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My Life in the Bush of Ghosts

Album von David Byrne

My Life in the Bush of Ghosts ist ein 1981 veröffentlichtes Projektalbum der Musiker Brian Eno und David Byrne von den Talking Heads. Das Werk entstand vorab an die Arbeiten zu Remain in Light[1], wurde aber aus Rechtsgründen für das Sampling erst später veröffentlicht. Der Titel des Werks basiert auf dem gleichnamigen Roman von Amos Tutuola.

Laut Byrne hatten weder er noch Eno zum Zeitpunkt der Aufnahme den namensgebenden Roman gelesen, waren aber mit dessen Erstlingsroman, The Palm-Wine Drinkard (1952), vertraut. Obwohl das Album zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eher gemischte Kritiken erhielt, wird es inzwischen als eines der herausragenden Werke von Eno und Byrne[2] und als elementarer erster Schritt in Sachen Popularisierung des Einsatzes von Samples angesehen. Die Samples und Zufallsgeräuschkulissen werden aus verschiedensten Quellen genutzt.

Inhaltsverzeichnis

RezeptionBearbeiten

Die Samplingtechnik des Albums wird als bahnbrechend und für viele zukünftige Entwicklungen richtungsweisend angesehen. Manche sehen das Album aufgrund des Einsatzes von afrikanischen und arabischen Elementen auch als einen Bahnbereiter für die Weltmusik an; andere weisen darauf hin, dass Eno und Byrne sich hier eher als passive „Kuratoren“ die musikalische Realität anderer aneigneten.[3]

Auf der Liste der besten Alben der 1980er von Pitchfork Media nimmt My Life in the Bush of Ghosts den 21. Platz ein.

2001 wurde Eno vom Magazin Q gefragt, ob er und Byrne das Sampling für das noch komplett mit Analogtechnik aufgenommene Album erfunden hätten. Eno erklärte, dass zahlreiche andere bereits damit experimentiert hätten, darunter auch Holger Czukay von Can;[1] ihr Album wäre aber das erste gewesen, das sich so vollständig auf das Sampling verlassen hat.[4] Das Magazin ZEIT erklärte 2007, Eno und Byrne hätten mit dem Werk „die Ideen Cages, Stockhausens und Reichs in die Popmusik“ geholt und allen folgenden Sampling-Techniken den Weg gewiesen.

 
David Byrne, 1978

MusikerBearbeiten

  • David Byrne und Brian Eno – Gitarre, Bass, Synthesizer, Schlagzeug, Percussion, Gefundene Objekte
  • John Cooksey – Drums auf Help Me Somebody und Qu'ran
  • Chris Frantz – Drums auf Regiment
  • Robert Fripp – Frippertronics auf Regiment
  • Michael „Busta Cherry“ Jones – Bass auf Regiment
  • Dennis Keeley – Bodhrán auf Mea Culpa
  • Bill Laswell – Bass auf America Is Waiting
  • Mingo Lewis – Batá, Chapman Stick auf The Jezebel Spirit und The Carrier
  • Prairie Prince – Bass Drum auf The Jezebel Spirit und The Carrier
  • José Rossy – Congas, Agong-Gong auf Moonlight in Glory
  • Steve Scales – Congas auf Help Me Somebody
  • David Van Tieghem – Drums, Percussion auf America is Waiting und Regiment
  • Tim Wright – Bass auf America is Waiting

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten