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NAMUR-Sensor

Spezifikation von Sensoren

Der sog. NAMUR-Sensor (nach NAMUR (Normenarbeitsgemeinschaft für Mess- und Regeltechnik in der Chemischen Industrie)) wurde zuerst im NAMUR Arbeitsblatt NA01 definiert, welches seit 2002 in Norm DIN EN 60947-5-6 überführt wurde.[1] Seitdem ist das NAMUR-Arbeitsblatt NA01 zurückgezogen.

Sensoren nach NAMUR stellen eine binäre Information dar und werden meist als Näherungs-Initiator ausgeführt, d. h. der Sensor zeigt an, ob ein Referenz-Objekt (z. B. ein Anschlag bei einem beweglichen Maschinenteil) sich in der Nähe befindet oder nicht und funktionieren oft berührungslos. Oft werden induktive Verfahren verwendet, man spricht dann von einem bedämpften Sensor (Sensor erkennt das Referenzobjekt bzw. ist „am Anschlag“), bzw. von einem unbedämpften Sensor (Referenzobjekt wird nicht erkannt, Sensor ist nicht „am Anschlag“).

NAMUR Sensoren werden mit einem eingeprägten Strom betrieben und haben vier Zustände, so dass auch die Fehlerfälle der Sensoren durch eine analoge Auswerteeinheit erkannt werden können.

1. Strom von 0 mA Drahtbruch, Schaltkreis offen
2. Strom von unter 1,2 mA ⇒ Sensor bereit, bedämpft
3. Strom von über 2,1 mA ⇒ Sensor bereit, unbedämpft
4. Strom von Maximalwert Kurzschluss, Maximalstrom

Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Ruhestromprinzip.

Die Betriebsspannung des Feldloops sollte bei 8±1 Volt liegen, die Bürde bei Kurzschluß zwischen 100 und 360 Ohm.

Eine weitverbreitete Anwendung für NAMUR Sensoren bzw. NAMUR-Initiatoren sind Endschalter von automatisierten Regel- oder Stellventilen.

Um, zum Beispiel für Testzwecke, NAMUR-Sensoren zu simulieren, kann folgende Schaltung helfen.

NAMUR- Geber

Dabei kann der dargestellte Kontakt ein beliebiger Schalter oder Taster sein. Ebenfalls können handelsübliche Widerstände verwendet werden.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. NAMUR: Hinweis zum NAMUR Arbeitsblatt NA01. In: NAMUR. NAMUR, 6. September 2002, abgerufen am 1. Dezember 2017 (en/de).