Eintrag Arcels auf danskefilm.dk
  4. a b Britta Bjerre: Nastja Arcel: Min mand var kærlighed ved første blik (Memento vom 9. August 2012 im Internet Archive), 6. August 2012, auf bt.dk
  5. Lotte Thorsen: Filminstruktør: Livet skylder mig en ny ungdom hvert tredje år, 10. Oktober 2010 auf politiken.dk.
  6. Petruskja Jeiner: Nastja Arcel om den første dans med livets kærlighed, 6. August 2012, auf søndag.dk
  7. Lebenslauf in Nastja Arcels Agenturprofil (Memento vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today) auf teamplayers.dk
  8. a b Eintrag Arcels auf kvinfo.dk.
  9. Eintrag Arcels als Vorstandsmitglied (Memento vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today) auf der Website von Det Københavnske Teatersamarbejde.
  10. Nina Cederberg: Skuespiller Nastja Arcel opfordres til orlov, 17. November 2006, auf politiken.dk.
  11. Nina Cederberg: Nastja Arcel bliver i bestyrelsen, 7. Mai 2007, auf politiken.dk.
  12. a b c d Offizieller Lebenslauf Arcels (Memento vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today).