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Museum unterm Trifels in Annweiler

Das Museum unterm Trifels ist das Heimatmuseum der Stadt Annweiler am Trifels.

Am Fuße des Rehbergs liegt in einer Entfernung von nur zwei Kilometer Luftlinie die Stadt Annweiler, in der sich das Museum unterm Trifels befindet.[1][2] Es enthält vielfältige Exponate zur Siedlungsgeschichte der Region, zur Geschichte der Stadt Annweiler und der Reichsburg Trifels, außerdem naturkundliche Sammlungen zu Aspekten der Natur- und Landschaftsgeschichte.[3]

Ein besonderes Thema ist das Wirken Kaiser Friedrich II., der z. B. durch einen Abguss der Brückenfigur von Capua – wahrscheinlich ein Porträt des Kaisers – und ein Faksimile des Falkenbuches gewürdigt wird. Außerdem erhält man einen Überblick über Bauten Friedrichs II. in Italien, wobei vor allem ein nach neuesten Erkenntnissen gestaltetes Modell des Castel del Monte ins Auge fällt.

In mehreren Ausstellungsräumen werden die Geschichte der Burg Trifels und ihre Rekonstruktion im 20. Jahrhundert dokumentiert. Archäologische Untersuchungen während der Zeit ihres Wiederaufbaus (1935–1938) sowie in den 1960er und 1970er Jahren führten zu einer Vielzahl von Grabungsfunden, von denen im Museum mehr als 2000 Objekte ausgestellt sind. Daneben wird anhand verschiedener Rekonstruktionsversuchen (Ausgrabungs- bzw. Burgmodelle) gezeigt, wie der Trifels zu Regierungszeiten der Salier und Staufer ausgesehen haben könnte. Weitere, teilweise romantisch verklärte Deutungsversuche können in der Trifelsgalerie anhand einer Vielzahl von Grafiken nachvollzogen werden. In diesem Zusammenhang wird die Arbeitsweise einer mittelalterlichen Bauhütte durch Modelle, Zeichnungen, Puppen in zeitgenössischer Kleidung, Arbeitsgeräte und Hebewerkzeuge dargestellt. Während des 12. und 13. Jahrhunderts diente der Trifels als Staatsgefängnis. Der englische König Richard Löwenherz war der prominenteste Gefangene. Dieser Sachverhalt wird durch eine Verliesszene veranschaulicht. Eine Höhleninstallation mit einer sprechenden Figur Kaiser Barbarossas (Friedrich I.) versucht, einen Zusammenhang mit der Kyffhäusersage herzustellen.

Entwicklungen in Handel und Gewerbe sind unter anderem durch die Darstellung einer vollständig eingerichteten Gerberwerkstatt und durch Ausstellungsstücke zur Emailleproduktion dokumentiert. In rund 500 Exponaten wird die Stadtgeschichte Annweilers präsentiert. Dazu gehört auch eine Münzsammlung aus dem Mittelalter. Das Modell einer alten Kirchenuhr und Farbdias beschreiben die Kirchengeschichte Annweilers.

In einem weiteren Teil des Museums wird die Entwicklung von Flora und Fauna im Raum Annweiler von der Eiszeit bis heute gezeigt; die Entwicklung und Nutzung des Waldes durch den Menschen steht dabei im Vordergrund. In einem speziellen Erlebnisbereich, dem Märchenwald, wird gezeigt, dass dieser Lebensraum in gewissen Situationen auch beängstigende Züge annehmen kann.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Museum digital Rheinland-Pfalz: Museum unterm Trifels. Abgerufen am 15. August 2011.
  2. Stadt Annweiler: Museum unterm Trifels. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 4. September 2011; abgerufen am 15. August 2011.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.annweiler.de
  3. Hans-Joachim Kölsch: Die Trifelsabteilung im Museum unterm Trifels in Annweiler. In: Trifelsverein e. V. Annweiler am Trifels (Hrsg.): Stauferkaiser, Reichsinsignien, Ministerialität. Beiträge zur Geschichte des Trifels und des Mittelalters. Band 2. Maierdruck, Lingenfeld 2002, S. 162–187.

Koordinaten: 49° 12′ 12,9″ N, 7° 57′ 48,9″ O