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Narcobarbital ist ein Barbiturat. Chemisch betrachtet ist es ein Barbitursäure-Derivat. In Deutschland sind keine Arzneimittel verfügbar, in denen Narcobarbital als wirksamer Bestandteil enthalten ist.

Strukturformel
Struktur von Narcobarbital
Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Freiname Narcobarbital
Andere Namen

(RS)-5-(2-Bromallyl)-5-isopropyl-1-methylbarbitursäure

Summenformel C11H15BrN2O3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 125-55-3
  • 3329-16-6 (Natriumsalz)
PubChem 18735
Wikidata Q906241
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N01AG01

Wirkstoffklasse

Barbiturate, Sedativa, Antikonvulsiva, Hypnotika

Eigenschaften
Molare Masse 303,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

115 °C[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

RechtsstatusBearbeiten

Narcobarbital ist in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner Aufführung in der Anlage 3 BtMG ein verkehrsfähiges und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel. Der Umgang ohne Erlaubnis oder Verschreibung ist grundsätzlich strafbar. Weitere Informationen sind im Hauptartikel Betäubungsmittelrecht in Deutschland zu finden.

International fällt Narcobarbital unter die Konvention über psychotrope Substanzen. Die Anwendung bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, ist verboten. Ansonsten ist es in der Tiermedizin für Hunde, Katzen, Ziervögel und Meerschweinchen zugelassen.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. C.R. Ganellin, David J. Triggle: Dictionary of Pharmacological Agents. CRC Press, 1996, ISBN 978-0-412-46630-4, S. 1672 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Wolf Erhardt, Petra Kölle: Anästhesie und Analgesie beim Klein- und Heimtier sowie bei Vögeln, Reptilien, Amphibien und Fischen. Schattauer Verlag, 2004, ISBN 978-3-7945-2057-2, S. 41 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

WeblinksBearbeiten

  • Eintrag zu Narcobarbital bei Vetpharm, abgerufen am 29. Juli 2012.
  Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!