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Museen der Stadt Dresden

Verbund acht kommunaler Museen in Dresden
Das Landhaus Dresden – Sitz des Stadtmuseums (2008)

Die Museen der Stadt Dresden sind ein Verbund acht kommunaler Museen der sächsischen Landeshauptstadt. Nach den Staatlichen Kunstsammlungen sind die Museen der Stadt Dresden der zweitgrößte Verbund von Museen in Dresden.

MuseenBearbeiten

Des Weiteren gruppieren sich drei rein personengebundene Museen um das Stadtmuseum. Sie stellen in erster Linie die Dresdner Lebensabschnitte Friedrich Schillers, Józef Ignacy Kraszewskis und Carl Maria von Webers und deren Wirken in der damaligen sächsischen Residenzstadt dar:

GeschichteBearbeiten

Der Museumsverbund entstand 1919 als „Städtische Sammlungen Dresden“. Unter diesem Namen wurden das 1891 gegründete Stadtmuseum Dresden, das bereits seit 1885 zugängliche ehemalige Körner-Museum sowie das 1888 eröffnete ehemalige Schilling-Museum auf Initiative von Georg Minde-Pouet einer gemeinsamen Leitung unterstellt. Das Körnermuseum befand sich im 1945 zerstörten Wohnhaus Christian Gottfried Körners nahe dem Japanischen Palais und befasste sich unter anderem auch mit Werken von dessen Sohn Theodor. Das Schilling-Museum in der Pirnaischen Vorstadt war dem Bildhauer Johannes Schilling gewidmet; das Gebäude war nach Plänen von dessen Sohn Rudolf errichtet worden. Während das Stadtmuseum bis heute besteht, fielen die beiden anderen Museen 1945 den Luftangriffen auf Dresden zum Opfer.

Ab 1950 waren die Städtischen Sammlungen in der damaligen Stadthalle in der Albertstadt untergebracht. Ab 1956 bestanden sie aus zwei Abteilungen, von denen eine aus dem Stadtmuseum und die andere aus dem in der frühen DDR-Zeit neugeschaffenen Museum für Geschichte der Dresdner Arbeiterbewegung hervorgegangen war. Ab 1957 übernahm der vorherige Leiter des Kulturbundes in Dresden, Linus Hamann, die Leitung der Städtischen Sammlungen. Das Stadtmuseum Dresden wurde 1966 als Institut und Museum für Geschichte der Stadt Dresden wiedergegründet. Es unterhielt als Außenstellen das 1957 eingerichtete C.-M.-v.-Weber-Museum, das 1960 eröffnete Kraszewski-Museum, das Museum der Dresdner Romantik sowie das Schillerhäuschen. Seit 1990 heißt es wieder Stadtmuseum.

Den Städtischen Museen wurden außerdem die Technischen Sammlungen Dresden sowie das damalige Heimat- und Palitzschmuseum Prohlis zugeordnet. Im Jahre 2002 kam durch die Ausgliederung der Städtischen Galerie aus dem Stadtmuseum ein achtes Museum hinzu. Direktor der Museen der Stadt Dresden ist seit 2008 Gisbert Porstmann.[1]

2015 besuchten 177.000 Gäste die Museen der Stadt Dresden. Dies entsprach einem Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zu 2014.[2] Im Jahr 2017 kamen 216.800 Besucher in die acht Museen, die meisten von ihnen (95.470) in die Technischen Sammlungen.[3]

TriviaBearbeiten

Ebenfalls städtische Museen, aber nicht Teil der Museen der Stadt Dresden, sind das Leonhardi-Museum und das Kunsthaus Dresden. Das KraftWerk – Dresdner Energiemuseum wird von der Drewag betrieben, die sich zu 90 Prozent in städtischer Hand befindet.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadt Dresden: Gisbert Porstmann wird neuer Direktor der Museen der Stadt Dresden, 24. September 2008, abgerufen am 26. Februar 2018
  2. Städtische Museen Dresden mit Besucherplus - Programm 2016 vakant. In: Sächsische Zeitung. 29. Januar 2016 (online [abgerufen am 29. Januar 2015]).
  3. Über 200 000 Besucher 2017 in Dresdner Museen – gratis Eintritt schwer vorstellbar. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 1. März 2018 (online [abgerufen am 2. März 2018]).